Tourleben, Teil 3: Das Mädels-Special (Teil 1)
Shownotes
Im ersten Teil dieses ganz besonderen **Mädels-Specials von FIESEMADÄNDE On Air **treffen unterschiedliche Perspektiven aufeinander – mit einer gemeinsamen Verbindung: dem Figurentheater-Leben.
**Anke Scholz vom ArtisjokTheater **erzählt nicht nur, wie sich ihre Arbeit als Figurenspielerin verändert hat, sondern auch, wie es ist, wenn man das ganze Leben irgendwie in die Figurentheater-Realität integriert – ob als Zuschauerin, Kritikerin oder mal eben als helfende Hand und was es "dem Hausmeister des Schweigens" auf sich hat…
Wir sprechen unter anderem dieses Mal auch mit Anja, Carstens Ehefrau, über die Herausforderungen und Einsamkeiten, die das Leben an der Seite eines vielspielenden Figurenspielers mit sich bringt. Wie ist es, wenn man Termine plant, immer wieder alleine ist – und trotzdem den Beruf und die Berufung des Partners unterstützt?
Auch Tanja Lüttner, langjährige Spielpartnerin (und frühere Partnerin) von Carsten, gibt Einblick in ihre ganz eigene Sicht auf das Leben auf Tour, erzählt von sehr persönlichen Entwicklungen, gemeinsamen Erlebnissen – und davon, wie sich Berufliches und Privates manchmal überschneiden und dann doch wieder sortieren lassen müssen.
In Teil 1 außerdem mit dabei: **Christiane Weidringer, **Figurenspielerin, bringt ihren ehrlichen Blick aufs Unterwegssein ein. Wie fühlt es sich an, zwischen zwei Vorstellungen stundenlang im Auto zu sitzen, einen Raum zu betreten, ohne zu wissen, was einen erwartet – und abends wieder zu verschwinden?
Diese Folge ist eine sehr persönliche, nahbare und oft berührende Reise in das Leben hinter der Bühne – zwischen Tourplänen, emotionalen Auszeiten, Beziehungspflege und Berufung. Und sie macht deutlich: Das Tourleben betrifft nicht nur die, die spielen – sondern auch alle, die mitleben.
📣 Hinweis: Wer Carsten und seine Kolleg*innen zwischenzeitlich live erleben möchte, schaut am besten in den aktuellen Spielplan des Theater FIESEMADÄNDE im Figurentheater Mottenkäfig in Pforzheim: www.fiesemadaen.de/events
In 14 Tagen geht´s weiter mit unserem Mädels-Special, Teil 2… seid gespannt auf weitere Frauenpower, die euch auch dann wieder mit "auf Tour" nimmt!
Transkript anzeigen
00:00:01: Hallo, liebe Zuschauer.
00:00:02: Erhört mir
00:00:03: alle Löcher.
00:00:05: Ihr hört jetzt etwas, was ihr so schnell nicht wieder hören werdet.
00:00:11: Fiesemadende und
00:00:13: Tun.
00:00:14: Paket
00:00:15: ist darum, was wir so alles erleben.
00:00:21: In der
00:00:22: weiten
00:00:23: Welt.
00:00:27: In der Wildnis.
00:00:28: Und wenn der Adrien Es nicht vermasselt, das aufzunehmen.
00:00:33: Dann geht das Ganze.
00:00:35: Und ... Wie heißt das in Englisch?
00:00:40: In die Luft.
00:00:41: Oh, in die Luft.
00:00:42: Es geht in die Luft.
00:00:46: Noch mal.
00:01:01: Ja, fiese Madende on Air hier, Puppentrat für Anfänger und Karsten, wir tauchen ja wieder ins Tourleben ein.
00:01:08: Und zwar ganz besonders, denn wir haben ganz, ganz viele Gästinnen jetzt sogar.
00:01:12: Ja,
00:01:12: endlich ist es soweit, wir machen endlich die lang, lang versprochene Folge... ...On Tour nur mit Mädels.
00:01:19: Ja, wir wunderschön, ich freue mich wirklich sehr drauf.
00:01:21: Und eine Person, die ist uns per Zoom zugeschalten und da freue ich mich sehr, dass sie uns auch zugesagt hat.
00:01:27: Anke, kannst du uns hören?
00:01:28: Anke, hallo, Test-Test.
00:01:29: Ja, hallo, eins, zwei, drei.
00:01:31: Schwarzbrot.
00:01:32: Super.
00:01:33: Sehr gut.
00:01:33: Perfekt.
00:01:34: Ein zweiter Schwarzbrot.
00:01:35: Anke, vielen, vielen Dank.
00:01:36: Anke,
00:01:37: wo steckst du gerade?
00:01:37: Ja.
00:01:39: In Esslingen bin ich gerade.
00:01:41: Ach was?
00:01:42: Ach ja.
00:01:43: Da bin ich auch bald.
00:01:44: Anke ist immer ein bisschen schneller als ich.
00:01:48: Nicht immer.
00:01:49: Ich hoppe auch nicht mal hinterher.
00:01:52: Ja, für alle vielleicht, die eingeschalten haben, Anke Scholz, dein vollständiger Name.
00:01:56: Vielleicht, lieber Anke, magst du dich mal ganz kurz vorstellen, wer bist du, was machst du und ja, wenn ja, wie viele, wie so schön die Frage heißt.
00:02:05: Und warum in Esslingen.
00:02:06: Genau.
00:02:07: Also, Anke Scholz, genau, wie du schon richtig gesagt hattest.
00:02:13: Ich bin gebürtig und aufgewachsen in Hohenstein, in Sachsen und bin mit sechzehn Jahren dann da weggegangen zu einer Ausbildung als Gärtnerin.
00:02:29: was ja bei einigen große Begeisterungsstürmer hervorruft und was aber natürlich auch in knappen Zeiten das Überleben sichert dank eines eigenen Gemüsegartens.
00:02:42: Dann habe ich da so ein ganz paar Jahre mit dem Gartenbau verbracht an verschiedenen Stellen, verschiedenen Gärtnereien, bei Ausstellungen.
00:02:54: ... bei einem Studentenaustausch in Kanada und dann bin ich dann irgendwann wieder zurückgekommen.
00:03:01: und dann hat mich die Liebe zu einem Puppenspieler erwischt und dann hat mich dann in die Pfalz verschlagen, ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... Also
00:03:19: das
00:03:24: hat mich schon tatsächlich durch das Hohensteingebuchenspielfestival, was ich erlebt habe, als ich so in der Pubertät war.
00:03:33: Da ging das dann da alles so los und das war alles natürlich noch DDR und sehr aufregend und sehr wild und sehr underground.
00:03:41: Und eben in dem kleinen Örtchen Hohenstein ist das natürlich schon etwas, was sehr heraussticht.
00:03:50: Da geht man entweder wandern oder man lebt da oder... Vielleicht hat man Glück und wendet sich den Puppenspiel zu.
00:03:57: Also ich bin tatsächlich die einzige Hohensteinerin, die sich eigentlich Hohensteiner-Puppenspielerin nennen
00:04:02: darf.
00:04:05: Aber gar nicht mit Hohensteinern spielt, oder?
00:04:07: Hast du was mit Hohensteinern?
00:04:08: Nein.
00:04:09: Ich hatte bei Agatas Christis und dann gab es keines mehr.
00:04:14: Doch da hatte ich zehn gleiche Hohensteiner-Köpfe dabei, die dann in Form wurden.
00:04:19: Stimmt, ich erinnere
00:04:20: mich.
00:04:21: Ja, ich
00:04:21: habe das Stück auch schon gesehen, ja, in Landau.
00:04:23: Ja, stimmt, jetzt wo du sagst, richtig.
00:04:25: Genau.
00:04:26: Also das sind die einzigen Wohnsteine.
00:04:28: Also ich habe natürlich auch einen Kasper, aber ich spiele nicht mit dem.
00:04:32: Weil ich nach wie vor finde, dass ein richtig guter Kasper so das Sahneräubchen der Gilde ist.
00:04:39: Wer das ist, der Schapo.
00:04:43: Ohne zu viel zu spoilern, können wir es, glaube ich, einwerfen.
00:04:45: Geldkasten, wir haben ja auch noch ein Special tatsächlich nächstes Jahr über den Hohensteiner-Kastbau oder halt generell.
00:04:51: Genau, genau.
00:04:52: Also Ziel ist es sich in dieser Staffel auch generell mit dem Thema die lustige Figur im Puppenspiel, ein bisschen zu informieren und zu unterhalten und in demzug jetzt auch ein Special geben zum Festival in Hohenstein.
00:05:04: Ja.
00:05:05: Ja, Anke, wir sind ja jetzt hier beim Mädels-On-Tour, weil Vise, Badende und er.
00:05:09: jetzt möchten wir natürlich auch mal mit dir die Kiste öffnen rund um dein Tour leben und mal schauen, was wir da spannendes entdecken.
00:05:15: Deswegen nehme ich dich doch direkt mal mit hier und zwar vielleicht auch an Momente auch von deinem Tour leben, die auch mal herausfordernd waren, vielleicht auch gerade in den ersten Jahren, als du gesagt hast, hey Figuren spiel, das ist meine Welt oder wird meine Welt, kannst du dich da noch dran entzinnen, wie das so alles begann?
00:05:33: Das ist ja so lange her.
00:05:39: Also ich bin ja in ein bestehendes Theater eingestiegen und da war, glaube ich, die größte Herausforderung.
00:05:48: Seit wann heißt das eigentlich nicht mehr Problem?
00:05:59: Also das war das, was mich am längsten begleitet hat, um eben auch die Stimmarbeit.
00:06:07: Ich hatte auch, also auch noch zu Gärtner und zu DDR-Zeiten, hatte ich dann schon immer mal überlegt, ob ich nicht mal das auch studiere, weil man das natürlich in Berlin schon studieren konnte.
00:06:17: und dann bin ich da auch mal hin zum Vorsprechen und dann haben die auch, ah, lassen Sie mal jetzt hier, Sie haben ja einen Beruf und ich wollte dann auch natürlich in dem... in der jugendlichen Überheblichkeit nicht jedes Jahr dahin rennen zum Vorsprechen und dann halt nicht.
00:06:36: Genau.
00:06:37: Und dann war dann sage ich mal, also ich habe dann schon durchaus länger gehadert auch, dass ich es nicht studiert habe, weil es einfach mal, es ist ein Handwerk und es ist.
00:06:50: Und aus einem guten Handwerk kann eine Kunst entstehen.
00:06:52: Und die Ausbildung, die da gemacht wird, die finde ich einfach sehr qualitativ hochwertig.
00:07:02: Genau, und dann habe ich halt für mich als Weg gefunden, dass ich in den ganzen Jahren, also seit nineteen-neunzig, dass ich halt fortlaufend mich selber weiterbilde, zu Wirkshops gehe, zu... Ja, solche Sachen, wo ich sage, mich interessiert die Technik XY, da suche ich mir Leute, die das anbieten und da gehe ich hin.
00:07:25: Und das mache ich seitdem.
00:07:27: Es ist vielleicht der etwas längere Weg mit den mehr Schlenkern und Bergauf, Bergab, aber genau.
00:07:36: Also das sind schon auch so Dinge, die sich durchziehen auch und mal besser gehen und mal weniger rot.
00:07:44: Ja, ich meine viele Wege führen nach Rom und es sei ja nicht gesagt, dass dein Weg jetzt irgendwie falsch wäre oder anders wäre, jeder.
00:07:50: Carsten, du hast ja auch deinen eigenen Weg, den du gegangen bist und mit jedem, den wir bisher gesprochen haben.
00:07:54: Jeder hat so irgendwie seinen Weg im Bereich.
00:07:57: Und es kommt immer aufs Endergebnis drauf an und da müssen wir uns bei der Anke auch keine Sorge
00:08:01: machen.
00:08:01: Ja, das glaube ich auch.
00:08:04: Ja, aber vielleicht, gerade weil wir es ja jetzt als Mädels und Tour haben, Anke wird mich jetzt natürlich dein Blick als Frau in dieser Welt des Figurenspiels interessieren.
00:08:13: Hast du da das Gefühl, dass man dich vielleicht im Laufe deiner Karriere oder deines Weges als Frau, sag ich jetzt mal, im Figurenteater anders oder, ich weiß nicht, in eine andere Rolle gepackt hat, wie jetzt vielleicht die Männerkollegen?
00:08:24: oder hast du da überhaupt keine Unterschiede feststellen können?
00:08:28: Ich finde es schon wie wahrscheinlich gesamtgesellschaftlich durchaus männerlastig, eben auch gerade bei in Museen, wo ich dann immer denke, also oft steht dann und mithelfende Ehefrau, wo ich dann denke, geht's noch?
00:08:47: Hallo?
00:08:49: Also so diese Wahrnehmung, also gerade wenn es eben so Paarkonstellation sind, da finde ich, gibt es auch gibt es auch immer noch so, dass dann die Männer dastehen und glänzen oder eben dieses Platz herrscht Verhalten haben, wo ich dann sage, es ist echt nicht meine Kiste.
00:09:08: Und kam das eher von Veranstaltern oder kam das dann eher auch vom Publikum?
00:09:12: Nein, vom Publikum nicht.
00:09:13: Ich glaube, dem Publikum ist das egal.
00:09:18: Ich kann das jetzt nicht vergleichen.
00:09:19: Ich habe ja noch nie als Mann gespielt.
00:09:24: Von daher würde ich sagen, das sind vielleicht die Sachen, die ich dann so wahrnehme.
00:09:31: Oder eben, wenn ich unterwegs bin und andere Kolleginnen und Kollegen treffe.
00:09:35: Und wenn man dann mal zu dem Thema, wie ist es denn, ihr spielt zusammen und das zieht sich ziemlich durch.
00:09:43: Und das finde ich tatsächlich ein bisschen schade.
00:09:47: Und seitdem habe ich halt die ersten dreizehn Jahre da eben in der Parkkonsolation gespielt.
00:09:55: Dann haben wir uns getrennt, haben noch zwei Jahre zusammengespielt und dann auch die Firma noch getrennt.
00:10:03: Und ab dem Moment, wo ich dann eben alleine unterwegs war, wurde mir mal ganz viel beim Tragen geholfen.
00:10:10: Das fand ich sehr interessant.
00:10:13: Weil und dass du es ansprichst, das haben wir schon in ein paar Folgen vorher, auch wo es ums Tourleben ging, dass es vor allem gerade auch körperlich schon ein Thema ist, das ganze Gescheife und Gemache und so.
