Aus dem Bauch heraus: Sebastian Reich & Amanda packen aus!

Shownotes

Willkommen zurück bei FIESEMADÄNDE On Air und diesmal widmen wir uns einer Kunstform, die Carsten erstaunlich oft zugeschrieben wird, obwohl er sie gar nicht ausübt: dem Bauchreden. Denn Puppenspiel und Bauchreden werden gerne in einen Topf geworfen, dabei funktionieren beide Bühnenformen ganz unterschiedlich.

Deshalb starten wir diesmal nicht direkt mit unserem Gast, sondern schauen zunächst ein wenig zurück: Woher kommt Bauchreden eigentlich? Und warum glaubten Menschen früher tatsächlich, Stimmen kämen aus dem Bauch? Vom antiken Griechenland über Orakel, vermeintliche Geisterstimmen und dämonische Zuschreibungen bis hin zur Unterhaltungsform auf Jahrmärkten und in Salons hat das Bauchreden eine ziemlich ungewöhnliche Entwicklung hinter sich.

Mit der Zeit entstand daraus die Bühnenform, die wir heute kennen: Bauchredner und Figur führen einen Dialog miteinander und meistens ist es ausgerechnet die Figur, die frecher, anarchischer und unberechenbarer sein darf. Während der Mensch versucht, halbwegs Ordnung ins Programm zu bringen, sorgt die Figur dafür, dass genau das nicht funktioniert. 😄

Und dann wird es technisch: Denn natürlich kommt die Stimme nicht wirklich aus dem Bauch. Lippen, Kiefer, Zunge, Gaumen und Kehlkopf müssen so zusammenspielen, dass beim Sprechen möglichst keine sichtbaren Lippenbewegungen entstehen. Gerade bestimmte Laute machen das besonders schwierig und müssen durch andere Lautbildungen ersetzt werden. Dazu kommen Figurenmechanik, Text, Timing, Publikumsreaktionen und der permanente Wechsel zwischen Künstler und Figur. Kurz gesagt: Bauchreden ist Hochleistungssport für Kopf, Stimme und Hände.

Und wer könnte darüber besser sprechen als Sebastian Reich? Carsten hat ihn bei einem Gastspiel im Figurentheater Mottenkäfig spontan vor das Podcast-Mikrofon gesetzt. Eigentlich sollte Sebastian dort bei einem Sommer-Open-Air auftreten, bis mehrere Wetter-Apps plötzlich Regen ankündigten und das komplette Setup für rund 120 Außenplätze wieder umgebaut werden musste. Während das Team draußen beziehungsweise drinnen alles rettete, verschwanden Carsten und Sebastian kurzerhand ins Büro und genau dort entstand dieses Gespräch.

Sebastian erzählt von seinem Weg zur Bühne, der zunächst überhaupt nicht mit Bauchreden begann. Zur Bühnenwelt kam Sebastian schon als Kind und zwar zunächst über die Zauberei.

Den Schritt zum Bauchreden ging Sebastian nicht mal eben nebenbei. Rund drei Jahre trainierte er, bevor sein Onkel ihm erlaubte, damit überhaupt öffentlich aufzutreten. Viel davon passierte zu Hause vor dem Spiegel oder unterwegs im Rollerhelm auf dem Weg zur Arbeit, wo niemand sehen konnte, dass er gerade wieder die Technik übte.

Heute blickt er auf mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung zurück und arbeitet ständig weiter an Stimmen, Gesang, verschiedenen Stimmlagen und natürlich an der Routine.

Und dann kam Amanda. 🦛 Amanda ist heute ganz klar der Headliner im Figurenensemble: für Sebastian gleichzeitig „Fluch und Segen“, weil sie aus seiner Arbeit kaum noch wegzudenken ist. Trotzdem sind über die Jahre viele weitere Figuren hinzugekommen: unter anderem ein Marzipanschweinchen, eine Ratte, Amor, ein Esel, eine Elefantendame und ein Maulwurf.

Wir sprechen außerdem darüber, wie sich sein Arbeitsalltag hinter der Bühne anfühlt.

Natürlich geht es auch um Tourprogramme. Normalerweise ist Sebastian ungefähr drei Jahre mit einem Programm unterwegs, das aktuelle Programm „Purer Zufall“ bekommt sogar eine vierte Spielzeit. Auch deshalb, weil sich der Tourradius immer weiter vergrößert und es mittlerweile deutlich weiter durch Deutschland geht. Besonders spannend wird es beim Thema Live versus Fernsehen. Sebastian ist regelmäßig im TV zu sehen und schätzt diese Erlebnisse durchaus, doch sein Herz hängt klar am Live-Auftritt.

Ganz zum Schluss taucht dann natürlich doch noch jemand auf, der beim Gespräch erstaunlich lange gefehlt hat: Amanda. Sie kommt von draußen zurück: mit Schokolade, die ihr offenbar vorher noch nicht gehört hat. Wenige Sekunden später entdeckt sie auch noch Gummibärchen. Also eigentlich alles wie immer… 🍫

Viel Spaß mit der Folge!

