Echs und Hopp - Vom Michael, seinen Tieren und anderem Gemüse
Shownotes
Willkommen bei FIESEMADÄNDE On Air – heute mal mit echtem „Unterwegs-Feeling“, Hotelraum-Vibes und einem Gast, bei dem man sich kurz fragt: Sind wir noch im Puppentratsch… oder schon mitten in einer Live-Show? Denn wir treffen Michael Hatzius – Figurenspieler, Comedian und der Mann hinter einer Figur, die inzwischen wirklich Kultstatus hat: die Echse.
Michael erzählt, wie er unterwegs ist mit seinem Soloprogramm für Erwachsene und was da alles mit auf Tour darf. Neben der Echse sind nämlich auch die Schweine Steffi und Thorsten dabei (das dauerhaft streitende Schweinepärchen), außerdem eine Zecke, ein Einhorn, die Möhre (als Security – sehr klar in der Ansage) und ein Huhn, das so ziemlich das Gegenteil der Echse verkörpert: schüchtern, komplex beladen, Tiefstatus-Tierchen und gerade deshalb herrlich.
Und zwischendrin wird’s richtig nerdig-schön, wenn Michael erzählt, wer welche Figuren gebaut hat und warum ihn bei manchen Puppen genau das fasziniert, was andere wegwerfen würden – weil „wenn etwas anfängt zu verwesen, kriegt es was Menschliches“,Willkommen bei FIESEMADÄNDE On Air – heute mal mit echtem „Unterwegs-Feeling“, Hotelzimmer-Vibes und einem Gast, bei dem man sich kurz fragt: Sind wir noch im Puppentratsch… oder schon mitten in einer Live-Show? Denn wir treffen Michael Hatzius – Figurenspieler, Comedian und der Mann hinter einer Figur, die inzwischen wirklich Kultstatus hat: die Echse.
Michael erzählt, wie er unterwegs ist mit seinem Soloprogramm für Erwachsene – und was da alles mit auf Tour darf. Neben der Echse sind nämlich auch die Schweine Steffi und Thorsten dabei (das dauerhaft streitende Schweinepärchen), außerdem eine Zecke, ein Einhorn, die Möhre (als Security – sehr klar in der Ansage) und ein Huhn, das so ziemlich das Gegenteil der Echse verkörpert: schüchtern, komplex beladen, Tiefstatus-Tierchen – und gerade deshalb herrlich. Und zwischendrin wird’s richtig nerdig-schön, wenn Michael erzählt, wer welche Figuren gebaut hat und warum ihn bei manchen Puppen genau das fasziniert, was andere wegwerfen würden – weil „wenn etwas anfängt zu verwesen, kriegt es was Menschliches“, so Michael.
Carsten und Michael kennen sich aus dem Studium – Berlin, Parkaue, „Zauberschloss von Verrückten“-Vibes und dieses familiäre Gefühl, wenn man sich dauernd über den Weg läuft, Parties feiert und sich gegenseitig Aufführungen reinzieht. Dazu kommt eine herrlich absurde Erinnerung ans Puppenspielfestival Hohenstein, wo aus „Carsten“ irgendwann „Kasten“ wurde – und seitdem bei dem Wort „Kasten“ sofort „Kasten Dietrich“ im Kopf aufploppt.
Und dann wird’s plötzlich überraschend tief: Michael spricht darüber, wie Kunst in der Corona-Zeit einen Moment geschafft hat, an den man sich erinnert. Eine Szene, in der die Echse mit Enten die Corona-Krise nachspielt, hat sich millionenfach verbreitet – und das Verrückte war: Ein Freund erzählte Michael, dass ihm ausgerechnet dieses Enten-Video sowohl von seiner sehr „Corona-ängstlichen“ Mutter als auch von einem „Verschwörungstheoretiker“-Freund geschickt wurde – beide fanden es lustig. Ein seltener Moment, in dem man merkt: Manchmal geht Verbinden mit Figuren magischer, als man denken würde.
Viel Spaß mit der Folge & DANKE an Michael Hatzius, dass du bei uns zu Gast warst!
📣 Hinweis: Wer Carsten und seine Kolleg*innen zwischenzeitlich live erleben möchte, schaut am besten in den aktuellen Spielplan des Theater FIESEMADÄNDE im Figurentheater Mottenkäfig in Pforzheim: www.fiesemadaen.de/events
Transkript anzeigen
00:00:08: Torsten?
00:00:11: Ja.
00:00:12: Hast du gepüpst?
00:00:14: Nein, nein, gar nicht!
00:00:19: Es stinkt wie die Sau!
00:00:23: Dann könntest du es ja auch gewesen sein... Bei dir piepzwoll!
00:00:29: Steffi Pupsen ist ganz normal.
00:00:32: Die führende australische Wissenschaftsorganisation hat jetzt sogar eine App rausgebracht, die heißt Shard your fart und damit können Menschen ihre Viertze dokumentieren.
00:00:45: also ein Fartenbuch
00:01:19: Ja, hallo hier wieder bei Fiese Madente und er dem Puppentrat für Anfänger.
00:01:22: und lieber Karsten.
00:01:23: Wir sind ja heute unterwegs und tatsächlich sogar zu Gast irgendwo.
00:01:27: das ist auch mal schön!
00:01:28: Ja
00:01:28: in einem Hotel wir haben gerade ein extra Zimmer bekommen.
00:01:30: Das war es ja mit
00:01:31: nur für unseren Gast, den man schon gehört hat.
00:01:34: Und wir sind nämlich zu Gast sozusagen vor Ort live bei einem ja auch kann man schon sagen der bekanntesten Figurenspieler und auch Comedians Deutschlands.
00:01:43: und lieber Carsten ich glaube ihr habt ja auch nochmal eine besondere Verbindung aber da gehen wir später noch einmal drauf ein.
00:01:49: Unbekannt soll euch ja nicht.
00:01:50: Nein, wir kennen uns tatsächlich eigentlich.
00:01:52: Wir kennen uns schon sehr lange.
00:01:53: Das stimmt!
00:01:55: Da darf ich schon was reden?
00:01:56: Ja, du darfst das reden.
00:02:01: Also genau... Wer bist überhaupt?
00:02:02: Warte mal, muss ich gucken.
00:02:04: Ich bin der Michael Hacius und ich bin Popenspieler vorwiegend mit verschiedenen Tierfiguren und anderen Gemüse auch unterwegs mit meinem Solo-Programm für Erwachsenen.
00:02:16: Die Exe ist dabei der Hauptstar des Abends.
00:02:19: Ja, das ist gut dass du den Raum wirst Michael.
00:02:21: Weil dir der wirklich schon inzwischen auch Kultstatus erreicht muss man ja schon sagen bei der Echse?
00:02:25: Ja ich freue mich aber es hat sich jetzt mittlerweile viele Menschen kennen und das macht viel Freude Und wir kennen uns
00:02:35: seit dem Studium.
00:02:35: Also heiße Moment war nur das...
00:02:37: Du warst im vierten Studienjahr als ich im ersten war.
00:02:41: Okay, dann war das also im.
00:02:45: Zwo?
00:02:45: Zwo bin ich angefangen zu studieren und da bist du ins vierte gekommen
00:02:48: nicht weiter mal.
00:02:49: ne du kennst noch
00:02:51: ich kenne ja ist jetzt nicht auch ein pumpen spieler sondern dass ein theater stück und
00:02:57: Musiker aber wieder was anderes.
00:02:59: Ja Und auch ein kabarettist aber es auch wieder jemand anders.
00:03:03: Ich habe vor dem Studium dann um zu gucken, auch was da überhaupt am Ende so gemacht wird.
00:03:08: Aber ich habe ein Stück gesehen, dass du mitgespielt hast als Student mit Daniel Wagner und
00:03:13: mit
00:03:13: Steffi Lampe.
00:03:14: Mit kleinen supergeil kleinen Stab-Marionetten also kleine Marionetten die oben einen Start im Kopf haben und mit so Fäden dran.
00:03:23: Und da habt ihr einen super rasanten Western mal dazu gespielt, das fand ich total cool.
00:03:28: Da hab ich gedacht, wenn es Leute gibt, die sowas drauf haben, dann ist das bestimmt eine gute Schule zum Seinen!
00:03:34: Ja,
00:03:34: vielleicht können wir ja alle noch mal die jetzt dich nicht kennen.
00:03:36: Weiß ich nicht hoffe aber weil jetzt vielleicht ein Fragezeichen stand ist Michael Hacius irgendwo klingelt da was?
00:03:41: Mal abholen wo man dich denn so sehen kann.
00:03:43: also mitunter kennt man dich auch aus dem Fernsehen Also WDR Mitternachtsspitzen weiß ich bist du unterwegs Vielleicht dafür die einen oder anderen die einschalten hier bei uns auch im Begriff und tatsächlich auch über YouTube Clips natürlich Bist Du auf jeden Fall bekannt war ja auch vor allen Dingen während Corona mit der Möhre Einiges los.
00:04:00: dann werden wir auch nochmal reinschauen Und natürlich auch live Programme und ich glaube, das ist ja auch der Anschluss hier den wir geben können.
00:04:06: Denn wir sind ja heute hier zu Gast.
00:04:08: Du wirst heute Abend noch auftreten denn du bist mit deiner neuen Tour unterwegs, im Jahr zum Jahr-Zwischen.
00:04:14: Was ja auch wieder den Bogen schließt.
00:04:15: zu deiner Figur der Echse.
00:04:17: Vielleicht kann man noch spoilern wen hast du noch so mit ihm gepackt?
00:04:20: Genau, also neben der Echse gewinnen ja an Promenenz spätestens seit den Mitternachspitzen auch die Schweine Steffi und Thorsten das ständig streitende Schweinepärchen.
00:04:31: Und dann habe ich aber auch noch eine Zecke mit dem Ensemble ein Einhorn was so ein bisschen darauf achtet, dass alles auch sozusagen woke genug ist und darauf pocht während die Zecke da nicht viel Verständnis hat.
00:04:44: Dann gibt es auch die Möhre, die macht sie den Sicherheitsdienst also die Security für alle besonders für die Achse.
00:04:50: Und das Huhn gibt es natürlich auch noch, das ist das sozusagen charakterlich etwas entgegengesetzt.
00:04:55: zur Exter, das total schüchtern eine komplex beladene Tiefstatus-Tierchen quasi.
00:05:04: Also jetzt alle, das sind so die Hauptfiguren, die jetzt auch im Programm heute mit dabei sind.
00:05:08: Ja, vielleicht gehen wir mal an den Punkt?
00:05:11: Ihr habt jetzt schon ein bisschen gespoilert.
00:05:12: ihr kennt euch vom Studium
00:05:14: und ich meine, ich erinnere mich... Mein ich war in deiner Zulassungsprüfung in der
00:05:18: Kommission drin.
00:05:19: Ja, das kann sein!
00:05:20: Ich war studentischer Vertreter... ...ich war mitverantwortlich als du studieren durfte.
00:05:24: Und ich würde dich hier nicht in meinem Hotel empfangen.
00:05:30: Weil das wäre jetzt nämlich meine erste Frage gewesen, weil ihr euch das erste
00:05:33: mal im Zugelangt
00:05:34: habt.
00:05:34: Das muss man vielleicht nochmal erklären.
00:05:35: also wenn man an so eine Schauspielschule geht da gibt es... Ein zweistufiges Zugangsverfahren, ein eigenes Test und eine Zulassungsprüfung.
00:05:42: Und da sind natürlich nicht nur die Dozenten von der Hochschule dabei sondern die haben zumindest an der Ernst-Busch studiert haben gibt es auch immer studentische Beisitzer.
