Und das kann man studieren?! – Teil 1
Shownotes
🎭 „Und das kann man studieren?! – Teil 1“
Ja, das kann man tatsächlich studieren! Für diese Folge von FIESEMADÄNDE On Air fahren Adrian und Carsten an die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin und besuchen die Abteilung für zeitgenössische Puppenspielkunst. Dort treffen sie die Studentinnen Ronja und Luisa, die sich zum Zeitpunkt des Gesprächs im zweiten Studienjahr befinden und uns einen ausführlichen, ehrlichen und unterhaltsamen Einblick in ihren Studienalltag geben. 🎓
Carsten kehrt damit gewissermaßen zu seinen eigenen Anfängen zurück – wenn auch nicht an denselben Ort. Er erinnert sich an seine Studienzeit zwischen einem Asbestgebäude am Ostkreuz, einer zwischenzeitlichen Fabriklösung und den Räumen an der Parkaue. Heute befinden sich die verschiedenen Abteilungen der Ernst Busch gemeinsam in einem neuen Gebäude und für Carsten ist schnell klar: Die Hochschule hat sich verändert, doch einige Erfahrungen im Puppenspielstudium scheinen zeitlos zu sein.
Ronja und Luisa erzählen, wie vielseitig ihr Studium aufgebaut ist. Auf dem Stundenplan stehen unter anderem Sprechen, Gesang, Körper-Stimm-Training, Akrobatik, Bewegung, Theatergeschichte, Theatertheorie, Werkstattlehre und Puppenführungstechnik. Dazu kommen wechselnde Hauptfächer und Szenenstudien: von Schauspielgrundlagen über Animation und Objekttheater bis zur Maske, Handpuppe und später weiteren Puppenformen.
Dabei geht es längst nicht nur darum, eine Figur irgendwie hochzuhalten. Die Studierenden beschäftigen sich intensiv mit dem eigenen Körper, mit Bewegungsabläufen, Haltung, Stimme und der Frage, wie sich menschliche Bewegungen auf eine Puppe übertragen lassen. Ronja und Luisa beschreiben, wie viel Zeit es braucht, bis das Gelernte wirklich im Körper ankommt – und wie faszinierend es ist, plötzlich im Alltag eine neue Beweglichkeit und ein anderes Bewusstsein für den eigenen Körper zu entdecken.
Natürlich sprechen wir auch darüber, wie die beiden überhaupt zum Puppenspiel gekommen sind.
Ein wichtiger Teil des Gesprächs ist auch die Aufnahmeprüfung. Ronja und Luisa erzählen von Schauspiel- und Puppenszenen, Liedern, Texten, Improvisationen und spontanen neuen Aufgaben. Denn es reicht nicht, eine vorbereitete Szene gut zu spielen: Die Prüferinnen und Prüfer möchten sehen, wie flexibel jemand reagiert, ob neue Impulse angenommen werden können und wie ensemblefähig die Bewerberinnen und Bewerber sind.
Auch die Zukunft nach dem Studium spielt eine Rolle. Beide können sich vorstellen, zunächst in einem festen Ensemble zu arbeiten. Dabei sprechen sie über die Sicherheit eines festen Hauses, die fehlende feste Puppentheatersparte in Berlin und die vielen weiteren Möglichkeiten, die Puppen eröffnen. Ronja interessiert sich beispielsweise auch für die Wirkung von Figuren außerhalb klassischer Theaterräume – etwa in der sozialen Arbeit, der Gewaltprävention oder im Umgang mit Menschen, die über eine Puppe leichter einen Zugang zur Kommunikation finden.
Und braucht es Puppen in der heutigen Zeit überhaupt noch? Für Ronja und Luisa ist die Antwort klar.
Diese Folge zeigt, wie viel hinter einem Studium steckt, das Außenstehende noch immer mit einem überraschten „Und das kann man studieren?!“ kommentieren. Es geht um Handwerk, Kunst, Selbstzweifel, Körperarbeit, Fantasie und die Freiheit, mit Figuren wirklich alles erzählen zu können.
Ihr habt Fragen zum Studium der zeitgenössischen Puppenspielkunst, zur Aufnahmeprüfung oder zum Alltag an der Ernst Busch? Dann schreibt uns gerne – vielleicht greifen wir eure Fragen in einer weiteren Folge auf. 🎧✨
Viel Spaß mit der Folge!
📣 Hinweis: Wer Carsten und seine Kolleg*innen zwischenzeitlich live erleben möchte, schaut am besten in den aktuellen Spielplan des Theater FIESEMADÄNDE im Figurentheater Mottenkäfig in Pforzheim: www.fiesemadaen.de/events
Transkript anzeigen
00:00:00: Adrian?
00:00:01: Ja, Kasten.
00:00:04: Was ist das da eigentlich für eine Taste?
00:00:06: Das ist ein Effekt-Taste auf meinem Höllenbord!
00:00:10: Was macht man
00:00:11: damit?!
00:00:11: Da kann man ganz tolle Effekte mitmachen!
00:00:13: Ah was... und was für Effekten kann man so machen?
00:00:17: Darf ich mal...?
00:00:21: Kann man das mal beim Podcast benutzen?
00:00:23: Ja aber wozu?
00:00:27: Wenn man zum Beispiel einer Fluchen will... Kannst du gefällig sein?
00:00:32: Aus dem... Du bist recht sein!
00:00:37: Das war's zum Beispiel.
00:00:40: Achso, ja gut, na klar dafür kann man es halt benutzen.
00:00:43: Ich find sehr schön dass dir so gefällt.
00:00:45: Ohja das will ich auch haben.
00:00:47: Ja ich lege jetzt mal aus versprochen.
00:00:48: Dann kannst du immer wenn du streiten mit ihr oder was kannst du.
00:00:50: Ich nähle dich für den Büro weißt du nach.
00:00:52: Stimmt, wenn ich einfach mit drüber gebief.
00:00:55: Ja aber ich denke mir sollt mal langsam schon zu unserem nächsten Interviewpartner bzw unsere nächsten Interview-Partner reden kommen.
00:01:01: Wir treffen uns ja heute mit zwei Studentinnen aus dem zweiten Studienjahr der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch abtreten und Puppen spielen.
00:01:08: Nein es heißt doch jetzt anders das heißt doch Zeitgenössisches Puppenspielen.
00:01:13: Genau und zwar treffen wir uns da mit der Ronja Bemmann unter Luisa Illisch.
00:01:17: Richtig Ich habe das richtig ausgesprochen.
00:01:19: Wir sagen ja eh nur Ronja und Luisa.
00:01:23: Genau, respiten wir hier weg.
00:01:24: Die können wir dann gleich fragen ob sie das Studium super finden oder vielleicht doch eher... Das werden wir rausfinden.
00:01:34: heute auf jeden Fall Mensch Carsten.
00:01:36: Und dürfen es die Studenten auch benutzen?
00:01:38: Ja selbstverständlich Wunderbar.
00:01:39: Also wer würde ich sagen Oder legen mal los Na dann ab in den U-Bahn und auf zur Hochschule.
00:01:45: Los geht's Auf, auf und davon Jetzt gehts los.
00:02:41: Heute gehen wir im wahrsten Sinne des Wortes an die Anfänge, nämlich eigentlich historisch gesehen von dir, Karsten.
00:02:46: Richtig?
00:02:46: Wieso an
00:02:47: meiner?!
00:02:47: Naja!
00:02:47: Wir sind ja hier heute in einem Gebäude so viel dürfen wir schon verraten.
00:02:50: das hast du zwar zumindest nicht mehr gesehen bis jetzt dann doch ein bisschen älter wenn ich das jetzt einfach mal so sagen darf aber... Genau Du hast zumindest eine Verbindung zu dem Ort an dem wir heute sind.
00:03:04: Das ist korrekt, also erstmal hallo an alle Hörer.
00:03:06: Schön dass ihr wieder eingeschaltet habt!
00:03:07: Ja wir befinden uns heute an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin.
00:03:12: Allerdings eben wie Adrian schon sagte nicht dort wo ich mal studiert habe denn das Gebäude wird mittlerweile andersweitig genutzt.
00:03:19: Ich hab damals studiert angefangen habe ich am Ostkreuz.
00:03:22: Das war ein ziemlicher Asbestbunker Der dann irgendwann nach dem ersten Studienjahr abgerissen wurde Wegen Asbest und dann gab es eine Zwischenlösung, das war so ein altes Fabrikgebäude.
00:03:30: Da musste man dann ständig immer hin- und herfahren auch manchmal weil manche Unterrichte waren in schöne Weide im Gebäude von den Schauspielern und das andere war wieder ein Fabrik.
00:03:40: Und da habe ich mir auch mal eine Magenverstimmung zugezogen weil wir glaube ein halbes Jahr eigentlich nur im Rennen gegessen haben Weil was sonst zeitlich nicht geschafft hätten.
00:03:48: Und irgendwann sind wir dann nach Friedl sein gekommen in die Parkauer Alles bis zum bitteren Ende.
00:03:54: Und jetzt gibt's ein neues Gebäude von der Ernst Busch, das ist insofern ganz toll finde ich weil das neue Gebäud hat den Luxus denn wir nicht hatten.
00:04:01: dann hier sind es alle zusammen.
00:04:02: Hier gibts die Schauspieler und die Puppenspieler Regie nämlich auch ne?
00:04:06: Aber da reden wir jetzt drüber mit unseren Gästen!
00:04:09: Denn wir haben zwei ganz tolle nette Gäste.
00:04:11: aber würd sagen er stellt euch am besten selbst vor wer seid ihr denn?
00:04:14: Hallo Ich bin Luisa und ich studiere Puppen Spiel an der Hochschule für Schauspiegelkunst Ernst Bosch In
00:04:21: Berlin
00:04:24: Und bin jetzt im zweiten Jahr.
00:04:26: Ja, hi!
00:04:26: Ich bin auch im Zweiten Jahr, ich bin Ronja.
00:04:29: Louisa und ich studieren zusammen.
00:04:31: Puppe?
00:04:32: Die Puppen das ist schön.
00:04:33: Das haben wir auch immer gesagt.
00:04:36: Zeitgenössische
00:04:36: Puppenspielkunsten,
00:04:38: wenn man
00:04:38: die ganz genau nehmen möchte.
00:04:40: Wie zeitgemäß ist dieses Puppenziel?
00:04:42: Genau, zeitgenössische Puppenspiel.
00:04:45: So viel
00:04:45: Zeit muss sein.
00:04:46: Ja ja, das haben sie erst angefangen und da war ich dann schon weg.
00:04:49: Und was seid ihr?
00:04:50: Wenn ihr fertig seid?
00:04:51: Dann sind wir Puppen-Spielerinnen!