📣 Hinweis: Wer Carsten und seine Kolleg*innen zwischenzeitlich live erleben möchte, schaut am besten in den aktuellen Spielplan des Theater FIESEMADÄNDE im Figurentheater Mottenkäfig in Pforzheim: www.fiesemadaen.de/events

Transkript anzeigen

00:00:00: Ja, fiese Madende on air der Puppentradsch für Anfänger.

00:00:03: Hallo Carsten und wir sind wieder am Start!

00:00:05: Und jetzt haben wir ja ein ganz tolles Thema im Gepäck.

00:00:08: Ja, hallo Adrian erst mal.

00:00:09: Hallo alle da draußen die uns hören.

00:00:11: Wir haben ja nun also gerade einmal für einen Moment das Thema Die Lustige Figur im Puppenteater abgeschlossen und gehen nun in eine andere theatrale Richtung bei der ich ganz oft gefragt werde ob ich das selbst mache nämlich das Thema Bauchreden.

00:00:28: Da muss ich immer sagen, ne.

00:00:29: Ich bin kein Bauchredner mit Bubmenspielern.

00:00:31: Also wie eben auch Michael Hartzussi, was wir gehört haben, dem das ja auch manchmal in Anführungszeichen vorgeworfen wird.

00:00:36: Der macht da keinen Baureden oder macht es ganz schlecht?

00:00:38: Der macht es nicht!

00:00:39: Er ist ein Bubmenschieler und so ist das bei mir auch.

00:00:42: aber natürlich ist das Bauchretende eine absolute Kunstform und die wollen wir uns jetzt in den nächsten Folgen mal etwas genauer anziehen.

00:00:50: Ja du hattest ja einen doch aus durchaus prominenteren Gast sogar dafür

00:00:53: Genau, denn hier in meinem Theater im Figurnteater Mottenkäfig haben wir auch hin und wieder mal ein Gaspiel.

00:00:59: Und vor allen Dingen auch einen Sommer Open Air.

00:01:01: Und da habe ich dieses Mal oder letztes Jahr muss man sagen, hatte ich letztes Mal einen Bauchädler eingeladen nämlich den Sebastian Reich und Sanil Pferd am Wanderer.

00:01:10: Ja,

00:01:10: hat jeder wahrscheinlich schon mal irgendwo gesehen denke ich mal.

00:01:13: also entweder fährt

00:01:15: sie ja genau.

00:01:17: Ja darum soll es heute gehen.

00:01:18: Den hab' ich mir also geschnappt weil ich dachte das war wirklich ganz spontan.

00:01:23: weiß was ich habe doch da so ein lustigen podcast auch mal mit und dann haben wir das gemacht.

00:01:27: Das war wirklich auch so ein bisschen zwischengeschoben weil wie gesagt es sollte ein open air sein, was auch gar kein problem war bis circa achtzehn Uhr und auf einmal haben fünf unterschiedliche wetterapps gesagt es ist doch ein Problem weil es gleich anfangen wird zu regnen Und dann haben wir ganz schnell irgendwie für hundertzwanzig Außensitzplätze alles wieder abbauen müssen.

00:01:44: Die Technik abbauen müssen, mussten alles hier reinfach frachten.

00:01:47: zum Glück haben aber parallel hier drin schon aufgebaut für den Fall der Fälle.

00:01:51: Aber in der Zeit die an das gemacht wurde ich habe ja ganz schleißige Mitarbeiter konnte ich mal ganz kurz in Sebastian schnappen und dann sind mir mein Büro gegenüber gegangen und so fand dann diese Aufnahme

00:01:59: statt Ja, also hier drin vielleicht für alle die einschalten.

00:02:01: Du bist mir gerade zugeschaltet nämlich live aus deinem Theater.

00:02:04: Genau wir arbeiten ja gerade hier.

00:02:06: mehr schreckig über sitzt da Matthias Hänsel mal wieder

00:02:10: Unser

00:02:10: Haus und Hof-Ausstatter und Puppenbauer.

00:02:12: Und wir arbeiten gerade, das wisst ihr ja mittlerweile auch schon, liebe Zuhörer an dem Wolf-Uni Sieben Geißlein mit dem Südwestdeutschen Kammerorchester.

00:02:19: da haben wir bereits die ersten Proben mit Orchester hinter uns und es wird genial!

00:02:23: Also das ist ein Streichorchester als Livebegleitung, zwar muss man einfach dahammen.

00:02:27: Da gibt's natürlich noch etwas zu tun, da dittrich muss man wieder ein paar Texte lernen usw.

00:02:31: Lernen ein bisschen langsamer zu spielen damit doch unsere dreiviertel Stunde kommen.

00:02:36: aber das werde ich hinkriegen.

00:02:38: Dazu hat er eben bei Matthias A. die Puppen gebaut und das Bühnenbild, und arbeitet jetzt aber parallel schon an der kleine Wassermannin.

00:02:45: Das hat am fünften November Premierern.

00:02:47: Ja, ihr seid wie immer fleißig!

00:02:49: Ja ja, und er ist gerade hier dabei und bemalt diverse Fische... Wie dem auch sei!