00:05:51: das sind dann zwei Studenten.
00:05:52: die haben zusammen auch eine Stimme die auch mitzählt.
00:05:55: wenn dann gewoted wird nehmen wir den Lening auf oder nehmen wir ihn nicht auf und offensichtlich das stimmt in meinem eigenes test oder meiner Zulassenprüfungen warst du wieder mittendrin.
00:06:02: Da war ich mit dran.
00:06:03: ja hier schau an!
00:06:04: Ich fand denn auch toll.
00:06:06: Danke
00:06:08: Das ist ja verrückt, also kurz umschwenken.
00:06:12: Wir werden eh bald über die Ernst Busch und die Ausbildung an der Ernstbusch reden.
00:06:16: Zum einen und zum anderen war das auch so dass wenn man selber in dieser Prüfung ist, man das manchmal total komisch und bescheuert und blöd findet, man bereitet sich da monatelang vor und dann sind da die Dozenten und wissen ungefähr gefühlt nach fünf Minuten ob du was tauchst oder nicht.
00:06:32: ich fand es immer richtig schlimm und dann bist du in dieser Kommission selber drin
00:06:36: Und weiß plötzlich warum?
00:06:37: Ja, mit genügend Erfahrung so ein bisschen.
00:06:39: Weiß man es wirklich oder
00:06:40: nicht zurück?
00:06:41: Ja ja.
00:06:43: Gab's dann noch mal während eurem Studium irgendwelche Berührungen z.B.
00:06:46: irgendwelchen gemeinsamen Projekte oder so, die ihr hattet?
00:06:48: Nein,
00:06:48: nein.
00:06:48: Gemeinsam nicht!
00:06:49: Aber das ist ja ein sehr trotzdem sehr familiäres Studium in dem Sinne dass es pro Jahrgang zehn Leute nur gibt und wir alle damals im Parkauer in Berlin sind... älteren Gebäude zusammen waren, das war wie so ein Zauber-Schloss von Verrückten.
00:07:06: Und dadurch ist man sich auch ständig über den Weg gelaufen.
00:07:08: Genau
00:07:08: und die Ein- oder andere Studentenpartie gibt es ja
00:07:10: auch.
00:07:11: Und
00:07:11: mal kurz gegenseitige Sachen an.
00:07:13: also wenn dann eben... Wir haben ja dann alle sechs Wochen ungefähr oder acht Wochen eine Prüfung machen müssen, also in Form einer Aufführung und da sitzen auch alle anderen natürlich mit drin.
00:07:22: Und haben sich dann auch beruflich später noch mal eure Wege irgendwie begegnet?
00:07:25: Wahrscheinlich nicht
00:07:26: wirklich.
00:07:27: Also
00:07:27: wir begegnen
00:07:28: uns irgendwie auf Festivalswahl oder so oder auf diversen Kulturbehörden und dann sagt man sich hallo!
00:07:33: Da gibt es auch ne lustige Geschichte.
00:07:34: ich weiß gar nicht ob du die so lustig findest Karsten aber ich muss daran immer wenn ich auf der Namen lese oder höre auch immer an diese Geschichte denken.
00:07:41: Wir sind nach Hohenstellen gefahren zum Vormittspielfestival Und der Thomas Hänsel, dann haben wir irgendwie getroffen und er hat uns dann begrüßt.
00:07:48: Er hat gesagt, ach schön, dass ihr hier seid!
00:07:51: Der Kasten ist auch schon da.
00:07:53: Was für ein Kasten?
00:07:56: Was ist denn für ein Kasten?
00:07:59: Ja, unser Kasten.
00:08:03: Hatte er gedacht wir haben einen Kasten für ihn.
00:08:06: oder haben die ihren Kasten vergessen und mussten den jetzt noch holen.
00:08:09: Oder soll ich was hochdragen?
00:08:10: Ich habe es einfach nicht verstanden bis ich wusste er meint Kasten und der wollte das als positive Botschaft nach dem Motto ihr Kinder könnt euch gleich treffen sozusagen jungen Leute.
00:08:18: Der Kasten ist auch schon deswegen.
00:08:19: immer sobald irgendjemand zu mir Kasten sagt aus俄bensamt denke ich immer Kastendieterich.
00:08:24: Das sage ich seitdem das als kleinere.
00:08:27: Danke.
00:08:28: Und ich bin trotzdem kein Krummerkasten jetzt, ist auch gut.
00:08:30: Nein,
00:08:30: auf gar keinen Fall!
00:08:32: Michael kannst du es mal mitnehmen?
00:08:34: Ich meine die Frage stelle ich auch immer sehr gerne gerade hier beim Puppentrat für Anfänger wie kam dein Weg zum Figurnspiel?
00:08:40: was hat dich begeistert?
00:08:41: also ich bin in eine Jugendtheatergruppe gegangen mit fünfzehn und wir sagen so wir waren mit der Schule haben uns ein Stück angeguckt am Weitenteater.
00:08:48: das ist ein Theater in Berlin Poppen arbeitet, von Poppenspielern betrieben wird.
00:08:55: Und also auch mit Schauspiel gemischt und so.
00:08:57: Wir haben das als Jugendliche uns angeschaut, weiß ich, Zehnte Klasse oder was das war... ...und dann nachdem der Applaus kamen die Spieler auf die Bühne.
00:09:05: oder der Thorsten Gesser, der Theaterleiter und hat damalige gesagt wir bauen gerade eine Jungtheatergruppe auf und falls jemand von euch jetzt durch den Abend Lust bekommen hat irgendwo mitzumachen meldet euch Mein bester Freund, eine Freundin.
00:09:24: Wir sind dann zu dritt dahin und haben auf meiner Klasse.
00:09:26: Und wir haben uns da beworben für die Jugendtheatergruppe und sind auch genommen worden.
00:09:32: Ab dem Tag war ich eigentlich on fire.
00:09:35: Also mein komplettes jugendlich Leben sozusagen.
00:09:38: Ich war nie irgendwo groß in irgendeiner Disco oder irgendwo in irgendwelchen Bars oder irgendwas.
00:09:44: Wir waren jedes Wochenende ab da im Weiten Theater, haben die Stücke begleitet, haben kleine Vorprogramme als Jugendliche gemacht ... haben uns immer wieder auch die alten Spieler oder die sozusagen, die Spieler, die da sind so angeguckt irgendwie vorbildmäßig und gab es ein Stück der weiße Hammer.
00:10:01: Ein Handbuppenstück, das habe
00:10:03: ich glaube ich viermal gesehen.
00:10:04: Genau!
00:10:05: Ich hatte es zwölf mal gesehen und dann sagte der Thorsten wenn du beim dreizehnten Mal kannst du könnt ihr euch mit hinten reinsetzen und dann durften wir hinten hinter der Spieleiste von hinten mit gucken und so.
00:10:15: also es war völlig faszinierend alles.
00:10:18: Und da kam dann auch, als dann.
00:10:19: für mich war schon immer klar ich will Schauspieler werden oder auf die Bühne und spielen.
00:10:23: Das war schon als Kind irgendwie klar.
00:10:25: Da habe ich schon immer Texte auswendig gelernt, als Vierjähriger und hab dann so getan, dass wenn ich schon lesen kann und Leute haben, guck mal, stimmt er wirklich überein?
00:10:32: Kann der wirklich schon lesend?
00:10:32: Ich habe das aber nur so geäktet wie Leute lesen mit diesen kleinen Harkern.
00:10:40: Genau!
00:10:40: Dann hat der Thorsten gesagt... Ich habe an Niedrige dich doch gar nicht erst bei diesem ganzen Schauspiel vorsprechen, wo es Zehntausende hinkommen und wo du am Ende irgendwie mit der Visitenkarte einen Regisseur hinterher rennst.
00:10:51: Als Popenspieler bist du viel freier, du hast viel mehr Möglichkeiten.
00:10:53: Du hast dein eigenes Ensemble an der Hand und du hast dann viel Souveräne.
00:10:57: Und dadurch dass ich das erkannte des Popenspielen aus diesem Theater hab ich mich auch in einer Popenspieleabteilung da beworben.
00:11:05: So kam ich dahin und das war auch sehr gut.
00:11:07: Das
00:11:07: fand ich immer... sehr beneidenswert, weil bei uns im Westen gab es das ja groß gar nicht.
00:11:12: Also du hast das halt aus dem Fernsehen gekannt vielleicht oder wenn man eine Kaspar Theatergruppe durch die Lande gezogen ist aber eben so diesen Bezug von diesen festen Häusern wo man dann auch damit zum ersten mal in Verbindung kommt, das hat mir alles nicht und für mich war ich wirklich... Ich habe halt mit Schauspiel angefangen eben auch seit ich zehn bin aus einer Amateur-Gruppe raus.
00:11:30: Dann war aber immer klar trotzdem ich will Puppenspieler werden Da kam der Flyer von Ernst Buschner und ich mich da beworben Und ich war halt in meinem Ort War ich der lokal Matador?
00:11:39: Aber
00:11:39: wie bist du dann auf Puppenspiel trotzdem gekommen sozusagen oder wie hat das dich da inspiriert vom Schauspiel trotzdem schon zu wissen.
00:11:45: Ich will aber mit Puppen, wenn es gar nicht so umfädelt war.
00:11:48: Das
00:11:48: war tatsächlich schon im Kindergarten klar und dann zum Beispiel einer davon Einer, der es gerade so ein bisschen aufgehört hat.
00:11:57: Frieda Kräuter, der damals auch immer in der Grundschule in Garspiel hatte einmal im Jahr und er hat auch immer einen Oberkirch wo ich auch gespielt habe dort im Theater immer mal einen Garspiel gehabt Und da hab' ich ja erst Mal gemerkt dass es auch Popespiel für abends gibt also wirklich für Erwachsen.
00:12:10: Das kannte ich natürlich schon dreimal nicht.
00:12:12: Aber wie gesagt mich kannt den Oberkirk jeder Jeder klopft auf die Schulter finde ich toll und dann kommst du an die ans Busch und merkst auf einmal oh Die anderen können auch was und ihr könnt das sogar noch viel geiler weil sie halt eben viel größere Connection zu dem Thema an sich haben.
00:12:27: Die spielen mit Objekten in der Aufnahmeprüfung und ich komme damit meiner Kasperlpuppe daher, das war schon ziemlich ernüchternd!
00:12:34: Ja, aber genau die Vielfalt macht es ja auch.
00:12:36: Und das ist bis heute so, dass manche mit ihren Objekten kommen und manchmal mit ihrem Casper erproben.
00:12:41: Aber ich finde die Steilvorlage jetzt gut weil was gerade rundum... Du kommst wieder im Casper etc.
00:12:45: Michael du bist ja... Wir haben zwar schon angesprochen für die Exes ja eigentlich so dein Gesicht, wofür du wahrscheinlich am bekanntesten inzwischen bist.
00:12:52: wie gehst du so ran?
00:12:52: Ich meine die Frage haben wir schon vielen gestellt, aber wenn du jetzt Figuren entwickelst oder konzipierst, wie ist so dein Ansatz dann einfach?
00:12:59: Also... sogar von Puppe zu Puppee ein bisschen unterschiedlich, aber ich gehöre auf jeden Fall auch zur der Fraktion die lieber aus dem Material heraus erst Charaktere entwickelt.
00:13:10: Also ich sage jetzt nicht das muss während der Charakter sein und dann baut man dazu mit Puppel sondern ich guck erstmal irgendwie also hab vielleicht ein Bild oder irgendwas von einer Puppa oder es ist keine Ahnung.
