Vom Max, dem Kasper und seinem Haus – auf zum Hohnsteiner Puppenspielfest!

Shownotes

Heute wird’s geschichtsträchtig und ganz persönlich: Wir sprechen über den Hohnsteiner Kasper, über Max Jakob als prägende Figur des modernen Kaspertheaters und machen mit mehreren Stimmen einen kleinen Ausflug nach Hohnstein. Mit dabei sind Interviews vor Ort plus Festival-Ausblick fürs nächste Hohnsteiner Puppenspielfest.

Willkommen zurück bei FIESEMADÄNDE On Air – dem Puppentratsch für Anfänger… und für alle, die inzwischen längst tiefer drin sind, als sie je gedacht hätten.

Denn heute geht’s nicht einfach nur um „Kasper“, sondern **um den Hohnsteiner Kasper **– und um den Mann, den wir ganz unbescheiden den „Godfather auf Kasperle“ nennen: Max Jakob.

Diese Folge ist eine direkte Fortsetzung unserer Reise rund um die lustige Figur – nur diesmal mit richtig Wurzeln, richtig Geschichte und einer ordentlichen Portion persönlicher Carsten-Nostalgie. Denn Carsten hat die Kassette „Kasper wird König“ nicht nur gehört – er kann sie gefühlt auswendig. Und genau diese Kassette war für ihn ein Startschuss: fürs Figurenspiel, fürs Akkordeonlernen – und am Ende irgendwie auch dafür, dass wir heute hier sitzen und diesen Podcast machen.

Und weil Hohnstein eben nicht nur „Kasper-Kult“ ist, sondern ein Ort, der lebt, gibt’s in dieser Folge gleich mehrere Stimmen: Carsten war vor Ort und hat seine ersten Interviews geführt – unter anderem mit Anna Kadalla von der Hohnsteiner Tourismusgesellschaft, mit Karl Pavlicek vom Traditionsverein Hohnsteiner Kasper e.V. und zugeschalten via Zoom mit Detlef Heinichen vom Theatrium Steinau.

Wir schauen uns an, warum Hohnstein überhaupt so eng mit dem Puppenspiel verbunden ist – inklusive Burg-Geschichte: Die Arbeiten an der Burg begannen 1924, zwei Jahre später wurde sie als Jugendburg eingeweiht, und der damalige Botwart Konrad Hanewald holte die Puppenspieler zur Eröffnung. Gespielt wurden damals Dr. Faust und Till Eulenspiegel – und aus „einmal eingeladen“ wurde schnell „ihr müsst ständig herkommen“. 1928 kam es zur Übersiedlung: eine ganze Etage für die Puppenspieler, und die Miete war… sagen wir mal sehr theaterfreundlich: 30 Veranstaltungen im Jahr.

Natürlich geht’s auch ums Kasperhaus – das historische Gebäude in der Max-Jakob-Straße 3. Es existiert noch, ist heute Privatbesitz, und die Wohnung, in der Max Jakob mit seiner Frau lebte, kann man sogar als Ferienwohnung mieten. Und ja: Dort „schwebt“ der Hohnsteiner Kasper irgendwie immer noch. Dazu passt auch der Name Marie Jakob, die dort bis 1991 lebte.

Und weil es nicht nur um Geschichte geht, sondern um das, was heute noch passiert, machen wir auch direkt Lust auf das nächste Puppenspielfest: Das 38. Hohnsteiner Puppenspielfest findet vom 29. bis 31. Mai statt – mit 19 Bühnen, 9 Spielstätten und 50 Vorstellungen (nicht nur für Kinder, auch für Erwachsene). Also: Wandern, gut essen, Theater gucken – Hohnstein kann genau das.

Und wenn ihr euch fragt, was man dort noch alles machen kann: In der Folge kommen auch echte Touri-Tipps vor – von der Bastei bis zu Zielen wie Festung Königstein, Dresden, Sebnitz (Kunstblume) und weiteren Orten in der Region…

Weitere Infos zu den diesjährigen Hohnsteiner Puppenfestspielen findet ihr auf der offiziellen Webseite der Burgstadt am Fels Hohnstein: www.hohnstein.de/puppenspielfest

Viel Spaß mit der Folge!

📣 Hinweis: Wer Carsten und seine Kolleg*innen zwischenzeitlich live erleben möchte, schaut am besten in den aktuellen Spielplan des Theater FIESEMADÄNDE im Figurentheater Mottenkäfig in Pforzheim: www.fiesemadaen.de/events

Transkript anzeigen

00:00:12: Ah, ich bin der

00:00:13: Kasper.

00:00:13: Der Hohenstanner Kasper!

00:00:15: Hinter dieser Tür wohnt der Herr König.

00:00:20: Das war der königliche

00:00:21: Hahn.

00:00:22: Ob der König schon wach

00:00:23: ist?

00:00:24: Ach ja Wie gut dass mein

00:00:28: königlicher

00:00:29: Hahn schon gekräht hat Sonst hätte ich mich noch verschlafen.

00:00:35: Und

00:00:36: ein König

00:00:37: darf sich doch nicht verschlaffen Das ist bestimmt mein Diener.

00:01:15: Ja, hallo ihr Lieben hier bei Fiese Madente und er der Puppe Dratsch für Anfänger.

00:01:19: Hallo Carsten!

00:01:20: Hallo Adrian!

00:01:21: Wir sind zurück und wir haben ja auch schon in der letzten Folge ein bisschen angespoilert auf was man sich so freuen darf.

00:01:26: jetzt hier bei uns?

00:01:27: Genau

00:01:27: und hier machen wir also gleich weiter und zwar gleich in der Fortführung unseres Teiles.

00:01:32: vom letzten Mal wo es um die lustige Figur im Puppen Theater ging geht das jetzt Den berühmtesten Vater des modernen Kaspartheaters.

00:01:43: Der

00:01:43: Gottvater!

00:01:53: Und den haben wir gerade eben auch bereits einmal gehört.

00:01:56: Richtig,

00:01:56: genau.

00:01:57: Das war er nämlich ganz live.

00:01:59: und tatsächlich diese Folge habe ich auch auf Kassette.

00:02:03: das ist der Kasper wird König.

00:02:06: Die kann ich auswendig.

00:02:07: Das

00:02:07: waren ja deine Anfänge oder sozusagen, wie du ja eigentlich auch zum Figuren-Spiel

00:02:11: begeistert

00:02:11: wurdest?

00:02:12: Indem ich vor allen Dingen auch diese Kassette gehört habe.

00:02:14: Die hat mich so krass geprägt.

00:02:15: das war der Grund warum ich Accordion gelernt habe.

00:02:18: Warum ich jetzt hier sitze und mit diesen Podcast machen.

00:02:22: Ja Max Jakob also wir werden heute noch viele viele Gäste haben die sich auch zu Max Jakop äußern werden Und wir werden einen kleinen touristischen Ausflug in das kleine Städtchen Hohenstein machen.

00:02:32: Du warst vor Ort?

00:02:33: Ich war vor Ort, genau!