00:02:53: Kommen wir in uns etwas ganz anderes?

00:02:55: Achso halt eins noch, Mensch Adrian!

00:02:57: Wie war dein Sommer so?

00:02:58: Ja vollgepackt und tatsächlich, ich weiß ja du hast jetzt auch die Katze aus dem Sack gelassen oder lassen dürfen.

00:03:06: Wir hatten ein bisschen oder beide einen melancholischen Abschied von diesem Sommer würde ich mal sagen?

00:03:10: Genau

00:03:11: naja also auf den Medien haben wir es bisher immer verschliegen.

00:03:14: Ich musste immer so mit einem heißen Brei herumreden, jetzt habe ich die Erlaubnis zu sagen dass wir beide bei der Sendung immer wieder Sonntags gearbeitet haben.

00:03:20: Du als ... Was warst du eigentlich alles?

00:03:23: Also du warst auf der einen Seite ja quasi ... Ja in Prinzip

00:03:26: war ich ja Wormup-Moderator.

00:03:29: Wormus-Modorator, aber das hat ganz viele andere Sachen gemacht.

00:03:32: Ich war Mädchen für alles dort.

00:03:35: Die Drehs begleiten, die Außendrehs und so weiter... Und ich hab bald in der Zwischenzeit in einem Ruhm gesteckt und habe den Holz um Willi gespielt.

00:03:44: Aber da würde ich sagen machen wir dann einen extra Podcast raus.

00:03:48: Auf

00:03:48: jeden Fall dürfen sich Leute auch schon drauf freuen!

00:03:50: Vielleicht haben wir ja sogar noch das eine oder andere Überraschungsstatement für euch im Gepäck?

00:03:56: Ja, wer weiß vielleicht sprechen da noch ein paar andere Leute außer wir aber dazu an anderer Stelle werden.

00:04:00: wir sind eigentlich beim Thema Bauchreden.

00:04:02: Genau, was ja immer fälschlicherweise du hast schon angekündigt in eine falsche Schublade gesteckt wird und die wollen wir jetzt heute mal aufräumen zusammen.

00:04:08: Das machen wir aber erst einmal.

00:04:09: das Titellied Ja also Titel-Lied abgleich!

00:04:42: Das sind wir wieder.

00:04:43: Also Bauchreden es geht los wie du schon sagst.

00:04:46: die Vorstellung dass die Stimme aus dem Bauch kommt ist natürlich ein klassischer Mythos.

00:04:50: Genau, dieser Mythos ist ja das Ziel der Illusion.

00:04:53: Heutzutage ist es so dass die Bauchredner oftmals aus dem Comedybereich kommen viel auch aus der Zauberei wie ich gehört und festgestellt habe.

00:05:02: Das wird auch Sebastian nachher noch mal erzählen.

00:05:04: also gerade Sascha Gammel zum Beispiel aber auch Sebastian kommt auch beide aus der Zauberrei und noch einige mehr.

00:05:11: Aber lass uns mal vorne anfangen wie das so ist mit der Bauchretnerei.

00:05:15: Die Geschichte des Bauchedens das heißt in alt heisst das Ventriloquismus Der hat sich über die vielen Jahrhunderte oder Jahrtausende abartig verändert.

00:05:24: Also von einer sakralen Oratepaxis, mit Verdacht der Teubels Kunsttag jetzt mal bis zur heutigen modernen Bühnschau.

00:05:32: also wie so oft auch beim Brutmuspiel hat dieses Bauchreden einen kultischen Ursprung.

00:05:38: also wir reden hier vom fünften Jahrhundert vor Christus.

00:05:41: da wurde das oft zum Orateln benutzt quasi als Tauerei im antiken Griechenland.

00:05:46: da galt bauchrede als religiöse Praxis Die sogenannten Engastrymythes, dafür ist besonders bekannt der Euriklis von Martin.

00:05:54: Da kommen später noch mal dazu.

00:05:57: Geistwesen oder Verstorbene aus ihrem Magen sprachen, um Zukunftsdeutungen und Oragesprüche zu verkünden.

00:06:05: Also Ulrichl von RTN zum Beispiel, das war eben so ein antiker Prophet und gilt als der erste namentlich überlieferte Engastrymythos also Baurydran.

00:06:14: Das Wort hört sich schon an wie so einen Darmverschluss.

00:06:16: du sag ich hier, also...

00:06:18: Ja ja!

00:06:19: Die Fähigkeit Stimmen oder sichtbare Lippenbewegung zu erzeugen wurde von Zeitgenossen die Arizophane ist dann damals beziehungsweise demonische Eingebung beschrieben.

00:06:30: Also wenn dann quasi, ich sag es mal bei einem Orakeler irgendwelche Menschen irgendwas wissen wollten und sind zu diesem Orakel hingewandert, dann saß da irgendein altes Männchen oder eine alte Frau und die haben dann Gebauchräter und alle dachten jetzt spricht der Highland persönlich oder irgendeinen verstorbener?

00:06:42: Und das war natürlich auch besonders eindrücklich weil sie sich das damals nicht erklären konnten wie diese Technik funktioniert.