00:13:21: die Zecke zum Beispiel das waren wir es verständnis ich habe jemanden fast von Exer erzählt hat jemand gesagt aber so eine Zecke ist doch ganz klein da akustisch einfach Zecken verstanden Und dann habe ich halt das echt wirklich geile Zecke als Puppe, ist ja cool.
00:13:31: So.
00:13:31: und dann hab' ich einfach eine Kammer in den Zeck gebaut... ...und wenn die da ist, dann fange ich an zu gucken wie bewegt diese sich?
00:13:37: Was kommen dafür?
00:13:37: erstmal nur ganz basic was...?
00:13:40: macht die vielleicht für einen Ton, dass der wirklich stimmig ist.
00:13:42: Und wenn ein Ton da ist, was ist das erste Wort?
00:13:45: Was ist dann der erste Satz und ergeben viele Sätze zusammen?
00:13:48: Dann geht es zu so einem Charakter und sind darin Widersprüche in den Geschichten, die die denn anfängt zu erzählen oder so.
00:13:53: Also ich versuche immer aus dem Material mich ran zu tasten weil dann für mich eher dieses Gefühl ist sozusagen Ich habe die Puppe nicht überfrachtet und hab ihr gesagt hier du Marinette spiel jetzt Emilia Galotti.
00:14:03: Das ist der Text Los Gehts und die weiß gar nicht wie er geschieht und muss das irgendwie tragen ob das will oder nicht sondern ich gucke was entsteht im Zusammenspiel mit der Puppe.
00:14:13: dann für Text oder für Inhalt, oder für einen Charakter.
00:14:15: Also
00:14:15: sind bei dir eigentlich auch die Figuren zuerst da?
00:14:18: Da kann man jetzt nicht sagen gibt es vielleicht schon eine Stimme oder so und die entwickelt sich dann quasi aus diesem Kammer.
00:14:22: Die
00:14:22: entwickelt sich manchmal aber auch gibt es irgendeine Stimme.
00:14:25: also manchmal höre ich auch irgendwas unter der Dusche, blödelt irgendwie rum und wenn ich dann merke das stimmt irgendwie, dass mich fetzt irgendwie, dann versuche ich schnell Sprachmemos anzumachen und sobald die laufen wird sie schon klinikernd ist gar nicht mehr so cool wie es eben noch war.
00:14:36: Dann ist es schon ein bisschen...nein jetzt nicht mehr genau das.
00:14:39: Aber dann versuch ich manchmal habe ich dann auch wenn ich ne neue Pope hab Hör ich auch erst mal die dreißigvierzig Aufnahmen an, die ich in den letzten zwei Jahren dann vielleicht mit irgendwelchen Dämlichen unter der Dusche stimmen habe und gucke ob vielleicht irgendwas dazu passt oder so.
00:14:51: Also versuch das auch so zu kombinieren ein bisschen sowie kochen Das man sagt.
00:14:54: Bei mir
00:14:54: ist es auch oft immer nachts, ich wache dann auf und dann kann ich nicht schlafen, bis ich nicht alles zumindest aufgeschrieben
00:15:01: habe.
00:15:01: Ja da bin ich zu faul für, deswegen bin ich froh mit diesen Sprachmemos.
00:15:05: aber es gibt ja manchmal erst mal einfach ein Flow und dann kommt das und ist das auch spielend einfach.
00:15:08: Da kommen die schönsten Dinge raus.
00:15:09: Dann muss man schnell so eine Mini DNA Sequenz sichern aus der man später was züchten kann.
00:15:14: oder wenn du dich hinsetzt und sagst So und nun Die heitere Idee, dann wird es manchmal ja schwierig.
00:15:20: Ja eben du hörst dir das auch an oder liest es durch?
00:15:23: Du denkst so okay doch nicht gut, doch nicht.
00:15:25: Das ist
00:15:27: eine Wort und der Satz darauf kann man aufbauen.
00:15:30: Manchmal ist es wirklich nur ein Satz und die anderen vier Seiten kannst du alle wegschmeißen.
00:15:33: Genau
00:15:34: was mir
00:15:34: jetzt da noch kommt.
00:15:35: also finde ich interessant weil deine Charaktere sind ja auch schon schon sehr eigenwillig, würde ich sagen.
00:15:40: Teilweise haben sie ja auch so ein bisschen für mich zumindest einen Berlin-Scharme irgendwie.
00:15:44: Kommt es noch aus dem Studium oder wie kommt das zu standen?
00:15:47: Das sind es auch verschiedene Sachen die dich dann inspirieren.
00:15:51: Also
00:15:53: in
00:15:53: Prinzip fast jede.
00:15:54: Nee,
00:15:57: das finde ich nicht!
00:15:57: Die Echse ist eher... kommt ja mehr mit dem Pseudo-Allwissenden-Weißheit vom alten weißen Mann in Tendanten so, ich hab hier das erlebt und so.
00:16:10: Und das Schwein, die Steffi, hat auch mehr als ein Dresd-Wurstpil tendenziell eingeschnappt.
00:16:19: Der Torsten ist ein Wildschwein, der versucht sich zu... Aber da kommt immer dieser Natur durch, ist er so hibbelig!
00:16:26: Und die Zecke, die ist ein bisschen prollig.
00:16:27: Das stimmt?
00:16:28: Ja und die so ich mache hier eine Sitze dran weiter wie sie Kehne so kommt.
00:16:31: Die kann ja jetzt nicht alle zwei Wochen nur einen Mann holen, ob ihr eine warte Nuckel nicht schmeckt oder wie Papa die Scheiße und so.
00:16:36: Also die regt sich schon so hat so diesen Berliner Rummegaton... ...und die Möhre tatsächlich das stimmt die auch wenn diese irgendwie mehr so... So was soll es hier?
00:16:46: Ich bin hier alle mal hier hinten hinstellen!
00:16:49: Also die hatte dann mehr so ne Ansage Berliner... gemäcker, hausmeistermäßig so.
00:16:55: Und es holen mit seinen ähm ja nicht ähm entwinden ihn nicht so cool und das ist ja mehr als andere als prollig oder sowas.
00:17:03: Die
00:17:03: Figuren sind von Mechthildin Harau, ne?
00:17:06: Völlig
00:17:06: unterschiedlich.
00:17:07: also die die Echse und die Möhre und die Zecke sind von Melanie Sova und Mario Hoban, verpuppen bei Berlin und die Schweine sind von der Mechte.
00:17:15: Ja
00:17:15: da sieht man sofort.
00:17:16: Und das einhorn auch, das habe ich jetzt auch vergessen.
00:17:18: Wahrscheinlich
00:17:19: gar nicht.
00:17:20: Nee nee, das hat eine ganz andere Geschichte.
00:17:23: Das habe ich jetzt noch vergessen aus dem Ensemble, dass es ja auch mehr so als Markeletzer und Seifenblasen und die Zuschauer ist.
00:17:32: Also das hat er hier vorne aus der Lippe so hoch, dass sie auch von da mächtet!
00:17:36: Und das Huhn?
00:17:37: Da war's glaube ich so... dass die Karin Tiefensee, die war damals Ausstattter an Puppenbauern in der Hochschule.
00:17:42: Die hat diesen Kopf vom Hohen.
00:17:43: Ich glaube sie wollte den weg schmeißen zusammen mit paar anderen Sachen und das lag schon, weil es irgendwie über ein Sommer auf der Heizung lag und anfing sich aufzulösen.
00:17:51: Und da finde ich ja wird's bildnerisch interessant.
00:17:54: Weil ich habe oft Probleme mit diesen Puppenden so... So glatt aussehen und so.
00:17:59: Ich finde, genau wenn was anfängt zu verwesen, dann kriegt es etwas Menschliches.
00:18:04: Und da habe ich gesagt nehm' ich die Foto des Wegschmeißes, nehme ich das lieber oder so.
00:18:07: Dann hat sie mir gesagt okay nehmen jemand anders hat mir dazu noch einen Körper geschenkt einfach ein Menschenkörper.
00:18:12: und dann haben wir das da oben drauf genäht den Kopf und dann war die Puppe da.
00:18:15: Weißt
00:18:16: du wie das bei Django war?
00:18:17: Also Steffi hat die Pappen damals gebaut Daniel hat den Saag gebaut.
00:18:22: Ich habe einen Text geschrieben, mit Krathoch will zusammen noch strecken mal so.
00:18:25: Es hat eine Trabattur gestrubber geguckt und dann sollte ich die Puppen anmalen.
00:18:29: Das hab' mich gemacht und Steffi meint, das sieht alles voll scheiße aus.
00:18:33: Macht es mal wieder weg!
00:18:34: Wir müssen es neu
00:18:35: anmalern.".
00:18:36: Und dann habe ich angefangen da so mit einem Schleifpapier, der so will versuchen wegzumachen.
00:18:40: Am Holz ist eine Holztfigur und es ging natürlich alles ewig lang und war auch nicht sonderlich gut.
00:18:44: Und eben hatte ich so keinen Bock mehr.
00:18:46: Dann hat mich wirklich ne Bohrmaschine mit so Metallaufsatz und hab das einfach weggeschmiegelt.
00:18:50: Und dann hat es da solche Furchen reingehauen und das ist so kaputt gemacht dass wir genau den Stilen hatten denn wir wollten.
00:18:57: So eben verrannte, verlebte...
00:18:59: Ja, ich glaube das macht's aber auch aus.
00:19:01: Nicht dieses Klatte, weißte?
00:19:03: Aber
00:19:03: man hat
00:19:04: ein
00:19:05: Party-Nau.
00:19:06: Das kriegt sofort was Lebendiges, da kann man etwas entdecken und du kriegst nicht schon so alles vorgefertigt oder so abgeschlossen.
00:19:14: Wie viel steckt von dir in deinen Figuren?
00:19:15: Was würdest du sagen Michael?
00:19:18: Interessieren, wie Carsten so was beantworten würde.
00:19:21: Weil es kriegt manchmal die Frage natürlich... Wie soll man sagen?
00:19:26: Stellt man ja die Dinge zur Verfügung, die man hat versetzt sich da rein.
00:19:31: ich würde nicht sagen dass ich wie die Exer bin Ich würde nichts sagen das ich wie das Huhn bin.
00:19:34: Ich kann mir gut vorstellen, dass ich von allen Anteilen irgendwie habe und dann streibt man diese Anteile vielleicht auf die Spitze innerhalb der Charaktere Und ergänzt sie mit der Fantasie wieso jemand reagieren sein, sich verhalten würde oder so.
00:19:48: Und da gehe ich so naiv irgendwie ran oder so und ich bin einfach nicht so konzeptionell oder ich will eigentlich auch mal gar nichts sagen oder so sondern es ist mir einfach das kommt so raus dass geht so sagen wir besten Falle.
00:19:59: in so einer Show sage ich immer fühle mich mehr nur wie ein Kanal also wo aus dem universum irgendwas kommt und meine Aufgabe steht nur die Register alle so weit aufzureißen, dass die Dinge ungehindert rauskommen können.
00:20:10: Und wenn ich anfange zu viel mehr vorzunehmen was ich eigentlich will und was ich gerne noch mitgeteilt haben möchte und das sich auch noch gut sein soll damit der jetzt für es gut findet dann geht's back-back-back.
00:20:19: da geht ein Ding nach dem anderen zu verkrampft und der ganze Saft fließt nicht mehr da rein und dann ist vorbei.
00:20:25: Ja
00:20:25: beim Anfang ist es selber zu beschneiden.
00:20:27: Das ist vielleicht doch nicht gut.
00:20:29: Man darf sich nicht einwischen sofort... Wir machen das, das stimmt dann schon in dem Moment.