00:02:34: Da habe ich dann meine ersten Interviews geführt sozusagen.

00:02:38: Ohne mich

00:02:39: dabei?!

00:02:39: Ja...

00:02:40: Ich kam ja schon fast wie ein Fahrräder vor.

00:02:42: Nein, nein,

00:02:43: nein.

00:02:45: Es war aber sehr spannend.

00:02:46: auch muss ich sagen also dass ich noch nie jemanden interviewt und das war durchaus schon spannend.

00:02:52: Weißt du welche Gäste wir überhaupt haben?

00:02:54: Wir haben einmal die Anakadala von der Hohensteiner Tourismus-Gesellschaft.

00:03:00: Wir haben den lieben Karl Parflitschek vom Traditionsverein, Hohenssteiner Kaspar EV und wir haben einen uns wohl bekannten nämlich den Detlef Heinichen vom Theatrium

00:03:11: Steinau.

00:03:12: der hat auch ein bisschen was zu sagen und ich mache jetzt voll den Vorschlag Ich erzähle ein bissel etwas über den Maxiakup und dann schneiden wir unsere Interviewpartner einfach immer so dazwischen.

00:03:23: Dann lasst man doch gleich mal die Anna Kradala das Wort kommen weil wir müssen erstmal wissen was ist Hohenstein, wo ist Hohnstein und warum ist es da so schön?

00:03:32: Und da fragen wir jetzt mal

00:03:34: die Anna.

00:03:34: Also Hohenstein liegt ganz toll, relativ zentral in der Sächsischen Schweiz.

00:03:40: Wir sind circa vierzig Minuten von Dresden entfernt.

00:03:43: Genau so kann man das sagen ist ein toller zentraler Ort zum Wandern wo man viele Touren auch gehen kann.

00:03:50: So würde ich das sagen und wir sind umschlossen von der wahnsinnigen tollen Felskulisse.

00:03:56: Die Burg thront über die Stadt!

00:03:58: Wir haben historische alte wunderschöne Gassen Und Hohnstein fügt sich einfach wundeschön schön in die Landschaft ein.

00:04:05: So jetzt weiß es und ich kann das wirklich nur empfehlen, also dass ist einfach ein wunderschöner Ort an dem man vieles erleben kann.

00:04:14: aber jetzt?

00:04:15: Jetzt erstmal über den Gottvater auf Kasperle!

00:04:19: Es geht um Max Jakob.

00:04:20: der wurde am zehnten August einer der wichtigsten Figuren in der Geschichte des deutschen Puppenspiels, muss man so sagen.

00:04:31: Da er quasi den Kaspar vom Derben Jamax Raudi sage ich jetzt mal zu dem pädagogisch wertvollen aber immer noch sehr lustigen Typen dieser Identifikationsfigur für Kinder auch Erwachsene weiterentwickelt hat und der so unfassbare Dinge mit Handpuppen machen konnte, mit seinem Ensemble zusammen.

00:04:56: Da gab es dann eben Fernsehfilme und Kinofilmen.

00:04:59: Es gab die Hörspiele später.

00:05:02: Die haben sich dadurch ausgezeichnet, dass sie ganze Massen-Szenen gemacht haben.

00:05:08: Da hast du damals nur mit einem Warngeschlag gehabt.

00:05:11: Das machst du heute auch noch weil du denkst so wie viele Leute spielen da gerade die Puppen?

00:05:16: Die haben in einer Kunstfertigkeit wäsche aufgehangen Also mit drüber hängen und klammern drauf oder eben diese Massentänze und noch vieles, vieles mehr.

00:05:27: Das ist unfassbar!

00:05:28: Also das muss man erstmal hinkriegen.

00:05:32: Aber dazu kann uns ja jetzt mal ein paar Fritschek vom Traditionsverein Ron Schenakas bei eVwas erzählen.

00:05:38: Ja Max Jacke war ein Begeister der Wandervogel und nach dem ersten Weltkrieg.

00:05:44: er war glücklicherweise nicht zum Kriegsdienst eingesetzt worden.

00:05:47: Er war Buchhalter in einem Gaswerk gearbeitet, das war der erste Weltkrieg.

00:05:57: Und da hat er im Lettland ein Gaswerk dort neu abgeleitet oder eben dort gearbeitet.

00:06:04: Dort hatte dann auch seine spätere Frau kennengelernt die Marie und einen Holzbildhauer, den Tier Egging.

00:06:11: Und die sind dann alle nach dem Ersten Weltkrieg nach Harnstein gezogen.

00:06:15: Max Jakob hat dort die Wandervogelkanzlei geleitet.

00:06:18: Er hat sich immer schon so ein bisschen für Puppenspiel begeistert, hatte Puppen geschenkt bekommen und zu seinem dreißigsten Geburtstag haben ihn mal seine Freunde aufgefordert.

00:06:28: Zeigt doch mal ein Stück her, dass das so schöne Puppenholzköpfe... Ja, da haben sich paar vier Männer zusammengesetzt gefunden erstes Kasper-Stück gespielt.

00:06:39: Es war ein Stück von einem Dresdner Puppenspieler, der Schweinetieb und Max Jakob hat den Kasper geführt.

00:06:45: Und der Kasper ist so üblich in Sachsen.

00:06:48: Er war in sächsischer Mundart geschrieben.

00:06:50: Max Jakub geboren Bad Ems also von Sächsisch gar nicht zu werden.

00:06:55: Ja die haben gedacht es geht ja ganz einfach.

00:06:57: wir haben die Texte, hatte jeder sein Textbuch, Puppen in der Hand, sie haben sich in den Texten verhättert.

00:07:03: Die Puppen wurden immer schwerer, die waren ganz schief und bewegungslos an der Leiste.

00:07:09: Man hatte bloß eine Decke in die Tür gespannt ja dann rückartig wieder nach oben geführt.

00:07:14: Das haben wir mal gar nicht glauben.

00:07:16: ich gebe viele Wirtschafts auch für angehende Erzieherinnen und Erziehern und das mache ich meistens zum Bereich Klappenmaul einerseits weil sie das oft einsetzen aber eben auch für die Handpuppe Und die sind dann immer überrascht wie schnell es geht dass man keine Kraft mehr hat.

00:07:35: Und dann, wie Sie schon erzählt haben, die Puppe dann auf einmal schräg wird immer weiter im Boden versinkt.

00:07:41: Dann gehen natürlich nicht, die schweben dann mehr und da merkt man erst mal so richtig das ist Arbeit, das ist anstrengend wenn man das schön machen möchte.

00:07:53: Also es war ein missarrables Stück.

00:07:56: Den Publikum hat es gefallen, hat einen guten positiven Ausgang.

00:07:59: aber Maxiakürb hat gemerkt... Das ist harte Arbeit, so ein Holzkopf zum Leben zu bringen.

00:08:05: Siehst du?

00:08:06: Sag ich doch!

00:08:08: Ja aber schreibt das sehr anschaulich in sein Buch Mein Kasper und Ich seine erste Kumpelspiel-Aufführung.

00:08:15: Er hat mit sich und seinen Mitspielern hart gearbeitet um so einen Holzkopp Leben einzuhauen.