00:06:49: Mit der Christianisierung foltern die Praxis so ein bisschen diesen sakralen Status Göttliche Eingebungen, sondern als dämonische Besessenheit oder Zauberrei interpretiert was ausübende in der Nähe der Hexenverfolgung natürlich auch das ein oder andere Mal in eine gefährliche Situation machte.

00:07:07: Dann springen wir ein bisschen weiter, glaube ich.

00:07:09: Und zwar in den Sechzehn-Jahrhunderten gab es einen Louis de Beauvoir.

00:07:12: der war Hofnacht des französischen Königs Franz I und nutzte das Bauffäden für akustische Streicher und Täuschungen.

00:07:19: Er gibt als einer der frühesten Künstler die die Technik gezielt zur Unterhaltung einsetzigen.

00:07:24: Das war der Louis de Brovoir.

00:07:26: Den Louis Vuitton quasi des sechzehnten Jahrhunderts?

00:07:29: Ja!

00:07:29: Genau, ich mach noch weiter.

00:07:32: Im Zuge der Aufklärung wurde das Bauchreden im achtzehnten Jahrhundert dann vollkommen zaubert und als physikalisch-akustische Teurischung erkannt.

00:07:40: Daugler und Entdeckungskünstler nutzten die Technik nun auf Jahrmärkten oder Insalance um Stimmen aus Afferne oder aus verschlossenen Kisten zu emittieren.

00:07:51: Da gab es dann zum Beispiel auch einen österreichisch anliegenden Baron von Mengen, der das Bauchäten entzauberte und als Salonkunst etablierte Erbaute kleine Puppen so mit bewegtem Unterkiefer.

00:08:00: Und gilt als wichtiger Weg bereiter für die optische Kropplung von Stimme und Figuren.

00:08:06: in den Englischen Music Halls und den US-amerikanischen, wo die Wildtheatern entwickelte sich das Bauchreden dann zur reinen Bühnenkunst.

00:08:13: Der britische Künstler Fred Russell etablierte Ende des neunzehnten der Hundert an das Auftreten mit einer handgeschützten Holzpuppe Also ein Dummy auf dem Schoß, also als festes Standard.

00:08:24: So wie man es heute zum Teil kennt, ne?

00:08:26: Heute ist das so dass die Bauchräderpuppe entweder auf den Sockel steht oder auch über Arm getragen wird oder halt eben auch aufm Schoße sitzt.

00:08:33: Fred Russell geboren in eighteen zweiundsechzig gestorben in nineteen siebenfünfzig Das muss ich jetzt mal nachlesen.

00:08:38: Der ist eben der Vater des modernen Bauchredens Das war das sogenannte Costa Joe und die saß eben, wie ich gerade eben so sagte auf seinem Schoß.

00:08:56: Also der Dialog auf... Der hat es jetzt quasi bis heute durchgesetzt.

00:09:00: Also im Gegensatz zu meiner Theaterform, dem Puppen Spiel ist ja so dass wir mehr Szenisch denken also Welten erschaffen und so geht's bei modernem Bauch reden eher darum Dialoge zu führen wobei eigentlich die Bauchgedner-Figur immer so der anarchische Charakter ist.

00:09:18: Er sich auflehnt und immer einen blöden Spruch drauf fährt, während eben der Bauchedner selber eher so die Rolle des Publikums auch einnimmt und versucht da immer bisschen Ordnung reinzubringen und sein Programm durchzuziehen.

00:09:29: aber in der Regel funktioniert das nicht und dadurch entsteht dann die Komik.

00:09:32: Ja ich finde es ja auch echt sehr beeindruckend wenn man das sich mal anguckt wie dann auch dieser Wechsel teilweise super schnell funktionieren zwischen Puppe also Bauchreden künstlichen Künstler auf der Bühne.

00:09:44: Das ist ja auch echt eine

00:09:45: koketive Anstrengung!

00:09:47: Ja, absolut.

00:09:48: Also wie bei mir, du musst so viele Dinge kümmern, dass einmal die Technik, in dem Fall eben die Sprechtechnik, dann hast du die Mechaniker-Puppe.

00:09:55: Oft sind diese Puppen ja mittlerweile so ausgefeilt und so mechanisch mit drehenden rollenden Augen, mit Augenbrauen die hoch und runter gehen.

00:10:04: Meistere Geier war es alles.

00:10:05: Erst musste halt... draufhaben und ihr verinnerlichen, du musst dir die Texte merken.

00:10:10: Du hast dann auch immer noch natürlich den Kontakt zum Publikum muss auf die reagieren und eingehen.

00:10:15: Also das ist schon Hochleistungssport.

00:10:17: Ah ja und dann eben auch dran denken, wann wechsel ich?

00:10:20: In welchem Moment spreche ich als Person?

00:10:22: In welche Moment spricht man sich mein Bauch auf gut Deutsch?

00:10:25: Krass!

00:10:26: Genau, genau.

00:10:27: Das ist ein reines Bauchgefühl.

00:10:29: Ja absolut.

00:10:30: Jetzt

00:10:31: kriegen wir mal kurz ins zwanzigste Jahrhundert.