00:20:32: Ja
00:20:33: und wir leben ja auch davon... also unsere Figuren vielmehr von dem was wir im Alltag so beobachten
00:20:38: an den
00:20:38: Charakteren die wir sehen.
00:20:40: Und die erinnern uns dann hoffentlich und versuchen davon natürlich da etwas reinzugeben wie sprich so ein Kontrollettin der Berliner U-Bahn oder was auch immer.
00:20:48: Ich kann mich noch gut erinnern, wir hatten damals unser Vordiplom gemacht mit dem Hans Krüger.
00:20:53: Hans Krügler ist ein Popenspieler aus Berlin der wirklich auch sehr legendär war und zu DDR-Zeiten die einzige freie Theatergruppe.
00:21:00: Damals hatte er an archischen Stücken und euch einen geilen Humor hat und genau so aus dem Leben heraus Sachen greifen kann.
00:21:07: Der war für mich ein ganz großer Einfluss im Studium.
00:21:12: Wir hatten ihn als Regisseur für unser Vodiplom rausgesucht und meine Kollegin Dorotikals, mit der ich zusammen das vor Diplom machen wollte.
00:21:19: Die hatte sich hier ausgesucht die Wille von Nadolny, die Entdeckung der Langsamkeit machen und so.
00:21:23: Und da haben wir einen Konzept entwickelt dafür... ...und dann gab es eine Romanvorlage.
00:21:28: Ich weiß noch wie sie auf Toilette ging und Hans zu mir sagte, was für die Dorotivert-Belieden!
00:21:32: Von diesen Larmarschen ein Stück?
00:21:33: Was soll denn die Langsamkei...?
00:21:35: Aber dann haben wir weiter unser Konzept ordentlich erklärt.
00:21:41: Und plötzlich in der Hochschule fliegt die Tür auf.
00:21:43: Mit einem Riesenschwung knallt die hinten an die Wand Kommt so ein super aggressiver Wachschutzmann rein und sagt So, Fenster
00:21:50: zu!
00:21:51: Türm
00:21:51: zu!
00:21:52: Heizung aus!
00:21:54: Es war vielleicht schon der erste Ansatz für die Möhre.
00:21:57: Weil dick sind genau die Leute.
00:21:58: Meckern das alles teurer wird.
00:22:00: aber machen wir alles kaputt.
00:22:01: Gehen raus und meistern zu.
00:22:03: Und Hans super aufgeregt plötzlich.
00:22:05: Geht mal ein Zettel.
00:22:06: was hat er gesagt?
00:22:08: Das sind genau leute.
00:22:09: Meccan dass alles teuer wird machen aber alles kaput.
00:22:13: diesen Satz Mit dieser Aggression, wenn ihr das schafft zu spielen, dann kriegt ihr auch einen Vordiplon.
00:22:18: Und das hat mich schwer beeindruckt und ich weiß heute genau, was er meint.
00:22:20: Das sind die ... Das in der Fort war ... War was da?
00:22:23: Was stimmt das, oder?
00:22:24: Ja, ja.
00:22:25: Sehr
00:22:25: cool!
00:22:26: Verrückt.
00:22:26: Aber natürlich, klar, du sagst dir beide, ne?
00:22:29: Das ist auch manchmal die Momente aus dem Leben, die ihr dann verobachtet und wurde halt einfach mit einfließen.
00:22:33: Du improvisierst ja auch sehr, sehr viel tatsächlich in deinen Gesprächen.
00:22:37: Ist
00:22:37: es geplant oder kam ... Hat sich das irgendwie zufällig entwickelt?
00:22:40: Also mir hat das schon immer super Spaß gemacht, haben diese Sachen so zu entwickeln, egal jetzt ob's im Publikumsinteraktion ist Gelaber einfach so aus der Figur heraus oder auch Szenisch-Situativ.
00:22:52: Ich habe schon immer gerne am liebsten so Stücke entwickelt, ich kann ganz schlecht lesen, also ich kann es schon gut lesen aber ich meine, wie langenweilig mich wenn ich Bücher lese.
00:23:01: leider, das ist so ein... Ich hab's oft versucht, aber ich werde sofort müdet und versuche mal Zipfankartoffeln zu essen um mich ein bisschen zu belohnen für jedes Gut.
00:23:09: Aber das aufwiedert nicht gesund!
00:23:11: Und dann lass' ichs einfach und ich kann das nicht, also glaube ich nur das gelesen was man in Deutschleistungskurs lebt und was die Stücke, die ich gespielt habe.
00:23:18: Und auch da nur wieder will ich alles am liebsten um meine Seite.
00:23:24: Und jedenfalls hab' ich schon immer gerne so
00:23:26: gearbeitet."
00:23:31: dass die ja so auch mit der Attitüde herkommt.
00:23:33: Ich bin allwissend und so, dann hab ich mal irgendwann im Hotel dieses Astro TV mir angeguckt, wo da irgendwie sitzt ein Sohn, so eine Frau in so einer Glasskugel.
00:23:42: und dann sagt irgendjemand, weil ich meine Fragen ob mein Sohn dieses Jahr leihenachten mich besucht?
00:23:46: Ja wir schauen mal nach drin!
00:23:48: Da wird leider wahrscheinlich dich kommen und so...
00:23:50: Wie
00:23:51: ist das?
00:23:52: Und als ich mir am nächsten Tag so einen Lampenschirm in einem Antiquariat gekauft habe, hab da so ein blinkendes LED-Licht unten reingemacht.
00:24:00: Hab es auf die Bühne gestellt und gesagt, ihr könnt mich was fragen.
00:24:03: So entstand dass sie Leute Fragen stellten und das hat sich ja mittlerweile auch völlig ausgebaut zu einem richtigen Tarot... Genau, Karten aus, die auch wieder wie die Puppen aussehen nur in verschiedenen Müsbischomotiven.
00:24:15: Aber das ist geil!
00:24:16: Da kannst du dann wirklich aus der Zeichnung etwas rausnehmen
00:24:19: Und da fällt der Scheiß-Trick
00:24:20: ein, den er vielleicht so nicht einfallen würde.
00:24:22: Genau und der ganze Spaß im Pro des Große Geheimes ist ja immer dieses Verbinden von Sachen die scheinbar mit Selbstverständlichkeit Dinge verbinden, die eigentlich keine haben.
00:24:31: dann denken die Leute alle was für ein Wahnsinnstramaturgie oder so.
00:24:34: das kannst du auch eine Geschichte du fängst irgendwas an mit einem Bären Dann machst du etwas ganz anderes und am Ende kommt nochmal der Bär und dann sagen alle wahnsinnig Bogen oder so.
00:24:44: und das habe ich dann immer weiter vorangetrieben jetzt auch in diesem Programm exklusiv, was auch deswegen so heißt.
00:24:49: Weil es exklusive quasi für diesen Abend mit den Leuten gedacht ist!
00:24:53: Die können der exe Fragen stellen, die exe holt jemanden auf die Bühne Zeichen von dem ein Porträt.
00:24:59: Die exe holt jemandem auf die bühne, der was aus seinem Leben erzählt und die exi spielt dann diese Sequenz aus dem Leben mit quitscherenden Haaren.
00:25:04: Derjenige kann dann korrigieren ob das so richtig oder falsch sich zugetragen hat und versucht man lustige Lösungen zu finden wie in seinem Leben wie es gewesen sein könnte und so.
00:25:13: Also auch die anderen Figuren... Also doch Popespieltherapie
00:25:15: hier auch dabei ist?
00:25:17: Manchmal habe ich wirklich einen Eindruck, dass therapeutisch für alle Seiten.
00:25:29: Dann ja.
00:25:32: Wie heißt du, Monsieur?
00:25:34: Sonja!
00:25:35: Und was ist deine Frage?
00:25:36: Meine Frage ist mal ob mein Irgendwann mal für mich kocht und man ist dein Mann heute mit?
00:25:43: Ja ich seh mir.
00:25:44: Gebt mal Mikro rüber.
00:25:47: Wie heisst du Mann?
00:25:48: Wolfgang.
00:25:49: Wolfgang kannst du dir vorstellen, mal für sich zu kochen?
00:25:52: Durch Haus, aber sie ist gelernte Köchinbauer.
00:26:00: Alles klar da hat sich schon etwas verfestigt.
00:26:01: Geht mal Mikros zurück.
00:26:03: Ich finde Wolfgang hat ein relativ nahmvollziehbares Argument jetzt hier reingeworcht und hat gesagt, du bist ja selber Köchin.
00:26:08: Was würdest du denn mal wünschen für den Gericht?
00:26:10: Dass wir für die Wurscherskangern einfach sein.
00:26:14: Nur mit Tomatensoße,
00:26:16: Linzen super sonst was einfach mal kochen, dass ich nichts
00:26:18: machen muss!
00:26:18: Okay also du bist schon ganz schön angenerft, dass nur die ganze Zeit fürs Essen zuständig ist.
00:26:24: Ja.
00:26:24: Also was trägt der Wolfgang so weit?
00:26:29: Wer schon machen,
00:26:29: einen Kochen macht er alles
00:26:34: ganz gut.
00:26:35: Okay, Mensch soll auch noch kochen.
00:26:39: Ja, das tut mir leid so rein.
00:26:56: Pass mal auf die Weiber.
00:27:05: Funktionieren so, sie suchen ja immer irgendwie das was sie beim Vater gesehen und erlebt haben.
00:27:12: Also du musst also damit rechnen dass ich mit einem relativ stumpfen Frügel voll Idioten nach Hause
00:27:21: komme.
00:27:22: Definitiv vor allen Dingen gibst Du einmal einen Moment wo Du vielleicht gedacht hast weil Du jetzt schon gesagt hast dann kommt der Bär am Ende wieder aus.
00:27:27: so wo Du gedacht hast bin ich selber über mich überrascht was ich da irgendwie
00:27:30: den Problem bei.
00:27:30: bestenfalls bin ich immer überrasch und ich habe auch das Gefühl ich habe damit nichts zu tun.
00:27:34: Also ich habe das nicht gemacht.
00:27:36: Ich finde es immer ganz komisch, wenn Leute sagen du machst das so gut und ich denke immer da hab' ich den ab.
00:27:40: Ich mach das nicht!
00:27:42: Also ich bin bestenfalls ja genau nicht zu viel dabei sondern ich stelle nur die Dinge zur Verfügung damit die Ficher das machen können.
00:27:50: Und das funktioniert auch finde ich nur richtig gut wenn du auch geile Puppen hast.
00:27:54: Da steckst du dem Arm rein und dann bist du die und dann reagierst du wie diese Puppe.
00:27:59: Ja absolut.
00:28:00: Ich denke, bevor wir noch mal mit dir jetzt in den Weg gucken wollen wie du dein Weg zum Fernseh war oder auch generell die Medien da dich mitgenommen haben auf deinem Weg.
00:28:08: Wird es mich interessieren?
00:28:09: Die Frage stelle ich ja super gerne hier bei Fiese Malende was macht für Dich eine gute Figur aus?
00:28:14: Meinst Du jetzt dann ne Puppe?
00:28:16: Ja Weil da gibt's ja das habt ihr vielleicht auch schonmal besprochen und da gibt´s ja diesen großen Konflikt.
00:28:21: Was ist Figur?
00:28:22: Was ist Puppee?
00:28:23: In Westdeutschland sagt man viel Figurentheater.
00:28:25: Die Theaterwissenschaftler sagen wieder, wenn man die Figur ist doch der Charakter.
00:28:29: Der Hamlet ist die Figurt dieses Eumel aus Holz mit zwei Punkten dran.