00:10:22: Also ich glaube, du gibst mir recht oder du nix, du gibst uns recht, dass es schon auch noch mal als Frau, denke ich, eine besondere Herausforderung ist.
00:10:31: Ja, also ich gucke halt, dass ich einfach meine Sachen mir entsprechend baue oder verpacke und Ich hatte dann auch irgendwann ein Bandscheibenvorfall und das war dann nochmal ein sehr deutliches, was nehme ich denn mit?
00:10:49: Was brauche ich?
00:10:51: Wieso sind die Gebinde so groß, die Verpackung?
00:10:53: Ich muss hier nicht zwanzig Kilo mit einmal tragen.
00:10:56: Ich könnte ja auch dreimal laufen und das dann sieben Kilo haben.
00:11:01: Also das habe ich dann schon nochmal verändert.
00:11:04: Aber eben tatsächlich wird mir sehr viel mehr geholfen, seitdem ich alleine unterwegs bin.
00:11:10: Kasten geht es dir auch so?
00:11:12: Ich habe es so gemacht, dass ich mir irgendwann einen Techniker angeheuert habe, der mir beim Aufbau hilft und beim schleppen.
00:11:19: Aber tatsächlich umgekehrt uns Jungs wird dann eher weniger geholfen.
00:11:24: Das haben wir auch schon gesagt, da sind dann ja die Hausmeister ganz schön verschwunden.
00:11:28: Aber das ist ja mehr als recht und auch notwendig.
00:11:31: Man kann sich sowas ja auch in Vertrag schreiben lassen.
00:11:34: Das hast du auch, oder?
00:11:35: Ja,
00:11:35: das habe ich.
00:11:36: Ja, doch, natürlich.
00:11:38: Kann man ja machen.
00:11:38: Man kann ja schreiben so bitte zwei Personen oder eine Person, die dann beim Tragen geht.
00:11:43: Kann man ja machen.
00:11:44: Wenn sie dann da sind.
00:11:45: Wenn sie da sind.
00:11:46: Aber dann ist es ja vertraglich.
00:11:47: Dann hat jemand unterschrieben und dann muss einer da sein.
00:11:49: Ja, das stimmt.
00:11:50: Sonst ist es Vertragsbruch.
00:11:51: Dann ist es kein Leistenbruch, sondern ein Vertragsbruch.
00:11:53: Das stimmt.
00:11:56: Ich hatte mal ein sehr schönes Hausmeistern, es gibt ja immer so schöne Hausmeistergeschichten.
00:12:01: Sehr schöne Hausmeistererlebnis.
00:12:04: Also das ist auch so, seitdem ich alleine unterwegs bin, dass dann ganz oft dann die Leute, die mir tragen, helfen dann noch da sitzen und mit mir reden oder ihr Herz ausschütten, wo ich dann mal denke, ach, das ist sehr, sehr spannend.
00:12:14: Dann ist der Aufbau kurzweiliger.
00:12:17: und dann irgendwann war ich mal in einer Bibliothek und dann sagte die Bibliothekarin, sprechen Sie ja nicht den Hausmeister an.
00:12:26: Der kommt dann mal kurz gucken und dann aber nicht ansprechen.
00:12:31: Okay.
00:12:32: Hat er irgendwas oder ansteckende Krankheit oder so?
00:12:35: Nee, nee, einfach in Ruhe lassen.
00:12:37: Und bin ich dann dahin, hab mir den Raum angeguckt.
00:12:39: Da stand mitten auf der Bühne ein Flügel, so ein großer Konzertflügel.
00:12:46: Also ... Aber das ist jetzt hier meine Spielfläche.
00:12:49: Es geht halt nicht.
00:12:51: Also Flügel oder ich oder wie machen wir es jetzt?
00:12:53: Dann spreche ich jetzt doch mal den Hausmeister an und sie gehen gleich raus.
00:12:57: Dann machen sie das.
00:12:58: Machen sie aber alleine.
00:13:00: Was ist das denn für eine?
00:13:01: Und dann habe ich ihnen gesagt, der Flügel muss von der Bühne.
00:13:04: Dann hat er nur die Augen gerollt und gesagt, der würde nicht gehen.
00:13:07: Aber so geht es halt auch nicht.
00:13:08: Und dann kann ich halt nicht spielen.
00:13:10: Ich bin jetzt da.
00:13:12: Und her und her, dann haben wir es dann zusammen in die Ecke geschoben.
00:13:15: Ich habe gesagt, hey, hängen ja auch sogar Scheinwerfer.
00:13:17: Könnten Sie die mal anmachen?
00:13:18: Dann bräuchte ich meine nicht aufbauen.
00:13:20: War das auch noch?
00:13:22: Und so.
00:13:22: Und hatte Scheinwerfer angemacht.
00:13:24: Die ging.
00:13:25: Ich brauchte meine nicht holen.
00:13:26: Ich habe gesagt, wunderbar.
00:13:28: Dann baue ich jetzt einfach auf.
00:13:30: Und das war es, was ich von Ihnen wissen wollte.
00:13:32: Und dann setzte er sich mitten in die erste Reihe, verschränkte Arme und guckte mir zu, wie ich aufbaue.
00:13:38: Und es ging so eine halbe Stunde und habe ich immer geguckt.
00:13:41: Okay, ist jetzt halt noch da.
00:13:43: So, und dann irgendwann, so nach einer Dreiviertelstunde ungefähr, sagte er mit einem so, das ist ja schön.
00:13:53: Was denn jetzt?
00:13:56: Wie ich jetzt hier aufbaue, so.
00:13:58: Nee, sie sagen ja gar nichts.
00:14:01: Er sagt, nee, ich will, ich sage, soll ich mal raten, ihre Frau?
00:14:07: und ja, ja, meine Frau.
00:14:11: macht die Augen auf und dann hört die nicht mehr auf zu reden.
00:14:15: Und dann hat er wirklich mir seinen Herz über seine Ehe ausgeschüttet.
00:14:18: Ich habe nur gedacht, Gott, das landete bei der Überlegung, ob es ein Scheidungsgrund ist, weil die Frau so viel redet und er nicht weiß, wie er das sagen soll.
00:14:28: Und er hat mir zum Schluss alles rausgetragen.
00:14:31: Es war ein Herzen, eine hat gehört, ob ich bald mal wiederkomme und die Bibel und die Karin stand daneben und sagte, was haben Sie denn gemacht?
00:14:37: Ich sagte, ja, ich habe nichts gesagt.
00:14:42: Und dann hast du ein Heiratsantrag bekommen, woraus meinst du wahrscheinlich?
00:14:46: Nein, dann find ich eine Frau.
00:14:49: Schön, ist du deswegen dann auch Schweigen gezogen?
00:14:52: Vielleicht, weil ich gut nichts vermitteln kann.
00:14:56: Doch nicht, ich höre auch gern zu, ja.
00:15:01: Ja, sehr schön.
00:15:02: Sag mal, Anke, aber weil du jetzt gerade schon diesen Moment mit dem Hausmeister angesprochen hast, wir haben ja hier schon beim Tourleben die kuriossten Geschichten mitbekommen von brennenden Autos auf der A-Fünf
00:15:12: etc.,
00:15:13: vielleicht hast du so einen Moment oder eine Anekdote, wo du sagst, wenn ich das jemandem erzähle, das glaubt mir später kein Mensch mehr, dass mir das passiert ist.
00:15:21: Nee, so eine Katastrophe sind bei mir tatsächlich noch nicht passiert.
00:15:24: Super, ich gratuliere dir.
00:15:27: Also ich habe eher mal, dass ich dann mal so mit Publikum diskutiere, wenn die dann der Meinung sind, dass sie in der ersten Reihe sitzen müssen und so.
00:15:35: Also dann bin ich dann mittlerweile, also das hätte ich mir früher nicht getraut, also früher als Berufsanfängerin.
00:15:41: Mittlerweile sage ich dann auch so, nee, geht erst los, wenn sie zur Seite gehen.
00:15:47: Und das dann eben teilweise, also das eine war auch sehr schlauchne Bibliotheks und so ein alten Zehntaus, wo so alles offene... auf eine Stockwerke waren, wo du wirklich jede Treppe hörst und der Veranstaltungsraum war oben unter dem Dach.
00:16:02: Und dann ist dann eine Frau, die beliebt eben einfach wirklich sitzen und hat gesagt, sie hätte bezahlt.
00:16:07: Und sie versteht das jetzt gar nicht.
00:16:09: Und dann habe ich mich dann auch irgendwann einfach gegenüber auf die Bühne hingesetzt.
00:16:14: Also wissen Sie was?
00:16:15: Ich bin da.
00:16:16: Ich habe aufgebaut.
00:16:17: Alle Leute sind da.
00:16:18: Ich warte jetzt einfach, bis sie an die Seite gegangen sind.
00:16:21: Und dann fange ich an zu spielen.
00:16:22: Und das habe ich dann auch durchgezogen.
00:16:25: Nach zehn Minuten stand sie auf, schnappte ihr Enkelkind und hat die gesamte Treppe geschimpft wie ein Rohrspazin.
00:16:31: Das war so richtig so dildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildildild.
00:16:50: Können nicht spielen, dass die ersten Reihen sind für die Kinder, alle hinter ihnen sehen nichts.
00:16:56: Bitte setzen Sie sich an die Seite.
00:16:58: Nein, wir haben gezahlt, genau das gleiche Prinzip.
00:17:01: Die haben es dann einmal insofern anders gemacht.
00:17:02: Wir haben uns nicht hingesetzt.
00:17:03: Wir haben gesagt, wir gehen jetzt von der Bühne und wir fangen nicht an, bevor Sie weg sind und überlassen Sie jetzt im restlichen Publikum.
00:17:10: Und dann kam da von hinten und dann waren die weg.
00:17:15: Genau, so was Ähnliches hatte ich dann auch noch mal.
00:17:17: Da hatte dann auch der Veranstalter gesagt, dann auch so, oh, hier haben immer ein paar schwierige Leute, wo ich sage, was sind denn, das heißt was, sagt sie, ah, ja.
00:17:27: Es kann sein, dass man ein Kind weint.
00:17:28: Ich hab gesagt, na ja, es ist halt immer schwierig, wenn am Anfang ein Kind schon weint.
00:17:33: Ich mein, ich weiß ja auch jetzt nicht, was ist gewesen.
00:17:36: Die Leute haben schon ihren Tag, die haben Anfahrt, vielleicht ist das Kind müde, krank und was auch immer.
00:17:41: Aber es ist ja generell schön, dass sie sich auf den Weg machen ins Theater und dann ... fing er an, seine Ankündigung zu regnen und es ... ein Kind wirklich es schrie.
00:17:50: Und es war so eine ganz schlimme, hallende Akustik, so, ne?
00:17:53: Und das hat Hürte nicht auf und Hürte nicht auf und Hürte nicht auf.
00:17:57: Und ich habe die Lise Lotte gespielt, da Herr Dietrich hat da die Regie gemacht.
00:18:03: Und da fange ich hinter dem Vorhang mit einer Musik-Einspielung an und dann steige das natürlich noch das Schreien des Kindes.
00:18:10: Und dann kam ich vor und dann ging es ins Endlose.
00:18:13: und dann habe ich auch gedacht, gut, ich mache die Musik nochmal aus.
00:18:16: Was waren wir denn jetzt hier?
00:18:18: so, ne?
00:18:20: Und da saß wirklich eine Mutter, die hatte vor sich eine Krabbeldecke, über die zwei rechts und links Plätze verteilt, so ein einmalchen Popcorn ausgeschüttet.
00:18:30: und da mitten auf dieser Decke saß dieses schreiende Kind.
00:18:34: Da saß auf dem Boden und da hab ich irgendwie nur gedacht, vielleicht will der einfach hochgenommen werden, kann ja sein, aber ich mein eh... Auch das, wie wieso nimmt jemand drei Plätze in Anspruch und schüttet ein einmal Popcorn dahin.
00:18:48: Man sagt ja irgendwie, geht so auch nicht.
00:18:52: Vielleicht können sie so lange rausgehen, so lange ihr Kind weint und sie blieb auch wie angenaget sitzen.
00:18:57: Und da habe ich dann auch gesagt, so gut, dann gehe ich jetzt von der Bühne.
00:19:00: Und dann habe ich das, was du gerade gesagt hast, Carsten auch gemacht.
00:19:03: Da, wenn das Kind dann, wenn ich mir weint und sie draußen sind.
00:19:08: fang ich noch mal an, dann vergessen wir das bis jetzt alles.
00:19:11: Und dann habe ich noch geguckt, dann möchte denn sofort noch jemand mitgehen, das war ich.
00:19:17: Da macht
00:19:17: man sich
00:19:18: wirklich die
00:19:18: Freunde.
00:19:19: Weggenade
00:19:20: Fall.
00:19:25: Es war eine sehr schöne Vorstellung und dann ganz zum Schluss kamen dann wirklich vier, ne fünf Mütter in geschlossener Front zu mir, wo ich dachte, oh jetzt kann ich mich echt frisch machen.
00:19:38: Und dann meint sie, ja, danke schön.
00:19:40: Die Frau ist immer da.
00:19:41: Sie sind die Erste, die das durchgezogen hat.
00:19:43: Wir hoffen, das hilft.
00:19:45: Sehr
00:19:46: gut.
00:19:47: Mega.
00:19:48: Ich habe
00:19:49: mich gut gefühlt damit.
00:19:51: Ich fand das schon, weil ich denke, es ist so ein Kampf.
00:19:53: Und ich will mich vor Auftritten nicht mehr aufregen.
00:19:56: Also, dann kann ich nicht gut spielen.
00:20:00: Ja und ich finde es halt auch was mit Respekt und Wertschätzung dir gegenüber zu tun.
00:20:03: Ja und auch
00:20:05: den anderen Publikum gegenüber, also dieser keine eins zu eins Privatvorstellung, da kann ich sagen nur ein Kopf, aber so.
00:20:12: Wenn wir es jetzt vorhin schon davon hatten, ich glaube, den Respekt beim Publikum, denn er kämpfst du dir dann auch mal, wenn es sein soll, liebe Anke, was ich total gut finde, auf jeden Fall.
00:20:21: Wie siehst du es denn so unter, ich sage jetzt mal Figuren, Spiel, Kolleginnen und Kollegen, würdest du sagen, gerade auch in der Rolle der Frau, das ist aus deiner Sicht ein gleichberechtigter Raum, oder haben die Frauen da immer noch zu kämpfen, dass sie quasi gesehen werden oder gleichwertig gesehen werden?