00:10:32: Da ist was total Verrücktes passiert wie ich finde.

00:10:35: Und zwar das Medienzeitalter.

00:10:37: Edgar Bergen, neunzehn oder drei geboren gestorben, neuneinzehn- achtensebzig hat mit seiner Puppe Charlie McGaffee US-amerikaner weil er bewies das Paradoxon, dass Bauchreden im Radio funktioniert.

00:10:50: Es denkt man sich, wozu?

00:10:52: Ich rede einfach normal, es merkt eh keine Sau!

00:10:54: Aber der hat so gemacht die Persönlichkeit der Puppe und das Timing des Dialogs waren so stark, dass die optische Täuschung rein in der Vorstellung des Publikums entstand.

00:11:02: Freut du, oder?

00:11:03: Wahnsinn ja...

00:11:04: Dann gab es noch einen Paul Winschel, der war auch so ein US-Fernsehpionier.

00:11:12: Der hat dann viele Patente angemeldet, gerade dass sie modernen Puppenmechanismen angeht also eben Seilzugsteuerungen und Augenbraunbewegung.

00:11:20: Wer hat das alles patentieren lassen?

00:11:22: Und prägte erst recht das Erscheinungsbild der modernen Bauchrednerpuppe von heute.

00:11:26: Ja, wie ich auch schon vorhin gesagt habe.

00:11:27: Die moderne Baurednachtsthene wird eben mittlerweile viel von Comedians geprägt.

00:11:31: die füllen mittlerweile ganz areale, die füllend riesige Hallen und kriegen eigene Fernsehshows.

00:11:37: das war damals natürlich undenkbar.

00:11:39: aber auch gerade Sascha Krammels sag' ich mal ist da natürlich ein ziemlicher Vorreiter Mal wieder oder der erstmal wieder den Leuten noch mehr ins Gedächtnis gebracht hat wie toll es eigentlich sein kann.

00:11:50: ja ja und wir haben auch Familienunterhaltung Sascha krammel dir übrigens auch sehr gerne in Europa packt.

00:11:55: Es ist nun.

00:11:57: Einmal habe ich ihn entdeckt, er versucht hier immer zu verkleiden und dachte, ah spreche ich ihn jetzt mal an.

00:12:00: Aber vielleicht auch mal Bock hat bei uns zu Gast zu sein.

00:12:03: aber dann dachte ich so immer kurz her, ach komm der ist jetzt da, hat seine Freizeit und da will ich ihm das Ding auch noch anquatteln.

00:12:08: deswegen hab' ich es dann doch gelassen.

00:12:10: Dann haben sie was Management probiert und da kam er erstmal nicht zurück.

00:12:12: Da habe ich ein zweites Mal gesehen und dachte auch da wieder ne lasst den Mann mal seine Ruhe.

00:12:17: Jetzt hat sich ergeben dass Martin Reine mit seinem Podcast Pubkultur uns die Arbeit abgenommen hat Und hat gerade in der vorletzten Folge mit Sascha Kraml reden können.

00:12:28: Und es ist eine sehr interessante Folge geworden, als wir da mal Lust haben, wieder reinzuhören.

00:12:31: Der Urkultur von Martin Reine, sehr empfehlenswert!

00:12:35: Wenn wir den noch... Also Sascha-Kraml is der unangefochte Marktführer in der deutschen Szene.

00:12:39: Seine eigenwilligen Charakterfiguren.

00:12:42: Gibt's da alles diesen Artler-Fassaden?

00:12:44: Denn Frederiks Freyherr ist auch Furchenzumpf.

00:12:46: Dann Josie natürlich die Schildkröte, ich hab auch meine Liebungen schon allen.

00:12:49: Dann Herr Schröder und dann gibt's ja noch diesen Außerirdischen.

00:12:53: Jetzt kommt ein neues Programm raus auch eine neue Figur geben, bin ich mir schon sehr gespannt drauf.

00:12:58: Dann haben wir natürlich in Deutschland C-Basenreich den wir gleich noch hören werden.

00:13:01: der ist halt bekannt geworden durch die altkluge etwas naschhafte Nilpferdame.

00:13:05: Amanda tritt damit viel im Fernsehen auf war auch bei immer wieder Sonntags zu Gast.

00:13:09: es fiel im Fernsehenden wenn es um Karnevalsveranstaltung geht und hat dann wirklich wirklich tolles Bühnenbockern und ich hoffe dass sich ihn in ein zwei Jahren wieder mal bei mir empfangen kann.

00:13:19: übrigens ein sehr netter Kollegen.

00:13:20: wir waren nach einer immer wieder sonntagsvolle wir waren miteinander noch im Park uns miteinander ein bisschen achter waren gef***.

00:13:24: Das war sehr lustig.

00:13:26: Ja, aber natürlich auch im amerikanischen Fernsehen gibt es tolle Leute.

00:13:30: Da wird viel der Chef Dunham vielleicht ein Begriff sein.

00:13:35: das ist so der weltweit kommerziell erfolgreichste Bauchredner.