00:28:32: Ist die Puppe an wem arbeiten wir?
00:28:34: Arbeiten jetzt einen Charakter oder an der müssen wir in die Werkstatt und das Ding schleifen?
00:28:38: so ne also insofern eine gute Puppen macht für mich eben Aus.
00:28:44: Also einmal, dass sie gut spielbar ist.
00:28:46: Dass man wirklich auch das immer nicht geführt die geht gleich kaputt oder die Gelenke sind alle so blöd, dass man nur damit beschäftigt ist, die so zu halten, dass es überhaupt erst mal gut aussieht.
00:28:54: Sondern dass es innere Stabilität hat, dass wir von der technischen Seite her und von der bildnerischen Seite haben ja schon ein bisschen angesprochen.
00:29:01: also wenn da Widersprüche drin sind, wenn's eben nicht all glatt aussieht sondern eher naja also wo man merkt, das ist auch vom Leben gezeichnet Die sind schon Sachen passiert.
00:29:11: Er ist nicht genäht worden als süße Prinzessin mit großen Augen und Dings, sondern da ist das Leben drin so wie wir alle ja auch irgendwie komisch aussehen und nicht genormt.
00:29:22: Das war am Anfang, als ich nach dem Studium zurückkam in Schwarzwald.
00:29:25: War das wirklich schwierig?
00:29:26: Weil mich dann auch daran gewöhnt hatte ... zu erzählen hat.
00:29:32: Und dann kommt es den Schwarzwald und die, denke ich alle, du spielst jetzt ganz tollen, ganz lieben, ganz süßen Figurchen.
00:29:37: Komisch da?
00:29:38: Ja!
00:29:38: Also ist wirklich komisch weil... Ich habe das auch oft.
00:29:42: Die sind ja gar nicht oder iiii, die sind aber hässlich oder so.
00:29:47: Wenn ihr einen Schauspieler hast der irgendwas krasses spielt irgendwie, da wird doch kaum jemand sagen diesen Schauspielen finde ich so hässlig.
00:29:54: Da schaue Ich weiß noch damals, als ich dann habe ich so verschiedene Agenturen auch mir angeguckt.
00:30:03: Managements und der eine sagt naah es war wie ein Bayer und er sagt ja ihr werdet jetzt nicht überzeugt weil ich denke vom Sascha Kraml die Puppen die sind sehr bunt das ist ja auch sehr erfolgreich an die Extendies hier so grau und dass wir da kein Mord erkennen sehen.
00:30:20: Okay, also wir können unser Gespräch sowieso an der Stelle beenden.
00:30:24: Jetzt riecht doch noch mal Geschmack eigentlich.
00:30:27: Aber das war jetzt eigentlich die Steilvorlage letztendlich weil du gesagt hast krass erstmal völlig ja nicht nachvollziehbar wie die Entscheidung dazu standen kann.
00:30:35: aber wie kam es denn dazu dass dann dein Weg sich so Richtung Fernsehen entwickelt hat?
00:30:39: Also während des Studiums habe ich immer gedacht Ich möchte an ein festes Theater gehen.
00:30:43: Das war eigentlich immer, wenn sie jetzt sagen, das ist noch total cool!
00:30:46: Du bist dann in irgendeiner schönen Stadt wie Erfurt oder so und da bist du da in einem Haus und dann hast du da den Festes-Einkommen und dann kannst du spielen und dann kannst du einfach leben.
00:30:54: So habe ich gedacht im Hauptstudium was ja sehr praxisbezogen ist bei uns wo du in verschiedene Projekte gehst und schon Möglichkeiten hast mit eigenem Stück aus dem Vordiplom dich auszuprobieren usw.. habe ich dann gemerkt, was es für eine große Vielfalt an Einsatzmöglichkeiten gibt mit einer eigenen Gruppe unterwegs zu sein.
00:31:09: Oder ich hab dann Werbung gemacht für Ornbach oder so und dann war ich wieder als Gast in einem Theater.
00:31:14: Dann war ich als Gast am Schauspielhaus, an dem Opernhaus, an den Puppentheater.
00:31:18: Eins hat sich immer aus dem anderen ergeben.
00:31:20: Ich hab mich eigentlich nicht richtig gekümmert um... sondern ich hab immer gespielt und jemand hat's gesehen, hat mich zum nächsten Sache eingeladen und ich dachte diese Form der Freiheit ist ja viel cooler.
00:31:29: Gleichzeitig habe ich gemerkt das an einem Haus immer auch die gleichen Dynamiken irgendwann entstehen von Hierarchien, von Frust.
00:31:35: Von irgendwie was dann gar nicht mehr um die Sache ging sondern nur noch um irgendwie seinen Platz verteidigen oder sowas und das hat mir auch nicht gefallen.
00:31:42: als Gast ist es okay weil bist du so ein Sonderling irgendwie?
00:31:45: Und dann hast du eine Sonderrolle.
00:31:49: aber wenn der Frust losging irgendwie dann war ich mal wieder weg und sah mich gemerkt und ich möchte doch selbstständig sein mit dem Ziel also vorwiegend aber auch an verschiedenen Häusern und dabei auch mit der eigenen Gruppe unterwegs, mit Stücken.
00:32:04: Und dann war am Puppentheater in Erfurt, gab es ja die Sonagura oder gibt's bestimmt immer noch ein Puppenspielfestival?
00:32:10: Und da gab's immer die Tradition das zwei Puppen... Da gibts den Engelsburg so eine Gastronomie zum Außenbereich und da haben wir mal zwei Pappen abends die Stücke des Tages kommentiert und uns ein bisschen sich lustig gemacht über Sachen oder so ein bisschen getraht.
00:32:27: Und da das Ensemble dort wechselte, meine Kollegen dort ins Ensemble gingen und ich auch als Gast war der damalige Intendant und gesagt könnt ihr nicht zwei Figuren entwickeln um diese Tradition weiterzuführen.
00:32:37: Da haben wir gesagt okay wir machen irgendwie Tiere und eins ist Alten abgegessen hat alles schon gesehen weil es alles besser an ist was das später werden sollte und das andere soll sich euphorisch sein alles cool finden Und haben mit den Puppenbauern uns zusammengesetzt.
00:32:49: Die meinten, lasst uns so ein Lego anmachen und einen
00:32:51: Papageien.".
00:32:52: Dann haben wir als Lego-Arme und Papagei, so hieß das am Anfang, improvisiert jeden Abend.
00:32:58: Da kamen schon Leute, meine ich, das ist ja eine Puppe für dein ganzes Leben.
00:33:01: Ich hab überhaupt nicht verstanden was die von mir wollen.
00:33:03: Ich habe mir jetzt auch Spaß gemacht.
00:33:05: Aber viele haben da schon gesagt dieses Ding, da kannst du über alles reden.
00:33:08: Das ist auch denseits vor dem Festival, dass sitzt drinnen.
00:33:13: Dann hatte ich die Exit zu Hause... Und hab dann in Berlin gibt es nur offene Bühne, die scheinbar am Tempelhof.
00:33:22: Da kann jeden Abend, ich glaub Mittwoch bis Sonntag oder so ... Kann jeder hinkommen und sieben Minuten was spielen?
00:33:30: Oder machen?
00:33:31: Und macht auch jeder!
00:33:33: Also da kann ganz unterschiedliche Sachen stattfinden.
00:33:35: Irgendeinen super schräger Clown probiert seine neue Genlage aus der nächste will nur einen Hochzeitsantrag machen und der dritte ist super bekannter Fernsehkomediener und versucht neue Nummern zu auszuprobieren.
00:33:47: Irgendwie man spielt endlos Akkordeon und merkt nicht, dass es eher nix wird.
00:33:50: Also so irgendwie... Und der Moderator huckt nach sieben Minuten so eine Huppe.
00:33:54: das ist die einzige Verabredung.
00:33:56: nach sieb Minuten musst du gehen.
00:33:57: Dadurch wissen die Zuschauer auch wenn's ganz scheiße wird.
00:34:01: Bittestens nach siebinuten wirds vorbei.
00:34:04: Und da bin ich, hol jetzt mal ein bisschen weiter aus.
00:34:07: Da bin ich mit der Echse hingefahren und hatte eigentlich gar nicht erst vor.
00:34:10: Ich hatte angefangen Fernsehen zu schauen so Brothers Grim of RTL weiß ich noch genau wie heute.
00:34:15: und dann kam das ständig Werbung.
00:34:16: es hat mich genervt.
00:34:17: schon nach zwanzig Uhr siebzehn kam schon nach zwei Minuten die erste Werbung.
00:34:20: Ach nee, ach komm dann fährst du dahin irgendwie oder weißt gar nicht.
00:34:24: Ja und dann bin ich dahin gefahren und der Moderator Timo Wobb ganz toller Comedian auch John Ler Der war da, ich kannte die ja auch alle nicht.
00:34:32: Und dann hat er gesagt, nee wir sind heute schon voll, wir sind hier so viele Leute, vielleicht kommst du morgen oder so.
00:34:37: Wir müssten dann Schluss machen rechtzeitig weil in Berlin wird immer geklagt und wenn man nicht länger macht... Und dann habe ich gesagt aber ich hab jetzt noch eine Puppe und habt ihr was mit Puppen?
00:34:45: Ist doch cool!
00:34:46: Dann hatte ich gesagt na gut kommen, dann verzichte ich auf meine Nummer und du
00:34:50: spielst.".
00:34:51: Und dann haben sie ihre Sieben Minuten gespielt und es hat tatsächlich also die Hütte total gebrannt Und die Leute an der Bade, also jeden Abend da die Sachen sehen.
00:34:59: Wir haben zu mir gesagt... Also dich haben wir heute bestimmt zum ersten und zum letzten Mal gesehen.
00:35:03: Ich sagte wie so na weil das wird sich jetzt rumsprechen.
00:35:06: So und ich dachte okay und dann am nächsten Tag schon rief mich jemand an und sagt ja ich habe gehört, da war nicht mal da.
00:35:13: Ich habe gehört du hast in der Scheinbar so geil irgendwie gespielt.
00:35:17: Ich hab hier eine Comedy-Mixshow, wirst du nicht spielen?
00:35:19: Fünfzehn Minuten mit anderen Comedians.
00:35:21: Ich habe fünfzehn Minuten keine Ahnung, aber ja mache ich.
00:35:25: Dann bin ich da aufgetreten und es hat wieder gut
00:35:26: funktioniert.".
00:35:27: Und dann hat er gesagt, ich rede mal mit der Renate Berger, der künstlerischen Leiterin von Quatsch Comedy Club.
00:35:32: Vielleicht kannst du ja da mal auftreten?
00:35:34: Das ist ja so eine riesen Superadresse in Berlin für Comedy, sondern wo viele irgendwie hin wollen... ...und ich wusste gar nicht wie mir geschieht!
00:35:39: Und dann bin ich zu der Renat ins Büro und hab die mit der Exo-Folge labert.
00:35:45: Er hat gesagt, ich habe eine coole Idee.
00:35:48: Du kannst ja mal in Hamburg haben wir ein Club.
00:35:50: Wir stellen dich vor den Club und vor all diesen anderen Clubs die ja dann irgendwelche Rotlicht-Sachen sind stehen ja immer diese Cobra, diese Typen die mehr gemacht haben hier bei der Weihbarung.
00:35:58: Kommst du mal gucken oder so?
00:36:01: Und das war da voll witzig wenn die Exel dir auch zum Typ ist davor steht und sagt... Komm mal hier zu uns Comedians, schön lustig.