00:04:53: Und mit
00:04:53: welchem Abschluss?
00:04:55: Ich glaube, da steht sogar Darstellende-Spielerin oder so drauf.
00:04:59: Ich weiß
00:05:00: das leider nicht... Aber ist kein Bachelor?
00:05:02: Ist D, ist ein Diplom?
00:05:04: ja!
00:05:04: Genau, ich bin Diplome, Popenspieler, Schrägschicht, Darsteller und Künstler.
00:05:07: Ja genau!
00:05:08: Mein Gott!
00:05:09: Das klingt richtig
00:05:10: akademisch!
00:05:11: Voll!
00:05:11: Das kann man sich übers Bett hängen, weil später noch seht ihr das keine Sau.
00:05:15: Ich glaub dir eh keiner aus der Popenspiele studiert hat.
00:05:18: Aber es sind tolle Studien, das war mit tatsächlich die schönste Zeit Meines Lebens muss man wirklich so sagen.
00:05:23: Und du wirst sich niemals wieder so ausprobieren können und auch scheitern dürfen wie in der Hochschule, die schon auch durchaus hart ist.
00:05:31: also ich weiß noch damals zu meiner Zeit wir hatten im Städtsohne eine sechstenfünfzig Stundenwoche und hast aber halt auch keine Referate geschrieben, keine Texte auswendig gelernt nichts Und viele von uns, die haben auch kein Buffett bekommen.
00:05:41: Das heißt sie mussten dann auch nebenbei noch arbeiten und das war schon zwischendurch echt crazy!
00:05:45: Natürlich hast du doch immer einen Druck weil da ist ja alle paar Wochen eine Prüfung, weiß nicht wie es bei euch ist aber könnt ihr bestimmt auch gleich ein bisschen mehr erzählen?
00:05:50: Das heißt du bist natürlich auch eh mal unter Beobachtung ständig und das musste auch aushalten.
00:05:56: und für viele ist dann so im zweiten Studienjahr Hallo Mädels!
00:05:58: Wir hatten's dann auch mal kurz auch eng oder wo da auch die Lust mal kurz runter ging.
00:06:03: Es war es bei uns zumindest Weil du natürlich auch am Anfang wahnsinnig viel lernst.
00:06:07: Du hast ein Input, du lernest abartig viel und freust dich und saugst alles auf.
00:06:11: aber irgendwann kommt der Punkt da, stackt ihn jetzt dann so ein bisschen... ...und dann muss man drüber hinwegkommen und dann ist wieder schön!
00:06:18: Aber erzählt man von euch also was habt ihr zum Beispiel überhaupt für Unterricht mittlerweile?
00:06:22: Also hier lernt man superviel.
00:06:26: Man hat eine wahnsinnige Bandbreite einfach an den Unterrichten ... ähm, eben zum Beispiel sprechen.
00:06:32: Also sowohl dass man wirklich Einzelsprechunterricht hat als auch einzelne Singen zusammen auch Kösti also Köstie steht für Körper Stimmtraining.
00:06:40: Das
00:06:41: habe ich immer gerne gemacht.
00:06:42: Habt ihr auch noch Chorgesang?
00:06:44: Hatten wir ja.
00:06:45: Also Gruppengesang hatten wir das erste Jahr genau und jetzt nicht mehr.
00:06:49: Das ist ein bisschen schade auch.
00:06:51: Ja!
00:06:51: Wir haben es auch sehr genossen weil sie auch so eine Zeit wo auch wirklich mal alle zusammen sind.
00:06:55: Total.
00:06:56: aber ich finde es auch gut einzeln singen zu haben und sich darauf zu konstruieren.
00:07:00: Also, ja weil man richtig merkt so der wird so richtig der Finger da reingehalten wo ich vielleicht persönlich einfach noch dran arbeiten muss aber natürlich so Chor.
00:07:09: dann lernt man nochmal ganz andere Dinge worauf man achtet gemeinsam zu singen.
00:07:14: Möchtest du noch aufsehen, was wir noch alles tolles haben?
00:07:17: Ja!
00:07:17: Wir haben so viel.
00:07:18: Wir haben Akrobatik.
00:07:20: Wir hatten Werkstattlehre im ersten Semester da haben wir bisschen die Werkstatte kennengelernt und konnten eine Puppe bauen weil das ja immer Teil einfach sein wird selbst auch Puppen zu bauen oder Bühnenteile.
00:07:33: dann haben wir Theatergeschichte jetzt auch noch neu Theatertheorie.
00:07:39: Also
00:07:39: hatten wir auch.
00:07:40: Genau,
00:07:41: Puppenspieltheorie
00:07:43: Wir hatten beides tatsächlich.
00:07:44: Wir hatten Theatertheorien noch und noch Puppenspieltheorie Und dann gab es noch ein bisschen Dramaturgie-Unterrichterung.
00:07:50: Ja ich glaube das ist... Ist jetzt
00:07:51: beinahe so?
00:07:52: Theatergeschichte und Dramaturgie sind quasi zusammen geschmolzen
00:07:55: Und ihr hattet noch Kultur, Ästhetik.
00:07:59: Ja, ist eine gute Frage.
00:08:00: Da hat man zum Beispiel damals was ich total toll fand.
00:08:04: eigentlich wir haben da so gelernt wie Menschen in unterschiedlichen Epochen auf ihr Umfeld reagiert haben oder warum ein Critter so reagiert wie er reagiert und aber eine Dame aus einer anderen Epoche wieder anders.
00:08:16: das war eigentlich total toll.
00:08:17: Das
00:08:18: klingt spannend.
00:08:20: War halt immer hart weil es war immer mittwochs morgens die ersten drei Stunden.
00:08:23: das muss man wollen.
00:08:27: Ja, total.
00:08:28: Oh, das ist hart!
00:08:29: Das darf ich gar nicht laut sagen.
00:08:30: Ich habe mal gezählt... Wir waren damals auch zwölf Studenten.
00:08:34: Da haben wir in einem Unterricht von zwölfen um acht gepannt.
00:08:39: Also echt hart.
00:08:41: Nur Theorie drei Stunden ist heftig und danach war dann eben ... Kösti oder irgendwas, da ging es dann wieder bergauf.
00:08:48: Oder Pandemien?
00:08:48: Ja, das ist bei uns auch nach Theatergeschichte
00:08:50: jetzt immer.
00:08:50: Wir haben auch sehr viel Puppen... Puppenführungstechnik?
00:08:56: Ja genau,
00:08:56: Puppeführungsteknik.
00:08:58: Das wichtigste!
00:09:00: Ich finde auch also dass für mich mit Abstand irgendwie das anstrengendste manchmal, vor allem im ersten Semester.
00:09:06: ich weiß nicht wie's dir ging aber ich war so oft auch nervös weil man so viele Bewegungen sieht lernen soll, die man absolut noch nicht kann.
00:09:14: Aber ich glaube je mehr wir lernen und jetzt sind wir gerade im Szenestudium Handpuppe.
00:09:19: also wie können hier schon ein paar Sachen?
00:09:21: Und ich merke das richtig an meinem eigenen Körper so bei alltäglichen Sachen wenn ich jetzt hier zum Beispiel den Stick anhebe dass sich eine ganz andere Beweglichkeit habe.
00:09:29: Das ist so cool zu merken!
00:09:30: Wenn ich das jetzt hier raushiel... Entschuldigung jetzt wieder drin.
00:09:38: Ja ja ja lustig er macht das ersten und zweiten ...
00:09:42: als Handpuppe, meinst du?
00:09:43: Genau.
00:09:43: Also wir hatten seit dem ersten Semester immer PT aber...
00:09:47: Ja klar, abhandpuppen ist okay.
00:09:48: Wir
00:09:48: hatten im ersten Semestern erstmal... also man hat hier mal einen Hauptfach die ganzen Sachen, die Luisa und ich jetzt aufgezählt haben.
00:09:54: Dazu gehören auch noch andere Sachen Tanzen oder Bewegungen.
00:09:58: Die ganzen Unterrichts sind immer Vormittags oder jedenfalls nur ein halben Tag und am anderen Halbentag haben wir Hauptfach.
00:10:05: Das ändert sich dann immer...
00:10:06: Genau, es war erst Schauspiel da haben wir einen Zähnestudium gemacht.
00:10:09: Erst Schauschbegründlagen, dann ein Zähnenstudium.
00:10:12: im zweiten Semester hat man dann Animation ganz lange wo man zu Objekten lernt wie animiert man die Objekttheater und dann kommt die Kreation wo jede Person einzeln ein kleines Stück inszeniert mit Material
00:10:28: wo man dann quasi schon ganz zu Beginn des Studiums geführt, so total ins kalte Wasser geworfen wird und ob sich selbst gestellt ist.
00:10:35: Und innerhalb von zwei Wochen aber trotzdem nur die Hälfte des Tages hat quasi innerhalb von drei Wochen dann sich ganz intensiv mit Objekten und Material auseinandersetzen eigentlich sieben Minuten fast keiner hat sich dran gehalten es ging meistens länger ja aber da dann was entwickelt ein kleines Stück dass man da total frei ist.
00:10:56: Das war eine sehr intensive Erfahrung auf jeden Fall.
00:10:58: Bei mir auch, es ist lustig und umgekehrt.
00:11:01: Es ist lustige weil ihr mit Schauspiel anfängt.
00:11:04: Wir haben mit Animation angefangen tatsächlich.
00:11:06: Wobei ich eigentlich Schauspultaktisch besser finde, weil du dann erst mal mehr über deinen eigenen Körper lernst, um das später auch auf die Puppe zu übertragen.
00:11:14: So ne?
00:11:14: Für uns was Animationen war auch cool aber tatsächlich ... War ich da noch im Zweifel, ob du zu mich das richtig ist?
00:11:21: Das war bei mir auch so.
00:11:22: Gut dass du es sagst!
00:11:23: Ja
00:11:23: wirklich, weil ich komme aus dem Schwarzwald.
00:11:26: Ich hatte keine Cash-Polizei-Rotter und Muppetscheln und eine Ausform der Bubenkiste.
00:11:29: Fertig.
00:11:30: Und auf einmal kommen die und sagen hier sind ein paar Spaghetti.
00:11:32: Spiel
00:11:32: was?!
00:11:33: Ja, ich war aber auch gerade an die Gabel mit den Spaghetti gedacht.
00:11:35: Wirklich...
00:11:38: Ja,
00:11:38: das war für mich ganz schrecklich und ich konnte nicht improvisieren und hatte aber auch Kommilitonen, die waren vorher schon mal in Magdeburg als Gastie waren, sonst wo irgendwo in Halle und dann komm'n ich daraus mit Schwarzwalten hab null Und dann halt so, jetzt habt ihr eine schöne Zeit.