00:20:35: Im Collegiumskreis?
00:20:37: Ja.
00:20:38: Nein, da würde ich sagen, ist es gleichberechtigt.
00:20:40: Also da habe ich... dass ich das jetzt nicht.
00:20:43: Okay, also da gibt es keine, wie soll man sagen, Machtspiele, so nach dem Motto, die Frauen, die sollen erst mal gucken, so oder Karsten Schüttel, auch den Kunden.
00:20:50: Es sind ja auch, es sind ja auch viele Männer und viele Frauen, also man kann... Vielleicht
00:20:56: sogar Hälfte, Hälfte, oder?
00:20:58: Also ich weiß nicht, aber gefühlt würde ich sagen und du brauchst ja auch, es ist auch toll, mit anderen Stimmenschargen und so, also...
00:21:06: Also, lustigerweise dachte ich immer so, das ist vor allen Dingen eher so ein Frauenthema, weil sehr viele Frauen auch das wirklich studieren und so.
00:21:14: Aber ja, es gibt auch genauso die Männer.
00:21:17: Und dann ist es, glaube ich, eher wie bei den Köchen, dass auf die Männer die sind, die dann ein bisschen größer rauskommen, keiner weiß warum.
00:21:22: Aber
00:21:23: an sich ist es eigentlich vor allen Dingen ja schon auch ein sehr frauengeprägtes Berufsbild tatsächlich.
00:21:31: Mit Recht, weil ich spiele auch gerne mit Frauen auf der Bühne, weil das macht sofort was.
00:21:37: Und es bringt eine andere Ruhe rein.
00:21:40: Es ist durchaus auch poetisch, haben wir nicht mal.
00:21:43: Das sind auch so Dinge.
00:21:44: Jetzt
00:21:45: muss man raushalten, das ist poetisch.
00:21:48: Auch das.
00:21:48: Also das Mischverhältnis sollte irgendwie stimmen.
00:21:50: Zu viele Frauen auf einen Haufen ist auch nicht gut.
00:21:53: Aber zu viele Männer auch nicht.
00:21:55: Das ist wie immer.
00:21:56: Zu viel unverwinkt ist alles, Edink.
00:22:00: Vielleicht gucken wir doch noch abschließend mal auf das Thema, liebe Anke, auch bei dir.
00:22:04: Wie gelingt es dir denn so die ganzen persönlichen Interessen, dein Umfeld, vielleicht Thema Familie, Freundeskreis mit dem Tourleben?
00:22:11: Man ist ja dann doch viel unterwegs und so in Einklang zu bringen.
00:22:15: oder wie nimmst du das heute war, wie das für dich damals war oder im Vergleich vielleicht auch zu heute?
00:22:22: Also ich kann das jetzt besser ankündigen.
00:22:25: Also ich denke halt in den Zeiten, wenn es eine neue Produktion gibt, dann rutscht man wirklich in ein asoziales Verhalten ab, weil ich dann halt eintauche und mich damit beschäftige und sehr wenig bis kein Platz ist für andere Dinge drum herum.
00:22:44: Wenn dann die Premiere rum ist, dann melde ich mich quasi wieder an.
00:22:49: Ich bin wieder ansprechbar und jetzt kann man wieder was machen.
00:22:53: Aber ansonsten auch so mit Zeit für mich haben und so.
00:23:00: Das gelingt mir
00:23:01: gut.
00:23:01: Super.
00:23:02: Ja, mega.
00:23:03: Weil da habe ich ein Ding, da sitzen der Rödel da manchmal.
00:23:07: Ja,
00:23:07: da kriegt das vielleicht noch nicht ganz so gut hin.
00:23:10: Aber es ist auch immer eine Freude, mit Anke zusammenzuarbeiten.
00:23:12: Wir haben ja schon zwei Arbeit miteinander gemacht.
00:23:15: Einmal, wie sie schon sagte, diese Lotte und einmal Skloff bei Wanderer in der Nacht.
00:23:19: Und wir haben immer gerne geprobt, oder?
00:23:22: Ja.
00:23:22: Immer eine sehr angenehme Zeit.
00:23:24: Zu
00:23:26: schnell vorbei irgendwie.
00:23:26: Ja, finde
00:23:27: ich auch.
00:23:27: Das ist ja meistens so, dass es dann zu schnell vorbei geht.
00:23:30: Mensch, Anke, ich glaube zu schnell vorbei.
00:23:32: Wir bedanken uns jetzt erst mal für dein Statement hier.
00:23:36: Wenn du unterwegs bist, wie nennst du dich dann?
00:23:38: Stimmend.
00:23:40: Außer mit meinem bürgerlichen Namen nenne ich mich Artischocktheater.
00:23:47: Stimmend.
00:23:48: Hat das
00:23:48: eine Bewandtnis?
00:23:48: Warum die Artischocker?
00:23:50: Ja, weil ich die sehr gerne esse und ich Gärtnerin bin und weil da Artist-Joke drin steckt als Subtext.
00:24:00: Jetzt wissen wir auch, warum das so geschrieben ist, wie es geschrieben ist.
00:24:03: Das
00:24:04: ist die holländische Schreibweise, genau weil auf Deutsch bleibt man halt optisch an Schock hängen und ich will ja nicht schocken.
00:24:11: Und was ich bei Artisch-Schocken-Essen so schön finde, ist, dass man sich so langsam Schicht für Schicht zum Herzen hin ist.
00:24:19: Und das finde ich auch als Bild fürs Publikum sehr schön.
00:24:22: Dass ich mich so dem Herzen des Publikums nähe.
00:24:26: Ja, und auch Geschichten und Figuren haben ja auch Schichten.
00:24:29: Oga und die Anker auch.
00:24:32: Wir haben alle ganz wunderbare Schichten.
00:24:34: Das ist auch mit
00:24:35: der Schreibweise oder mit dem Preis.
00:24:36: Also geschrieben als Artist Jock.
00:24:38: Artist
00:24:39: Jock, genau.
00:24:42: Weil ich dafür bin, dass wir sowieso von allen unseren Teilnehmerinnen wieder auch die Kontaktdaten in die Shownoten stellen.
00:24:46: Das heißt, wenn ihr da mal gucken wollt, wie die Anke denn so unterwegs ist, dann dürft ihr natürlich auch da gerne vorbeischauen.
00:24:52: Einfach mal anklicken.
00:24:54: Als ich mich dann so nannte, eben seitdem ich seit dem Jahr sind, bin ich hier alleine unterwegs, hat dann auch eine Veranstalterin, bei der ich schon viel und lange gespielt habe und die das sehr mag, was ich mache, mit diesem Namen lade ich sie nicht mehr ein.
00:25:08: Ich verschreibe mich jedes Mal, ich weiß nicht, es stresst mich und die hat das über zehn Jahre durchgehalten.
00:25:14: Eine Bibliothekharin, also das macht es jetzt nicht besser.
00:25:17: Aber irgendwann hat sie mich dann doch eingeladen.
00:25:19: Wegen, es war auf der Wand, ja in der Nacht.
00:25:24: Schau
00:25:24: mal.
00:25:25: Ach, wie schön.
00:25:26: Mensch, Anke Scholz war bei Fiese Madende und er und wir freuen uns, dass du uns Einblicke in dein Tourleben gegeben hast und dass wir dich jetzt auch endlich hier mal hinter das Forstmikrofon immer bekommen haben.
00:25:39: Danke dir auf jeden Fall fürs Mitmachen, liebe
00:25:41: Anke.
00:25:41: Danke
00:25:42: für
00:25:44: die Einladung.
00:25:45: Vielen Dank.
00:25:45: Bis bald.
00:25:46: Bis bald.
00:25:46: Tschüss.
00:25:46: Tschüss.
00:25:50: So, Mensch.
00:25:52: Ich finde, es macht wieder richtig Spaß.
00:25:53: Absolut, ja, schön.
00:25:54: Also wirklich wie immer hier ein Highlight.
00:25:56: Ich finde es auch toll, dass du dieses Mal zu mir nach Hause gekommen bist.
00:26:00: Ja, ja, danke, dass ich zu Gast sein darf.
00:26:01: Ja, es ist
00:26:02: zwar mein Büro und es ist etwas klein, weil ich ja gerade mit dem Umbau bin, sozusagen, beziehungsweise im Aufräumen.
00:26:07: Aber naja, manchmal geht es ja nicht anders.
00:26:09: Bevor wir jetzt weiter machen, ich würde ganz kurz für kleine Publenspieler gehen und dann geht es weiter.
00:26:13: Alles klar, gut.
00:26:14: Dann kann ich ja hier schon mal ein bisschen vorbereiten und so und dann kommst du gleich wieder dazu.
00:26:17: Alles klar, okay.
00:26:18: Kannst
00:26:18: den auch schon hinhandeln.
00:26:19: Alles klar, ciao.
00:26:21: Aber jetzt, wo der Karsten weg ist, kommt mir natürlich eine Idee.
00:26:25: Und zwar bin ich ja bei ihm zu Hause hier und da habe ich doch jetzt gleich mal die Gelegenheit genutzt, während er schnell auf Toilette ist und habe es seine Frau hinter das Mikro oder vor das Mikro bekommen.
00:26:34: Anja, guck mal schnell her.
00:26:35: Dich nehmen wir jetzt hier mit bei Vizema Denden und her.
00:26:37: Hi!
00:26:38: Hallo!
00:26:39: Ja, hallo Anja!
00:26:40: Jetzt nutzen wir mal die Chance, wo der Karsten gerade nicht da ist und wir gucken mal mit dir jetzt wirklich ins Nähkästchen tief hinein.
00:26:47: Was mich natürlich schon immer interessiert hat, wie es für dich ist, als Frau von Carsten, gerade jetzt hier beim Thema Tour leben.
00:26:54: Ich meine, klar, Carsten ist oft weg.
00:26:57: Du bist wahrscheinlich hier dann mit eurer gemeinsamen Tochter.
00:26:59: Wie ist es für dich, wenn Carsten auf Tour ist, manchmal tagelang, wochenlang?
00:27:04: Oh Gott, wo fange ich da an?
00:27:07: Das Gute ist, er sitzt lang auf dem Klo.
00:27:08: Das heißt, wir haben ein bisschen Zeit.
00:27:10: Ja, wir nehmen uns die Zeit.
00:27:11: Genau.
00:27:12: Ja, wo fange ich da an?
00:27:15: mir klein war, war das gar nicht so einfach immer, weil man war dann so auf sich alleine gestellt, irgendwie halt auch mit seinen Sorgen und Nöten.
00:27:27: Am Anfang weiß man ja auch nicht immer so, oh Gott, was mache ich mit dem Baby?
00:27:30: Oder wenn es dann schreit oder so.
00:27:34: Aber so, ich sage jetzt mal jetzt, wo sie größer ist.
00:27:39: Ja, wird es natürlich leichter, aber ... Ja, das ist schon ein Spagat.
00:27:43: Also man muss sehr selbstständig sein, man muss sehr organisiert sein.
00:27:49: Ich habe für mich beschlossen, okay, dann habe ich halt nur ein Kind, weil zwei würde ich nicht managen können, mehr oder weniger alleine.
00:27:56: Er weiß auch, dass ich manchmal sage, ich fühle mich wie eine Alleinerziehende, aber das weiß er.
00:28:01: Genau.
00:28:03: Ja, so kann man sich das dann ungefähr vorstellen.
00:28:05: Ja, ja, das ist schon auch eine Leistung an der Stelle.
00:28:08: Weil klar, du weißt es ist sein Beruf und natürlich gehört es irgendwie dazu.
00:28:13: Nur ich glaube selbstverständlich, dass man das auch mitträgt, gerade als E-Frau ist es nicht.
00:28:18: Ja, ich glaube, das hat auch gedauert.
00:28:21: Als das Kind noch nicht da war, da war das easy, da geht man mit und ist unterwegs, mit dabei oder hat selber seine Hobbys, da fällt es nicht so auf.
00:28:30: Aber wenn man dann mal zu Hause ist und dann mit dem Kind zu Hause, gerade wenn das da noch ein Baby ist oder so, kommt man ja auch nicht so raus, dann hat es schon auch manchmal mir gezehrt, weil ich ein sehr, wie soll ich sagen, eigenständiger Mensch bin und man ist ja dann in seiner Freiheit.
00:28:45: Man muss ja immer fragen, du hör mal, ich würd da aber mal gerne weg.
00:28:48: Bist du da?
00:28:49: Oder da würd ich mich mal gerne mit jemand treffen.
00:28:51: Bist du da?
00:28:52: Also das immer alles absprechen zu müssen.
00:28:56: Das hat ein paar Jahre gedauert, bis ich mich daran gewöhnt hab, meine Freiheit so, oh Gott, ich muss jetzt jedes Mal jemand fragen, wenn ich irgendwo hin will.
00:29:03: Ja, ja, klar.
00:29:04: Hattest du, ich kenne dich jetzt trotzdem schon eine Weile, aber hattest du vor Karsten schon Berührung mit dem Bereich Figurenspiel, Figurentearte?
00:29:12: Nee, nee, wir haben ... zusammen Theater gespielt, Kasten und ich ja, also hobbymäßig.
00:29:17: Ich wusste zum Beispiel gleich, dass ich es nicht als Beruf machen möchte.
00:29:22: Kasten, ja, da war es ja klar, irgendwie, das war schnell klar bei ihm.
00:29:26: Aber ansonsten, nee, mit Schauspiel, ja, und Gesang und so, aber nee, mit Puppenspiel, nee gar
00:29:31: nicht.
00:29:32: Und wie war also in diese Welt einzutauchen und das dann so zu erleben, wenn du hast gesagt, du warst als auch am Anfang mit dabei.
00:29:37: Wie war das für dich?
00:29:38: Hat man da vielleicht auch so ein bisschen diese Ängste, könnte ich mir vorstellen, als Partnerin, okay, mein Partner steht auf der Bühne, viele finden ihn vielleicht toll.
00:29:45: Also auch all versucht vielleicht, spielt ein Thema.
00:29:48: Nee, tatsächlich nie.
00:29:49: Schön, ja
00:29:50: schön.
00:29:51: Nee,
00:29:51: also da war jetzt nie irgendwie das Gefühl, oh Gott, jetzt gucken den ganz viele an und vielleicht finden.
00:29:55: Oh, ich glaube, da waren bestimmt einige, die ihn vielleicht auch toll fanden.
00:29:58: Aber nee, tatsächlich.
00:30:00: Die Gedanken habe ich mir nie gemacht, wenn er auf Tour war.