00:08:22: Also Maxiakob ist ja nicht alleine dafür verantwortlich, dass der Hohenstander Kaspar so ist wie er heute ist.

00:08:28: Da gibt es ja – wie wir auch schon wissen – ganz wichtig die Puppenbauer dazu.

00:08:33: Der Puppe-Bauer von Max Jakob war damals der Theo Ecking, den Künstler, der durch natürlich eine erste Linie durch seine Hohensstander Puppenspieler und eben auch seine Figuren bekannt wurde und gilt als der Schöpfer des Hohenzstanders Kaspers.

00:08:47: Er entwickelte den charakteristischen Stil der Hohnsteiner Puppee Im Gegensatz zu den oft derben, oft gruseligen Jammang-Siguren.

00:08:55: da hat er eben dann Gesichter draus geschnitzt.

00:08:56: Er auf einmal freundlich war ein edl Charakter stark wirkt und er war auch Scherenstittkünstler unter anderem aber eben ganz bedeutend für die Ästhetik des neuen Kaspers eine Ästhätik die so im Puppen Spiel noch nicht gab.

00:09:11: sein Kasper war jetzt auf einmal kein Prügelknabe mehr sondern eine sympathische beinahe weise Identifikationsfigur kann man sagen.

00:09:17: also vor allen Dingen halt für die Kinder und im pädagogischen Bereich.

00:09:21: Was sagt denn unser lieber Karl Pavliczek dazu zum Theo Egging?

00:09:28: Der Egging war kein Puppenspieler, er wurde zu aufgeregt.

00:09:32: Er hat hinter der Leiste keinen Wort herausgebracht also er ging nicht aber er war eben der Schnitzer.

00:09:39: Die hatten ja Vorlagen gehabt die Alpenpuppen, der alte Kasper Charaktervolle Köpfe hergestellt.

00:09:47: Maxiarkopf hat ein Stück geschrieben, hat dem Schnitzer vorgelegt und er hat wie nur der Charakter der jeweiligen Puppe war daraus den Kopf hergestellt Und die Bubben haben alle eine wunderbare Fernwirkung.

00:10:01: Man sitzt ja nicht unmittelbar davor sondern man muss auch von der Ferne wirken.

00:10:05: Sehr kräftig im Profil.

00:10:07: Wenn die Bubmen sich im Dialog einander anschauen sieht der Zuschauer das Profil.

00:10:13: Deshalb die übergrosse Nase vom Kasper und dicke Backen bei einem Koch zum Beispiel.

00:10:21: Das hat die Ecke also wunderbar gemeistert, die Charaktere, die dem Stück sind, die hat er in Hals gechätzt.

00:10:28: Und

00:10:29: auch einen eigenen Stil kreiert muss man auch sagen.

00:10:32: Man erkennt eine Hohensteiner Figur sofort.

00:10:36: Dann, im Jahr eightonzwanzig, zog er mit seiner Truppe auf die Burg Hohestein in der textischen Schweiz.

00:10:41: Da wären

00:10:42: wir ja!

00:10:43: Das erste Bubmenspiel war also, und nachdem nur Jakob mit seinen Freunden sich das Bubmspiel angeeignet haben, haben sie in Hartenstein die künstlerische Handbubmenspieler gegründet.

00:10:57: Ja, und waren dort im Erzgebirge viel unterwegs.

00:11:00: auch in Bülmen haben sie gespielt.

00:11:02: Kranz ist ja nicht weit von Hartenstein.

00:11:04: Und sie wurden also in diesen Bereichen bekannt besonders unter den Wandervögeln.

00:11:08: da haben sie Anführungen

00:11:11: gemacht.

00:11:11: Aber das heißt, die hatten normalen Jobs?

00:11:13: Und haben sich dann entschieden, so jetzt wird man Puppenspieler.

00:11:17: Er war Buchhalter und er ist dann Puppen-Spieler geworden.

00:11:21: Ja, da mussten sie natürlich auch für ihre Familien Unterhalt verdienen und das haben sie eben durchs Puppenzspiel dann durchgeführt.

00:11:30: In Hohenstein wurde die Mittelalterliche Burg vom Jugendherbergsverband zu einer Jugendherberge ausgebaut.

00:11:38: Die Arbeiten begannen in den Jahr fourundzwanzig und zwei Jahre später wurde die Burg dann eingeweiht als größte und schönste Jugendboot in Deutschland, während.

00:11:49: der damalige Bootwart Konrad Hanewald war Sozialdemokrat.

00:11:54: Der hatte schon gehört es gibt hier so Guckenspieler im Hartenstein und die hat er ausfindig gemacht, hat sie zur Eröffnung eingeladen.

00:12:05: Sie haben den Dr.

00:12:06: Faust und die Eulenspiegel gespielt, waren in der Folge nach mehrmals aus der Burg zu Gast.

00:12:14: Konrad Hallewald hat das so gefallen, dass er gesagt hat, ihr müsst ständig hier nach Hohenstein.

00:12:21: Auf der Burg ist ja immer Jugendkinder...

00:12:25: Da hast du halt immer Publikum oder was?

00:12:27: Immer Publikums,

00:12:28: keine Sorgen machen.

00:12:29: Ja, wir wurden nur verhandelt.

00:12:31: Und im Jahrundzwanzig erfolgte die Übersiedlung.

00:12:34: Sie bekam in dem unteren Schloss, das ist jetzt so ein bisschen gehobenes Hotelkammelsnenn.

00:12:41: Dort bekamen sie eine ganze Etage für die Puppenspieler, Puppenschnitzer, Ehefrauen Maxiakow mit seiner Frau natürlich auch und... Diese Lage, wunderschönen Rings um Siebmann Felsen.

00:12:55: Die Verschluchten waren natürlich für die Wandervögel wie ein Geschenk vom Himmel.

00:12:59: Ja dort haben sie also schön gewohnt!

00:13:02: Die Miete wurde ganz problemlos geregelt.

00:13:06: Dreißig Veranstaltungen im Jahr war die Jahresmiete für die gesamte Etage.

00:13:11: ja das hatten so schnell abgespielt alle weiteren Veranstaltung war eben dann die eigene Kasse.

00:13:17: Ja sie haben nicht nur in Hohenstein gespielt sondern natürlich auch Deutschlandweit Tournee durchgeführt von Hohenstein aus.

00:13:25: Freie Zeit, Worte wandern Die herrliche Felsenwelt erkundet.

00:13:30: Also schöner hätte es nicht sein können.

00:13:33: Das ist doch mal fassiges Paradies.

00:13:36: Was gibt's so noch nebenbei für Attraktion die man hier besichtigen kann also auch sehen von den tollen Wanderwegen und in Felsn an denen man hoch klettern kann?

00:13:45: Drumherum auch, da gibts ja doch die Bastille

00:13:47: Das wollte ich gerade sagen, die ist sogar fußläufig hier von uns in Hohenstein zu erreichen.

00:13:52: Also schon in drei Stunden kannst du einen schönen Spaziergang machen da bist du da.