00:36:06: Und dann hab ich einen Abend da gestanden die Leute angequatscht, hier komm rein keiner zieht sich aus alle anbezogen nur Männer alle hässliche Männer keine Frauen nichts kommt schön rein.
00:36:14: also so komplett gegen Programm und das fand ihr auch so geil und es hat einfach total Spaß gemacht.
00:36:21: Dann trug sie sich zu dass die gerade eine Fernsehshow besetzen mussten Quatsch for Right Show oder sowas nicht bzw.
00:36:27: erst noch im NDR so ne Show wo sie auch immer so ja Special Act so diese ein bisschen was anderes auch gemacht haben.
00:36:34: Rheinland hat sie gesagt, du bist auch der erste den ich eigentlich nie live auf der Bühne gesehen habe und sofort ins Fernsehen bringen.
00:36:39: Weil ich glaube das ist cool.
00:36:40: Und dann kann so eins.
00:36:42: zum anderen bin ich da aufgetreten und nach dieser Ausstrahlung klingelte Tag und Nacht mein Telefon.
00:36:48: Leute wollten die Exe wie exe wie extra.
00:36:50: Ich war völlig überfordert.
00:36:51: Ich wusste überhaupt gar nicht... Ich hatte ja auch noch Engagements.
00:36:56: was jetzt los ist.
00:36:58: Und dann rief auf die NDR Talkshow an, direkt auf Grundlagen der anderen NDR-Sende und dann war ich bei Barbara Schöneberger da irgendwie, die es ja auch immer für jeden Spaß dazu zu haben.
00:37:07: und nach dieser NDR talkshow war dann endgültig irgendwie ... Ja, dann kamen dann Agenturen, der Boston Management und ein Solo Programm Und ich war da so ein bisschen überrannt von, und dann hab' ich sich halt keinen Solo-Programm.
00:37:19: Egal!
00:37:19: Wir machen erst mal Termine bis dahin, was schon ein Programm haben und so ne?
00:37:23: Dann hatte ich plötzlich einen Management, dann hatte ich eine Solo-Tour... So voran und dann kam immer eins zum anderen.
00:37:31: Aber du hast es dann schon auch selber geschrieben.
00:37:33: oder gab's denn Leute, die dich
00:37:34: geschrieben haben?
00:37:35: Nein, nein ich habe das alles selber gemacht bzw.
00:37:37: Ich schreibe eigentlich bis heute nicht wirklich sondern also für die Mitternahsspitzen schon.
00:37:42: aber für die Solo-Programme versuche ich weitestgehend auf der Bühne die Dinge zu entwickeln.
00:37:46: Also nur so ein Thema mir zu geben oder ein kleines Gerüst Und dann loszureden und dann zu gucken wo steckt jetzt da das Gold?
00:37:54: Wenn ich alleine zu Hause bin wäre ich zu schnell zweifelig zu schnell oder versucht, zu vermeiden.
00:38:00: Aber auf der Bühne musst du einfach und deswegen denke ich immer so mit der Wünschel-Route über die Bühnen rennen und da wo die Leute ein Geräusch machen und das schlägt sozusagen die Route aus, dann grabe ich weiter.
00:38:08: Dann halte ich die Route mal woanders hin, da kommt kein Geräusche, dann grave ich da nicht weiter also in der Richtung.
00:38:14: Und da kam noch dazu es gab in Dresden damals den Schaubudensommer einen Kleinkunstfest mit Zelten und ist supergeil.
00:38:23: als mittels schönste finde ich wie man überhaupt spielen kann.
00:38:26: Da sind ganz schräge Leute auch.
00:38:28: Der eine beschiebt sich einen Böller an den Arsch, der neben mir hat jemand sich mit einer Neonröhre von innen angeleuchtet während seine Frau mit zwei S-Haken in den Nippeln so Milchkannen angehoben und geschwenkt hat.
00:38:39: Also es ist wirklich schrägers Zeug!
00:38:42: Und ich wusste da kann man auch ein bisschen rumspielen, etwas probieren bin hin habe gefragt die Veranstalter darf ich hier bei euch auftreten?
00:38:47: haben sie gesagt ne wir sind unser Programm ist auch voll Und da war zum Glück eine ganz liebe Puppenspielkollegin auch, die Veronica-Team.
00:38:54: Die ist da aufgetreten und man tritt drei Mal pro Abend auf.
00:38:57: also es geht zehn Tage, dreimal am Abend spielt man, zwanzig Minuten ungefähr... Ich habe zu Veronica gesagt, ich bin jetzt einmal hier mit der Echse, kann nicht ein von deinen Auftritten einfach... Kann ich da einfach stattdessen spielen?
00:39:06: Merkt doch keiner!
00:39:08: Ja komm, dann spielst du in meinen neunzehn Uhr Slot.
00:39:10: Dann spiele ich wieder zwanzig und einundzwanzig.
00:39:12: Das war auch wieder so... Ich hab neunzen Uhr gespielt und zwanziger Uhr waren irgendwie was ich dreißig Leute und am zwanzigen Uhr standen sechzig vor der Tür.
00:39:18: Wo ist denn jetzt hier die Exe?
00:39:19: Die soll gut sein.
00:39:20: Die Exe spielt eigentlich gar nicht aber warum nicht?
00:39:23: Andere haben gesagt ihr war die Exer.
00:39:24: Und da sind die zum Veranstalter und haben gesagt wo ist denn nun die Exel?
00:39:27: und der Veransteller hat gesagt wieso spielt überhaupt die Exes?
00:39:30: Und dann haben wir aber gemerkt die Leute wollen das sehen.
00:39:33: und dann haben sie mir eine Möglichkeit gegeben noch eine Bühne dazu zu bauen.
00:39:37: und dann habe ich da gespielt.
00:39:38: Und ich hatte fünfzehn Minuten Programm, weil die Leute nicht gehen wollten abends raus und dann kamen sie aus den anderen Zelten alle.
00:39:46: Ich hab dann anderthalb zwei Stunden am Stück mit der Echse gespielt und improvisiert.
00:39:50: Und zum Glück hat er Lutz Grossmann, der war auch bei dem Studienjahr, der hat das zum Glück mit der Kamera aufgezeichnet, sodass ich am nächsten Tag dachte was hab' ich eigentlich gemacht an diesem Abend her?
00:39:58: Dann hab ich am letzten Tag mir das alles angeguckt und hatte im Grunde wirklich das Wesentliche vom Soloprogramm stand einfach auf diesen.
00:40:05: Die Stimmung war gut.
00:40:06: Ich habe gespielt, gespielt und gespielt ohne nachdenken.
00:40:08: Erzählt irgendwelche Geschichten
00:40:09: erzählt.".
00:40:10: Und so entstand das erste Solo-Programm.
00:40:12: Das ist natürlich heute eine Naivität an die kommt man nie wieder so ran.
00:40:16: Es ist ja schon kalkuliert.
00:40:17: Da gibt es eine Erwartungshaltung.
00:40:19: Damals war er völlig frei!
00:40:21: So ist das erste Programm eigentlich entstanden.
00:40:23: Aber ich mache alles selber beziehungsweise ... Ich sage mal das Universum macht's selber... Also entsteht alles aus mir heraus.
00:40:28: sagen wir mal so.
00:40:29: Ich könnte mich überhaupt nicht vorstellen.
00:40:31: Manchmal hab' ich im Fernsehen Zusammenhängen, wenn dann Autoren reinkommen und vorschläge ich halte das nicht aus.
00:40:36: Ich halte es nicht aus fremde Vorschlägen.
00:40:39: Das tut mir total leid.
00:40:41: Ja, ich muss mein eigenes Zeug aus Prinzip machen.
00:40:45: Das wäre jetzt nämlich genau die Frage gewesen, ob dann wirklich inzwischen, weil du hast Management angesprochen oder halt natürlich auch im Fernsehen könnt ich mir vorstellen dass Leute dann Autoren wie du gesagt hast kommen und sagen hey mach mal so und so.
00:40:55: Es heißt es ist wirklich dein Programm was du
00:40:58: entwickelst
00:40:58: und auch spielst?
00:40:59: Absolut!
00:40:59: Und auch im Ferenseen also auch die Mitternachspitzen, die Schweinetext jeden Monat das mache ich auch selber und es eher so... Ich war mal bei RTL in der Bühlen Schälern Show.
00:41:10: Da haben sie auch so irgendwie, wenn du improvisierst ja auch so viel.
00:41:14: Wir können ja so eine Talkshow machen.
00:41:15: die Exist der Talkmaster und Bülent und Uwe Ochsenknecht.
00:41:19: Die sind die Gäste und dann könnt ihr so einen Talk spontan machen habe ich gesagt okay cool dass euch darauf einlässt oder das machen wir.
00:41:25: Dann kriegte ich in die E-Mail.
00:41:27: hier sind Fragen unserer Autoren die die Existe hängt an.
00:41:30: Ich denke wir sollen eine lustige spontanes Gespräch machen wie so.
00:41:33: außerdem sind diese Fragen als ich fand Blöd.
00:41:36: Und dann gesagt, nee, das finde ich so was würde die Exzellen wieder fragen?
00:41:39: Noch finde ich das irgendwie so... Dann schreibt du doch mal für uns als Beispiel ein paar gute Fragen wie die Exces machen würden und dann ist das scheißhassig weit aus dem Fenster gegangen.
00:41:47: Die RTL-Ottoren haben gesagt irgendwie dass es blöd und jetzt muss ja irgendwas zu abgeben.
00:41:51: So habe ich Fragen geschrieben und dann kam zurück wir finden deine Fragen alle super.
00:41:56: Könntest Du denn die Antworten von Uwe Ochsenknecht in Bölen Schellandern auch schreiben?
00:41:59: Ach du Scheiße!
00:42:03: Also manchmal muss man im Fernsehen was gerne sehr kalkuliert und genau sind wir hier bei eins dreißig oder bei eins siebenundzwanzig.
00:42:09: Und so die wollen dann manchmal sehr genau auch redaktionell vorher exakt wissen, was geschieht.
00:42:15: aber das ist auch das fängt an sich etwas auf zu lockern weil auch als Fernsehner jetzt merkt Sie müssen irgendwie mit den ganzen Internet Spontanitäten auch irgendwie mithalten können.
00:42:24: Ja und wenn du dann mit so Leuten wie dem Christoph Sieber zusammenarbeitest hatte der Berührungsängste?
00:42:30: Oder war das gleich safe Das spielt nicht so viel mit ihm zusammen.
00:42:34: Manchmal auch in den Ensemble-Sachen spielen wir zusammen, der Christoph ist ja superspielerisch und super offen und hat immer Bock auf sowas.
00:42:44: Was viele gar nicht wissen, er hat ja Pandemie studiert an einer Volkwangenessen.
00:42:47: Der ist eigentlich Pantomime, ne?
00:42:50: Merkt man ihm heute gar nicht mehr so an.
00:42:51: aber manchmal haut er dann so ein Ding raus wo eine Wand oder irgendein Michael Jackson einen Moonwalk plötzlich einwort.
00:42:56: Da siehst du, da kann das richtig.
00:42:57: Krass!
00:42:59: Ja, es gibt ja manchmal dann so Schauspiel-Kollegen die nicht immer gleich mit der Puppe händeln können.
00:43:05: Nee, das haben alle Spaß dran und spielerisch sind ja alle und das ist auch das was wir damit am meisten Spaß macht wenn ich in Interaktion mit denen gehe diese spielerschen Momente zusammenzufinden auf hier.
00:43:18: Ist es denn wirklich so dieses auf den Punkt kommen oder die Vorgaben die für dich einen Unterschied machen zwischen live und tv?
00:43:24: Oder was würdest du sagen?