00:30:04: Weil wir haben ja auch immer telefoniert und ... ja, nee, tatsächlich.
00:30:09: Find ich toll, wenn du jetzt sagst, wir haben immer telefoniert.
00:30:12: Gut, weißt du, das heißt nicht immer, dass trotzdem alles
00:30:15: gut ist.
00:30:16: Nein, wir hatten auch unsere Höhen und Tiefen in unserer Ehe.
00:30:19: Aber ich glaube, das ist normal.
00:30:20: Wir sind jetzt, wie lang ist mal verheiratet, fünfzehn Jahre.
00:30:25: Da macht man schon mal das eine oder andere mit.
00:30:27: Und das hat natürlich auch im Beruf zu tun gehabt oder so.
00:30:31: Aber von Anfang an hatte ich da nie irgendwie die Probleme.
00:30:37: Gab es so Zeiten vielleicht, wo auch Karsten halt sehr, sehr viel unterwegs war, wo du gesagt hast, okay, da war vielleicht so die in eurem Familienleben oder so.
00:30:48: Ja, der Moment da, wo man sich vielleicht überlegt hat, poch, stemmen wir das noch so oder habe ich da noch Lust zu?
00:30:53: Oh ja, den gab es bestimmt auch.
00:30:55: Also ich weiß noch, es war mal ganz am Anfang, aber ich glaub, das hat er auch schon erzählt.
00:31:00: Da sind wir frisch nach Karlsruhe gezogen.
00:31:02: Er hat natürlich gucken müssen, oh, er muss jetzt da ne Marotte und da ist jetzt so viel.
00:31:06: Und der war gefühlt ständig weg.
00:31:08: Ich weiß, ich glaube, ich war noch, war ich noch arbeitslos?
00:31:11: Da war ich noch nicht angestellt.
00:31:14: Und dann habe ich ihm eine Postkarte geschickt mit unserer Adresse und habe gesagt, du hör mal, hier wohnen wir.
00:31:24: Ja, das hat dann schon mal geholfen.
00:31:26: Ja, also wir mussten über die Jahre unseren Weg finden, wie wir damit umgehen.
00:31:33: Nicht einfach, der ist auch nicht immer schön, weil wir müssen alle Vierteljahr hinhocken mit unseren Kalendern und sagen, ey, Schatz, in drei Monaten gehen wir an dem und dem Tag da gehen wir essen oder da gehen wir vielleicht ins Kino oder da nehmen wir uns Zeit für uns.
00:31:46: Also das ist, glaube ich, für manche befremdlich.
00:31:50: Aber anders geht's nicht, sonst bleibt alles auf der Strecke.
00:31:55: War das im Nachhinein ein Schock, wenn man das dann im Laufe der Zeit rauskriegt als Partnerin und denkt, das war mir so gar nicht bewusst?
00:32:00: Oder war das schon klar?
00:32:02: Das war mir schon klar, weil wir sind jetzt auch wirklich schon eine Weile zusammen und es hat ja auch gedauert, bis wir geheiratet haben und so.
00:32:09: Nee, das war mir bewusst.
00:32:10: Nur natürlich mit Kind ist es dann nochmal anders, so nochmal die Freiheit zu verlieren als sonst was sonst.
00:32:16: Ich hatte meine Hobbys, ich hatte mein Ding.
00:32:20: Also ich bin ja auch, kann auch gerne allein sein.
00:32:23: Also ich genieße es.
00:32:24: Ich habe einen anstrengenden Beruf.
00:32:25: Ich genieße die Einsamkeit manchmal sehr.
00:32:29: Aber ich bin natürlich auch froh, wenn er wieder da ist.
00:32:31: Aber es ist jetzt nicht so, dass wenn er weg ist in München oder in, keine Ahnung, wo.
00:32:37: Ich habe manchmal gar keine Zeit, ihn zu vermissen, weil hier so viel los ist, nicht, dass ich ihn nicht vermisse.
00:32:43: Aber ja.
00:32:45: dann ist er plötzlich wieder da und ich freue mich.
00:32:48: Das heißt, wie organisiert ihr so euren Alltag?
00:32:50: Wirklich dann auch mit, ja wahrscheinlich, wie du gesagt hast, wirklich fixen Terminen.
00:32:53: Also anders geht es nicht, ne?
00:32:55: Ne, anders geht es nicht.
00:32:56: Wir telefonieren viele und wenn ich weiß, okay, jetzt kam dann noch ein Termin dazu, dann gucke ich, ich schreibe ihm schnell, du guck mal schnell in deinen Termingalender, kann ich da das und das machen oder bist du da für die Mia da oder irgendwie so?
00:33:09: Und dann schaut er schnell und entweder das geht oder ich muss mich anders organisieren.
00:33:12: Okay,
00:33:13: jetzt hast du die Mia schon angesprochen.
00:33:15: Vielleicht noch mal aus der Sicht von dir als Mama.
00:33:18: Wie denkst du die Mia als euer Kind über den Beruf vom Papa?
00:33:22: Ist das eher so, dass sie das spannen oder ist das seltsam oder eigentlich auch schon ganz normal?
00:33:26: Also ich glaube am Anfang.
00:33:28: So mit drei, vier, fand sie das ganz toll und ganz spannend, weil sobald der Papa fertig war mit Spielen, durfte sie auf die Bühne.
00:33:37: Da
00:33:37: hat mein Papa, der ganz stolz und hat da gespielt.
00:33:40: Jetzt ist er
00:33:41: zwölf.
00:33:42: Jetzt denkt sie da etwas anders drüber.
00:33:45: Jetzt hat sie keinen Bock mehr mitzugehen.
00:33:47: Es ist langweilig.
00:33:51: Sie findet es doof, dass er viel weg ist, aber das sagt sie ihm auch.
00:33:57: Ja, sie ist dann happy, wenn er da ist und dann genießt sie die Zeit wahnsinnig, diese Qualität-Teil mit Papa.
00:34:05: Und dann lasse ich die zwei auf, dann bin ich froh, dann bin ich nämlich mal hier.
00:34:13: Ja, ne, ich glaube auch nicht, dass sie irgendwas in der Richtung machen will.
00:34:17: Ah ja, also das äußert sie auch, dass es jetzt noch nicht so spannend findet, dass sie deine Fußstapfen drehen
00:34:22: will.
00:34:23: Okay, okay.
00:34:24: Wie war das so für euer Umfeld, vielleicht Freunde oder Familie, als so klar war, okay, das ist dein Beruf und das arrangiert sich so alles, ihr seid, ihr heiratet
00:34:32: etc.?
00:34:33: Ja, ich glaube, die sind da so reingewachsen.
00:34:35: Das Witzige war, davor hat ich... Auch schon Freunde, die Berufe haben, die nicht so alltäglich waren.
00:34:43: Es waren Pyrotechniker, der auch an den Wochenenden arbeitet.
00:34:47: Oder dann war es eben ein Koch.
00:34:49: Ich war ja selber noch in der Gastronomie.
00:34:51: Von dem her kannten die das schon.
00:34:54: Und jetzt hat die Anja ein Popenspieler.
00:34:56: Da war er dieses, oh Gott, verdient er auch genug.
00:35:02: Das haben sie zwar vielleicht nicht so laut gesagt, aber vielleicht gedacht.
00:35:05: haben sich natürlich schon vielleicht auch Sorgen gemacht.
00:35:08: Aber haben dann gemerkt, nee, der Karsten ist ein Arbeitstier.
00:35:12: Das ist auch wirklich, ja.
00:35:14: Von dem, ja, nee, die haben sich da alle dran gewöhnt und gucken auch hier und da eben was an und finden das, glaube ich, ganz spannend.
00:35:21: Okay.
00:35:22: Dann nehme ich dich doch nochmal mit vielleicht in den Beruf auch von ihm.
00:35:25: Jetzt du in der Rolle als Ehefrau gibt es Dinge, wo du sagen willst, du schätzt es besonders an seinem Beruf vielleicht.
00:35:31: Ich sage jetzt mal im Vergleich zu den klassischen Berufen, die man eben so kennt.
00:35:35: Oh,
00:35:36: jetzt wird's hart.
00:35:37: Also tatsächlich, das ist das Lustige.
00:35:40: Einerseits ist er ja viel weg.
00:35:42: Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass er jeden Abend um sechs zu Hause wäre.
00:35:48: Ja, weil ich genieße tatsächlich vielleicht, weil ich aus so einem stressigen Beruf hab und weil mich meine Tochter dann auch sehr fordert, genieße ich dann auch abends mal meine Ruhe.
00:35:59: Er kommt mehrmals die Woche dann da, wenn es normal läuft.
00:36:03: Aber von dem her finde ich das nicht schlimm, dass er nicht eben so wie andere Männer jeden Abend um achtzehn Uhr zu Hause ist.
00:36:11: Das gleicht sich, glaube ich, so wieder aus.
00:36:13: Ja,
00:36:13: und ganz ehrlich, also ich kann es nachvollziehen, ich werde auch niemand, der jetzt jeden Abend mit jemandem aufeinander kleben muss unbedingt.
00:36:19: Es tut auch gut, wenn man mal seinen Freiraum hat.
00:36:21: Genau, also ich glaube so eine gute Mischung.
00:36:23: Klar, jetzt momentan ist Hardcore.
00:36:26: Das ist heftig.
00:36:27: Also da ist man dann froh, wenn man sich mal sieht, nicht nur nachts im Bett so, ahem, wer schneiht daneben mir, aber sagen wir mal in so einer Zeit, wo... der Auftritte hat und dann immer mal wieder da ist, da ist es eigentlich so schön ausgewogen und dann komme ich da auch mit Klagen auf.
00:36:44: Super, ja.
00:36:45: Dann würde ich mal sagen, nehmen wir noch die allerletzte Frage mit hier, von dir, solange der Kasten hier noch verschwunden ist.
00:36:50: Und zwar gibt es Momente eben, in dem du dir aber trotzdem mal wünschst, ach vielleicht wäre es schön, es wäre so ein geregelter Arbeitsalltag da.
00:36:58: Ja, dann, wenn wir zu Feiern eingeladen werden, jetzt waren wir gestern, wochenende.
00:37:06: wären wir auf einem fünftigsten Geburtstag gewesen.
00:37:09: Und ja, das sind dann so Sachen, wenn er halt dann oft sagen muss, nee, ich kann da nicht, ich arbeite.
00:37:14: Genau, aber das Keksinn, glaube ich, selber auch manchmal an.
00:37:18: Oder wenn was kurzfristig ist, so, ah, da könnte man mal eben ein Theaterbesuch machen.
00:37:22: Also, wir gehen ja auch gerne ins Theater.
00:37:25: Oder irgendwo andershin einfach mal sagen kann, so, ah, spontan, komm, das machen wir.
00:37:31: Ja, das geht dann halt nicht, weil er halt dann am Arbeiten
00:37:33: ist.
00:37:33: Oder vielleicht auch so Thema Urlaubsplanung oder so, könnte ich mir auch vorstellen.
00:37:37: Ja,
00:37:37: ist auch schwierig.
00:37:38: Also gut, ich meine, wir sind gehandicapt durch meinen Beruf.
00:37:41: Wir müssen dann immer dann gehen, wenn Hauptsaison ist.
00:37:44: Aber das ist auch nicht ideal.
00:37:49: Und dann muss man halt gucken, okay, jetzt zum Beispiel im Sommer, da muss man wieder schauen mit der Fernsehsendung oder so.
00:37:56: Okay, dann dazwischen irgendwie.
00:38:00: Ja, ist schon schwierig dann auch.
00:38:01: Da wünscht man sich vielleicht manchmal dann doch eher...
00:38:04: Ja, ein bisschen mehr Planungssicherheit, genau.
00:38:06: Hey Anja, vielen, vielen Dank, dass du uns im Blick erlaufst, auch in deine Rolle als Partnerin, was ich mir echt gut abbauch davor, dass du das mitstimmst, weil ich glaube, es braucht auch jemand, der es mitträgt.
00:38:17: Ja, ich glaube schon.
00:38:18: Also ich habe mir mal vorgestellt, wie Carsten leben würde, wenn er alleine wäre oder so.
00:38:25: Also ich meine, er hätte ja dann bestimmt jemand, aber wenn er jetzt nochmal wirklich sein Haushalt so für sich hätte, dann habe ich gedacht, ja, wahrscheinlich hätte er als allererst, dass ich mal eine Putzfrau und eine Köchin oder sowas in der Art,
00:38:36: weil ja.
00:38:37: Ist ja auch privat dann so der Kreative ja schon total, wahrscheinlich.
00:38:42: Ja, ich glaube, er kann gar nicht
00:38:44: anders.
00:38:45: Selbst und ständig.
00:38:47: Nee, er ist immer kreativ.
00:38:49: Ja.
00:38:49: Cool.
00:38:50: Also ja, danke an dich auf jeden Fall für den Einblick.
00:38:53: Euch natürlich alles Gute weiterhin.
00:38:55: Und ja, ich würde sagen, da holen wir mal wieder von der Toilette rund.
00:39:00: Danke dir an.
00:39:01: Tschüss.
00:39:03: So, und da bin ich wieder.
00:39:04: Ja, sehr schön.
00:39:05: Er hat gut getan.
00:39:07: Ja, doch.
00:39:09: Ach so, wir sind noch gerade bei Tourleben.
00:39:11: Apropos Tour.
00:39:12: Also nicht, dass sie jetzt gerade eben noch auf Tour war, aber mein Klo ist ja nicht so weit weg.
00:39:16: Aber ich komme gerade von der Tour und da war ich im Münchner Raum unterwegs und auch in Dachau bei den Dachauer Theatertagen.
00:39:25: Und dort habe ich auch eine wunderbare Publspielerin getroffen.
00:39:32: die ich gleich interviewt habe.
00:39:33: Aha, perfekt.
00:39:34: Du kennst sie noch nicht persönlich, aber du kennst ihren Mann.
00:39:38: Aha.
00:39:39: Den Harald Richter.
00:39:40: Ja, natürlich, den kenn ich.
00:39:41: Unser Regisseur von z.B.
00:39:44: der Brandner Kraspern aus Ewigleben und von all meinen Sagenabenden und der war auch da.
00:39:50: Aber es geht jetzt um die Mädels, die war.
00:39:52: Und seine Frau, die Christiane Weidringer, die habe ich mir dann gleich zur Seite genommen und hab die interviewt.
00:39:59: Wollen wir mal reinhören?
00:40:00: Da
00:40:00: hören wir unbedingt mal rein.
00:40:01: Ich bin gespannt.
00:40:02: Alles klar.