00:13:56: Kann das sehr empfehlen übrigens?

00:13:57: Ich

00:13:58: glaube, herrliche Sicht!

00:14:00: Vor allen Dingen sollte man die Bastei eher am Abend besuchen, dass man den anderen Touristen eher... aus dem Weg geht und ich finde die Landschaft unterhalb, das sieht dann aber so aus wie so eine kleine Modelle bei Eisenbahnanlagen.

00:14:13: Was haben wir denn noch ganz typisch was auch in Kürze eigentlich erreichbar ist?

00:14:17: Festung Königstein ist ja etwas ganz Bekanntes.

00:14:20: Tresen ist nie weit.

00:14:22: Seht jetzt die Kunstblume.

00:14:23: Generell auch hier.

00:14:24: Kalmai spielt ja auch eine Rolle, eine gewisse hier an der Gegend.

00:14:27: Gerade

00:14:27: Beuildesen ist dann schon wieder eher...

00:14:29: Naturberaten

00:14:30: Raten, dann natürlich die Kose stolpen.

00:14:34: Also ich will halt sagen wir sitzen hier so richtig schön gefühlt in der Mitte.

00:14:38: Das ist ziemlich central ne?

00:14:39: Ja und das ist auch was die Gäste hier so schätzen an Hohenstein dass du halt nie als stundenlang irgendwo hinfahren musst sondern wenn Du halt zur Festung fährst dann bist Du halt in zwanzig Minuten da.

00:14:49: und wenn Ich nach Stolpen bilge nicht genauso in einer Viertelstunde oder zwanzich Minuten Da.

00:14:54: das ist einfach schon klasse

00:14:56: So.

00:14:56: das war wieder ein kleiner touristischer Ausflug.

00:14:59: Aber

00:14:59: gehen wir mal wieder zurück zum Kasper.

00:15:02: Der pädagogische Anspruch, der war, da Kasper wurde, ist anfangs sozusagen so zu einem Lichtbringer.

00:15:07: Jakob verzichtete weitgehend auf die Gewalt als mit Appritsche, setzte stattdessen eher auf Witz und Verstand und auf Herzlichkeit.

00:15:14: Und das hörste auch in den Hörspielen oder siehst du im Film immer raus?

00:15:18: Da Kasper so eine ganz warme Stimme... Auch da hat mich tatsächlich sogar mehr als Max Jakob sein Nachfolger geprägt Friedrich Arndt.

00:15:27: Das ist so eine warme Stimme, die dieser Kasper hat.

00:15:30: Den willst du einfach als Freund haben?

00:15:32: Tja aber von der Wärme, die vom Kasper ausgeht oder auch von der Stimme des Kaspers wurde es dann dagegen in Deutschland immer kälter und ungemütlicher im wahrsten Sinne des Wortes politisch.

00:15:44: denn dann bahnte sich schon der zweite Weltkrieg an Und dazu hat Herr Pafliczek ein bisschen was zu erzählen

00:15:56: Wenn man bedenkt, die waren gerade mal so acht Wochen an der Macht.

00:16:00: Und da wurde hier aus dieser schönen Burg ein sogenanntes Schutzhaftlager.

00:16:06: Soeinander man ist damals, sollte eine Umerziehungsanstalt sein für Andersdenkende.

00:16:13: also hier.

00:16:14: Nationalsozialismus ist die richtige Richtung.

00:16:17: Da müsst ihr hin dort habt ihr Perspektiven und so sollten also Kommunisten Sozialdemokraten partei-lose Grüsten, also alle möglichen die irgendetwas gegen Nationalsozialismus gesagt haben.

00:16:31: Die sollten hier umerzogen werden natürlich auch mit schlimmen Misshandlungen.

00:16:36: es gab viele Tote die Anzahl ist nicht bekannt.

00:16:39: ja der erste Häftling wurde Herr Wachsvorder.

00:16:41: Konrad Hanowald sollte die Hakenkreuzpfahne hissen.

00:16:44: er hat sich geweigert war daraufhin der erste Heftling wurde dann später in das Schützhaftlager, oder man kann auch ruhig Konzentrationslager.

00:16:53: Königstein Halbestatt gesperrt wurde dort schlimm misshandelt.

00:16:58: er hat nach der Entlassung sogar ein Suizidversuch gemacht.

00:17:02: glücklicherweise ist er am Leben geblieben und ist dann fünfzig Jahre im hohen Alter verstorben.

00:17:08: ja die Bubenspieler die mussten natürlich auch

00:17:12: ihre

00:17:12: Wohnung schon lassen innerhalb vierundzwanzig Stunden.

00:17:16: Bubenspieler waren unterwegs, waren nur die Frauen und der Schnitzer zu Hause.

00:17:21: Da war natürlich schlimme Aufregung.

00:17:23: Die Möbel standen auf dem Marktplatz.

00:17:25: Sie konnten dann untergestellt werden im Fahrhaus oder im Rathaus.

00:17:28: Freunde haben sich aufgenommen, dass sie erst mal eine Bleibe hatten.

00:17:33: Damals hatte die Bürgermeister Hausmann mitgekriegt.

00:17:38: Die Bubenspiele sind für unsere Stadt.

00:17:41: Die müssen wir hier behalten.

00:17:42: Da wurde sofort danach begonnen, ein Wohnhaus zu bauen.

00:17:46: Dann sortieren.

00:17:46: dreißig war es fertig und dort konnten dann die Puppenspieler- und Familie Jakob einziehen.

00:17:53: Theo Egging hat sich ein eigenes Wohnhaus gebaut und auch die Schwester von der Frau Jakob, die war mit dem Puppenspieler Rudi Förster verheiratet haben auch ein eigens Haus gebaut.

00:18:05: Existieren alle drei Häuser noch?

00:18:07: In dieser Zeit wurde auch Max Jakob Propaganda vorgeworfen.

00:18:11: Ja, das ist natürlich immer so eine Frage.

00:18:13: Ist es Propagandas?

00:18:14: Ist es keine?

00:18:15: Wie entscheidet man sich selber ob ich mit dem Regime mitziehe um ein Leben zu retten oder verweigere ich mich und werde dann vielleicht verurteilt zum Tode oder komme in einen Lager?

00:18:25: wie auch immer?

00:18:25: Wie ging das den Max Jakop denn so wirklich?

00:18:28: Er müsste ja für seine Mitspieler und die Familien Geld bringen aber auch verantwortlich für die Familien.

00:18:37: Er hatten auch Kinder, gerade Rudi Förster.

00:18:39: Zwei Kinder gehabt also sein Schwager.

00:18:42: Max Jacob selbst hatte keine Kinder und öffentliche Veranstaltungen gab es nicht mehr.

00:18:48: Das wurde ja alles dann so viertel Jahre verboten.

00:18:52: die durften nicht mehr auftreten.

00:18:54: Und die Truppenbetreuung war das einzige was er machen konnte.

00:18:58: Gut, der Einseite sagt man ja damit hat er diese Daten wieder aufgebutscht.

00:19:04: Ne, er hat sie erfreut!