00:11:50: Das darfst du dir an die Ecke suchen und danach zeige ich da bitte was vor.
00:11:53: Das war für
00:11:53: mich der Oberdruck!
00:11:54: Aber was hast Du denn gemacht als Kreation?
00:11:56: Weißt Du das noch?
00:11:56: Was ich am Ende gemacht habe... Jaaa.... Ich hab'eine Spaghetti-Nummer tatsächlich gemacht und zwar mit allen... Du
00:12:03: bist langsgestellt!
00:12:04: Ja, jaa.. Ich hatte ein großes und tatsächlich spielt es heute noch.
00:12:07: Ich habe so ein kleines Nummerprogramm und da spielte's heute noch einen Topf und da waren dann die Spaghetti auf unterschiedlichste Weise so mit militärischem Schritt freiwillig rein und hoppsten dann immer rein.
00:12:18: Also man sieht die Leute nur, wie ich mit meinem Spaghetti da zu diesem Topf rüberlaufe.
00:12:22: Dann springen die rein alle unterschiedlich und dann gibt es noch einen ganz kleinen Spaghetti und das kommt aber nicht hoch!
00:12:27: Und die, die schon drin sind, die lachen dann und dann komme ich ja mal mit dem heißen Wasserkocher und brühe die dann alle tot quasi... ...und dann lacht das Kleine und ist glücklich dass er sie überlebt hat.
00:12:38: Fällt dann aber leider auch der Tischkantel runter und ist dann auch tot.
00:12:40: Oh, tragisch!
00:12:41: Deswegen.. Ich habe nur so Dinger, die heißen dann.. Das ist der Zyklus Schicksalsschläge.
00:12:45: Also ich hab nur so Dinge, wo am Ende immer alles tot ist.
00:12:48: Frag mich nicht warum!
00:12:49: Ich weiß es nicht.
00:12:50: Aber ich
00:12:50: hab das Gefühl, dass passiert beim Pumpentheater oder gerade auch mit Objekten sehr schnell.
00:12:56: Und dann hatte ich noch was... Was war das?
00:12:57: Ich habe da mit Papier gespielt.
00:12:59: Also Zeitungspapier habe ich Rapunzel gespielt
00:13:02: und... Hast du dir einen Zopf
00:13:03: gemacht?
00:13:04: Man soll's nicht glauben.
00:13:05: damals hatte ich doch Haare ja aber es waren nicht mein
00:13:06: eigenes... Aber ich meine so ganz...
00:13:08: Es war ein Papierzopf.
00:13:09: ja tatsächlich Ja und ich hatte etwas mit dem Geldbeutel der wiederum hat eine Kette die man dann an Gürtel festmachen konnte.
00:13:17: In neunzigern war das ganz modern und dann konnte ich quasi diesen Anhänger, den man ein Gürtteln macht... Das war so eine Läderschlaufe, die habe ich dann zwischen dem Geldbeutel geklemmt und dann war es wie so einen Adler und damit auch nur mal gespielt.
00:13:31: Und dann gab es noch was mit dem Maßriegel, das war auch sehr schön.
00:13:34: Aber
00:13:36: du hast so viele Sachen gemacht oder habt ihr ja auch eine Präsentation gehabt?
00:13:39: Wir hatten auch eine präsention und da hat glaube ich jeder tatsächlich zwei dinge zeigen müssen.
00:13:43: Ah ok!
00:13:43: Ja
00:13:43: aber es hat lange gedauert.
00:13:44: also ich war mir lange lange lange... Also wirklich nicht sicher ob ich den Job hier mache und mal kurz vor Abbruch und dann kam in dem Fall tatsächlich auch ein Menzel und hat bei mir die richtigen Knöpfe gedrückt Genau so.
00:13:57: Und habe auch in der Schaubude ein Stück gesehen, was mir auch geholfen hat eine Idee dafür zu kriegen, was mein Theater sein soll und wie ich es machen möchte.
00:14:06: Dann war die Sache klar!
00:14:07: Und da bin ich geblieben und das war gut so.
00:14:09: Ja, und ihr habt ihr schon seid ihr noch hochmotiviert oder lässt es auch gerade schon ein bisschen federn?
00:14:16: Ich hatte das auf jeden Fall sehr bei Animationen auch nicht sich so... Da war das erste Semester vorbei.
00:14:21: wir sind beide aus Halle hierher gezogen fürs Studium Auch komplett den Arbeitsweg zu wechseln in diese Theaterwelt und dann hier zu sein in Berlin und so komplett neu anzufangen.
00:14:33: Das war euphorisch einfach Krass intensiv im ersten Semester und dann kommt sowas.
00:14:39: Und man hat jeden Tag vier Stunden lang dieses Fach, wo man eben keinen Zugang zum Material findet oder sich so fragt, oh Gott bin ich hier eigentlich richtig?
00:14:46: Ich habe jetzt keine Ahnung was die Gabel mir sagen will oder so.
00:14:49: Das war bei mir echt doll!
00:14:50: Dann kam die Kreationen und da hab' ich wieder so gedacht, ah okay ja... ...ich wünsche dann doch Wege wie ich Sachen ausdrücken möchte.
00:14:57: Und dann kam Maske und das war für mich, also Szene Studium-Maske.
00:15:01: Das war der Game Changer, weil das so viel mit mir gemacht hat und auch schon gezeigt hat ... Ich hab im ersten Semester so viel gelernt und das kommt jetzt erst an!
00:15:11: Nach dem Szene-Studium habe ich gemerkt, jetzt könnte ich anfangen, meine Rolle in der Maske zu arbeiten.
00:15:16: Wie lange es braucht um sich zu setzen?
00:15:20: Ja, ich glaube, das war irgendwie so wichtig für mich.
00:15:23: Und jetzt zweifel ich irgendwie grad nicht so dran.
00:15:25: Wir waren auch in den Semesterferien auf Sachsentour und haben uns die ganzen Puppentheater angeschaut, und da auch noch mal zu sehen.
00:15:32: es gibt so viele verschiedene Arbeitsorte Menschen finden so viele Lösungen.
00:15:37: Generell also dass für dich an der Probe immer am faszinierendsten ist gibt nichts was du nicht machen
00:15:42: kannst.
00:15:42: Ja
00:15:42: so cool!
00:15:44: Du bist so uneingeschränkt da kann kein Schauspieler mithalten und dann kannst du mit allem ausdrücken und die Leute nehmen dir... Fast alles ab.
00:15:51: Ja, überhaupt ist eben alles.
00:15:53: Ja!
00:15:53: Wenn man dringend glaubt, ne?
00:15:54: Wenn man dran glaubt...
00:15:56: Richtig.
00:15:56: Fantasie ist alles...
00:15:58: Ja bei uns war es so.
00:15:59: Wir hatten also die erste Animation und dann kam Geschichte erzählen.
00:16:03: Das heißt zum ersten Mal durften wir auch eine Puppe selber bauen Und hatten aber auch einen Dozent und da gab's doch noch eine Regie.
00:16:08: Aber wir mussten auch zum ersten mal auch selber eben Klartext lernen sowieso.
00:16:12: Aber zum erstenmal hat auch das Sprecherzieher ein Anspruch drauf gehabt So dass da ein paar Dinge richtig ausgesprochen werden.
00:16:18: Ich komme aus dem Baden, ich habe erst mal die ganze Zeit nur gebadelt natürlich und musste mir das auch an eignenden Halbwegs Hochdeutsch zu reden.
00:16:25: Mein sächsischer Kollege hatte das Problem auch.
00:16:27: Halt ich mich badisch aber mit sächssisch.
00:16:28: ganz viele Dinge auch Gesangsunterricht.
00:16:30: Wir haben auch gesungen und da war zum ersten Mal wie im Auto sitzen und jetzt muss ich kuppeln und lenken und in den Rückspiegel gucken alles gleichzeitig.
00:16:37: Das war cool aber auch tierisch anstrengend.
00:16:39: Dann kam erst Schauspiel und im zweiten Studienjahr kam dann erst Marionette.
00:16:44: Das ist krass, also Marionette haben wir auch jetzt im Zweiten?
00:16:48: Ja, Puppenführungstechnik.
00:16:49: Also quasi das was wir im Szenenstudio machen, Hauptfachzeit ist immer so ein bisschen nachgerückt nach Puppenführungstechnik.
00:16:56: Dass wir zum Beispiel im ersten Jahr sehr intensiv Handpuppe hatten.
00:17:03: dritten Semester passiert erst mal das Szenestudium dazu.
00:17:06: Aber ich finde es also um nochmal kurz auf Animationen einzugehen, ich finde irgendwie übel gut dass das jetzt schon da war weil ich das Gefühl habe gerade jetzt bei Handpuppe müssen wir so viel Übersetzung finden für Dinge die da auf der Bühne stehen die nicht das sind was sie bei uns in der Realität sind.
00:17:22: auch wenn man so für bestimmte Dinge einen Widerstand spürt und dann Aber gezwungen ist, ich muss jetzt was erzählen oder ich muss etwas finden.
00:17:30: Und dann ein bisschen lockerlässt und sich dafür öffnet.
00:17:33: Dann kommt immer was!
00:17:34: Das ist so cool das jetzt schon zu merken... ...und das mitzunehmen für die Puppenarten, die jetzt alle
00:17:39: kommen.".
00:17:40: Ja, ich bin doch grundsätzlich dieses Studium wie es aufgebaut ist.
00:17:43: Das hat schon seinen Sinn.
00:17:45: Ich meine ganz am Anfang als ich dann erfahren habe dass wir mit Schauspiel anfangen da war ich erst so oh nee das ist genau.
00:17:52: das wollte ich jetzt eigentlich nicht.
00:17:58: Aber eigentlich, man merkt dann wie viel Sinn es hat auch einfach mit Schauspiel anzufangen und dass man sich quasi an diese Puppen wirklich ja fast mit einem wirklich sehr geringem Tempo sich diesen Puppe erstmal annähert.
00:18:11: Und eben sich erst mal mit Objekten Material beschäftigt, den man jetzt wirklich intensiver an eine Handpuppe geht oder vorher ja eben Maske also auch dieser zu sagen okay man hat diese Schwelle von Schaus Spiel zur Puppel das dazwischen irgendwie Maskel ist was ja auch so ein bisschen ... Ich sag mal so, das ist diese Mischform eigentlich aus Puppe und Schauspiel.
00:18:31: Wie viel man sich mit seinem eigenen Körper auseinandersetzt... Das ist krass!
00:18:35: Das ist Krass, dass es Wahnsinn und...
00:18:37: Ja, uns ja auch überwinden muss bei vielen
00:18:39: Gegnern.
00:18:40: Aber wieso?