00:40:02: Viel Spaß.
00:40:03: Los geht's.
00:40:06: So, Mensch, hallo Christiane.
00:40:08: Hallo Carsten.
00:40:09: Also erst mal danke, dass du damit machst jetzt bei dem kleinen Gespräch.
00:40:14: Mal ganz kurz, wer bist du genau und warum?
00:40:18: Ja, also ich bin Christiane Weidringer und ich mache Puppenspiel.
00:40:23: Aber warum?
00:40:24: Doch, warum?
00:40:25: Weil ich es schon immer machen wollte.
00:40:27: Das ist doch gut.
00:40:28: Ja.
00:40:28: Und du kommst aus Erfurt?
00:40:30: Ja, ich bin
00:40:32: jetzt in Erfurt.
00:40:33: Und heißt dort wie?
00:40:34: Ich nenne mich da Figurnteater Christiane Weidringer.
00:40:37: Das liegt nahe.
00:40:39: Da ist eine gute Wahl.
00:40:40: Obwohl ich auch Puppenteater Christiane Weidringer eisen könnte, aber das ist jetzt eben so.
00:40:46: Ich finde das toll so.
00:40:48: Und wie lange machst du das jetzt schon so im Schnitt?
00:40:51: Wie lange mache ich das schon so?
00:40:53: Ich habe mit Harald Schwarz von der Hohensteiner Puppenbühne angefangen.
00:40:59: Mit dem bin ich ein Jahr in der Welt rumgefahren.
00:41:02: Na ja, die Welt, na es war Bayern.
00:41:05: Deutschland.
00:41:07: Weltweit in Deutschland.
00:41:08: Ja,
00:41:08: aber das war so toll, dass ich mir gedacht habe, das will ich unbedingt weitermachen.
00:41:12: Das hat mich geprägt.
00:41:14: Aber das war ganz klassisch Handpuppe, oder?
00:41:15: Das
00:41:17: war nicht der Hohensteiner Kasper, nicht mehr diese kleinen Kasperpuppen, sondern er hat sich die Puppen bauen lassen in Innsbruck.
00:41:25: Und die waren so ein bisschen stofflich, ein bisschen größer und ein bisschen so eine tschechische Ästhetik.
00:41:36: Aber schön, total knuffig.
00:41:40: Aber hieß Hohensteiner?
00:41:41: Hohensteiner Puppenbühne, genau.
00:41:43: Ja.
00:41:44: Schön.
00:41:46: Ja, da lernt man bestimmt eine Menge, oder?
00:41:47: Ja,
00:41:48: man lernt wahnsinnig viel.
00:41:52: Aber alles, was ich da erlebt habe, hat mir wirklich super gefallen.
00:41:56: Das heißt, du gehst gerne auf Tour?
00:41:58: Ja, absolut.
00:41:59: Immer noch?
00:42:00: Ja, am Anfang bin ich dann alleine auf Tour gewesen.
00:42:04: Das war auch schön, tolle Begegnungen.
00:42:07: Und jetzt begleitet mich immer der Harald.
00:42:10: Mein Mann
00:42:11: und der Regisseur, der Harald Richter.
00:42:13: Und jetzt haben wir das so gemacht, dass ich die Kabel nicht mehr anfassen darf, sondern er macht das alles.
00:42:20: Ist auch gut, da kriegt man immer noch dreckige Finger von.
00:42:22: Ja, da habe ich gedacht, es hat schon einen Vorteil.
00:42:24: Obwohl ich habe es auch ganz gern gemacht, aber die ganze Schlepperei, die macht er jetzt.
00:42:29: Ja, da wäre aber schon bei meiner nächsten Frage.
00:42:31: Was sind so für dich die Herausforderungen und die Schwierigkeiten in Anführungszeichen?
00:42:35: Ja, die Schwierigkeiten ist immer der erste Kontakt mit dem Veranstaltungsort bzw.
00:42:41: mit dem Hausmeister.
00:42:43: oder mit irgendwelchen anderen Leuten, bei denen wir eingeladen werden.
00:42:49: Und das ist nicht immer so toll.
00:42:52: Also es gibt dann oft so eine Begrüßung, ja, also hier können sie nicht parken.
00:42:56: Oder da müssen sie aber dann gleich wieder wegfahren.
00:43:00: Und das ist für mich eine Riesenherausforderung, weil ich schnippe dann gleich zu und werde patzig.
00:43:08: Und da bin ich froh, dass der Harald dabei ist.
00:43:09: Das ist nämlich ein ganz freundlicher Mensch und der ... kann dann meistens mit den Leuten reden.
00:43:14: Manchmal schnippt er aber auch zu.
00:43:17: Ja, dann kann ich verstehen.
00:43:17: Ich mag das auch nicht, ... ... vor allem wenn man gerade ausgepackt hat ... ... und dann denkt so verdammt, ... ... ich brauche jetzt auch ewig zum Aufbauen ... ... und dann muss ich noch einen Parkplatz suchen, das ist
00:43:25: ... Ja, und vor allen Dingen ... ... dann muss man die Stimmung wieder einigermaßen hinkriegen, ... ... weil wenn du dich vor der Vorstellung ... ... schon geärgert hast ... ... und soll es aber dann ganz lustig sein ... ... und freundlich, ... ... das ist dann manchmal schwierig.
00:43:37: Ja.
00:43:39: Wie auch immer.
00:43:39: Aber ... ... mit der Technik ist es so, ... Wir hatten vor kurzem einen Auftritt und dann haben wir kurz bevor wir aufbauen wollten, festgestellt, dass wir ein Teil vergessen hatten zu Hause.
00:43:52: Fahrzeit, Gott sei Dank, nur eine Stunde.
00:43:54: Und ich habe gleich in Harald gesagt, du musst jetzt unbedingt wieder zurückfahren und das Teil holen.
00:43:57: Dann war es aber klar, dass er die Technik nicht mehr aufbauen kann.
00:44:01: Und ich hatte aber schon jahrelang das nicht mehr gemacht.
00:44:05: Und da hatte ich die Herausforderung, dass ich jetzt plötzlich die Technik wieder aufbauen sollte.
00:44:11: unglaublich stolz, ich habe es hingekriegt.
00:44:13: Ja, pünktlich angefangen.
00:44:14: Ja, und als er zurückkam, war alles aufgebaut.
00:44:18: Gut.
00:44:18: Ja, das
00:44:19: ist ein guter Vorteil.
00:44:20: Gut,
00:44:20: wenn man weiß, dass man es noch kann.
00:44:22: Ja, ich glaube, wenn man das solange alleine macht, verliert man das nicht
00:44:25: wirklich.
00:44:25: Ja, das hast du dann wirklich, du fasst irgendwas an und dann weißt du sofort, der Stecker muss da rein und das muss hierhin und irgendwie, das verlernt man nicht.
00:44:33: Und das abkleben.
00:44:35: Ne, das Abkleben mache ich nicht.
00:44:36: Das macht der Harald gerne.
00:44:38: Der klebt dann gerne ab.
00:44:39: Da ist dann eine Rolle ganz schnell weg.
00:44:40: Ich würde dir schon ein paar mal gefragt, ob ich einen Praktikanten oder eine Praktikantin mitnehme, so von der Schule oder so.
00:44:47: Und manchmal kann ich das auch leisten, wenn ich weiß, ich bin jetzt viel unterwegs, dann geht es.
00:44:54: Ja, Praktikanten auch langweilig manchmal dann.
00:44:56: Aber wenn ich weiß, okay, da bin ich in der Woche, wenn der oder die da ist, dann bin ich viel unterwegs, dann geht es.
00:45:03: Und dann lass ich da auch immer abkleben.
00:45:04: Ah, ja.
00:45:05: Okay, da kann man nicht viel falsch machen.
00:45:08: Aber die Rollen sind auch nicht billig mit dem Gaffertape.
00:45:11: Na ja, Gaffertape, glaubst du, eine Rolle, für den Euro?
00:45:13: Wenn's das Gute ist.
00:45:16: Wobei ich mittlerweile eher doch wieder auf Tee sage, weil ich gemerkt habe, dass das ... deutlich besser hält mittlerweile.
00:45:24: Oh, da musst du aber aufpassen, dass der Hausmeister nicht kommt und sagt, jetzt lösen Sie mir aber die Lackierung von dem Parkett weg.
00:45:30: Richtig.
00:45:31: Das ist dann auch wieder schwierig.
00:45:33: Ja,
00:45:33: aber Hausmeister sind ja oft schwierig.
00:45:35: Ja, aber manchmal auch total nett.
00:45:38: Total,
00:45:38: absolut.
00:45:39: Wir hatten mal irgendwo ein Garspiel, das war irgendwo in Nordrhein-Westfalen, da waren wir glaube dreimal und da hatten wir so einen Hausmeister, der dann ständig immer unsere Schreienwerfer angeguckt hat und ob die auch alle TÜV haben und ob die alle auch schön angekettet sind und nicht runterfallen können.
00:45:56: Und das geht ja eigentlich gar nicht und so.
00:45:58: Und dann war es auch irgendwann soweit, dass wir gesagt haben, wir können doch einfach einpacken und wieder gehen.
00:46:03: Können wir auch?
00:46:04: Ja.
00:46:04: Also was bei uns jetzt öfter passiert und was ich ein bisschen bedauerlich finde, sind diese Sicherheitsbestimmungen, dass du eigentlich keine Kerze mehr anzünden darfst, kein Feuerzeug mehr anmachen, kein Streichholz.
00:46:16: Und wir haben in einer Inszenierung ein wunderschönes Bengalholz, dieses mit den bunten Farben, was dann so wunderschön leuchtet.
00:46:22: Wir haben sogar ein bisschen Wasser auf der Bühne, aber selbst das durch.
00:46:25: wir manchmal nicht machen.
00:46:26: Naja, ich merke, ich habe ja Tabaloo-Gran lili im Programm und da machen wir halt auch mit echtem Feuer.
00:46:32: Das ist halt auch wichtig, weil es dramaturgisch einfach total wichtig ist und eine zentrale Rolle spielt, auch für gute Ende.
00:46:39: Und wir verkaufen das ganz schlecht, weil die immer sagen Feuer geht nicht.
00:46:43: Weil wenn, dann müssen sie meist noch einen Feuerwehrmann dazu einkaufen, der kostet dann auch wieder Geld und so weiter.
00:46:49: Das ist schwieriger geworden.
00:46:50: Jetzt hier bei der kleinen Hexe, die ich jetzt heute spiele, da haben wir so Wachskärzen, aber mit so einem elektronischen Flackerlicht.
00:46:57: Ist auch nett, aber ja, es hat... Es ist
00:47:00: nicht wirklich das Richtige.
00:47:01: Ja, es gehört auch dazu, einen Streichholz anzuzünden.
00:47:03: Das ist ja auch ein zähnliches Ding.
00:47:05: Aber ja, gut.
00:47:06: Ich würde jetzt bei einer neuen Inszenierung da keine Rücksicht nehmen.
00:47:10: Ich würde es dann einfach machen und wo es nicht geht... Dann spielt man halt da nicht.
00:47:15: Habe ich?
00:47:16: Oder?
00:47:17: Meinst du?
00:47:18: Die Realität sieht anders aus.
00:47:19: Ich
00:47:19: glaube schon.
00:47:21: Ich glaube auch.
00:47:22: Okay.
00:47:23: Nein, nein, wir machen trotzdem... Ja, ja.
00:47:27: Apropos, ein neues Stück.
00:47:28: Wie ist es, wenn du ein neues Stück machst?
00:47:31: Denkst du dir das erst mal aus, ohne Rücksicht auf Verluste, weil... die Kreativität fließt oder denkst du immer schon so ein bisschen mit, ich muss das aber später noch ins Auto reinkriegen und das muss die und die Masse haben und so.
00:47:41: Also bei mir ist es so, meine Kreativität geht erst richtig los, wenn ich ein paar Beschränkungen habe, weil wenn alles möglich ist, da fällt mir nichts ein.
00:47:52: Ich finde es immer spannend, mir zu überlegen, wie kriege ich das praktisch hin, wie kann ich das so oft verwandeln, dass ich mein Weg ein Teil klappbar, faltbar.
00:48:03: Also es fördert die Kreativität sogar.
00:48:05: Es
00:48:05: fördert absolut meine Kreativität, wenn ich weiß, das muss dann nachher so zusammengefaltet werden, dass ich dann mindestens drei, vier Stücke ins Auto reinkriege.
00:48:14: Ich beflügelt das.
00:48:15: Das ist auch ein kleineres Auto als ich, ne?
00:48:18: Ja.
00:48:20: Tja.
00:48:22: Bei mir passen auch drei Stücke gerade rein, aber... Da ist auch nichts zum Klappen, leider.
00:48:28: Wegen brauche ich immer ein großes Auto.
00:48:30: Da
00:48:30: klappt das eben
00:48:31: nicht.
00:48:33: Ich schwer mir jedes Mal, wenn ich dann so ein Ding wieder gemacht habe, dass das nächste Stück irgendwas mit Papier sein wird, aber das klappt auch nicht.
00:48:40: Aber dann mit Feuer.
00:48:42: Und Brandschutz-Teppich.
00:48:49: Hast du irgendwie so ein, zwei schöne Anekdoten für mich?
00:48:52: Irgendwie was Nettes?
00:48:53: Von einem Gassspiel?
00:48:54: Da habe ich was, aber ich sage jetzt keine Orte, keinen Namen.
00:48:57: Natürlich
00:48:58: nicht.
00:48:59: Da war ich mit dem hässlich kleinen Entlein und da hat jemand bei uns zu Hause geprobt.
00:49:03: Und wie ist das Stück?
00:49:05: Jemand geprobt bei uns, der... dessen Namen ich jetzt auch nicht sage.
00:49:09: Also das
00:49:09: war gar nicht das hässliche Entlein.
00:49:10: Nein, die haben was anderes geprobt bei uns in der Garage und da musste was umgeräumt werden.
00:49:15: Unter anderem dann auch ein Teil, was ich zum hässlichen kleinen Entlein gebraucht habe.
00:49:20: Die proben zu Hause, ich fahre zum Gasspiel und stelle dann fest, oh, da fehlt ein Teil.
00:49:25: Ja, da wurde dann aus dem kleinen... aus dem Hühnchen, das musste ich dann mit der Ente spielen und die Katze fiel ganz weg.
00:49:35: Also da waren so ein paar Teile nicht da, musste ich ein bisschen improvisierend ein Stück wurde, ein bisschen kürzer.