00:13:38: Der hat halt wahnsinnig viele Klicks auf Netflix, YouTube, Milliardenaufrufe Als er seien Kultfiguren gehört zum Beispiel der kliesskämige Walter dann der Schrelle Peanut und vor allen Dingen vielleicht sagt ihr das was?

00:13:49: Ahmet the Dead Terrorist.

00:13:50: Natürlich, klar!

00:13:52: Dann haben wir noch.

00:13:53: also da gibt es jetzt ganz ganz ganz viele andere die ich jetzt aber alle überspringe.

00:13:57: Ich würde gerne noch eine Kollegin aus Großbritannien empfehlen nämlich Nina Conti.

00:14:03: Das ist einer der innovativsten Künstlerinnen in diesem Genre finde ich.

00:14:06: Die hat auf der einen Seite einen sehr tollen Affen, Mank heißt er einfach oder Manki.

00:14:11: Und der ist einfach super!

00:14:13: Den holt sich immer aus der Handtasche raus und eine ganz kleine Blühspuppe mit einem Latex-Gesicht und der ist totale Albern.

00:14:18: Also die Figur schon sehr albern und er ist direkt sehr obszön.

00:14:23: Das Gegenteil von ihr, die ja nun wirklich immer so darstellt wie eine Dame ein bisschen schickerm und netanzusehende Frau an sich.

00:14:31: und dann kommt er und lässt das schlimmste Zeug ab.

00:14:33: Was auch sehr toll ist, die hat so interaktives Programm mit Gesichtsmasken.

00:14:38: Da können Zuschauer auf die Bühne kommen und dann zieht sie der Masken an.

00:14:41: Und dann hat sie über so eine Pumpe, kann die in den Unterkiefer auf dem Zug klappen.

00:14:45: Das heißt, sie redet quasi indem sie pumpt und dadurch das Klappmau bewegt von dem Zudauer.

00:14:52: Sie sieht natürlich dabei tot lachen und die improvisiert locker zwei Stunden durch ist total lustig.

00:14:58: Kann ich dir empfehlen?

00:14:58: Nina Conti gibt es auch ein paar Scheinfilme hier auf YouTube oder bei Facebook manchmal.

00:15:03: Guckt mal rein!

00:15:03: Tja... Dann bleibt noch die Technik Und die ist eben nicht ohne.

00:15:07: Der Mund bleibt immer leicht geöffnet, also vielleicht immer so ein bisschen so die Zähne sieht... Die Lippen müssen vollkommen spannend sein und unbewegt.

00:15:14: auch der Kiefer wird fixiert sodass die gesamte Lautbildung ausschließlich durch Zunge, Gaumensegel und Kehlkopf funktioniert.

00:15:22: Also wir Menschen reden ja eh nur über den Kehlköpfe.

00:15:25: da ist es ebenso dass phonetische Ersetzungen stattfinden muss.

00:15:29: Also Labialauten!

00:15:30: Die größere technischen Hürde sind diese Labialauto VW, da die im normalen Sprachebauch eigentlich nur rauskommen können wenn man die Lippen fließt.

00:15:42: Richtig

00:15:42: ja!

00:15:43: Und

00:15:43: die Bauchräte umgehen das durch akustische Ersatzlaute, die ausschließlich mit der Zunge am Gaumen oder mit den Zähnen gebildet werden und das musste halt wirklich wirklich üben.

00:15:54: Das kann ich mir vorstellen.

00:15:55: also krass auch wie anstrengend

00:15:57: Die Puppenstimme unterscheidet sich dann halt meist radikal von der natürlichen Sprechstimme des Künstlers, also meistens Großfalzett oder Cianazale oder ziemlich gepressten.

00:16:05: Und die beiden Charaktere werden dadurch aber auch akustisch und gut getrennt.

00:16:10: durch eine leichte Verengung der Stimmritze Glottis und kontrollierte Zwerchfeldstütze wird dann das Klangvolumen angepasst, um die Stimmen bei Bedarf auch zu dämpfen oder weit entfernt klingen zu lassen.

00:16:22: Das gibt es auch manchmal.

00:16:23: Es macht Sascha Krammel hin und wieder dass der auf der Bühne steht und dann denkt man jetzt kommt auf einmal von hinten aus zur Ecke sagt einer seiner Figuren was dabei ist er natürlich vorne.

00:16:31: Das geht natürlich nur wenn du ein headset hast oder so.

00:16:33: Die visuelle Richtungsillusion spielt da eben eine wichtige Rolle.

00:16:36: Das menschliche Gehör kann Geräusche ohne visuelle Führung Nur ungenau Orten, das ist genau der Punkt.

00:16:42: Wenn der Künstler die Lippen stillhält... ...die Puppe exakt im Silbentag bewegt und die dann zum Beispiel aufmerksam guckt und auch eher die Puppee anguckt Koppelt das Gehirn des Zuschauers, die Tonquelle automatisch an den sich bewegenden Mund der Figur.