00:18:41: Sehr wichtig Sehr wichtig und auch sehr wertvoll.
00:18:43: Ja, wie soll man andere Körper spielen wenn man den eigenen nicht kennt?
00:18:47: Ich weiß, wer hat eine Nummer aber die hat mir sehr geholfen tatsächlich.
00:18:50: Es war auch in Kösti wo jeder einen Partner hatte den er beobachten muss und musste ihn dann nachmachen so im Gang oder in der Haltung und selber erst mal zu sehen
00:19:00: Oh Gott!
00:19:01: So laufig, oh nee.
00:19:04: Und an sich dann auch zur Arbeit als ich selber auch.
00:19:06: Dass man eben aufrecht geht und nicht so irgendwie so halb krummen Rücken usw.
00:19:10: Ja ja ist krass!
00:19:11: Aber das ist auch ein spannender Punkt.
00:19:13: wir haben zum Beispiel so dass eine Person einen Gang vormacht und die andere findet dafür ne Übersetzung in der Handpuppe und dann macht es nochmal eine andere Person mit ihrem eigenen Körper nach.
00:19:23: und da auch merke ich gerade immer mehr Ein und derselbe Gang sieht bei verschiedenen Körpern so anders aus.
00:19:30: Also jeder Körper funktioniert anders, um das irgendwie zu akzeptieren oder darin auch den Schatz zu sehen.
00:19:36: Das habe ich vorher einfach nicht so...
00:19:38: Ich mache viel Regie für Amateure und wenn die manchmal nicht weiter kommen dann sage ich auch okay komm jetzt macht man die Szene nochmal, aber machen sie jetzt als Schauspiel und dann versucht ihr das was ihr jetzt gespielt habt.
00:19:49: Jetzt eben noch mal auf den Publis übertragen und das hilft dann ganz oft.
00:19:52: Und wenn man sagt okay wie setzt sich mich hin überhaupt?
00:19:55: oder wie läuft der Puppel los?
00:19:56: Oder warst auch immer ja oder auch dann Raumverteilungen ist hier auch, dass du nicht immer an der Spieleiste klebst für da ein Popo sondern eben den ganzen Raum nützt.
00:20:04: Wie seid ihr überhaupt dazu zu kommen Puppenspiegel zu machen?
00:20:08: Die berühmte Frage!
00:20:09: Ja immer!
00:20:10: Willst Du anfassen?
00:20:11: Ja, ich kann gerne anfangen.
00:20:13: Ich muss auch meine Gedanken sammeln.
00:20:15: Bei mir war es der Klassiker, dass ich eigentlich Schauspiel machen wollte ... Aber wie ich es immer sage, da kannte ich Puppe noch nicht.
00:20:24: Und ich hab in Halle im Theater-Jugendclub gespielt?
00:20:27: Und ich hab danach ein FSJ gemacht in dem Bühnhalle und danach noch hospitiert.
00:20:34: Beim Hospitieren habe ich erst so richtig das Puppenteater kennengelernt, also es war bei Dracula, da hab ich hospitiert ... Da war's quasi um mich geschehen.
00:20:42: Ich hab wirklich gesehen wie die diese ... Das waren in dem Fall das lebensgroße Puppen.
00:20:48: ist gerade etwas, was mich auch wirklich sehr fasziniert.
00:20:51: Das zu sehen wie mehrere Menschen so einem Organismus verschmelzen und zusammen diese Puppen führen und die reden nicht miteinander.
00:20:59: Die haben gar nichts abgesprochen und das funktioniert einfach.
00:21:02: und es hat mich so überwältigt.
00:21:05: Und ich hatte dann immer bei den Proben dieses Bedürfnis selbst diese Pappen irgendwie an die Hand zu nehmen und selbst zu spielen.
00:21:12: Aber ich bin nicht so rangetraut, weil ich dachte, die heiligen Puppen keine Ahnung.
00:21:16: Ich hab dann trotzdem mal ein bisschen probiert und ja... ...dann habe ich von denen natürlich erfahren, dass man studieren kann.
00:21:22: Und danach wollte ich eigentlich nichts mehr vom Schauspielwissen oder sowas.
00:21:26: Puppenspiel!
00:21:28: Ja bei mir war es so.
00:21:29: das also mein Papa der.
00:21:31: er hat früher so so ein kleines Puppentheater gebaut.
00:21:34: Also einfach so einen Kasten und Handpuppen und Marionetten und kommt auch aus dem Osten Und hat da irgendwie Leute gefunden, die Stückefegen geschrieben haben und so.
00:21:44: Dann haben meine Eltern immer zusammengespielt auf Hochzeiten oder Geburtstag oder so.
00:21:49: Und dann wollte mein Mama nicht mehr ... Oder ja, meine Brüder kamen auch.
00:21:53: Na ja!
00:21:54: Und dann hab ich irgendwann mitgemacht.
00:21:56: Da war ich noch voll klein.
00:21:57: Genau, und dann habe ich manchmal Stücke geschrieben.
00:21:59: Und Papa hat die Puppen gebaut und so... Also es war bei mir schon irgendwie so früh da.
00:22:05: Ich wusste dann irgendwann durch ... Das Popenteater Sternthalle in Leipzig, diese Kinderpopentheate.
00:22:10: Dass man das studieren kann und ich war immer so, irgendwann mach' ich das!
00:22:15: Aber ich hab mich immer nicht getraut und dann habe ich erst mal was anderes gemacht und dann war es irgendwie so okay jetzt oder nie, jetzt bewerbe ich mich.
00:22:21: Jetzt sind wir hier?
00:22:22: Ja, jetzt bin
00:22:22: ich für hier und das ist total super.
00:22:27: Bei mir war's auch so dass ich mich zuerst nicht Getraut habe.
00:22:30: Ich hab zuerst Theatres geschafft... studiert in Leipzig, hab das aber dann jetzt abgebrochen im fünften Semester.
00:22:36: Weil ich dann doch gemerkt habe, ich muss irgendwie auch die Bühne und eben so dachte dieses Puppenspiel, das wollte ich ja eigentlich machen und wie dumm ist es nicht mal zu probieren?
00:22:45: Und dann habe ich's einfach gemacht!
00:22:47: Und dann hat es geklappt.
00:22:48: und jetzt bin ich hier.
00:22:49: Ich weiß auch genau, als diese Nachricht kam, dass sich genommen wurde, war das erst so eigentlich unfassbar glücklich... ...und danach war ich aber erst noch total niedergeschlagen weil ich dachte Scheiße!
00:22:58: Ich muss nach Berlin ziehen und ich muss hier auf einmal alles ein bisschen loslassen.
00:23:03: Für meine Eltern ist natürlich auch sehr schwierig gewesen.
00:23:07: Auf einmal die große Stadt, eigene Wohnung… und ein sehr zeitintensives Studium, aber es sei halt einen Gut auf Trab.
00:23:15: Und es verändert einfach alles?
00:23:17: Es verändert
00:23:18: so
00:23:18: krass!
00:23:20: Ich finde man hat das vorher schon so gewusst.
00:23:22: wenn man da jetzt angenommen wird dann dann wird sich alles verändern.
00:23:26: und das war für mich der trauer Moment dass ich vorher als ich noch nicht wusste ob ich jetzt genommen bin oder nicht so dachte das entscheidet jetzt so viel über mein Leben Und dann hierherzukommen und zu merken, es ist wirklich so wie man das denkt.
00:23:40: Natürlich auch viele Dinge kommen anders.
00:23:43: Aber es ist krass was das mit einem selbst macht und was man für Entscheidungen plötzlich... Also man wird mutiger.
00:23:50: Warum muss
00:23:51: man doch keine andere Wahl?
00:23:52: Ja, deswegen ... Man wird da sehr getriezt auch.
00:23:56: Also nicht im schlimmen Sinne, in gutem Sinne getrieht.
00:24:00: Nee, musst ja an eine Grenze kommen und drüberkommen.
00:24:02: Genau
00:24:02: die Grenzen.
00:24:03: Aber auch im Privaten genauso bei mir war es auch ... Ich komme aus dem Schwarzwald, verstehst du?
00:24:08: Erst mal eine Wohnung suchen in Berlin.
00:24:11: Ich hatte eigentlich nur eine Chance... nach Berlin fahren, also um dahin zu fahren und mir gleich eine Wohnung zu kraschen.
00:24:16: Und hatte dann das Glück dass meine Cousine schon hier gewohnt hat und die kannte eine Marklerin.
00:24:21: Man hatte halt wirklich auch eine traumhafte Stelle erwischt, also PlanUfer so direkt am Landwehrkanal.
00:24:26: Das war natürlich schick.
00:24:27: da waren natürlich sechzig Leute die sich auch beworben haben.
00:24:29: ich bin einfach nur durchfaschiert habe gesagt hallo ich bin's und dann hab' ich das Ding gekriegt.
00:24:32: dann.
00:24:33: Ja Vitamin B ist alles.
00:24:34: Das ist wirklich so.
00:24:35: Und dann meine Eltern haben mich dann hingefahren und sind dann irgendwann abgefahren und dann stand ich da so und dachte
00:24:41: krank.
00:24:43: Ab jetzt bist du allein in dieser großen Stadt und das ist überhaupt zuerst mal eine große Stadt.
00:24:47: Das war echt
00:24:49: heavy.
00:24:49: Große Staaten, neue Menschen und vor allem neue Menschen mit denen man halt auch wirklich auf einander hängt?
00:24:54: Ja
00:24:54: sehr eng!
00:24:56: Ob man will oder nicht
00:24:58: Aber Berlin ist so cool.
00:25:00: Also ich hab das Gefühl, in den Sommerferien habe ich so manchmal Bars einfach abends angerufen und gefragt hey können wir kommen mit Puppen spielen?
00:25:07: Und die waren alle so.
00:25:08: ja klar kommt und ich war so was oder sind wieder manchmal voll spontan hingefahren und haben gespielt und auch so andere Sachen wo ich das Gefühl habe also Ich bin in Leipzig groß geworden da es auch viel möglich aber hier ist halt gerade etwas Kultur oder Theater machen.
00:25:24: man kann sich so krass ausprobieren.
00:25:26: Ich habe auch viele Jahre immer versucht meine Premiere in Berlin zu machen.
00:25:30: Weil wenn sie hier klappen, dann klappt es eigentlich überall.
00:25:33: Weil die Zuschauer auch so ein... Es wurde so große Seegewohnheiten haben dass die schon gut checken was ist jetzt Müll und was nicht Und deswegen war man das immer ganz wichtig.
00:25:40: Ich glaube das ist leider nicht mehr immer so aber hab ich lange lange immer versucht.
00:25:45: Wir haben auch ab und zu eine Großpuppe genommen.