00:49:40: Und als ich nach Hause kam, waren die fertig mit dem Proben und da stand dann das Teil, was ich vergessen hatte.
00:49:46: Aber das fördert die kreative
00:49:49: Tiefen.
00:49:50: Ja, und ich habe
00:49:51: es auch niemandem
00:49:51: gesagt, es hat auch keiner gemerkt.
00:49:54: Auch die, die dann geprobt haben?
00:49:56: Doch, den habe ich dann gesagt.
00:49:59: Mensch, so was?
00:50:00: Ja, so was.
00:50:03: Ja, sonst so was?
00:50:05: Nein, nein, das war's.
00:50:05: Das war's.
00:50:06: Ist vielleicht auch besser so.
00:50:08: Lieberes Jan, ich danke dir für das Gespräch.
00:50:11: Und wünsch dir noch eine schöne Zeit, bis auch auf Tour jetzt.
00:50:13: Ja, ich bin jetzt auch hier in Dachau auf Tour
00:50:16: mit meinem Mann,
00:50:18: dem Harald.
00:50:20: Und morgen haben wir den großen Einsatz, spielen wir zweimal am Tag, aber das ist ja eigentlich gar nichts.
00:50:26: Nö,
00:50:27: auch das... Zweimal Spiel ist was für weiche Eier.
00:50:29: Ja,
00:50:29: absolut.
00:50:31: Mach's gut.
00:50:31: Danke fürs
00:50:32: Gespräch.
00:50:32: Danke schön.
00:50:32: Danke.
00:50:36: Lieber Adrian.
00:50:37: Ja.
00:50:38: Jetzt haben wir eine Gästin da, die mich schon so lange begleitet.
00:50:44: Das ist schon fast nicht mehr feierlich ist.
00:50:45: Doch eigentlich schon.
00:50:46: Es ist zum Feiern, weil die hat mit BFIs Madende quasi gegründet.
00:50:54: Und begleitet mich also wirklich schon so viele Jahrzehnte.
00:50:58: Und uns verbindet so viel.
00:51:00: Und auch wenn sie jetzt mittlerweile etwas zurückgeschraubt hat, ist sie trotzdem immer noch ein Teil von Fiesma Dende.
00:51:05: Und auch ein Teil von mir.
00:51:06: irgendwie, muss man ganz klar sagen.
00:51:09: Und deswegen, würde ich sagen, holen wir es mal die Tanja Alkontata zu, die aber eigentlich mit ihrem Mädchen und aber auch ihrem Künstlernamen eben noch Tanja Lüttener heißt.
00:51:21: Genau.
00:51:22: Da sind wir mal gespannt.
00:51:23: Ich kenne sie auch schon länger und eure Geschichte ist wirklich zusammenschweißende.
00:51:28: Also, ich freue mich drauf, mal schauen, was sie zu sagen hat.
00:51:30: Was hat sie denn zu sagen?
00:51:32: Schön, dass du da mit dabei bist.
00:51:33: Hallo Tanja.
00:51:34: Hallo Karsten.
00:51:35: Hat es auch lange genug gedauert, finde ich, oder?
00:51:36: Ich mein, Fiesemadente und er und Tanja ist definitiv ein großer und war ein sehr langer Teil von Fiesemadente.
00:51:44: Grundungsmitglied.
00:51:46: Sozusagen, obwohl wir ja gar nichtmitglied werden können bei uns.
00:51:50: Ja, aber ich war mit Gründerin.
00:51:52: Ja,
00:51:53: es war
00:51:55: schon so lange
00:51:55: her, direkt nach dem Studium.
00:51:56: Am achtzehnten Oktober kam unser erster Stück zur Weltkrieg-Kiste von Paul Ma.
00:52:03: Genau, damit ging alles los.
00:52:05: Wir haben ja schon erfahren gehabt, ihr wart ja auch logischerweise viel zusammen auf Tour.
00:52:09: Das heißt vom Tourleben Tanja, kannst du Geschichten erzählen?
00:52:12: Oh ja, da gab es einige schöne.
00:52:17: Und lustige oder auch mal Kruslinge.
00:52:21: Oh ja, ja, ja.
00:52:22: Oh ja, hast du die dabei?
00:52:23: Die Kruslinge?
00:52:26: Na komm, komm mal später dazu.
00:52:28: Ja,
00:52:28: da wollen wir auf jeden Fall nochmal was hören.
00:52:30: Also
00:52:31: vorab, also wie gesagt, wir kennen Tumon schon länger, wir waren auch mal ein paar.
00:52:35: Ein paar Jahre.
00:52:38: Ein paar Jahre waren wir ein paar, waren sogar verlobt.
00:52:41: Das ist
00:52:41: sogar das, was wir waren, genau.
00:52:44: dann irgendwann nicht mehr und sind seitdem wie Bruder und Schwester, trotz allem, es ist uns geglückt.
00:52:49: Wie es dazu gekommen ist, können wir vielleicht auch noch erzählen.
00:52:53: Aber ja, alles Gute.
00:52:55: Wir spielen immer noch miteinander und denken uns viele verrückte Dinge aus.
00:53:00: Genau.
00:53:02: Wir sind einfach gemeinsam begloppt.
00:53:03: Ich glaube, wir denken gleich.
00:53:06: Wir haben uns schon beide irgendwie geprägt.
00:53:10: Und gefunden.
00:53:11: Vielleicht war das dann auch damals so, dass eine vielleicht auch zu viel, ich weiß es nicht, keine Ahnung.
00:53:15: Aber es funktioniert.
00:53:17: Ja, sehr schön.
00:53:18: Tanja, nehm uns doch noch mal mit für alle, die dich jetzt noch nicht kennen und vielleicht hier neu dabei sind bei Viesemadende und er.
00:53:24: Wie bist denn du zu dem ganzen Thema Figuren, Theater, etc.
00:53:27: gekommen?
00:53:27: Wo sind da deine Wurzeln und wie hat er dein Weg ausgesehen?
00:53:30: Lustigerweise tatsächlich überkasten.
00:53:33: Okay.
00:53:34: Klar kennt man Figurnteater, dass in den Kindergarten kommt, in die Schule kommt und man hat es gesehen.
00:53:40: und ja, schön.
00:53:44: Und dann habe ich über eine gemeinsame Bekannte, wollen wir es so nennen.
00:53:52: Was du sonst kennengelernt hast.
00:53:55: Und so kam ich zum Figurnteater, weil da war damals schon Feuer und Flamme und hat ... schon geschichten gespielt und das alles.
00:54:04: und also
00:54:04: tatsächlich ja ja also wir kennen uns weg geschauen.
00:54:07: moment seit zwei und neunzig ja seit neunzehn und zwei und sie kennen wir uns schon.
00:54:12: da war ich noch amateur spieler in oberkirch krass und da haben wir uns kennengelernt und verliebt.
00:54:18: und dann haben wir relativ glaube das sind drei und sie da vier neunzig
00:54:24: hat viel mit timo gemacht
00:54:25: genau also ich habe da eine eigene kleine amateur pupen Spielgruppe gehabt, mit Timo und dann später dann unter anderem mit der Tanya.
00:54:35: Genau, weil das hat mich dann angefix, dann wollte ich unbedingt auch mitmachen
00:54:39: und
00:54:40: tada!
00:54:42: Ja toll,
00:54:43: sie war mit in Berlin während ich studiert habe.
00:54:46: Das stimmt.
00:54:46: Und dann war klar, okay, wir machen dann miteinander das auch beruflich.
00:54:50: So weit ich von dir weiß, Tanya, war ja der erste große Schritt oder eigentlich mal auf die Bühne in der Form als Theaterpädagogin, oder?
00:55:00: Eigentlich, also für mich stand immer fest, Theater gehört zu meiner Welt.
00:55:03: Und ursprünglich wollte ich sogar eher Maskenbildnerin werden.
00:55:08: Also ich wollte mich sogar
00:55:10: eher
00:55:10: in den Hintergrund verziehen.
00:55:13: Und das Schicksal wollte es anders.
00:55:14: Ich bekam ganz üble Friseurstoffallergen und das alles und ich musste die Lehre abbrechen.
00:55:19: Also ich habe wirklich mit der Friseurlehre angefangen, mit dem Ziel, ich komme da hin.
00:55:25: Natürlich hätte man studieren können, man kann ja heutzutage so gut wie alle studieren, aber da haben die Maskenbildner alles sofort gesagt, vergiss es, du wirst nicht eingestellt, du brauchst Handwerk.
00:55:36: Und das für mich dann schon eine Welt zusammengebrochen.
00:55:39: und dann habe ich irgendwann gedacht, okay, also wenn der Schicksal nicht will, dass ich hinter die Bühne, dann gehe ich jetzt aber auch gleich auf die Bühne.
00:55:47: Dann
00:55:47: willst du es wissen.
00:55:48: Und hab dann auch viel gespielt und eben ich habe mit... Karsten mit gelernt, also ich war jetzt nicht eingetragene Studentin, aber er hat mir quasi zu Hause das ganze Handwerk beigebracht.
00:56:01: War auch netterweise bei seiner Abschlussarbeit bei Sleepy Hollow.
00:56:05: Ein großer Bestandteil mit dabei und seither bin ich eigentlich auf der Bühne.
00:56:11: Die Theaterpädagogik kam dann erst danach, weil
00:56:14: ich
00:56:15: auch etwas gebraucht habe, wo ich das Gefühl hatte.
00:56:20: Das hat jetzt mal nicht mit Karsten so viel zu tun, das habe ich mir selber.
00:56:25: Aber auch da wieder kam über Anja seine Frau.
00:56:29: Ja,
00:56:29: ja, okay.
00:56:30: Genau, aber Anke Scholz hat es ja auch schon so ganz leise anklicken lassen.
00:56:37: Wenn man als Pärchen auftritt, ist einer immer ein bisschen dominanter als der andere.
00:56:41: Und da man mich halt auch gerade in Oberkirch schon wirklich sehr früh kannte und ich da ... Ein kleiner Lokalmatador war dann Tanja halt ganz schnell immer so das Anhängsel.
00:56:55: Und da haben wir halt versucht, ein bisschen gegenzuwirken, indem sie dann auch Einzelstücke gekriegt hat oder eben auch versucht hat, dann noch nebenbei in irgendeiner Form eine eigene Identität zu kriegen.
00:57:05: Und das war ganz wichtig.
00:57:06: Und das war auch sehr gut.
00:57:08: Dann hatte ich auch viele Sachen, auch gerade theaterpädagogisch auf der französischen Seite im Elsass, obwohl ich eigentlich gar kein Französisch.
00:57:18: Also ich verstehe mir, als dass ich sprechen kann, aber da es die bilingualen Schulen waren, wollten sie ja auch immer, dass man Deutsch spricht.
00:57:25: Gott sei Dank.
00:57:26: Und da hat es eigentlich dann ganz gut funktioniert.
00:57:29: Genau, weil wir hatten früher, als wir noch in Oberkirche ansässig waren, da hieß es noch die Art der Fiesmann, denn der Oberkirche tatsächlich, hatten wir ganz viele Gas-Spiele im Elsass, also Straßburg und alles drumrum.
00:57:41: Da gab es eine Förderung für die bilingualen Schulen.
00:57:46: Die haben richtig Geld gekriegt, dass die dann deutsche Gruppen einladen und da waren wir dann oft so zwei, drei Mal im Jahr an immer einer Schule.
00:57:53: Also normalerweise gehst du ja immerhin an der Schule spielen, sondern kommst du alle zwei Jahre mal wieder oder einmal im Jahr.
00:57:59: und da die hatten wirklich Kohle, dass du oftmals zwei mal, drei mal dahin gehen konntest.
00:58:03: Wir haben dann sogar angefangen, Stücke speziell für die bilingualen Schulen zu schreiben, auch Musikprogramme dann mit unserem lieben... Josef Prestl, der uns dann am Piano begleitet hat.
00:58:16: Und dann haben wir zum Beispiel gefragt, was singt ihr für Lieder im Französisch oder im Deutschunterricht viel mehr?
00:58:23: Und dann haben wir die Lieder aufbereitet mit Puppen, ohne Puppen und haben dann so Touren gemacht im Straßburg und alles was so in diesem Speckgürtel.
00:58:33: Aber wenn
00:58:33: wir auch gerade schon bei Danke sind, dann danke an Elke Vogel, die uns da ganz, ganz toll gefördert hat.
00:58:40: Also das war unsere Managerin, die hat ihre Wurzeln auch in Oberkirch.
00:58:45: Oberkircher Kindl.
00:58:46: Und
00:58:46: war erst einmal Zuschauerin.
00:58:48: Genau.
00:58:48: Die war Mega-Fan von uns und hat gesagt, Mensch, komm doch rüber.
00:58:52: Da drüben sind Gelder ohne Ende.
00:58:55: Und die hat es wirklich so angeleiert.
00:58:57: Und ohne sie wäre es eigentlich auch im Elstersnetz so.
00:59:00: Sie war oder ist Bankangestellte und hat uns dann auch eben in Straßbockenkonto angelegt.
00:59:06: Weil da kostet allein ... Wenn ein Franzose uns dann bezahlt, kostet es dann um, damals waren es fünfzehn Euro, die man dann zahlen musste, um das umzutauschen, dann alles hinterher.
00:59:18: Weil die haben immer noch mit Checks bezahlt.
00:59:19: Und dieses Umwechseln dann auf Bargeld oder nur überweisen aufs Konto, waren dann schon irgendwie fünfzehn Euro pro Schäck.
00:59:27: Und das heißt, die hat uns den Konto angelegt.
00:59:28: Die hat uns aber auch die ganze Werbung gemacht.
00:59:30: Das heißt, jetzt alles aus Französisch übersetzt und hat uns da an die Schulen gebracht.
00:59:34: Das lief auch zehn Jahre richtig gut.
00:59:37: Ja, zehn bis zwölf.
00:59:39: Dann tatsächlich war es so, wie es dann halt kommt, dann irgendwann mal in die Gelder eingefroren.
00:59:42: Das Thema war erledigt.
00:59:44: Fum, war auch schlagartig aus.
00:59:46: Oh ja,
00:59:47: oh ja.
00:59:48: Das hat man dann schon etwas gespürt.
00:59:51: Man hat ja den Hauptfokus da drauf und hat auch nicht so damit gerechnet, dass es so schnell kommt.
00:59:59: Und zum Temperaturleben, wir hatten damals auch noch kein Navi, das war ... Das gab's doch nicht wirklich, also es gab diesen Google-Routenplaner, den kannst du dann halt ausdrücken und dann bist du da halt hingefahren und haben dann das eine oder andere wirklich, also das eine oder andere Mal echt ins Lenkrad beisen müssen, weil wir diesen blöden Ort nicht gefunden haben.