00:43:25: wie unterschreitet sich da das Spiel nochmal für Dich zwischen TV und Live?
00:43:29: Ja, einmal dieses Vorbereitete natürlich.
00:43:32: Also das man vorher so was einreichen muss.
00:43:35: Ich weiß noch damals... ich hatte am Anfang fürs erste Programm überhaupt keinen Text aufgeschrieben, niemals!
00:43:40: Also ich hatte kein Text, ich hatte es bringt Unglück.
00:43:43: Wir haben jetzt zu der Renate von Quatsch Comedy Club, als die dann einen Text wollte für eine ProSieben-Aufzeichnung habe ich gesagt Ich will kein Text einreichen, habe noch nie einen aufgeschrieben.
00:43:55: Ich glaube es bringt Unglück.
00:43:56: und dann hat sie gesagt Sie das einfach nicht als Ungluck bringen, Sie das als professionell.
00:44:04: Und das fand ich dann irgendwie gut anreizt.
00:44:06: Wollte ja auch gerne sein.
00:44:08: Also
00:44:13: eine Vorbereitung ist natürlich etwas abgezirkelt.
00:44:15: da dann und was natürlich im Fernsehen immer ist finde Wie soll ich sagen, man hat ja immer so relativ langen Leerlauf und dann plötzlich gilt es für Neunzig Sekunden vor der Kanne mit einem einzigen Versuch.
00:44:29: Und das ist im Theater gar nichts.
00:44:30: Du kannst dich ja über einen Abend an was ran arbeiten.
00:44:32: Du weißt ach wenn's nicht so war, dann wird die nächsten zehn Minuten oder morgen wirds wieder schön oder so.
00:44:37: Das ist nur einmal.
00:44:39: und auch die Schweinetexte, die schreibe ich ja mittlerweile wirklich vorher genau auf und spiele sie ein einziges Mal zum allerersten und letzten mal spielte ich sie.
00:44:48: in dieser Aufzeichnung habe ich glaube ein ganz gutes Gefühl dafür, wo die Lacher liegen könnten oder wo die Reaktionen auch liegen können.
00:44:55: Was überhaupt funktioniert?
00:44:57: Ich hab trotzdem zur Sicherheit immer in der Mitte an der Spitze gesagt bitte macht immer am Ende meiner Musik eine Musik, wenn es ist verreckt dass da nicht still ist und das dann... Kommt so!
00:45:09: Und ich will immer die Musik haben.
00:45:11: Das heißt wenn der Lacher ist, dann ist die Musik schon.
00:45:12: Wenn kein Lacher isst bitte auch ne Musik damit nicht dann so okay.
00:45:17: Ja, das war meiner Meinung auch.
00:45:18: Hab ich auch schon mal erzählt dieses lange Warten vorher weil ich hab dann effektiv auch nur so ja vier bis also drei bis vier Minuten die ich da wirklich auf der Bühne bin und du bist umtüttelt und catering und hier könntest du abenteuern und sonst was.
00:45:33: und jetzt und hast aber vor her zehn Minuten geprobt damit eigentlich mehr für die Kamera als für dich.
00:45:40: Die Gedanken mich, die sehne Spiele.
00:45:41: Die mache ich mit einem Auto auf der Hinfahrt und dann klappt's halt
00:45:44: gar nicht.
00:45:46: Das kenne ich gut!
00:45:46: Und man hat das Gefühl, es ist ja dann auch festgelegt... Man hat so geile Abende, die dann einfach verschwinden.
00:45:52: Es ist ja das Schöne- und auch das Brutale im Theater.
00:45:54: Es entsteht was in dem Moment.
00:45:55: alle sind deswegen... Machen ist hier auch so viel Blut und Liebe da drin weil alle merken Wir gemeinsam schaffen einen Moment, aber am nächsten Tag ist der nichts mehr wert.
00:46:05: Du kannst nicht den Publikum vom nächsten Tag sagen, guck mal, du bist ja
00:46:07: noch gestern zu gestern.
00:46:08: was voll schön!
00:46:08: Wie schön.
00:46:09: die Musst von mir bei Null anfangen.
00:46:11: Während dieses Fernsehaufgezeichne, da kannst du aber in fünfzig Jahren gerne meine Enkel das angucken und können sagen so war der Großvater, so hat er immer gespürtet.
00:46:18: Ich würde gern sagen nee es waren doch viel cooler eigentlich...
00:46:21: Das hatte ich immer in einer Sendung auch so dass dann die Proben zum Teil viel lustiger waren als dann Direkt der Aufzeichnung.
00:46:26: Genau,
00:46:27: genau!
00:46:28: Ich mein klar und durchs Fernsehen etc... Und auch Internet stehst du ja auch nochmal in einer ganz anderen öffentlichen Beannehmung.
00:46:33: das finde ich auch noch mal interessant.
00:46:34: Ich glaube es hat auch dich interessiert wie er zum Beispiel mit natürlich auch Bewertungen oder Kommentaren von außen geht?
00:46:40: Ja
00:46:40: ja ich bin ja auch dann auf Facebook und so weiter auch mal zwischendurch unterwegs und dann gehe ich auch immer gerne mal zu den Kollegen und dann habe ich bei dir auch schon so gelesen wow was ist das für ein scheiß Bauchräder denn sieht man da hinten.
00:46:51: Einmal hab ich da weggeschrieben Leute es ist etwas ganz anderes das ist denn man offene Spiel.
00:46:55: Ja,
00:46:55: es ist ein sinnloses Unterfangen.
00:46:57: Es ist immer wenn du gerade jetzt sagen wir mal in so nicht jetzt vielleicht in so kleinen Kunstkabarett zusammenhängen wo die Leute vielleicht so n bisschen mehr sich so gewohnt sind sich auf sowas einzulassen.
00:47:07: aber bei sowas wie ZR Fernsehgarten oder auch wenn man in Satz eins bis dann gibt's immer auch diese Fraktion das haben sowas haben die noch nie gesehen.
00:47:13: das darfst dann nicht geben und die sind dann die investigativen die den Betrug aufdecken dass ich ja mein Mund bewege sozusagen und die Fernsehesender darauf hinweisen da hat euch reingelegt der kann gar nichts.
00:47:25: Boah, krass.
00:47:26: Wie gehst du damit um?
00:47:27: Geht man da noch drauf ein oder sagt man ...
00:47:30: Ich hab es in einen Gags auch in meiner Show eingebaut.
00:47:34: Das hat gar keinen bewegbaren Mund.
00:47:36: Und das Hund spielt mit der Echse, kleine Klappmaulechse und sagt dann, guck mal, wenn ich da mach, sieht man nicht, wie ich meinen Mund bewege.
00:47:44: Natürlich nicht so, ne?
00:47:45: Da kann er Meta-Gags mit einbauen.
00:47:48: Aber wenn du dich online den Sachen stellst musst du dich komplett abkapseln von ... von diesen
00:47:54: Sachen.
00:47:55: Ignorieren, nicht unterziehen lassen?
00:47:56: Nein, genau.
00:47:57: Auch die vermeintlichen Expertinnen und Experten, die da aufbloppen plötzlich...
00:48:01: Oder dich wieder fokussieren.
00:48:02: Man kennt's ja auch in den Shows, du findest immer den einen der nicht lacht!
00:48:08: Für das er immer den in der ersten Reihe, der die Mundwinkel nach unten hat.
00:48:12: Oder sogar noch schlimmer ist nach rechts und links gucken.
00:48:14: zu den anderen, die lachen so wie... Was ist das so?
00:48:17: was findet ihr gut?
00:48:19: Dann kommen ja die am Ende und sagen, es war der lustigste Abend im Leben.
00:48:23: ich habe noch nicht so lacht.
00:48:23: Ich denke hey du dachte du wegen dir hab' ich die ganze Zeit gedacht Scheiße!
00:48:27: Der sorgt dafür, dass alles aufliegt.
00:48:29: Aber die sind dann auch oft die, auf die ich mich stürze und so den will ich jetzt zum Lachen bringen?
00:48:34: Egal wie einmal schaffe ich das als zumindest der Mund wirklich sich einmal kurz beläuft... Ja
00:48:37: ja natürlich!
00:48:38: Das ist da meine Aufgabe.
00:48:40: Oder anderswo wenn du merkst Scheiße das kriegste nicht hin, dann mal ganz kurz an dem der Ehlacht orientieren.
00:48:45: Sag ich mal kurz nur für den.
00:48:46: Genau.
00:48:47: Und
00:48:47: dann wird dieses Feld sich wieder auf die anderen so fortsetzen so nach.
00:48:51: Ja, das stimmt oft läuft es dann einfach weiter.
00:48:56: Jetzt gehen wir vielleicht mal noch abschließen mit dir Michael in deine aktuelle Tour.
00:48:59: was können wir den Leuten denn da mitgeben?
00:49:01: Was erwartet sie denn jetzt auf deinem aktuellen Programm?
00:49:05: Ja viel Überraschung und Freude.
00:49:07: also ein paar Sachen von der EXE habe ich ja schon erzählt Genau, die berichtet wie immer aus ihrem langen Leben und der Vergangenheit.
00:49:15: Man kann sich auch selber was wünschen.
00:49:17: also Leute können zum Beispiel reinrufen das Zooscha Ereignisse und die Exe erklärt dann spontan was da wirklich gelaufen ist.
00:49:23: Die exe hat viele quitsche Enden und spielt damit so ein bisschen gesellschaftliche Problematiken zurzeit nach aber spielt auch einen Teil des Lebens von einem Zuschauer nach Und die Echse, wie gesagt mal hat ein Porträt.
00:49:37: Die Echsee legt natürlich die Tarotkarten was man jetzt online auch noch mal.
00:49:40: so einen kleinen späten Frühling das immer gebracht hat.
00:49:43: dass ich vor einem Jahr angefangen habe diese Frage Anfordertssache mal online zu stellen und seitdem wirklich die Vorverkäufe oder die Räume sich verdreifacht haben kann man wirklich sagen.
00:49:52: und ich dachte warum hast du es nicht viel früher gemacht als fast zwanzig Jahre?
00:49:57: Vor einem Jahr hab' ich angefangen mit diesen Videos So, ne?
00:50:00: Und so die Schweine sind dabei.
00:50:03: Die haben sehr heftigen Konflikte.
00:50:05: Ich habe mal komplett dieses Thema was heute toxische Beziehungen heißt also diese Mechanismen untersucht irgendwie von von einer Umkehr-Gersteleitung Manipulation Abwertung und dass man wirklich ganz krass auf die Spitze getrieben wurde.
00:50:18: Im Anfang lachen die Leute noch und irgendwann haben sie richtig das Gefühl Sie müssen dem Thorsten helfen.
00:50:22: Also manche haben gesagt ich wollte ihn richtig wegziehen Von der Bühne runter ziehen rausruhen da oder manche gehen sogar vor die Tür.
00:50:27: Was sage ich?
00:50:27: Sind es unaushaltbar?
00:50:29: Nicht weil sie es schlecht finden, sondern weil sich's so schmerzhaft finden.
00:50:32: Dass sie dann... Also so richtig hardcore kommen die Programme nicht zu erwarten eigentlich.
00:50:38: Und das Huhn versucht sich selber als Comedian heimlich, also jetzt selber auch mal seine Kommunikarriere in Gang zu kriegen hinterm Rücken der Ex-App gucken ob das gut geht.
00:50:48: und die Möhre sorgt natürlich für Sicherheit im ordneren Raum und macht die Leute verantwortlich aus dem Publikum für bestimmte Vorkommende.
00:50:55: Geht ihr da ins Publikuum rein?