00:25:47: Haben sich die U-Bahn gesetzt und haben einfach mal so ein bisschen animiert.
00:25:51: Das war total schön Richtig krass, wenn die Leute darauf
00:25:53: reagieren.
00:25:54: Ja
00:25:54: und das stört auch wirklich rein!
00:25:55: Wenn ich jetzt in Freiburg mache, dann kriegst du auf haute Fresse?
00:25:59: Ja da sind auch viele Studenten aber die sind sehr, sehr unlocker.
00:26:01: Wo ist denn Freiburk?
00:26:02: Weil Freiburt eine große Art gestattet ist... Aber...
00:26:04: Entschuldigung.
00:26:06: Ich liebe diesen Knapp.
00:26:09: Freiburger ist eine tolle Stadt, aber das ist schon ein Unterschied.
00:26:11: Und was halt eben auch schön ist glaube ich an Berlin.
00:26:13: also entweder man hasst es oder man liebt es.
00:26:15: dazwischen gibt's glaub' ich nicht viel, aber auch der ganze Humor den Du damit kriegste.
00:26:20: Also die Stadt macht ja etwas mit Dir.
00:26:21: Also auch finde ich jetzt von der Ästhetik her.
00:26:24: Früher dacht ihr halt aus, Puppen müssen halt ganz niedlich sein und so und immer alles ganz schön... Und dann denkst du nee hässlich ist eigentlich viel interessanter und schräg ist schöner als gerade und drei ist die bessere Zahl als vier.
00:26:38: So ja das war was und es hat mich schon sehr geprägt.
00:26:41: also auch wenn ihr dann wieder zurückkommst wie ich in Schwarzwald dann denken erstmal alle so äh was macht er jetzt da?
00:26:47: Aber irgendwann Klappt's dann, wenn sie sich daran gewinnt haben.
00:26:51: Aber es prägt schon sehr.
00:26:53: So ein bisschen Anarcho alles.
00:26:55: und ja, aber spannend!
00:26:56: Wenn ihr fertig seid irgendwann... Und mit Erfolg abschließt.
00:27:01: Wo würd's euch eher hinziehen?
00:27:02: Solo oder Ensemble?
00:27:03: Also für mich kann ich definitiv sagen Ensemble, also ich bin mir da eigentlich schon sehr sicher.
00:27:08: Finde ich sehr spannend weil du erzählt hast, wurdest auf keinen Fall irgendwie Ensemble und es ist aber genau das was ich gerne möchte und also für mich wäre wirklich das optimale fest an einem Haus angestellt zu sein.
00:27:18: Naja
00:27:18: der Vorteil ist halt auch wirklich die Sicherheit, dass darf man nicht vergessen, sondern die Sicherheit!
00:27:22: Es ist auch wirklich mittlerweile offener als damals in meiner Zeit, also dass die gerade jungen Leute jetzt auch wirklich Die Chancen kriegen selber zu sagen, ah das würde ich gern mal spielen und so.
00:27:33: Und dann kriegst du das.
00:27:34: Das war bei uns früher nicht so.
00:27:35: Ich weiß aber auch dass wenn ich an den Haus gehen möchte heißt es auch für mich, dass sich nicht in Berlin bleiben kann weil's ja in Berlin einfach kein festes Puppen Theater an Sonne gibt.
00:27:46: Das müssen wir ändern!
00:27:49: Wir haben noch drei Jahre um das zu ändern.
00:27:50: Aber nee, das ist auch krass... Berlin, also diese riesige Stadt und in der man das vor allem studieren kann.
00:27:58: Dass es hier halt kein festes Puppenteater Ensemble gibt ist auch krass irgendwie wenn wir mal darüber nachdenken.
00:28:04: Aber
00:28:05: dir?
00:28:05: Ich habe auch Lust weil in einem Ensemble zu spielen.
00:28:07: ich glaube ich hab auch Respekt davor.
00:28:09: aber es ist auch schon mein Traum so ein Theaterhaus zu sein.
00:28:14: Aber ich habe auch viele andere Ideen und ich glaube...ich kann mir so perspektivisch gut vorstellen mal was anderes zu machen.
00:28:21: Ich habe vorher soziale Arbeit studiert und bin immer mal so, Puppen haben so eine krasse Wirkung auf Menschen und es gibt ja auch viel zu lesen darüber.
00:28:30: also vielleicht irgendwann auch mal andere Dinge mit Puppemachen die nicht im Theater sind.
00:28:35: Ja ich fange jetzt an einen Entstück zu machen über Gewaltprävention zum Beispiel mit der Polizei zusammen.
00:28:41: Dann spielt man eine halbe Stunde, also zum Thema Nein sagen.
00:28:44: Also ein kleines Mädchen ist auf dem Spielplatz und dann kommen immer wieder irgendwelche Menschen vorbei die irgendwas von ihr wollen.
00:28:50: Und dann eben so dieses Nein sagen lernen und nehmen möchte ich jetzt nicht.
00:28:53: und dann kommt ein Polizist noch dazu und der geht auch nochmal mit den Kindern im Kindergarten.
00:28:58: Und zuerst ist es auch total toll oder ich hatte mal das Angebot kamen da diese Stande nach Afrika zu gehen und dort was zum Thema AIDS.
00:29:07: Das wäre auch total cool geworden.
00:29:08: oder
00:29:09: z.B.
00:29:10: modistische Kinder, die reden ja ganz oft nicht.
00:29:13: es gibt schon so Methoden das einfach genutzt
00:29:17: werden
00:29:19: oder man kann ja.
00:29:21: also Theater wird sich verändern die Strukturen wie Theater gemacht wird.
00:29:25: ich bin da auch total neugierig wie wir vielleicht andere Formen finden, die offener sind.
00:29:30: Die vielleicht nicht hier in diesen geschützten Wänden stattfinden sondern vielleicht irgendwo an Orten wo es richtig kribbelt oder richtig Konflikte sind.
00:29:38: also ich muss ja mal ein Augusto Boay denken falls ihr den kennt ist dieser so einen brasilianischer Schauspieler gewesen der Theater der unterdrücken entwickelt hat und da ging's ganz viel um in den Menschen zu sein.
00:29:49: und klar ist das eine andere Art als dass was wir hier lernen dieses professionelle Arbeiten daran an dem Theaterprozess.
00:29:56: Und das ist dann bestimmt noch mal was anderes, wenn man das eher so frei oder in der Interaktion mit Menschen denkt, die es nicht studiert haben oder die das nicht arbeiten.
00:30:04: Ich habe das Gefühl ich studiere das vor allen Dingen für meinen Gefühl und weil ich Puppen so liebe und weil sie immer mit mir sprechen.
00:30:12: Du hast psychische Probleme?
00:30:13: Genau!
00:30:16: Die haben ja auch alle.
00:30:19: Aber so
00:30:19: zu sehen, wie funktioniert das?
00:30:21: Wenn die in der S-Bahn sitzen.
00:30:22: Das ist so spannend!
00:30:24: Na ja da drängt sich gleich eine Frage auf.
00:30:26: Glaubt ihr dass es noch funktioniert mit Puppen?
00:30:28: und also jetzt auch in der heutigen Zeit noch brauchen wir Puppe noch?
00:30:31: Brauchen die Zuschauerpuppen noch?
00:30:33: Also wäre ich jetzt doch wenn wir nein sagen müssen.
00:30:34: Natürlich!
00:30:36: Aber dieses brauchen finde ich immer eine sehr spannende Frage Für mich natürlich, weil ich spiele Puppen.
00:30:42: Natürlich möchte ich auch, dass sie gebraucht
00:30:44: werden.
00:30:44: Brauchst du sie denn?
00:30:45: Ich brauche sie auf jeden Fall.
00:30:46: Aber ja, Puppe, ich glaube das was viele auch nicht sehen ist, dass Puppem sehr viel Potenzial eben einfach haben und zum Beispiel auch das, was man mit der Gewalt prävention sprechen.
00:30:57: Ich erinnere mich gerade an einem Projekt, das jetzt neulich gab.
00:31:01: Ich habe jetzt leider nicht genug Erinnerungen daran aber wo auch?
00:31:05: quasi?
00:31:05: es war eigentlich Schauspiel, aber dann gab's eine Puppel Und das war eben ein kleines Mädchen.
00:31:10: Weißt du, wovon ich rede?
00:31:11: Dass wir neulich ein Theatergeschichte hatten irgendwann.
00:31:13: Liene also diesen Ja über uns mitgespielt hat.
00:31:17: Dass es irgendwie auch um Missbrauch geht und dass diese Darstellung gerade das eben kein Mensch war sondern dieses Kind war eine Puppe.
00:31:25: Das macht mit den Menschen auch was.
00:31:26: Absolut
00:31:27: Ja, und Puppen können so viel was Schauspiel ließen.
00:31:29: Nicht können... Also die können...
00:31:32: Die Schauschieße haben wir auch.
00:31:33: Und
00:31:34: jetzt gab es aber die Puppisten und die Schausschies!
00:31:36: Wir nennen
00:31:37: das mal Puppis.
00:31:38: Puppi ist ein Schauschiß oder Schauspillis.
00:31:41: Das sind ja auch Dippelpoops
00:31:43: am Ende.
00:31:43: Achso?
00:31:44: Ja stimmt.
00:31:45: Entschuldigung, da waren dann Dippelfig, weil das eine Figurnspieler war.
00:31:49: Ich weiß noch damals, wir waren gerade... noch nicht fertig, aber es war irgendeine Vorstellung nach der Schaubude und da setzte sich dann einer der Dozenten neben mich und meinte Mensch!
00:31:59: Es gibt so viele Arten arbeitslos zu werden.
00:32:01: Warum?
00:32:01: Nicht als Popuspieler
00:32:02: oder?!
00:32:04: Und ich sage so, danke fürs Gespräch.
00:32:07: Bis jetzt genau hören, wenn du Student bist!
00:32:09: Nein, ich werde nicht arbeitslos sein.
00:32:12: Irgendwo geht es zum Platz für mich und Andere meinten eben auch naja was wollt ihr denn noch machen bei der Konkurrenz von Muppet Show und Fernsehen?
00:32:19: Klar, es gab eine Zeit, da hatte ich Angst davor dass die Kinder das immer wollen oder aushalten.
00:32:24: aber du siehst dann bei jeder Vorstellung, dass durch diese Einfachheit, die die Puppe haben kann, dass sie so gefesselt sind eben nicht nur die ganze Zeit.
00:32:34: Und du alle zehn Sekunden ein neues Bild, man merkt natürlich schon auch dass die Konzentration durchaus leidet.
00:32:41: also gerade jetzt was diese ganzen Reels und alles mögliche gibt.
00:32:43: Man merkt es von so einer halben Stunde ist dann bei Kindern oft schon langsam schwierig.