00:19:06: Er hat sie aus diesem schrecklichen Krieg zurück in die Realität geholt

00:19:11: und ein Stück Normalität

00:19:14: gebracht, hat Freude gebracht.

00:19:16: Die höheren Bubmenspieler wurden natürlich eingezogen und drei Bubmsspieler sind auch

00:19:21: gefallen.".

00:19:21: Nach dem zweiten Weltkrieg setzt er seine Arbeit dann in Hamburg fort und später auch in Bad Buchau unter Hundsteiner Stil der prägte Generation von Bubmesspielern Bis heute.

00:19:31: Es gibt immer noch Gruppen in Deutschland, die mit Wunsch an der Krasparten werben und mit diesen Figuren

00:19:36: auch spielen.

00:19:38: Er ist immer in Hamburg geblieben bis zu sein Tod, er ist auch in Hamburg gestorben.

00:19:44: aber dann seine Ohne in Hohenstein beigesetzt worden.

00:19:48: Ja und er wurde ja, als er siebundfünfzig hat er seine praktische Tätigkeit als Randmann seit Spiel aufgegeben Und er wurde von der Uli Maar zum Präsident gewählt.

00:20:03: Die Weltbümmerspielvereinigung vor ihm war ein Tscheche, der Präsident Josef Skupa.

00:20:10: Kennt man vielleicht mit seinen beiden berühmten Figuren Spebel und Hobinek?

00:20:15: Und dieses Abend hat er bis zu seinem Tod ausgeübt.

00:20:19: Er ist seit sechszehn Jahre lang verstorben.

00:20:23: Seine Frau war ihm sehr hilfreich... Sie war ja aus Lettland gebürtig, konnte perfekt russisch.

00:20:30: Hat auch hier als Russisch-Lehrerin in Hohenstein gearbeitet.

00:20:34: die Soviet Union damals ein Land des Bumspiels.

00:20:38: dort standen viele Konkretse fanden der Stadt von der Unima und seine Frau hat ihn dann immer begleitet und hat gedolmetscht.

00:20:47: Und an den Nachfolgerinnen Maxiakov war er sehr geoperasiv.

00:20:52: als das Soviet Union war es immer so geregelt Eine Periode einer aus den Osten, die andere periode eine aus dem Westen.

00:21:01: Immer abwechselnd.

00:21:02: Das war ja die internationale Puppenspielvereinigung.

00:21:05: und wäre Max Jakob als Rentner wieder zurück in die DDR hätte er müssen das Amt abgeben.

00:21:11: Dann wäre der DDR-Bürger gewesen.

00:21:14: Und beide waren Rentner.

00:21:16: also die Marie konnte problemlos nach Hamburg fahren, eher problemlös nach Hohensteigern.

00:21:21: Es

00:21:21: ist doch kein Spiel auf Luftkantrolle!

00:21:25: Und jetzt ist ja so, wir haben es auch schon mal gehört das Wort Kasperhaus.

00:21:29: Das war ursprünglich das Wohn- und ja die Wirkungsstätte von Max Jakob da.

00:21:35: also dieses Gebäude hat auch eine tiefe, tiefe Historie und dazu würde ich jetzt gerne einmal mit ihr zusammen lieber Adrian unseren nächsten Gast in Detlef Heinrichen befragen.

00:21:46: Hallo Detlef, grüß dich!

00:21:47: Schön dass du uns hier wieder zugeschalten bist und wir sind ja gerade tief drin im Thema Hohenstein.

00:21:53: Und da bist du natürlich auch eine Größe oder Nummer die uns sofort eingefallen ist und da wird es uns natürlich interessieren lieber Detleff wie ist denn deine Verbindung tatsächlich zu Hohestein?

00:22:04: Ja, ich bin ein Späteinsteiger was Hohenstein betrifft.

00:22:06: Also ihr seht ja selber das gegründet wurde das noch in den letzten Jahren In die letzten Zügen der DDR sozusagen damals von Holger Friedrich und Thomas Hänseln Die also so eine laulige Dorfbelebung machte mit ihrer Kunst vor dem Puppentheater Das natürlich gelungen ist weil es wurde dann natürlich ein kleines Sammelssyrium.

00:22:28: die sie denden will ich nicht sagen, aber von anders denken denn damals in der sozialistischen Lage.

00:22:35: Und so war es dann auch und das war eigentlich eine Party für alle Beteiligten mit Puppenspielen.

00:22:39: Das war einfach großartig!

00:22:40: Die ersten Jahre habe ich gar nicht mitbekommen weil ich da bereits schon aus dem Landes waren.

00:22:44: Ich bin also später hingekommen und bin da mal hingefallen.

00:22:46: an einem Wochenende hat mir das angeguckt und fand dass ja so back to the roots wie früher.

00:22:52: Also das war irgendwie immer so klasse.

00:22:54: Es war ein bisschen wie ein Klassen-Treffen.

00:22:57: man sah sich im Jahr und wenn dann in Hohenstein.

00:23:00: Dann spielte man sich gegenseitig etwas vor, so jetzt kommt natürlich diese große Tradition.

00:23:04: warum Hohestein?

00:23:05: Hohentein gab es war natürlich die der Hauptstammsitz damals in den dreißiger Jahren von dem Hohnsteiner Kasper also sprich von vom Schöpfer Max Jakow beziehungsweise die Puppenbilder Theo Ecking.

00:23:17: dieser Tradition gehorchend folgten natürlich damals auch Thomas Hänsel und Holger Friedrich.

00:23:22: die haben das natürlich nicht nur aus Jux und Donnerei gemacht Auch aber auch deswegen, weil dieser Standort wichtig war und es geil, ihn auch Theatergeschichte zu erhalten.

00:23:31: Und das war mein Paar wo ich dann rein bin.

00:23:34: Ich bin ja nach meiner Zeit in Bremen zurückgekommen nach Dresden und da wurde gerade ein Europa-Projekt eröffnet mit dem Casper über die Grenze hieß das.

00:23:44: Ein schöner Titel der hätte man so DDR-Zeiten nennen dürfen, aber so hieß dass.

00:23:51: Da war ich sozusagen als Projektleiter für Figur und Theater gesehen, was ich auch gerne gemacht habe.

00:23:56: Und in der Zeit das war ein Zusammenarbeit mit einem kleinen Ort in Tschechien die jetzt auch eine ähnliche Tradition hatten nicht so stark ausgeprägt wie der Hohensterner Kasper aber immerhin da hatten sie auch zu etwas und mit denen zusammen wurde also so ein Projekt Europaprojekt gestaltet.

00:24:14: In dem Rahmen konnte dieses Alte mittlerweile ein bisschen verzeihlende Kino, was ganz früher das Kasperhaus war bzw.

00:24:21: Das Kasper Haus in dem Jakob und Max Jakob gewohnt hat.

00:24:24: Daneben war also eine Art Gebäude, was man zu einer Weltaustellung gestanden hat und man hat das dort abgebaut im Prag glaube ich in Hohenstein eins zu eins wieder aufgebaut.