00:16:54: Das ist im Prinzip ein bisschen so ähnlich wie das was wir machen wenn wir mit Klappmollpuppen spielen, dass wir, das hast du auch schon gesehen bei unserem Brandner Kaspar zum Beispiel Wir gucken ja immer auf die

00:17:03: Figur Ja genau

00:17:05: Und das ist auch der Punkt, dass ganz viele Zuschauer sagen Mensch ich habe euch hinten dran irgendwann einfach vergessen Und es liegt daran, dass wir eben auch mit unserem Blick immer auf der Puppe bleiben und quasi so suggerieren.

00:17:16: Das ist jetzt gerade mein Bezugspunkt zu zuschauen.

00:17:18: Da musst du hingucken!

00:17:20: Und dann kann die Fantasie seinen freien Lauf nehmen.

00:17:23: Ja das stimmt.

00:17:24: Deswegen wird wahrscheinlich auch Michael Hatzius oft in diese Ecke gedrückt weil er ja halt logischerweise das schon macht aber er bewegt sein Mund Also er redet ja nicht mit Bauch, genau.

00:17:35: Ja beim Bauchretner ist es eben auch da diese Mischung aus Ablenkung wie bei einem Trauer und Technik?

00:17:41: Ich

00:17:41: finde das mega krass!

00:17:42: Also ich stelle mir das aus sehr anstrengend vorteilig und bewundere mich.

00:17:46: alle die da in dem Bereich tätig sind also schon echt auch kognitiv eine Leistung heftig.

00:17:50: Aber ich würde sagen lange Rede, kurzer Sinn.

00:17:53: wir lassen jetzt einfach mal Sebastian Reich selbst zu Wort kommen.

00:17:56: Ich bin sehr gespannt.

00:17:57: Also bitte hören Sie nun mein Interview mit Sebastian Reich.

00:18:00: Viel Spaß.

00:18:02: Ich würde

00:18:02: einen Aufruf machen für eine Chocking-Gruppe.

00:18:05: Ich suche

00:18:05: Leute, die

00:18:07: unter der Woche keine Lust haben und am Wochenende keine Zeit haben.

00:18:14: Ja, dann kommen wir zusammen!

00:18:20: So, und jetzt begrüße ich also endlich neben mir den Sebastian Reich.

00:18:24: Hallo Sebastian!

00:18:25: Hallo Gasten, ich freue mich

00:18:27: Ja, ich mich auch.

00:18:28: Wir haben uns kennengelernt über eine TV-Sendung bei der Ich auch regelmäßig bin Und du ab und zu zumindest?

00:18:34: Richtig.

00:18:34: Also ich persönlich fand dich gleich sehr sympathisch.

00:18:36: Ach so, bei der Gelegenheit Es geht ja das Gerücht um... Ich darf nicht sagen was ich so mache Aber es gibt das gerücht Um dass Du meine Puppe spielen würdest.

00:18:44: Das habe ich irgendwo mal gelesen Und man kriegt's nicht mehr raus aus dem Internet.

00:18:48: Eine Falschmeldung.

00:18:49: Ich räumen wir damit hier gleich mal auf.

00:18:51: Sebastian ist es nicht!

00:18:53: Nein, ich bin's.

00:18:55: Aber trotzdem bin ich jetzt total aufgeregt muss ich sagen weil du bist erst mein zweiter Interviewpartner.

00:18:59: Oha!

00:18:59: Ja normalerweise macht das ja der Arte an für mich.

00:19:01: Du bist jetzt mein Versuchsobjekt Nummer zwei.

00:19:03: Ich freue mich riesig und vor allen Dingen freue ich mich dass ich allein hier sitze.

00:19:07: Dass mir keiner reinkwatscht.

00:19:08: Amanda habe ich hier gerade noch?

00:19:09: Ich

00:19:10: hab die vorhin gesehen da war sie gerade auf dem Weg backstage.

00:19:13: Ich glaube wir haben ein bisschen

00:19:14: Ruhe.

00:19:14: Wir haben Ruhe Die sucht was zu essen.

00:19:16: Ich vermute,

00:19:16: weil wie immer ... Ja, ich will nicht sagen dass es so aussieht aber... Ich hab's überfassend.

00:19:21: Und das schreibt jetzt!

00:19:21: Ich verrat sie aber nicht.

00:19:22: Danke.

00:19:23: Sie hört keine Podcasts oder?

00:19:26: Okay verdammt.

00:19:27: Blenden da einfach kurz weg und er dreht leise dann.

00:19:28: Du bist Jahrgang, neunzehn dreiundachtzig.

00:19:30: Und damit sechs Jahre jünger als ich.

00:19:31: Übrigens, was ich eine absolute Frechheit finde

00:19:33: Auf das noch

00:19:34: Ja, übrigens.

00:19:35: Was ich vorhin mal so geguckt habe... Ich hab' mal geschaut, in den Tränen, was da so einen Charts los war.

00:19:40: Oha!

00:19:40: Jetzt bin ich gespannt.

00:19:41: Der ist was auf Major Tom von Peter Schilling und war Platz eins in Deutschland.

00:19:46: Und auf Platz zwei war tatsächlich Nena.

00:19:48: Neunundneinzig Luftballons?

00:19:51: Auf Platz zwei.