00:32:48: oder du musst jetzt wenn es viele Dinge ausdenken damit das noch eine Dreiviertelstunde am Ende aushalten.
00:32:52: aber an sich der Zauber ist immer noch da und beim Erwachsenen genauso.
00:32:56: Du hast als Puppenspieler am Ende immer gewonnen.
00:33:01: Viele Theaterhäuser benutzen ja jetzt auch Puppe oder haben Puppen dabei und ja, auch in Berlin immer mehr an den großen Theaterhäusern.
00:33:10: Finde ich
00:33:10: total spannend!
00:33:11: Das ist eine Chance für uns auch da mal so viel aus dem Subschrauber rauszukommen was wir immer noch bei vielen im Kopf haben.
00:33:16: Das ist
00:33:17: ein
00:33:17: kraschpoleter Ort halt
00:33:20: Ja.
00:33:20: Und vor allem, was auch schön ist wenn Puppen verwendet werden zum Beispiel in Schauspielstücken das es dann noch Leute sind die Ahnung haben von Puppe.
00:33:30: Ich sag's jetzt einfach Richard III an der Schaubühne Das ist für die Leute die dort sitzen die hat nur Schauspül gewöhnt sind.
00:33:38: Für die ist das schon krasses Puppenspiel.
00:33:40: und da gehst du dahin als Puppespiel-Student und schau's dir das an und denkst Das ist schlecht.
00:33:46: Ist wirklich schlecht gespielt!
00:33:48: Und dann weiß man halt, die hatten irgendwie ein Coaching.
00:33:50: aber wir studieren das ja nicht ohne Spaß vier Jahre lang und das kann man nicht ersetzen.
00:33:54: und ich frage mich warum die Leute, die gecoached haben, warum lässt man den da nicht einfach spielen?
00:33:59: So, das finde ich auch sehr schade.
00:34:01: Ich habe auch mal eine weiße Röschelinzenierung gesehen und da wurden quasi alle Gäste aus dem meisten Rösschen mit Puppen dargestellt und es war so
00:34:07: schrecklich... Was für Handpuppen
00:34:09: oder...?
00:34:09: Nee, es waren Klappmoll-Puppen, aber so halbierte also quasi nur noch das Hemd.
00:34:14: Das war so schlimm.
00:34:16: Es gibt ja so viele Puppenspieler, fragt doch da mal einen.
00:34:19: Ich hab damals meinen Diplom, mein schriftliches Diploma, das habe ich bei Königster Löwen gemacht in Hamburg und war dann backstage drei Tage und durfte alle interviewen und so, das war total schick.
00:34:30: Und hab aber auch die Frage gestellt, warum ist es hier nicht ein einziger Puppen-Spieler?
00:34:35: Ihr spielt so viel mit Puppem, aber jetzt nicht einer!
00:34:37: Ja sie haben sich dagegen entschieden weil der Tanz eben doch... wichtiger ist und man bringt schneller einen Tänzer-Puppenspiel bei, als den Puppenspieler sich gescheit zu bewegen.
00:34:50: Wobei es da auch... Also ich hatte dann fast vor mich zu bewerben.
00:34:53: Ich hätte dann entweder Timon gemacht oder Scar, aber ich war immer im Studio noch nicht fertig und das hätte ich nicht gebacken gekriegt weil der Scar Darsteller meistens auch ein Schauspieler und ich weiß noch, ich habe das damals gesehen in der ersten Riege, da war das Marc Hetterle, der dann Scar gespielt Und der hat vorher gespielt, am Theaterbaden baden.
00:35:09: Der hat die Schauspieler schon in die Wand gespielt aber dermaßen wenn er eine Szene hatte mit Simba und so dann waren sie platt.
00:35:14: dafür war das Sanger jetzt halt oder Hammer?
00:35:15: Aber du hast sofort den Unterschied gemerkt zwischen einem Tänzler und dem Schauspiel alleine schon.
00:35:19: ja Das wird oft unterschätzt aber genauso verstehe ich es nicht wenn einer eine Lesung machen möchte Oder hier Frank Schetzing hat mal das Buch geschrieben Mords Hunger und dann kaufs ihr das Hörbuch dazu gelesen von Tim Melzer und ich dachte was soll denn des jetzt?
00:35:31: Nur weil der Koch ist, seid ihr bescheuert?
00:35:34: Dann nehm ich halt einen Schauspieler dafür.
00:35:35: Aber das ist ...
00:35:36: Das ist auch bei den GrundspricherInnen.
00:35:39: Bei irgendwelchen Filmen.
00:35:41: Weil sie Reichweite haben, werden die da eingesetzt und eigentlich sind die dafür gar nicht ausgebildet.
00:35:46: Ja
00:35:46: aber der Name zieht halt.
00:35:47: Der Name
00:35:49: zieht ja.
00:35:49: Lieber Material oder gestaltete Puppe was ist euch persönlich lieber?
00:35:53: Gestaltete
00:35:54: Puppe!
00:35:55: Mir auch.
00:35:56: Es ist das, was ich bei Animationen gemerkt hab für mich auf jeden Fall ... Ich hab's vorher schon geahnt, aber es war noch mal so.
00:36:01: eine Bestätigung einfach, dass Material und Objekte ... Das ist cool, aber nicht ganz meins.
00:36:09: Nicht das, wofür ich hier bin, sag' ich mal so.
00:36:11: Ich find', das is ne coole Erweiterung.
00:36:13: Also, ich hab den Froschkönig immer gespielt und hab da Puppen.
00:36:18: Aber ich mach auch ein bisschen was mit Blumen und ... Schaum und Lollis und so.
00:36:22: Und merkt da schon, dass sich da jetzt Sachen coolerweise auftun die ich in Animationen kennengelernt habe oder mich damit beschäftigt hab, aber ich glaube so nur damit finde es irgendwie ein bisschen schade.
00:36:34: Aber es gibt Leute die das so unfassbar gut können, das Material zu animieren... Da gucke ich so stundenlang gerne zu zum Beispiel Melanie Sowat, die bei uns das unterrichtet hat und also generell manche Menschen.
00:36:46: da merkt man so richtig boah die haben einen ganz anderen Zugang dazu.
00:36:50: Und dann bin ich richtig fasziniert und denke so boah dass ist so eine... eigene Kunst für sich
00:36:54: so.
00:36:55: Schula Molna, weiß ich aber den kennt, ist außer einer Italiener der hat so krasse Objekte, Adanonen, da rast es so aus.
00:37:02: Das ist unfassbar!
00:37:03: Da kannst du auch Stunden einzugucken und er spielt dann eine dreiviertel Stunde nur mit Knöpfchen oder so.
00:37:07: und das ist die Leben alle.
00:37:10: Ja und man kann für so viele sensible Themen einfach so... So ein Weg finden darüber zu sprechen oder die zu erzählen, die Geschichten.
00:37:18: Das finde ich wirklich krass!
00:37:20: Ja, ich merke da auch immer wieder das... Ich dann irgendwie nicht so den Zugang manchmal dazu finde.
00:37:25: Oder viel leichter eben zu poppen gestalteten.
00:37:28: Noch mal kurz zurück, weil es mir gerade einfällt zur Aufnahmeprüfung.
00:37:31: Also bei mir war das damals so.
00:37:33: Es war zuerst die Zulassungsprüfung hieß es, glaube ich?
00:37:36: Da musstest du eine Puppen-Szene spielen, eine selbergeschriebene.
00:37:39: Eine nach der dramatischen Vorlage.
00:37:41: Dann musstest du eine Schauspielrolle spielen?
00:37:44: Was singen und Gedicht aussagen?
00:37:45: Bei uns war es ein bisschen anders.
00:37:47: Ähnlich aber auch etwas anders.
00:37:49: Es gibt ja zwei Runden.
00:37:51: Das Erste nennt sich Eignungstest.
00:37:52: Der Eignungstest
00:37:53: genau.
00:37:53: Und dann kommt erst die eigentliche Zulassungsprüfung.
00:37:57: Ja genau.
00:37:57: Aufnahmeprüfung in das Zweite war dann die Zulassungsprüfe.
00:38:01: In der ersten Runde mussten wir eine Schauspielszene aus der Dramatik... und eine Szene mit Puppe, wo es quasi egal ist ob das jetzt ein Text ist, den es schon gibt oder ob man denen komplett selbst geschrieben hat.
00:38:13: Ob's stumm ist.
00:38:15: also da war man sehr frei.
00:38:16: Es kann auch Objekt- und Material sein.
00:38:18: Und dann musste man eben noch einen Lied singen.
00:38:21: aber Gedicht gab es nicht bei uns
00:38:24: Genau, das kam in der zweiten Runde.
00:38:26: Wir konnten uns einen Text raussuchen von drei oder vier verschiedenen und ein Lied, dass wir vorbereiten mussten.
00:38:33: Wo quasi alle das gleiche Lied vorgegeben bekommen haben, wo es... Es geht ja dann natürlich nicht darum, dass man schön singt.
00:38:40: Also ist natürlich auch toll.
00:38:41: aber es geht ja auch vor allem darum wie man dieses Lied interpretiert.
00:38:47: Wie unser Dozent immer sagt, es ist ein Monolog und Tönen Das finde ich auch sehr schön.
00:38:52: Und dann mussten wir eine Szene selbst schreiben und in der zweiten Runde eine selbstgeschriebene Szene mit.
00:38:59: Puppe und nach einer Literatur.
00:39:03: Ich weiß noch, es war das selbst erdachte.
00:39:06: Das war ein Text, den man auswählen musste.
00:39:09: Das Lied, das vorgegeben war.
00:39:11: Und das war eine Szene, wo man frei wählen durfte ob man das mit Puppen macht oder Schauspiel.
00:39:18: Dann gab's für uns im Härtefall die Möglichkeit, dass man improvisieren musste.
00:39:23: Man musste rausgehen aus dem Raum.
00:39:25: dann haben irgendwelche Studenten die schon an der Hochschule waren, haben dann das Zähne gespielt und da wurde es so reingespissen.
00:39:31: Man musste darauf reagieren.
00:39:33: Bei uns war das auf jeden Fall auch so dass sie manche dann denen haben sie eine andere Puppe in die Hand gedrückt und gesagt mach mal die Szene nochmal aber so und so oder ne neue Szene.
00:39:43: am Ende haben wir auch auf jeden Fall alle improvisiert mit Objekten.
00:39:47: Da gab es so zwei oder drei verschiedene Übungen, wo wir gemeinsam...
00:39:51: Ja klar, ihr wollt natürlich auch sehen
00:39:53: ob man richtig
00:39:55: hier ist und vor allem noch andere Dinge zulässt.