00:24:34: Und da wurde gespielt, dann kam die ganzen Während des Krieges und dann kam der DDR, dann wurde das Kino genutzt und irgendwann nicht mehr.

00:24:40: und dann verfiel das und fertig und zieh den Hohenschänder-Puppentheater fest.

00:24:47: Wurde dann immer sozusagen dieses alte Kino widerbelebt.

00:24:51: Es hat noch gerochen wie damals.

00:24:52: Das war noch so feucht wie damals okay.

00:24:55: Europaprojekte

00:24:56: diente dazu, das Ding wieder auszubauen.

00:24:59: Also ich war damit dabei als einige Sachen eingerissen wurden und alte Sparnplatten rausgerissen wurden.

00:25:07: Und das Beste, was da alles drin war, ich könnte nicht vorstellen.

00:25:10: Ich weiß

00:25:10: ja damals noch... Ich bin ja seit den Frühen zweitausenden mit dabei gewesen, bei einem Puppenspielfest als Spieler und war eben auch ganz oft in diesem Kasparhaus drin.

00:25:19: Und das ist genauso wie er es beschrieben hat.

00:25:21: also wenn du da gespielt hast, da konnte irgendwie auch nichts ab.

00:25:24: Das heißt wenn der Saal voll war dann hat sich irgendwann die Feuchtigkeit gesammelt, dann ist alles von der Decke rund da getropft.

00:25:30: Du bist als Spieler ständig auf dem Boden ausgerutscht Weil das dann alles so nass war.

00:25:34: Alles roch, mittel-modrig aber es war trotzdem eine geile Atmosphäre weil man auch wusste dass man auf historischem Boden steht.

00:25:42: Und die eigene Bühne die Stoffe haben wir wochen nach Hohenstein gerocht und die Spanien haben wir ausgefahren.

00:25:48: Dieses Gebäude wurde also saniert.

00:25:50: Das waren von zwölf

00:25:53: bis

00:25:54: zweitausendsechzehn ging das.

00:25:57: Solange ging auch dieses Projekt Und in der Zeit entstand wirklich dieses krass Bauhaus.

00:26:03: Das heißt jetzt mittlerweile das Magyac Theater Und er freut sich allgemeiner Beliebtheit.

00:26:09: Es hat sich ein Verein darum gegründet, wie das immer so ist – dem Verein des Hohen Sterner Kaspros, Freunde des Hohlens Sterner Kaspers

00:26:15: usw.,

00:26:16: und es findet auch jedes Jahr noch dieses Puppenspiel fest statt.

00:26:20: Nicht mehr ganz so, weil die Burg, wo auch viele Vorstellungen stattfanden, wird momentan saniert.

00:26:26: Da gibt's natürlich auch räumliche Probleme, Schwierigkeiten aber irgendwann werden diese behoben sein.

00:26:31: Ich hoffe, dass es dieses Treffen sehr lange gibt.

00:26:35: Und jetzt komme ich wieder zurück zu der eigentlichen zentralen Figur, nämlich dem Casper.

00:26:40: Der Casper ist mittlerweile eben materielles Kulturerbe und dessen sollten wir uns bewusst sein.

00:26:45: Und der Casper is ja nicht nur der kleine Kinderjuxt-Macher, der so traht Retralleiter und seid ihr alle da die Suggestionsfragen abfragt?

00:26:53: Sondern es ist natürlich auch eine Identifikationfigur, nicht nur für Kinder sondern auch für Erwachsene.

00:26:59: Machen wir uns nichts vor, früher auf den Jahrmarkt war der Caspar der Narre oder wie auch immer Dumme August, derjenige, der manchmal die Obrigkeit die lange Nase zeigte usw.

00:27:11: und Sachen sagen durfte, die ihn andere so schnell nicht sagen durften.

00:27:14: Also das versucht Hohenstein vielleicht den Ansätzen wieder aufzuarbeiten ist es in deutschen Landen manchmal nicht ganz so einfach aber weil uns manchmal auch ein bisschen so der Mut unter Temperament viert etwas zu machen.

00:27:27: ich erinnere nur daran wir haben damals da war ja ein bisschen gelter habe eine Förderung gerief für ein internationales Casperfest.

00:27:33: Also da war der Hohensteiner Kaspar dann mit.

00:27:35: Dann haben wir uns Panchen Judi, Spanchen Judispieler Gold aus London und dann kam der Salvatore Gatto aus Italien, aus Niappel mit dem Puccinella.

00:27:43: Da hatten wir einen Don Cristobal aus Spanien.

00:27:48: Und das waren alles Figuren.

00:27:49: die waren natürlich sehr derb!

00:27:51: Die klopften auf der Bühne.

00:27:52: Die stürmen sich gegen den Tod.

00:27:53: fünf Minuten später standen sie wieder mitten auf der bühne und lebten und allen so betrat.

00:27:57: Und die älteren Hohesteiner waren sehr entsetzt.

00:28:00: Der Hohesteller Kaspar hat ja nie geprügelt bei Herrn Pettagorn Das ist ja auch in Ordnung.

00:28:05: Aber ich will nur sagen, es ist schwierig manchmal die Figur des Kaspers so in den Vordergrund zurück zu rücken wie es ihm manchmal gebühren sollte also mit der gewissen Derbheit und Mut zur Derbzeit.

00:28:17: Es ist eine Hohensteinerin aus dem Verein bis heute nicht gelungen.

00:28:20: Das liegt aber nicht nur an diesen Leuten, sondern es liegt ein Stück weit daran, dass man auch vorsichtig mit dem Publikum umgehen muss.

00:28:27: Die gucken sich im Fernsehen jeden brutalen Kremi an, aber wenn plötzlich auf der Puppenbühne so darüber parodiert wird das geht dann plötzlich überhaupt nicht.

00:28:35: Na

00:28:35: ja, sattiere wird der eh immer schwierig.

00:28:37: Ja aber

00:28:38: total cool.

00:28:39: und danke Detlef weil in der Folge zuvor natürlich jetzt auch die wir schon rund um die lustige Figur gemacht haben, da karsten noch nicht eben genau all diese Facetten ne?

00:28:47: Und auch

00:28:47: die ja Internationalität auch vom Kasper besprochen und ich finde es toll dass du das jetzt auch nochmal mit Hohenstein dann so kreis

00:28:54: übermachst.

00:28:54: Ich kann Hohnstein nur für die Zukunft alles alles gut aus.

00:28:57: Das findet jetzt in drei vier Wochen wie das Hohenschein Puppenspieler fest statt.

00:29:03: Ich hatte es ein bisschen bedauert.

00:29:06: Man musste sich irgendwann ab einem stippen Alter nicht jedes Jahr dahin fahren, aber alle fünf Jahre macht das durchaus sicher.

00:29:13: Also ich war jetzt noch seit einer längeren Absinenz letztes Jahr auch zum ersten Mal wieder da und es war

00:29:19: toll!

00:29:20: Und dieses Jahr schaffe ich es leider auch nicht, aber mein Plan ist auch, nächstes Jahr mal wieder Rundständer Luft

00:29:25: zu atmen.