01:00:19: und dann bist du in Straßburg und auf einmal machen die aus jeder zweiten Gasse eine Sackgasse und drehst durch.
01:00:27: Und du hast dort immer sehr, sehr früh gespielt.
01:00:29: Also am liebsten hätten die immer so acht, halb, neun gehabt.
01:00:32: Wo wir sagen, Leute, Theater vor neun ist grausam.
01:00:34: Das funktioniert nicht.
01:00:35: Da ist die Stimme nicht da.
01:00:36: Das ist Mist.
01:00:38: Vor allen Dingen ist das nicht nur so, dass wir hinkommen und spielen.
01:00:40: Wir mussten in der Regel dann auch mithelfen, die Räume abzuhängen, die Stühle aufzubauen.
01:00:45: Das ist ein voller Programm.
01:00:47: Und das so früh, also vor neun Uhr auf keinen Fall, ein Fall, den wir müssen auch noch hinfahren, da musst du ja morgens früh dann von Oberkirchen nach Straßburg, aber ja nicht so weit, zwanzig Minuten, fünf, zwanzig Minuten, aber durch die ganze Rush Hour, dann musst du die blöde Schule finden, dass wir es uns da manchmal angewöhnt haben dann irgendwann, weil wir es mit diesem Routenplaner wirklich oft... an den Nervengeräte.
01:01:10: Wir fahren, wenn es die Zeit erlaubt, fahren wir einen Tag vorher einmal hin, fahren den Weg ab, damit wir am nächsten Morgen dahin finden.
01:01:16: Oh nein,
01:01:16: dass wir wissen,
01:01:18: wie
01:01:18: und wo es lang geht.
01:01:19: Ja, verständlich, in der Form aber halt riesige Aufwand.
01:01:24: Tanja, du hast ja die Rolle irgendwie schon ein bisschen auch der Frau angesprochen in dieser Welt.
01:01:29: Wie nimmst du sie wahr?
01:01:30: Hast du sie besonders wahrgenommen, dass du irgendwie kämpfen musstest?
01:01:33: oder sagst du, das war eigentlich schon von Anfang an immer ja auf Augenhöhe?
01:01:38: Also ich würde jetzt nie sagen, dass jetzt Männlein oder Weiblein höher oder so da stehen.
01:01:45: Also da würde ich schon sagen, es ist gleichgestellt.
01:01:48: Es ist einfach die Qualität, was du bringst und das hat mit Geschlecht.
01:01:53: überhaupt nix zu tun.
01:01:56: Also ich kenne Frauen, die stehen ihren Mann und stehen besser da als manche andere Typen.
01:02:03: Also das sieht man es auch.
01:02:04: und ja, also ich werde jetzt als Künstler nicht sagen, man hätte es als Frau nicht ganz so leicht wie als Mann.
01:02:13: Privat vielleicht.
01:02:15: Da muss man gucken.
01:02:16: Also Berufstätig, nein.
01:02:20: Ich glaube, ein Partner zu finden, der damit klarkommt, dass man oft auf Tour ist.
01:02:28: Das ist schon eher schwierig.
01:02:29: Weil da wird schon eher verlangt, die Frau hat doch bitte zu Hause zu sein, dass sie mir das Essen kochen kann und Haushalt und dies und jenes.
01:02:39: Das ist glaube ich eher ein Problem, dass im Privaten dieses Bild halt einfach noch herrscht.
01:02:46: Ja, jetzt soll ich als Mann das machen.
01:02:48: Also das war halt früher eher ein Problem.
01:02:52: Wobei ich sagen muss, mein Mann unterstützt mich da prima.
01:02:55: Ich meine, ich mach jetzt auch deutlich weniger.
01:02:57: Ich hab mich ja aus der Theaterwelt schon krass rausgenommen, würde ich sagen.
01:03:05: Also ich sag mal, ich mach vielleicht noch fünf Prozent von dem, was ich früher gemacht
01:03:08: habe.
01:03:10: Aber das war von mir selber.
01:03:11: Das war nicht von meinem Mann abverlangt.
01:03:15: Der fand es, glaube ich, sogar ein Stück weit irgendwie cool, dass er eine andere Art von Frau hat.
01:03:22: Aber ich selber wollte einfach ein bisschen sesshafter sein, nicht mehr Gott nach Frankfurt zu fahren und am gleichen Tag wieder zurück, weil das sind drei Stunden hin.
01:03:37: Aufbauen, spielen, abbauen und in der Raschauer vier Stunden wieder zurück.
01:03:43: Ja, also das ist das, was eigentlich mehr schlaucht als das Spielen selber.
01:03:48: Ja, also vor allen Dingen wird es mich halt nochmal interessieren, Tanja, jetzt so aus deinem Blick, hast du vielleicht sogar, kann man ja auch sagen, dass du wahrnimmst, warum auch nicht?
01:03:56: Es gibt auch Vorteile, wenn ich als Frau in diesem Bereich unterwegs bin.
01:04:02: Hat es Vorteile?
01:04:04: Manchmal ja, manchmal nein.
01:04:06: Klar, kann man schon mal mit Technikern schäkern und man kriegt vielleicht ein schöneres Licht, als wenn jetzt
01:04:13: ein
01:04:13: Mann kommt.
01:04:15: Bei Hausmeister funktioniert es null.
01:04:18: Also die Erfahrung habe ich gemacht.
01:04:20: Vielleicht gibt
01:04:21: es Kolleginnen,
01:04:22: die andere Zugänge zu Hausmeister haben.
01:04:26: Bei mir hat es nicht funktioniert.
01:04:27: Also wenn ich da, das wäre jetzt zum Beispiel so eine Anekdote, die ich echt krass falle, in Bayern, in Straubing,
01:04:35: da
01:04:37: war so ein Hausmeister, ich hab den Null verstanden, der hat aber auch nicht ein bisschen, weil Hausmeister haben es ja in der Regel alle immer im Kreuz.
01:04:46: immer.
01:04:47: Egal wo du hinkommst, das ist ja die Berufskrankheit.
01:04:51: Das war in der Sparkasse.
01:04:53: Und der sieht, wie ich rötel und wie ich trage und dies und jenes.
01:04:57: Das war ihm ganz egal, dass ich ein junges, kleines Mädel bin, die vielleicht nicht so die Kraft hat.
01:05:03: Nö, sollte ich mal schön selber machen.
01:05:05: Dann bin ich das so am Aufbauen.
01:05:07: Und dann kommt er irgendwann mal rüber, fragt nicht, brauche ich irgendwas oder Hilfe?
01:05:11: Nee, da kam nur dann so... Das war wirklich das Einzige, was ich verstanden habe.
01:05:21: Achtzehn Uhr und Fußball.
01:05:22: Darauf habe ich halt geschlossen.
01:05:25: Der will wohl, dass ich spätestens um halb sechs draußen bin, damit der um achtzehn entweder zum Fußballtraining oder Fußball gucken kann.
01:05:33: Also... Da dachte ich nur, das ist so prima.
01:05:36: Dasselbe beim abbauen.
01:05:37: Schnell.
01:05:38: Aber ich soll bitte auch auf die Spiegel im Fahrstuhl drauf aufpassen, dass da ja nichts kaputt geht.
01:05:43: Klar.
01:05:44: Und den habe ich ja dann schon irgendwie gefressen.
01:05:47: Da habe ich nur gesagt, boah, ne.
01:05:49: Ein Jahr später waren wir wieder da und vorne weg haben Karsten und...
01:05:58: Na?
01:05:59: Na?
01:06:00: Sag's mir doch.
01:06:02: Nein, die Frau Ollmar gespielt.
01:06:05: Claudia.
01:06:05: Ja, die Claudia.
01:06:06: Mir ist jetzt, dann haben wir Claudia nochmal eingefallen, glaubt es.
01:06:09: So, und die haben Vicky gespielt.
01:06:12: Und da gibt es so eine Kiste, das sind Styroporsteine drin.
01:06:16: Was man aber nicht weiß, ist, dass die zwei da unten noch ihre Gewichte drin haben.
01:06:20: Das heißt... Das ist unsere
01:06:21: Hausmeisterkiste.
01:06:22: Da habe ich schon mal ein bisschen was gesagt.
01:06:24: Das ist die Sakrisch-Währe-Kiste.
01:06:26: Und er denkt sich so, das ist ja nur Styroport, das nehm ich.
01:06:31: Und es fährt ihm so.
01:06:32: und ich innerlich habe ich im Volks fest gefeiert, weil ich gedacht und das ist die Strafe
01:06:38: auf
01:06:38: dem Fuß, dass du die Frauen hier so rütteln lässt und auch noch so anhetzt.
01:06:44: Also das kann ich... überhaupt nicht leiden.
01:06:47: Also es ist nicht unbedingt ein Vorteil, dass man dann sagt, alle helfen einem.
01:06:50: Hausmeister nicht.
01:06:51: Wobei die Anker hat gesagt in unserem Gespräch, wenn man schweigt, soll es wohl helfen.
01:06:58: Schweigen nicht
01:06:58: meine Stärke.
01:07:03: Nicht mal eine Stärke.
01:07:06: Aber ihr habt jetzt vorhin schon gruselige Momente angesprochen.
01:07:08: Jetzt will ich natürlich noch mal tiefer mit euch da rein oder mit dir Tanja.
01:07:12: Gibt es so Momente von deinem Tourleben, wo du sagst, ey, das kann ich.
01:07:15: Geil überzählt, oder?
01:07:16: Das war echt kurios.
01:07:17: Also, ein Gußeliges, wenn ich kurz zwischern hacken darf, war schon allein, wie gesagt, wir waren ja mal ein Pärchen.
01:07:24: Und dann kommt der Moment, da trennst du dich und hast aber tatsächlich am nächsten Tag eine einwöchige Frankreich-Tour.
01:07:33: Das heißt, du bist jeden Tag locker, zehn, zwölf Stunden miteinander.
01:07:42: entweder im Auto oder beim Aufbauen oder auf der Bühne.
01:07:45: Am Abend zuvor ist sich getrennt und dann machst du das.
01:07:47: Das war auf der einen Seite der Hölle, aber ich glaube, dass es auf der anderen Seite auch dazu beigetragen hat, dass wir heute so sind, wie wir sind.
01:07:57: Also auch so zusammen sind, wie wir zusammen sind.
01:07:59: Einer mehr sind, bekloppt.
01:08:00: Das ist ja schon mal per se ein Fakt.
01:08:05: Was?
01:08:05: Genau.
01:08:08: Ja, ich weiß jetzt nicht, ob es ein Vorteil war oder ob es einfach eine Stärke von uns war.
01:08:14: Wir haben halt einfach funktioniert.
01:08:18: Ja, es kam dann auch irgendwann.
01:08:19: Also nach der Tour kam bei mir dann schon mal ein Gong und da ist das auch mal durch.
01:08:26: Aber es ist spannend, wie man auf der Bühne einfach vergisst und...
01:08:31: Und auch Glücksmoment hat, weißt
01:08:33: du?
01:08:33: Also, hast
01:08:34: du ja.
01:08:35: Irgendwie hat es schon geholfen und andererseits war es aber auch so strange.
01:08:41: Das war schon
01:08:42: auch schwierig.
01:08:45: Es kam dann auch mal ein Moment, wo ich zum Kasten gesagt habe, sei mir nicht böse, aber jetzt brauche ich wirklich mal Abstand.
01:08:51: Das ist ja eigentlich im Normalfall trennt man sich und geht wirklich getrennte Wege.
01:08:56: Punkt.
01:08:57: Aber nicht ein Kasten und eine Tanya, das hat überhaupt nicht funktioniert.
01:09:03: Warum sollten wir uns ja auch normal trennen?
01:09:05: Macht ja keinen Sinn.
01:09:07: Wir sind halt anders.
01:09:10: Ja,
01:09:10: aber
01:09:11: jetzt sind wir da und sie ist die Tante, also wenn man so möchte, die Tante von meiner Tochter.
01:09:19: Und alles passt.
01:09:22: Und
01:09:23: er ist der
01:09:23: Trauzeuge meiner Mutter und der Trauzeuge meines Mannes.
01:09:27: Also das sieht man mal, wir sind wirklich
01:09:29: eng.
01:09:29: Es hat euch trotzdem noch verbunden in irgendeiner Form auf jeden Fall.
01:09:33: Tanja, du hast es vorhin schon geschwitzelt.
01:09:34: Jetzt macht mal noch mal die Kiste hier auf.
01:09:36: Es gibt so Geschichten, wo ihr sagt, oi, leck, das kann ihr echt keinem erzählen.
01:09:39: Oder das war ganz kurios.
01:09:41: Keine Ahnung, irgendein kurioser Spielort oder was weiß ich.
01:09:44: Ja, der Spielort per See war ja eigentlich schön.
01:09:46: Das ist es Fäts
01:09:47: in Berlin.
01:09:49: Das ist so in der Wohlheise.
01:09:50: Grüße an Stefan Marz, der leitet nämlich dieses Festival.
01:09:56: Ich glaube, in diese alte Jagdhütte kann man jetzt gar niemand mehr unterbringen.
01:10:01: Das ist, glaube ich, jetzt ein Erstaufanglager für
01:10:06: Asylgeflüchtete.
01:10:09: Aber damals haben sie da ihre Künstler untergebracht.
01:10:13: Es ist alles wunderschön von Freitag bis Sonntagmorgen.
01:10:18: Dann reißen aber so gut wie alle ab.
01:10:21: Jetzt war ich aber eine der wenige, die noch am Montag Schülervorstellung gegeben hat.
01:10:27: Und ich musste Sonntag auf Montag alleine in dieser Wohlheide in diesem Jagdhaus.
01:10:35: Also drumherum, also gehört zwar zum Gelände, aber alles mit Wald und so.
01:10:38: Und dann hat das so eine dunkle Hütte.
01:10:40: Das wäre genau mein Ziel.
01:10:43: Es sind ja jetzt nicht so moderne Fenster, sondern das sind wirklich so diese
01:10:49: ganz dünnen Fensterchen.
01:10:51: Zwar war vorne an der Tür eine Alarmanlage.
01:10:54: Super.
01:10:54: Aber wenn jemand nach hinten geht und die Fenster anschmeißt, dann bin ich als Alleinstehende da
01:11:01: drin.
01:11:01: Echt aufgeschmissen.
01:11:02: Und ich hatte so eine Angst, dass ich dann Karsten angerufen habe.