00:39:57: Bei mir war's so ich habe halt schon vorher hundert Jahre lang ein Schauspiel gemacht im Verein und ob man dann noch frei genug ist um auch andere Dinge anzunehmen weil manchmal ... ist man einfach schon so programmiert und lässt nichts anderes mehr zu.
00:40:10: Total,
00:40:10: also die testen dann wie anpassungsfähig man ist... Also wie man darauf reagiert, wie man damit umgeht weil man neuen Input bekommt.
00:40:19: Man hat seine Szene vorbereitet und es reicht eben nicht die gut zu spielen sondern man muss dann auch noch eine Anweisung das ganz anders machen.
00:40:26: Dann muss man das spontan irgendwie umsetzen.
00:40:28: Das ist auf jeden Fall auch nochmal ein wichtiger Punkt der auch nicht so leicht ist!
00:40:33: Ja, wenn man so aufgeregt ist.
00:40:35: Und die Leute nicht aufregen.
00:40:36: In der ersten Reihe hochten dann alle Bezenten wie an Klappen und schreiben mit.
00:40:39: keiner lacht und denkst was mache ich hier?
00:40:42: Und was ich ganz schlimm fand immer du bereitet sich da einen Monat vor oder noch länger Und dann sagen die nach fünf Minuten da, danke das war's genug gesehen.
00:40:49: Ja!
00:40:50: Was?
00:40:51: Kann ich nicht gefällig Sie ganze Szene
00:40:53: finden?!
00:40:53: Und ich war ja später studentischer Mitprüfer sozusagen, ne?
00:40:56: Studentischer Vertreter.
00:40:58: War es euch bei Michael Hadzius, war ich damit in der Prüfung und noch ganz viel anderen... ...und da fand ich es alllustig auf welch unterschiedliche Arten sich Menschen freuen dass sie angenommen wurden.
00:41:10: oder auch wenn sie reagieren werden sie nicht angenommen werden.
00:41:13: Und als ich auch interessant fahre eben so dieses Anfang kriegst du dich an als Student drüber auf, wie kann der sagen?
00:41:18: Er hat jetzt genug gesehen.
00:41:19: Ich habe die Szene nicht mal fertig gespielt und das sagst du mir, du hast alles
00:41:21: gesehen.".
00:41:22: Und dann bist du aber selber in der Prüfer-Situation so mehr oder minder... und du siehst es wirklich!
00:41:27: Ja ja.
00:41:27: Du siehst sich irgendwann doch.
00:41:28: Aber wie war das?
00:41:29: Wurden die Leute vor Ort angenommen?
00:41:31: Weil du das so...
00:41:32: Ah, schon im Moment
00:41:33: bei uns...
00:41:34: Ja, also als wir dann so im vierten Studienjahr waren da hat sich das gedreht, da haben Sie nur noch angerufen Und bei uns war es noch zwölf, man glaubt ein bisschen so noch zehn glaube
00:41:42: ich.
00:41:43: Ja genau.
00:41:43: Bei uns war's noch zwälf und zwar nach total vielen Männern.
00:41:46: deswegen war ich dann doch stolz weil sie da Auswahl hatten.
00:41:48: sonst dachte ich naja gut das sind ja meistens so viele Frauen die sich hier bewerben.
00:41:52: damit bin ich wahrscheinlich dann der Quotenjunge oder so.
00:41:54: aber ich konnte mir darauf einbilden dass er auch andere Jungs abgewählt hat also nicht angenommen haben.
00:41:58: Jetzt ist es anders!
00:42:03: Aber das war total lustig zu sehen wie sich Menschen unterschiedlich freuen wie manche aufspringen Und Tür aufreißen, einmal Gang hoch und runter rennen.
00:42:13: Oder so Leute wie ich, das sagt dann der Dozent ja übrigens Glückwunsch bestanden.
00:42:18: Dann kommt erst mal lange nix.
00:42:20: Okay
00:42:20: alles klar?
00:42:21: Ja dann sehen wir uns im September.
00:42:24: Ja
00:42:24: okay, tschüss!
00:42:26: Ich gehe nochmal.
00:42:28: Und erst eine Stunde gebraucht haben um überhaupt zu realisieren was gerade passiert.
00:42:31: Weil auch die folgen da eben so... Okay kacke ich muss jetzt nach Berlin ziehen.
00:42:36: Das war echt sehr interessant zu
00:42:38: sehen Total.
00:42:40: Ja, bei mir war das auf jeden Fall auch so ... weil man ja die ganze Zeit irgendwie diese Frage noch hat, ob das jetzt passiert oder nicht und dauert es ja so lange?
00:42:49: Das waren die Länge... also bei uns hat's ungefähr so eine Dreiviertelstunde Stunde gedauert.
00:42:52: So hat die längste dreivierteltunne meines Lebens!
00:42:55: Und ich bin auch erst am Abend zuvor in Berlin angekommen und dann durfte ich beim meiner Kusine da schlafen und hatte ein Hauschlüssel und ich bin sonst wirklich nicht der nervöseste Mensch Aber da hab ich echt mal eine Weile gebraucht, um den Schlüssel in ein Schlüsselloch zu stecken.
00:43:08: Weil ich so nervös war und dann war der eben das Gegend ... Bei uns zog sich das über einen halben Tag oder so, ne?
00:43:14: Und dann heißt's so okay wir ziehen jetzt alle zur Beratung zurück und sie bleiben da und in der drei Fälle melden wir uns
00:43:19: Gott, war das schlimm!
00:43:19: Ja, vor allem wenn man auch mit den ganzen anderen Menschen da die genau die gleiche Situation gerade erleben
00:43:24: muss.
00:43:25: Das ist ja krass.
00:43:25: Ich weiß nicht wie es dir ging aber man macht dann auch total viel... Es ist immer so eine Achterbahn weil einer setzt manchmal richtig so Momente wo ich dachte ja Das war gut, das wird was.
00:43:35: Und dann gibt es Momente wo er gesagt hat,
00:43:36: das ist alles schrecklich.
00:43:37: Genau.
00:43:37: Der
00:43:38: Freund hatte aber so viel besser als
00:43:39: ich.
00:43:40: Ja genau und ich mein bei uns war's ja eben bei der ersten Runde erfährt man danach, nachdem wir sich beraten haben, ob man weitergekommen ist.
00:43:50: Nach der zweiten Runde wird man erst mal auf die Freude gespannt.
00:43:53: also da wartet man mindestens paar Tage
00:43:56: Ganz schnell.
00:43:57: Oh Gott, das ist schlimm.
00:43:58: Ja, deswegen sage ich mindestens, mindestens... Aber es sind mindestens Tage und dann ist es eigentlich eine E-Mail die man bekommt.
00:44:05: also total unromantisch.
00:44:07: aber Ich habe's damals trotzdem auch per Telefon erfahren.
00:44:09: Die haben das meine ich damals eingeführt weil sie eben auch finanziell nicht immer wussten wie viele Studenten sie aufnehmen dürfen Und deswegen durften die nicht wirklich was sagen.
00:44:19: So als war bei uns auch schon so, also offiziell dürfen wir es nicht sagen.
00:44:22: Aber wir würden sie nehmen!
00:44:24: Sie müssen immer noch abwarten aber sie haben's eigentlich.
00:44:27: Ja sowas bei mir dann am Telefon.
00:44:28: ich hatte wegen was anderem angerufen und wegen Dokumenten die... Ich noch nachreichen musste und dann habe ich es quasi schon erfahren.
00:44:35: Wie eins in Eurem mit Kommilitoren so im Schnitt?
00:44:37: Wir sind ein älterer Jahrgang, also was ist denn durchschnittlich... Zum
00:44:42: die zwanzig rum oder...?
00:44:43: Also wir sind um vierundzwanzig und fünfundzwantzig, aber bei uns sind viele dreißig oder überdreißig.
00:44:50: Aber wir sind schon auf der jüngeren
00:44:51: Zeitung.
00:44:51: Ja, wir sind die jüngsten drei mit dem einen.
00:44:55: Der Jahrgang unter uns, die sind sehr jung.
00:45:01: Aber doch eben so.
00:45:03: Also Schauspiel, das kannst du schon mit sechzehn machen theoretisch?
00:45:05: Ja also ich meine auch die über uns sind auch Jünger.
00:45:08: Wir sind schon Ausnahme
00:45:10: bisher, dass wir
00:45:12: älterer Jahrgang sind.
00:45:13: aber prinzipiell finde ich auch mal total spannend, dass man das merkt diesen Unterschied zwischen Puppe und Schauspiel in den Altersunterschieden und auch in der Erfahrung.
00:45:21: ... sehr üblich, dass man vorher schon anderweitig ... ... Erfahrungen gesammelt hat.
00:45:26: Wie z.B.
00:45:27: Moronia mit der sozialen Arbeit oder ... ... ich eben mit Tierartenwissenschaften.
00:45:31: Und
00:45:31: das war denn auch immer eben sehr wichtig... ...dass man schon mal was erlebt hat sozusagen?
00:45:35: Genau!
00:45:35: Das ist auch ein Punkt, dass es sogar wichtig ist.
00:45:37: Ja, man schöpft ja auch da draus und baut es in die Rollen ein irgendwie.
00:45:42: Ich
00:45:42: hätte mich fast mit siebzehn hier schonmal beworben.
00:45:45: Ich bin sehr froh, dass ich's nicht gemacht habe.
00:45:48: Ja, man ist auch noch mal gefestigt da.
00:45:50: Auch im Geistern und um das auszuhalten was hier so alles passiert.
00:45:53: Das merkt man einfach.
00:45:55: Umgang miteinander.
00:45:56: Bei uns ist es halt cool.
00:45:57: also eine von uns zum Beispiel ist schon Schauspielerin und die andere hat ganz viel Regie gemacht.
00:46:03: Schon auch Puppenregie und so.
00:46:05: Und das merkt dann halt auch übel doll dass wir davon ganz viel profitieren.
00:46:11: Also von deren Erfahrungen und deren Arbeitsweisen und so
00:46:14: Schön.
00:46:15: Da kommen wirklich Leute zusammen, die haben schon, ich sag mal ganz durch die Amt schon gelebt so ein
00:46:22: bisschen.
00:46:23: Wir waren ein sehr starker Studiengang.
00:46:25: als solcher Galten auch.
00:46:26: Ich glaub das war Jahrgang-Vierfünfundzwanzig übrigens.
00:46:28: Was für einen Jahrgang seid ihr?
00:46:29: Eineinhalbundfünfzig.
00:46:31: Halleluja!
00:46:32: Hier sind nicht die Zweiundfünftigen.
00:46:34: Nein...
00:46:35: Ich bin zu alt.
00:46:36: Oh ja krass.
00:46:37: Ja wir waren, wir galten ein sehr starker Jahrgang.