00:29:26: Ja, man darf es nicht aus den Augen verlieren auf gar keinen Fall.

00:29:28: Es sind liebenswürdige Menschen da oben das muss man sagen die machen ich schätze sie alle sehr.

00:29:34: es wird auch eine kleine Broschule jetzt entstehen an der ich ein bisschen mitarbeiten dürfen wenn ganz klein ist und zwar über Gerhard Berger.

00:29:41: Das ist der Nachfolger von Theo Ecking, der viele Jahre im stillen kleinen Werkstatt die Hohenstelle Kasper Tag aus Tag ein diese ganzen Figuren geschnitzt hat mit einer großen Akribie bis ins altruhe Alter in den über neunzigste Jahr hierher geworden und war eine tolle Persönlichkeit muss ich sagen auch der Gerhard.

00:30:02: Demnächst wird ein kleines Büchlein zuteil werden

00:30:06: soll nicht zurecht.

00:30:06: Vielen

00:30:07: vielen Dank Detlef.

00:30:08: erstmal einen Einblick von dir rund ums Und wir werden dich ja auch noch mal an anderer Stelle hier bei Fiese Madende hören.

00:30:15: Ich danke dir, tschüss!

00:30:18: Ja und das Kasperhaus wie es genannt wurde existiert natürlich auch noch ist jetzt im Privatbesitz und die Wohnung wo Max Jakob mit seiner Frau gelebt hat kann man als Ferienwohnung mieten.

00:30:31: dort schwebt also nach der Hohensteiner Kasper.

00:30:36: Marie Jakob hat bis zu ihrem Tod, nennst dort einigneinzig dort noch gewohnt.

00:30:42: Einigneineinzig Jahre ist eralt geworden.

00:30:44: Bis zuletzt noch geistig und auch körperlich voll im Besitz ihrer Kräfte.

00:30:50: Ja da kommen wir wieder an den Ausgangspunkt zurück das Wortes Gute dass nur die drei Puppenspieler mit der Frau Jakob viele Gespräche führen könnten die dann hier das Puppenspiel wieder belebt haben.

00:31:01: Aber ihr hört es, werdet Puppen spielen und hat ein langes glückliches und gesundes Leben?

00:31:04: Jawohl!

00:31:07: Und jetzt sind wir erst mal.

00:31:08: vielen Dank lieber Herr Pavlycek.

00:31:10: Jetzt sind wir an dem Punkt wo wir auch anfangen können über das hohen Schein der Puppenziele festzureden.

00:31:15: Das findet eben auf der Burgstadt um die Burg herum aber auch in dem damals namentlich benannten Kasperhaus Ein historisches Gebäude das immer noch steht in der Max-Jakobstraße drei direkt gegenüber von der Burg und das hängt eben auch tief mit dem Puppenspielfest zusammen.

00:31:31: Aber dazu kann uns vielleicht unser nächster Gast ein bisschen mehr erzählen.

00:31:35: Ja, erzähl mal!

00:31:36: Wie viele Zuschauer hat man so im Schnitt bei diesem Festival?

00:31:40: Ich

00:31:42: würde jetzt fast mal sagen, eine Tausend Fünfhundert.

00:31:44: Das schätze ich so zirka.

00:31:46: Und wie es anfühlt von überall her?

00:31:48: Es wird nicht nur Dresden, sondern deutlich darüber hinaus...

00:31:51: Das würde ich sagen, weil es gibt ja so richtige Puppenspielfans und da würde ich das sagen, dass die regelmäßig des Hohensteiner-Puppenspielfest besuchen und da eigentlich auch aus weiter Ferne anreisen hier dann wirklich übernachten oder in Wachandao und in der Umgebung von Freitagabend, von der Eröffnungsveranstaltung angefangen.

00:32:15: Dann wirklich bis Sonntag oder Montag dann gerne hier sind.

00:32:18: Sieht man auch immer wieder so bekannte Gesichter die da wirklich immer mit Freude dabei sind?

00:32:23: Ja und das auch für uns ist es toll damals immer Kollegen zu treffen die man schon lange nicht mehr gesehen hat dass es einfach wie Klassen treffen dann auch.

00:32:32: Das ist schön gerade wenn er so eine Weile nicht da war und dann naja jeder wird ein bisschen älter Aber natürlich wird man immer gut aussehender dabei.

00:32:39: Das glaube

00:32:39: ich, alle werden aussehnender

00:32:42: und es ist einfach... Es ist schön, es ist entspannt und man hat erstmal auch viel zu gucken weil wenn man Zeit hat und das Glück spielt relativ spät am Tag dann kann man sich noch ein paar Sachen angucken, ein paar Kollegen mal ansehen und das ist auch immer wieder schön und inspirierend finde ich.

00:32:59: nochmal kurz zurück zum Festival.

00:33:02: Wie viel Zeit braucht ihr um sowas zu planen?

00:33:05: Also wir machen das ja gemeinsam mit dem Hohensterner Puchenspielfestverein, also vor allen Dingen mit dem Organisator und mit dem Rainer Krause.

00:33:13: Und da gibt es ja immer wieder gemeinsame Termine wo man wieder Dinge bespricht wie macht man's was wählt man aus?

00:33:21: Und dadurch kann man schon fast sagen ist es schon in dreivierteljahr oder so.

00:33:25: aber natürlich machen wir auch andere Aufgaben.

00:33:27: Na klar ihr habt ja als Tourismusbetrieb noch andere Dinge zu tun.

00:33:31: Genau na klar es fängt halt an mit dem Auswahlverfahren oder mit der Ausschreibung.

00:33:37: Das beginnt einfach jetzt, also das muss jetzt schon wieder im Juni eigentlich starten.

00:33:41: dann muss man ja bis August Viertermittel beantragen.

00:33:44: dort muss man eigentlich schon dieses vorläufige Programm also das Konzept fürs nächste Jahr einreichen.

00:33:50: Dann gibt es irgendwann im Januar die Zusage- oder Absage Genau!

00:33:54: Also kann man schon eigentlich sagen im Großen und Ganzen ist es in dreivierteljahr sagt man mal vom Beginn bis dann wo's halt stattfindet.

00:34:03: Naja, so ein Puppenspielfest ist ja nicht einfach da mit Schnipsen sondern das muss ja auch finanziert werden.

00:34:10: Und es neben natürlich auch der ganzen Finanznummer auch mit ganz viel Arbeit verbunden und mit Menschen verbunden die da fleißig mithelfen Auch viele Ehrenamtliche.

00:34:22: Wie ist denn das?

00:34:22: So.

00:34:22: wie finanzierte sich denn so ein Puppenspiel fest?

00:34:26: Ja wir haben hier speziell Beiträge und natürlich finanzieren uns Durch Fördermittel, wir bekommen durch den Kulturraum Meisenseksische Schweiz jährliche Zuschüsse und ich bekomme von der Stadt Zuschüssen.

00:34:38: Und natürlich unsere Veranstaltungen, die wir durchführen, Spendengelder von Besuchern.

00:34:43: Brauche du jetzt Gummenspiel fest?