01:11:08: Kasten, du musst mich ablenken.
01:11:09: Ich dreh hier demnächst durch und er so, ja.
01:11:13: Und irgendwann hat er gesagt, ich muss jetzt dann, ich glaub, du musst es dann mal auch was anderes machen.
01:11:19: Dann hab ich meine Mama angerufen.
01:11:21: Das ist aber auch keinem
01:11:24: Sinn.
01:11:25: Ja, so Ende zwanzig, Anfang dreißig war das, glaube ich, dass man da noch seine Mama anruft und sagt, Mama, ich hab mir ein bisschen Angst.
01:11:32: Und letztendlich haben wir aber dann beide, sowohl Kasten als auch die Mama gesagt, Du hast doch dein Computer dabei, mach doch den Laptop an, guck irgendwas Blödes, lad dir irgendwas runter, lass das laufen.
01:11:46: Hauptsache du hörst das Knicken und Knastern, aber lass uns bitte schlafen, weil das war irgendwann nachts um zwei.
01:11:53: Habe ich immer noch nicht geschlafen, weil ich so panisch war, weil früher waren da noch Wachleute, die durch den Wald da gelaufen sind.
01:12:04: hat aber die Stadt irgendwann halt mal weggekürzt, weil, ja, aber tagsüber erzählen sie uns, ja, wenn wir da morgens zur Arbeit laufen, naja, es kann schon mal passieren, also so im Monat wird man dreimal überfallen.
01:12:17: Ach ja, schön.
01:12:18: Wenn man solche Geschichten natürlich vorher noch hört, dann ist natürlich Ende gelände, ja, dann dachte ich nur so.
01:12:25: Okay, wenn der jetzt da mitkriegt, dass der ihm... Ich habe dann einfach überall zwar mir wuscht, was die an Stromrechnungen haben, ich habe einfach überall die Lichter angemacht, so nach dem Motto, das Haus ist voll, ihr braucht gar nicht auf die Idee kommen.
01:12:36: Und irgendwann habe ich dann geschlafen, aber ich war so... Übernächtigt am nächsten Tag, es war echt krass.
01:12:46: Wie gesagt, wer ja voll meins, der krassen Lerlachtürt.
01:12:49: Ich als Horrorfreak wär super.
01:12:51: Ich hätt mich da tierisch wohlgefühlt.
01:12:52: Das ist so eine Mischung
01:12:53: aus Blair Witch Pro-Chef.
01:12:56: Und, äh, ich will dead.
01:12:57: Irgendwie
01:12:58: so, ja.
01:12:59: Hätte ich Blair Witch damals gesehen, ich hätte... Reis ausgenommen.
01:13:05: Tatsächlich ein Jahr später habe ich wieder im Fetz gespielt, habe ich aber gleich gesagt, ne, ne, ne, Leute, ich übernachte beim Jan.
01:13:10: Da nicht mehr.
01:13:13: Und sag mal, du hast ja gesagt, du bist jetzt in Anführungszeichen nur noch so fünf Prozent in dem Bereich tätig, vermisst du dieses Tourleben dann, wie es mal war?
01:13:20: Oder sagst du, oh, nee, das ist jetzt auch ganz gut so?
01:13:25: Eigentlich vermissen tu ich es nicht.
01:13:26: Okay.
01:13:26: Also... Was ich ab und an vermisse, ist, dass ich nicht mehr so oft auf der Bühne stehe.
01:13:31: Aber ich bin froh, wenn ich das jetzt so in Pforzheim oder auch mal beim Manuel in der Marotte ausüben darf.
01:13:40: Oder eben theaterpädagogisch, das mache ich jetzt durch meine jetzige Arbeit.
01:13:45: Ich bin jetzt hauptberuflich mehr als Schulbegleiterin dank meiner Theaterpädagogik unterwegs, arbeite auch.
01:13:54: wirklich mehr Theaterpädagogisch mit dem Kind.
01:13:58: Also der kriegt schon, glaube ich, manchmal andere Sachen ab als von anderen Kollegen.
01:14:04: Aber ist ja auch gut so und ich mache da an.
01:14:06: Zum Beispiel ein Fecht mit mir.
01:14:08: Zum Beispiel,
01:14:09: genau.
01:14:11: Das kann ich dann schon mal anleihen.
01:14:12: Also er liebt halt so super Helgen und ja, das war dann bei uns sowieso schon arsch auf einmal, weil das ist ja so ein... Ich glaube, da hat mich Carsten ganz arg geprägt auf die Superhelden-Geschichten und da kenne ich mich
01:14:29: schon ein bisschen aus, aber
01:14:31: nicht so krass wie ein Herrn Dittrich.
01:14:34: Aber ja, da kommen dann halt schon solche Sachen mit rum und ich führe dort auch die... Theater AG quasi.
01:14:42: Wenn du jetzt so ans Tourleben denkst, welche Sache, wenn du jetzt eine Sache jeweils nennen müsstest, würdest du sagen, hast du unglaublich geliebt daran und welche, wo du sagst, da bin ich auch froh, dass ich es nicht mehr habe.
01:14:54: Geliebt habe ich tatsächlich, dass ich immer mal woanders war und wenn ich die Zeit hatte, auch mal die Gegend einfach anschauen kann und einfach zu erleben, wie unterschiedlich Menschen in manchen Regionen sind.
01:15:10: das Derbe vom R&W, das etwas Macho gehabt habe in der Frankfurter Gegend, aber auch das Herzliche wieder, wenn man so im Bayerischen oder auch im Osten unterwegs ist.
01:15:25: Also und auch zu sehen, wie gerade
01:15:29: im Osten
01:15:30: eigentlich das Puppentheater eine ganz andere Stellung hat als bei uns.
01:15:35: Immer noch habe ich das Gefühl so.
01:15:39: Also höher Vertiker dort angesehen?
01:15:40: Genau.
01:15:42: Also unbedingt auf jeden Fall.
01:15:45: Und da war ich immer sehr gerne, muss ich sagen.
01:15:49: Und was ich einfach nicht mehr brauche, ist diese Zeit auf der Autobahn, die habe ich immer gehasst.
01:15:55: Ich bin eh nicht so einer der gerne lange Auto fährt, als selber Auto fährt, als Beifahrer, als man wuscht, das schlaufe ich.
01:16:02: Aber ja.
01:16:03: Das Autofahren bräuchte ich nicht mehr.
01:16:09: Nicht mehr auf jeden Fall.
01:16:11: Okay.
01:16:11: Ja, spannend.
01:16:12: Aber Tanja, wenn du schon gesagt hast, die Autobahnen, die bräuchte ich nicht mehr, nehme ich dich trotzdem noch mal mit auf deinen letzten Ausflug sozusagen.
01:16:19: Und zwar ganz zum Schluss will ich natürlich von dir wissen, wo würdest du, wenn du jetzt morgen sofort wieder auf Tour fahren könntest, dürftest, wollen würdest, wie auch immer, wenn du nur einen Ort nennen dürftest, wo würdest du wieder hingehen?
01:16:30: Das
01:16:30: ist eine sehr gute Frage.
01:16:31: Danke, dafür wird ich bezahlt.
01:16:34: Ich habe mir deswegen ausgesucht.
01:16:37: Also da kann ich jetzt gar nicht
01:16:39: speziell nur
01:16:40: einen Ort sagen.
01:16:42: Also ich war immer wieder gerne in Landsberg.
01:16:45: Welten wir da jetzt spontan?
01:16:46: Landsberg am Lächeln?
01:16:47: Ja.
01:16:50: Auch eine schöne Geschichte.
01:16:51: Also Herrfort war ich mal eine ganze Woche und die waren damals so herzlich.
01:16:56: Ich hatte eine ganz üble Blasenentzündung.
01:16:58: Und die haben alles gemacht.
01:16:59: Die haben mir... den Wasserkocher mit ins Hotel gegeben und haben ja tagsüber, wenn ich da war, den Tee und also die haben mich so herrlich betüttelt.
01:17:09: Aber auch die Gegend da oben war eigentlich recht schön oder im Allgäu war eine
01:17:14: Rom, das
01:17:15: auf jeden Fall.
01:17:17: Und klar, beruflich immer wieder gerne Berlin.
01:17:21: Ah ja.
01:17:22: Ja.
01:17:23: Also warum, als er warum sagt, ich auch nicht.
01:17:27: Aber ich finde, wenn ich da oben bin, Durch das, dass die Stadt einfach so
01:17:33: derb,
01:17:33: auch ein bisschen ist.
01:17:35: Und wie es sagt, schon so schön, Peter Fuchs, du kannst so schön hässlich sein.
01:17:42: Ja, ja, ja.
01:17:42: Also, Berlin muss man schon abhaben können.
01:17:45: Also, mein Mann, hast die Stadt, der sagt, brauchst du mich gar nicht mehr mitnehmen.
01:17:48: Der will definitiv nicht mehr dorthin.
01:17:51: Aber beruflich... finde ich eben durch das, dass sie eben so ihre rauen Seiten hat, kommt bei mir mehr Kreativität.
01:17:58: Hier wird man so eingelult, weil es ist so, Dreadstraat, die Heide blüht.
01:18:02: Da habe ich nicht so die Kreativität.
01:18:04: Aber oben, ich glaube, wenn ich da oben ein Stück entwickeln würde, würde was Wertvolleres rauskommen als hier unten.
01:18:12: Und man darf eins nicht vergessen, eben, die haben eine ganz andere Sehgewohnheit.
01:18:19: auch was Publenspiel angeht.
01:18:20: Deswegen haben wir zum Beispiel ganz am Anfang von Fiesma Dende versucht unsere Premiere auf den Berlin zu machen, weil wir immer wussten, wenn es in Berlin funktioniert, funktioniert es überall.
01:18:30: Die haben zwar schon auch einen anderen Humor, also ja gerade abends, da habe ich ja schon mal die Nesseln gesetzt sozusagen, also da haben wir ein Stück gemacht, das war in Berlin der Oberknaller.
01:18:42: eben, aber als sehr anarchistisch und ein bisschen derbe.
01:18:45: Und dann kommst du mit den Schwarzwald und da kriegst du erst mal Näsabriefe.
01:18:48: Ja, klar.
01:18:50: Kann ich mir gut vorstellen, das gibt's auch.
01:18:52: Doris,
01:18:52: mich raten, dass wir leiser auf den Schreck.
01:18:55: Aber
01:18:57: davon abgesehen, die sehen wahnsinnig viel und können vergleichen und wenn du dann gut bist oder die dich für gut empfinden, kannst du davon ausgehen, da ist was dran.
01:19:10: Okay.
01:19:11: Ja, gut.
01:19:11: Und wahrscheinlich nämlich eine andere, dann auch eine ehrlichere Haut, wenn es eben nicht gut ist.
01:19:15: Definitiv.
01:19:16: Oh ja.
01:19:16: Oh ja.
01:19:17: Also die Berliner können austeilen.
01:19:18: Ja, ja, ja.
01:19:19: Und das muss man eben abhaben.
01:19:21: Aber trotzdem...
01:19:23: Ab können.
01:19:24: Von mir auf deswegen.
01:19:25: Aber ich kann auch ein Stück abhaben.
01:19:27: Ja.
01:19:28: Ja, auch.
01:19:29: Aber jetzt nicht mehr, jetzt war mal Schluss.
01:19:31: Schön, dass wir ein Stück von dir abhaben durften, Leute Tanja.
01:19:35: Nein, mich muss man auch abkönnen.
01:19:36: Danke, dass du auf jeden Fall hier wieder bei uns zu Gast warst und mit uns in deinem Tourleben hast blicken lassen, natürlich auch mit dem Karsten zusammen.
01:19:43: Ja, also wer es es ihnen will, sie macht immer noch mit bei Redder der Kokosnuss, sie macht immer noch mit bei Tabaluga und Lili.
01:19:50: Und ich spiele immer noch die Mama Mu, auch wenn es der Herr Dietrich demnächst alternierend mit übernimmt.
01:19:55: Genau,
01:19:55: aber heißt alternierend.
01:19:57: Wir spielen uns dann abwechselnd.
01:19:59: Genau,
01:19:59: er macht unter der Woche, wenn ich nicht kann, weil ich ja bei meinem Kind in der Schule bin.
01:20:04: Aber Wochenende oder in den Ferien bin ich immer noch gerne.
01:20:09: Sehr schön.
01:20:10: Und dann hab ich frei und verdient trotzdem noch ein bisschen Geld, weil sie dann schon nicht arbeitet.
01:20:13: Das ist nicht schön.
01:20:14: Ja, sehr schön.
01:20:15: Ihr seid durch und durch ein gutes Team, egal in welche Richtung.
01:20:19: Für mich läuft irgendwie was verkehrt, oder?
01:20:23: Das dürft ihr jetzt im Off miteinander diskutieren.
01:20:26: Danke, Tanja, dass du bei uns zu Gast warst.
01:20:28: Macht's gut, alles Gute dir.
01:20:30: Danke, Tanja.
01:20:30: Danke, tschüss.
01:20:32: Wer war das jetzt?
01:20:38: Ja und mit der lieben tanya sagen wir jetzt erst mal für teil eins des medels specials tour leben bei fiese madende und er tschüss ihr dürft euch freuen denn wir haben so viele weitere tolle ja ladies hier hinter oder fast mikrofon bekommen das wir gesagt haben wir machen einfach zwei teile draus.
01:20:56: dann habt er im december hier ganz ganz viel fiese madende und er und deswegen gibt es in vierzehn tagen teil.
01:21:02: zwei vom tour leben special fiese madende und er.
01:21:05: mit unseren medels bis dahin wird wünschen wir euch eine tolle Zeit.
01:21:08: Wir freuen uns, wenn ihr in vierzehn Tagen wieder mit einschaltet.
01:21:11: Und dann geht's weiter hier bei unseren Mädels on Tour bei Fiese, Madende und Er.
01:21:16: Bis dahin, tschüss.
01:21:17: Das
01:21:17: war's.
01:21:24: Das
01:21:27: war's.
01:21:28: Das
01:21:29: war's.
01:21:30: Das war's.
01:21:31: Jetzt ist Schluss.
01:21:33: Mit Fiese, Madende und Er.
01:21:37: Und schalten Sie auch der nächste Mal.
01:21:41: Bitte wieder ein
01:21:43: unbedingt.
01:21:44: Unbedingt.
01:21:46: Tschüssi Koski.
01:21:47: Tschüssi Koski.
01:21:48: Tschüss.
01:21:53: Danke schön.
Barbarella
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