00:50:57: Auch ja!
00:50:58: Und wenn wir dann noch so einen Zecke und einhorn, genau.
00:51:03: Verstreiten sich darüber ob jetzt die Zecke sich nicht doch als Schmetterlinge identifiziert oder nicht?
00:51:11: Wie viel verändert sich da nochmal im Laufe deiner Tour?
00:51:15: Da möchte ich mal was verändern.
00:51:18: Vieles passt sich an!
00:51:20: Die schönsten Sachen findet man erst... auf der Bühne.
00:51:25: Also man überlegt das und das, und dann versucht man versuchen... Und plötzlich kommt in einem Tag, in einem Spielmoment, kommt dann genau die Sache, die man sozusagen braucht, die genau in dem Moment stimmt wo man sagt, dass ist noch ... Das ist jetzt das E-Tippchen!
00:51:40: Jetzt geht endlich das auf.
00:51:41: Ja, das kann man auch nicht planen.
00:51:43: Das kommt dann und dann kannst du hoffentlich entdecken und... Und dir
00:51:46: merken vor allem!
00:51:47: Ich denke scheiß ich vergesse es ja eh wieder weil wenn man drin ist hat man ja auch wieder keine Kapazitäten noch im Gehirn so ein Dokumentar zu sein.
00:51:55: Bitte bitte dass ich mir das merke.
00:51:56: so irgendwie oft merke ich mich leider nicht und kann nur hoffen dass es nochmal auf dem Bahn entsteht.
00:52:00: aber ich weiß dann so muss es eigentlich sein.
00:52:02: Das habe ich ganz oft bei Träumen heute gesagt oh geil das müsste jetzt sofort ausschreiben das wäre eine geile Story.
00:52:08: morgens früh back oder zumindest das meiste davon
00:52:11: Voll, total.
00:52:13: Oder auch aus dem Mann in den Puppen manchmal auch entdeckt.
00:52:15: Ja also das zufällig ist irgendwie so ne?
00:52:18: Die Zecke brüllt am Anfang irgendwie wie ist die Stimmung?
00:52:21: und dann klatschen die Leute und ich hatte irgendwie... gemerkt, die hat so lange Arme und ich habe sie so ein bisschen aus Versehen mehr bewegt.
00:52:28: Und plötzlich hatte ich die Arme irgendwie so gemacht, also über dem Kopf zusammengeschlagen.
00:52:31: Ich glaube vielleicht das Verstärke macht ja immer so.
00:52:34: Es ist ja noch viel lustiger, weil es sich über den Kopf wie einen Handelband immer die Arbe zusammenschlägt wenn die will dass alle Leute jetzt ausrasten.
00:52:40: Das heißt erst nach Sechzig Vorstellungen entdeckt, dass diese Bewegung entstehen, das anheizt.
00:52:44: Jetzt
00:52:45: kann's auch mal ein Aerobik-Programm machen.
00:52:49: Zum Ende unserer Folge hier bei Fiese Madende wirds mich einfach interessieren, wenn du dir eine völlig neue Figur ausdenken dürftest.
00:52:57: Wie würde es dir jetzt spontan aus dem Bauch heraus für dich aussehen?
00:53:00: Also das darf ich ja sowieso, ich finde ja grundsätzlich muss ich sagen alles was unter Wasser ist auch geil gerade also wenn man sich anguckt, also gerade werden wir suchen nach so Widersprüchen und Abartigkeiten in Physiognomie.
00:53:13: Dann ist ja zum Teil das was je tiefer man ist wo das Wasser ganz schwarz ist.
00:53:17: diese Viecher sehen ja abartig aus.
00:53:21: Riesige Zähne, Lampen und
00:53:23: noch eine Lampe von... So was!
00:53:26: Aus der Unterwasserwelt, aus dem Abartigsten Unterwasser Welt.
00:53:30: sowas würde ich gerne mal irgendwie nochmal mit reinigen.
00:53:32: Ich mache jetzt im nächsten an da kleine Wassermann habe ich auch mir sowas gespielt aber ich glaube es kann man nicht machen.
00:53:36: Da is für Kinder ab.
00:53:37: Es gibt
00:53:40: ja
00:53:45: noch das neuen Auge.
00:53:46: Das war für viele damals generell so ein kleiner Trigger bei den Hörerspielen und so weiter.
00:53:52: Klein Wassermann, das ist ein ganz gruseliges Vieh.
00:53:55: Wir wollen jetzt nicht zu sehr in die Horrorrichtung hier wieder abdriften.
00:53:57: lieber krass, ich weiß ja das ist dein Gebiet!
00:54:00: Nein Michael wir wünschen dir auf jeden Fall für deine Tour jetzt ganz viel Freude und ganz viel Spaß und tolle Erlebnisse.
00:54:06: vielleicht Wiederweiterentwicklungen, die wir dann demnächst von dir erleben dürfen
00:54:10: und
00:54:11: vielleicht Rückblicken.
00:54:11: wenn du jetzt heute an den Anfang denkst wo du jetzt stehst was bedeutet dir heute das Figuren Spiel?
00:54:17: Na ja, ein ganz großes Lebensglück hat es eigentlich schon seit ich Jugendlicher bin.
00:54:22: Aber für mich bedeutet das natürlich... wie soll ich sagen?
00:54:26: Ich habe das Gefühl damit bin ich komplett auf dem Gleis also komplett dass, wie ich mich am besten ausdrücken kann was mich einfach froh macht Wie ich mich gut äußern kann mit Leuten quasi Kontakt herstellen kann.
00:54:41: Es ist immer ein Kontaktherstell mit dem Publikum.
00:54:44: Also ich kann mich da drin ausleben Ich habe schöne Momente, die Leute sind glücklich.
00:54:49: Ich kann davon gut leben und für mich ist das ein großes Lebensglück.
00:54:56: Sich gefunden haben vielleicht.
00:54:59: Ja und sogar andere Menschen auch wie du vorhin gesagt hast zum Beispiel mit dem Beziehungsthema ja auch in eine gewisse Art und Weise zu bewegen oder zu berühren.
00:55:08: Das finde ich ja auch ein super tolles Medium.
00:55:10: was du damit ermöglicht?
00:55:12: Ja genau freue ich mich auch.
00:55:14: Also hast ja vorhin mal kurz angesprochen, zu Corona zum Beispiel.
00:55:18: Ja auch so ein bisschen kritischer mit diesen ganzen Zuständen damals und den Maßnahmen gespielt auf eine vielschichtigere Weise.
00:55:28: Und dann kam ja von den Leuten ganz viele Reaktionen, richtig Befreiungsgefühl, dass sie sich da drin gefunden haben oder so.
00:55:38: Aber nicht eben nur ... in einer Polarisierung, sondern was ich da bei Corona, das war glaube ich wirklich ein einmaliger Moment auch für mich.
00:55:47: Weil ja immer vor sich hergetragen wird Kunst kann verbinden und Kunst kann... Aber ist es wirklich so?
00:55:51: Also geht nicht eh nur die zu Kunst, die dann auf diesem Film sind und die anderen sowieso nicht.
00:55:56: Für diese sind das irgendwelche Hampelmänner und so.
00:55:58: Und plötzlich hatte ich... Da gab's auch eine Szene wo die Exo mit Enten die Corona-Krise nachgespielt hat.
00:56:06: Das hat sich ja Millionenfach verbreitet.
00:56:09: Dann auch immer gelackere Tonne und gute Freunde von uns.
00:56:12: Der sagte zu mir, voll krass irgendwie.
00:56:15: ich hab so zwei... Zwei Pole.
00:56:18: Ich hab meine Mutter, die total ängstlich, so Corona-ängstlich ist und mir immer Videos schickt von Drosten und Lauterbach und wie schlimm alles am besten noch werden sollte damit wir sicher sind.
00:56:27: Und dann habe ich aber auch so eine Verschwörungstheoretikerfreund, den mir jeden Tag Videos schickt, achte unter Wurst beim Testen schon heimlich im Rachen geimpft und so.
00:56:34: Also zu der andere Pole!
00:56:36: Und dein Endenvideo haben mir beide geschickt und haben gesagt das lustig guckt ihr das mal an.
00:56:41: Also ich meine, wenn so was geht noch gerade in unserer heutigen Zeit.
00:56:44: Das hat mich ruhig glücklich gemacht.
00:56:46: Hey Gasti!
00:56:47: Ich möchte dir natürlich wieder ein Endspot geben hier von unserer Folge und ich weiß du hast ja auch wieder etwas Schönes für uns im Gepäck.
00:56:54: Am Ende jeder Folge gibt es einen Zitat.
00:56:56: Meist aus einer meiner Stücke aber nicht immer.
00:56:59: Diesmal ist das ein Zitat aus einer Marotte-Produktion.
00:57:02: Und zwar aus Pinocchio.
00:57:03: Das habe ich damals mit der Fridericke Krar gespielt.
00:57:06: Spielen wir leider nicht mehr, er ist schon abgesetzt... kommt ein Satz vor, den zitiere ich heute einfach noch gerne bei diversen Gelegenheiten.
00:57:13: Da gibt es ja dieses Gaunapar, Fuchs und Kater und das passt jetzt vielleicht ein bisschen, die sind auch so ein bisschen brollig angelegt gewesen.
00:57:19: und da gibt's eine Szene wo der Fuchs den Kater hinten am Nacken packt.
00:57:25: Da kriegt man seine Katzen starren können sie nicht mehr bewegen und labert ihn voll und er ist dann irgendwann wieder los und dann liegt dann der Kater auf dem Boden seit nur noch... Ich fühle mich hilflos benutzt oder unterdrückt!
00:57:36: Das war's, die Tat.
00:57:37: Tschüss!
00:57:38: In diesem Szenen.
00:57:38: danke Michael!
00:57:39: Ich wollte euch noch ganz kurz hinterher schieben diesen Dank.
00:57:41: ich hab jetzt ja euer Podcast auch ein bisschen auf der Autobahn und so gehört.
00:57:44: Ich finde es total cool dass ihr das macht wie er das macht mit wie viel Liebe ihr das Macht und Esprit wirklich zu diesem unserem Medier was ja so vielen Leuten auch glaube ich in seinem Umfang unbekannt ist noch und dass ihr da so eine missionarische auf so eine herzliche Weise so eine Missionarische Aufgabe hier erfüllt find' ich im Namen der Sache sehr sehr cool.
00:58:04: Vielen Dank.
00:58:05: Alles Gute dir!
00:58:07: Wir machen einfach so weiter.
00:58:08: Geben unser Bestes.
00:58:10: Danke Michael, ciao!
00:58:23: Das war's!
00:58:35: Wie wär's mit dich, möchte ich übermorgen noch erleben?
00:58:40: Das ist lieber Pilzgerichten nicht selbstverständlich.
00:58:42: Aber da... Wer ist denn der oder diejenige, die das Gericht morgen kocht?
00:58:47: Ähm, eine allerlebnste Ehefrau machen.
00:58:51: Ist ihr heute dabei?
00:58:53: Ja.
00:58:56: Alles klar!
00:58:56: Wie geht es dir damit, dass er ablehnt dein Pilz-Gericht zu essen?
00:58:59: tut ihr das weh?
00:59:01: Ich frage ihn mal direkt was hast du denn für Gründe an diesem Pilzessen nicht teilnehmen zu wollen?
00:59:13: Das war jetzt Schluss.
00:59:16: Mit Fiesel und Ehrung schalten Sie auch das nächste Mal bitte wieder ein.
00:59:26: unbedingt, unbedingt.
00:59:29: Tschüssi Gorski!
00:59:33: Tschüss Gorskis!
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