00:34:45: Okay!

00:34:46: Aber auf der Burg springen noch ein paar andere Leute rum... ...aber die sind dann vom Verein wahrscheinlich,

00:34:49: ne?!

00:34:50: Das ist dann zum Festtag, das ist dann der Verein.

00:34:52: Genau!

00:34:53: Als der Verein macht komplett diese technische Absicherung Kappenverkauf Die machen die Verdunklung also die Spielstätten-Einrichtung etc.

00:35:01: Wir sind so sage ich mal in der Vorarbeit mit dabei In der Werbung genau in den Absprachen Mit dem Rainer Krause Programm zusammenstellen Das machen wir dann alles mit dem Raina gemeinsam Und halt Viertermittel beantragen, viertermittel abrechnen Weil das Puppenspielfest ist ja immer eine Sache zwischen Puppenspielfestverein und Stadtverwaltung.

00:35:22: Aber das sind alles ehrenamtliche, denke ich mal?

00:35:24: Die dann da im Verein sind und das machen und ihr seid dann die einzigen, deren Job es ist sozusagen?

00:35:29: Ja aber es gibt ja trotzdem noch so ein Organisatorengehalt durch die Fördermittel.

00:35:33: Es gibt einen Betrag für die technische Absicherung.

00:35:37: Das ist schon alles ganz gut aufgestellt.

00:35:40: Wow, was für ein Macherton.

00:35:42: Ja ich hoffe ihr seid hier alle noch mitgekommen die eingeschalten haben.

00:35:45: Ansonsten

00:35:45: kann ihr auch mal auf Pause drücken oder am nächsten Tag weiter hören ja aber total interessant.

00:35:50: also auch gerade was mich dann immer wieder fasziniert ist so diese dieser geschichtliche Teil

00:35:56: und auch

00:35:56: der Carla zählt hat von der Nachkriegszeit oder während dem Krieg was da alles abging.

00:36:02: das ist schon krass.

00:36:04: Und eigentlich umso schöner dass die Tradition mit diesem Festival bis heute ja aufrecht erhalten wird Absolut.

00:36:10: Und bei der Gelegenheit können wir gleich ein bisschen Werbung machen, denn das nächste Hohenstein-Apropospielfest ist ja bald.

00:36:15: Nämlich vom neunundzwanzigsten bis einunddreißigsten Mai.

00:36:19: Das ist genau nur um das achtund dreißigste Hohenschein-Appropos Spielfest und da gibt es neunzehn Bühnen, neun Spielstätten, fünfzig Vorstellungen natürlich nicht nur für Kinder auch für Erwachsener.

00:36:30: Also nehmt euch mittlerweile Zeit mit!

00:36:33: Geht wann man geht gut essen und guckt euch ganz viel Theater

00:36:37: an Definitiv, also vielen Dank glaube ich auch mal an der Stelle und alle die sich jetzt hier bei unserer Folge beteiligt haben.

00:36:42: Ja

00:36:42: ja vielen dank.

00:36:43: es waren tolle Gespräche.

00:36:45: Es war für uns ist auch eine ganze halbe Arbeit das alles zu schneiden dass wir dann einen sinnvollen Weg dadurch kriegen.

00:36:52: Ich hoffe es gefällt euch allen da draußen und wird mich freuen wenn wir uns bald wieder

00:36:56: hören.

00:36:57: Auf jeden Fall in diesem Sinne lieber Carsten würde ich sagen schließen wir die folge Für heute.

00:37:01: Ja darf ihr mir was wünschen?

00:37:02: Ja

00:37:03: verständlich

00:37:03: Jetzt wäre eigentlich die Zeit ein Zitat des.

00:37:05: Und da wünsche ich mir jetzt mal einen Zitat nochmal vom Hohensteiner Kasper, beziehungsweise vielleicht ein kleiner Ausstitt.

00:37:11: Wir haben ja ganz am Anfang schon mit Max Jakob gehört und war es auch schon ein Mittel rausgekommen.

00:37:15: Mein Hohenscheiner Kaspar war eigentlich mehr der Friedrich Arndt... ...und damit

00:37:19: will ich gerne mal reinhören!

00:37:20: Das seid ihr gut!

00:37:22: Also danke schön!

00:37:23: Das war mein Podcast.

00:37:24: Ich kann machen was ich will.

00:37:26: Bis

00:37:26: zum nächsten

00:37:27: Mal!

00:37:27: Tschüss!

00:37:45: Den ganzen Tag bin ich gewandert

00:37:48: und jetzt bin ich müde.

00:37:50: Ich möchte schlafen.

00:37:52: Ah, da steht ja ein Gasthaus!

00:37:56: Na nu?

00:37:57: Schon geschlossen?

00:37:58: Naja es ist ja auch schon dunkel.

00:38:01: Hallo Frau

00:38:01: Wirtin aufmachen Ein müder

00:38:03: Wanderer steht vor der Tür.

00:38:05: hallo aufmachen Das war's Hallo Adrian, ich bin Sommer Karsten.

00:38:30: Ja hi, Servus!

00:38:32: Du pass auf... Da fällt mir gerade was ein.

00:38:35: Erinnerst du dich das der Detle Feinichen im Interview gesagt hat?

00:38:38: Das Publspielfest wäre ins Leben gerufen worden von Thomas Hänsel, den wir ja auch schon kennen als ehemalige Chef von der Marotte in Karlsruhe und von Holger Friedrich.

00:38:50: Ja stimmt, er hat dann jemand was

00:38:52: Genau, Holger friedrich Den magste vielleicht jetzt so nicht kennen aber ich glaube Trotzdem darfst du ihn kennst, wenn ich dir seinen anderen Namen nenne.

00:39:03: Nämlich Friedrich von Lichtenstein.

00:39:06: Ja

00:39:07: supergeil

00:39:08: ja klar!

00:39:11: Super geil das ist... Friedrich vom Lichtenstein ist eigentlich gelernter Pokenspieler.

00:39:15: Ach was?

00:39:16: Ey jetzt hör auf Ich liebe ihn, ich liebe den Typ

00:39:20: Genau.

00:39:21: Und auch für die, die ihn vielleicht jetzt noch nicht kennt oder wo es noch nicht ganz klingelt.

00:39:25: Hach mal da mal in den O-Ton!

00:39:27: Ja,

00:39:27: selbstverständlich

00:39:28: logisch, spielen wir ab!

00:39:38: So... Jetzt zu dir mein lieber Freund.

00:39:43: Weißt du?

00:39:44: Dass du ein sehr geiler Kollege bist.

00:39:47: Was ich dir schon einmal sagen wollte ist Es ist großartig

00:39:51: was du hier ablieferst Cool, danke für die Info.

00:39:58: Ja also mein

00:39:59: Lieber das war's eigentlich schon.

00:40:00: mehr wollte ich gar nicht sagen.

00:40:02: und weißt was du bist auch ein super geiler Kollege.

00:40:05: Du auch mein lieber Danke.

00:40:13: Bis bald!

00:40:19: Juicy Koski, Juicy Koskis.

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