00:46:40: Auch alle Krasse Individuen.
00:46:41: Jeder hatte auch schon ganz viel Feuer gemacht in alle möglichen Richtungen außer ich aus dem Schwarzwald.
00:46:46: und wobei doch, ich war gelernter Bürokaufmann bereits weil bei mir haben meine Eltern gesagt du lernst voll.
00:46:52: einen anständigen Beruf habe ich schon auch nicht gemacht.
00:46:55: aber das hilft mir jetzt auch tatsächlich.
00:46:57: Ich bin ja jetzt auch Theaterchef und kann meine Buchhaltung selber machen wenn ich möchte.
00:47:00: Das ist natürlich auch gut.
00:47:01: was uns wirklich gefehlt hat dass wir immer gefordert haben es war so Ja, dass die uns was mitgeben an der Hochschule zum Thema ja wie vermagte ich mich.
00:47:09: Auf was muss ich achten?
00:47:10: Wie mache ich einen Förderantrag und so weiter... Das habt ihr nicht?
00:47:13: Das habt Ihr alles
00:47:14: nicht.
00:47:15: Bei uns gibt es das
00:47:16: schon.
00:47:16: Ja, ich hab's schon gehört.
00:47:16: Das war aber uns nicht.
00:47:18: Das hätten wir uns sehr gewünscht!
00:47:20: Und was halt auch war ... Es war halt alles sehr auf Abendprogramme ausgelegt.
00:47:25: Wir machen hier Kunst.
00:47:26: So ist es ja auch wichtig und war für mich tatsächlich wichtig um eben zu sehen ne, es gibt noch andere Dinge aus der Kaspartheater so Aber schüsse endlich ist es dann oft dann so in der freien Szene zumindest.
00:47:35: Du lebst halt ganz viel vom Kindertheater und das wurde nicht so wirklich vermittelt, wenn du es dich eingefordert hast.
00:47:42: Sie haben sich darauf eingelassen aber eigentlich war immer so ne wir machen ja Kunst!
00:47:46: Aber die Wirklichkeit sieht halt in der Regel anders aus.
00:47:48: Weil's gibt immer zwei Wege für die ich entscheiden kann.
00:47:50: Das finde ich als Entseller gehts an den Haus und da musst du eben auch mal ein Wiki spielen oder einen kleinen König was das nicht unbedingt viel mit Kunst zu tun hat aber das bringt dir einfach mal die Butter aufs Brot.
00:47:59: Oder du entscheidest dich für den Weg, richtig tolle Kunst zu machen und gehst halt auf Festivals.
00:48:04: Und das ist glaube ich für Studenten am Anfang immer ganz schwer wenn du in ein festes Haus kommst so sich darauf einzulassen auch oder beides zumindest machen zu müssen.
00:48:12: Da wird manchmal gar nicht die Diskussion zerstört glaub ich.
00:48:15: Ja vor allem weil man immer diesen Kampf führt von Leuten sagen... Das allgemeine Verständnis vom Popentheater ... für Kinder ist und das Leute eben, dass es oft die Reaktion ist.
00:48:26: Ah okay!
00:48:26: Für Kinder?
00:48:27: Und dann versucht man sich so zu verteidigen... Ja ja genau.
00:48:29: ... nicht nur für Kinder und dann sieht die Realität aber doch so aus,... ...dass man sehr viel für Kinder spielen muss.
00:48:35: Aber hier im Studium ist es bisher nicht so Thema glaube ich.
00:48:40: Ah weißt du auch da kann man sich aber treu bleiben.
00:48:42: also wir haben auch viel eben so... ... per Ersinn Finders und so unsere Kramen.
00:48:46: Aber du kannst ja trotzdem versuchen sowohl in der Ausstattung als auch indem.... wie du die Texte machst, dass es eben nicht nur reiner Mainstream ist.
00:48:55: Bei mir war's eher einfacher.
00:48:56: Ich bin Kind der Achtziger und mit Ottfried Preußler aufgewachsen.
00:49:00: Ich lieb das alles.
00:49:01: Ich hab damit gar kein Problem.
00:49:02: Aber ich habe auch viele Kollegen aus dem Osten, für die war das das absolute Kraus.
00:49:06: oder ich würde zum Beispiel gerne Märchen spielen.
00:49:07: aber man weiß genau, dass ich das bei mir zu Hause gar nicht zeigen muss.
00:49:10: da kommt kein Mensch Und das muss man rausfinden und für sich in Frieden finden, in welcher Richtung man gehen möchte.
00:49:16: Das kann man nur für sich selbst entscheiden.
00:49:18: In einem festen Haus, gerade Halle oder Magdeburg, die auch schon ein gutes Publikum haben... Da hast du dann doch so Freiheiten!
00:49:25: Die machen ja auch wirklich coole Sachen.
00:49:28: Gerade in Halle, ich finde es auch manchmal krass, diese Bubble, in der man manchmal lebt weil wenn man ins Puppenteater Halle geht, dann hat man irgendwie das Gefühl, Puppentheaters ist total krass und beliebt.
00:49:40: Das ist doch was wir haben, ne?
00:49:41: Und so, weil es immer ausverkauft ... Die machen ja hauptsächlich Erwachsenen-Theater, was ich sehr toll finde.
00:49:49: Dann geht man aber aufs dieser Bubble raus und eigentlich kein Schwein kennt.
00:49:53: Puppenthearte.
00:49:54: Richtig!
00:49:55: Und ich versteh es immer nie, weil in so vielen Städten gibt's Puppenspielfestivals und alles... Es ist immer alles auch gut besucht in der Regel und trotzdem kennst du gar noch?
00:50:04: Ich hab genau die umgekehrte Erfahrung gemacht.
00:50:07: Also seit ich das studiere will und dann fragen Leute was man so macht, da habe ich immer das Gefühl dass Leute irgendeinen Connection dazu haben.
00:50:14: Aber meistens doch zum Kindertheater oder?
00:50:17: Nee.
00:50:18: Nicht unbedingt nicht.
00:50:19: Ja, der Adrian Zum Beispiel, der hat ja mit Pubenspiel auch nicht viel am Hut gehabt oder?
00:50:24: Nudel.
00:50:25: Für alle die sich jetzt wundern warum er mich die ganze Zeit nicht hört Wir sind ja hier zu Gast bei euch tatsächlich und wir teilen uns heute ein Mikrofon Und der Kassen hat sehr einen Anspruch genommen.
00:50:33: Das ist ja völlig gut weil ich bin nur die Nebenrolle Hier habt ihr halt die Bühne.
00:50:37: Also von dem her halten Sie mich schön zurück Aber du hast mir auch schon erzählt so seitdem du diesen Podcast mit mir machst gehst du auch schon ein bisschen anders durch die Straßen.
00:50:47: Ja, auf jeden Fall.
00:50:47: Also ich fand das jetzt wieder super spannend weil... Ich weiß ja schon von dir ganz viel aber ich glaub da hat sich einiges verändert seit der Kasten hier.
00:50:54: Ich bin ja auch schnallt.
00:50:55: Guck meine Frisuren!
00:50:56: Auf jeden fall.
00:50:57: Nee, aber ich fand danke dass ihr das noch mal bestätigt habt weil ich lerne es soviel und ich muss ehrlich sagen ich war auch in der Vorurteils-Schublade des Kasperle-Theaters bis ich dann den guten Mann neben mir kennengelernt hab Und ich habe ihm zum Beispiel am Montag was zugeschaut wie sie allein sich schon das Bühnenbild zusammengestellt haben überlegt haben Was funktioniert?
00:51:14: Wie nicht denken
00:51:15: Das ist krass.
00:51:16: Weil man sitzt immer da, guckt dieses Stück und den Heuer alles wunderbar bei was da alles dazugehört oder auch ein Skills das ihr alles können müsst, ich bin schwer beeindruckt.
00:51:24: Damit dann die Zuschauer hinter sagen können haben wir so einfache Mittel.
00:51:28: Und du denkst ja ja kurz!
00:51:29: Aber das ist ja auch immer dein Spruch dass er ja sagt zu Recht ja auch wenn die Leute denken na das kann nicht auch Dann habt ihr ja alles richtig gemacht.
00:51:36: So sieht's aus Es war am Anfang ganz schlimm für mich, eben so ein Puppe-Spieler.
00:51:40: Ein bisschen mit der Puppewackel.
00:51:43: Ja und das kann ich auch.
00:51:44: oder wenn ich eine Lesung gemacht habe, hab ich auch schon gehört zu... Was verdient er?
00:51:47: Dass er da uns was vorliest.
00:51:49: Ja aber mach das mal!
00:51:50: Dass dir zwei Stunden jemand zuhört.
00:51:52: Und wenn du denkst es sieht einfach aus dann mach' ich's richtig.
00:51:55: Und das darf man nie vergessen.
00:51:58: Amen.
00:51:59: Wir erleben vielen, vielen Dank dass ihr mitgemacht habt.
00:52:01: Das war mir eine große Freude.
00:52:03: Ich hoffe euch hat's auch wieder Spaß gemacht.
00:52:04: Es war sehr cool
00:52:07: Schön!
00:52:07: Atherin hat es ja auch ein bisschen gefallen.
00:52:09: Auf jeden Fall, ich glaube er hat mich andächtig... Ja danke.
00:52:13: So in dem Sinne... Vielen Dank, das hat mir viel Spaß gemacht und freue mich, dass wir uns kennengelernt haben.
00:52:20: Und vielleicht schaffe ich's mal?
00:52:21: Ich bin dann noch einen zwei Mal hier in Berlin für die Proben.
00:52:24: Vielleicht kann ich mir mal irgendwas angucken.
00:52:26: Ohja, zum Beispiel im Mai jetzt.
00:52:27: Wir haben Handpuppe.
00:52:29: In dem Sinne vielen, vielen Dank.
00:52:31: Danke euch!
00:52:33: Alles Gute euch.
00:52:34: und vielleicht, wenn das in ein paar Jahren mal wieder anhört.
00:52:36: Finde ich auch immer interessant oder?
00:52:37: Was wäre hier so besprochen wie er dann vielleicht drauf blickt persönlich.
00:52:40: Wir können uns ja jetzt schon vorab reden.
00:52:41: wir treffen uns in zehn Jahren wieder und da gucken wir was passiert ist.
00:52:46: Also bis bald mach's gut.
00:52:47: tschau
00:53:03: tschüss Mit fiese Madente und Ehrung.
00:53:09: schalten Sie auch das nächste Mal.
00:53:13: Bitte wieder ein unbedingt,
00:53:16: unbedingt!
00:53:18: Tschüssi Koski,
00:53:20: tschüssi
00:53:22: KOSKI Schüüü.
Neuer Kommentar