00:19:52: Da ich aber auch noch ein großer Film gehört bin, habe ich gleich mal geguckt, was dann noch so alles im Kino lief.

00:19:55: Und da war einiges dabei.

00:19:56: Zum Beispiel James Bond Octopussy.

00:19:59: der Dreizehnte mit Roger Moore.

00:20:00: Also der dreizehnte überhaupt nicht, aber einer mit Roger ... war ja daran, dass der zeitgleich auch sagt lieber nie rauskamen mit Joe Connery.

00:20:07: Die haben sich quasi an den Kilo kassen gebetet.

00:20:09: Roger Moore hat gewonnen.

00:20:11: Obwohl Octopus jetzt gar nicht mal so der dolle James Bond Film ist?

00:20:13: Nein ich

00:20:14: bin großer!

00:20:15: Ich gucke tatsächlich gerne James Bond aber da gab es durchaus stärkere Folgen.

00:20:19: Definitiv Ja.

00:20:21: Ich beschäftige mich gerade sonderlich sehr viel damit weil Hat dem November Premiere, ich schreibe und mache Regieb.

00:20:35: Was war dann noch so?

00:20:36: Ah so!

00:20:36: Übrigens da fällt mir ein als alter James Bond Nerd das bei Sag Niemals.

00:20:40: nie hat er nicht nur Kim Bessinger mitgemacht sondern auch Klaus Maria Brandauer und der hat etwas mit mir gemeinsam nämlich der war eigentlich auch lange Zeit in Oberkirch.

00:20:47: Ich

00:20:48: gerne lerne hier wirklich heute noch dazu.

00:20:50: Der leugte das zwar immer so ein bisschen aber sein Papa war Zölberamt an Oberkirk und hat da auch Jahre lang gewohnt und war in der Schulklasse meines Onkels.

00:20:58: Kleine

00:20:59: ist die Welt.

00:21:00: Ich sag's

00:21:00: immer wieder, klein ist die Welt.

00:21:02: Ansonsten gab es die Supernasen-Gaus... ...die flambierte Frau mit guter Landcreme war das glaube ich alles Zeug.

00:21:07: Aber hier, die rücken da jede Ritter?

00:21:09: Ich

00:21:10: kann nicht sagen, ich hab sie aus dem Kinderwagen rausgesteht und nein habe ich nicht.

00:21:14: Tutzi mit Arsene Hoffmann Flashdance und jetzt kommen wir langsam wieder zu dir zurück the day after.

00:21:20: Na ja, ich sag mal für deine Eltern war deine Geburt bestimmt auch irgendwie eine Wombastische Einsprache

00:21:27: oder

00:21:28: so.

00:21:28: Wirdsburg geboren?

00:21:29: Genau, das ist mein Heimathafen.

00:21:32: Würzburg ist auch immer noch meine Heimat.

00:21:33: Kehr ich auch immer wieder gerne zurück und freue mich wenn ich wieder in Würzburger sein darf.

00:21:37: aber ja es ist mein Geburtsort.

00:21:39: Und du wohnst also quasi immer noch da?

00:21:41: Ich gehe mal davon aus so bist du auch zur Schule gegangen?

00:21:43: Auch das!

00:21:44: Und wie ging es dann weiter?

00:21:45: Ja,

00:21:45: also der ganz normale Weg.

00:21:47: Grundschule Hauptschule, Realschule, Gymnasium wollte ich nicht, konnte ich aber wollte ich auch nicht.

00:21:52: Das war damals in der Zeit wirklich bei uns im Ort so eine Diskussion.

00:21:56: Jeder sagt ja da musst du aus dem Gymnasiums nehmen muss sich natürlich schon immer eigentlich eher der handwerkliche Typ waren.

00:22:01: das stand eigentlich nie zur Debatte irgendwie studieren oder sonst irgendwas.

00:22:05: und dann ging's weiter Realschuhe Ende Ausbildung Bäcker, Ausbildung Konditor krass nebenbei schon ein bisschen Bühne oder was heißt ein bisschen Fast mehr Bühne als Backstube damals schon.

00:22:16: Teilweise auch von der Bühnen-Nachts in die Backstuben zurück, auch das Holz gegeben haben.

00:22:21: Also ich bin gelernter Bürokaufmann, war es heute vorher was Anstellungslernen und war bei mir ähnlich also immer so tagsüber Büro und ich fahre damals noch in der auch in der Realschule.

00:22:29: da gab's eine Theaterergebung.

00:22:30: deswegen wollte ich auch gar nicht aufs Gymnasium, weil Realschuhe waren... Ich hatte

00:22:33: einen Kunstzweig auf für Bound Bounds.

00:22:34: Gab´s in Bayern gibt's den, ich weiß gar nicht ob es denn überall gibt?

00:22:37: Den dritten der Dreierzweiger, also der erste war glaube ich der mathematische dann der Kaufmännische Der zweite Zweig war der Kaotenzweig.

00:22:43: Hatten wir auch gesagt, das war die Kunstklasse.

00:22:45: Ja und lauter kreative Milch?

00:22:47: Lagerhaarige Bombeleger.

00:22:48: Auch das!

00:22:50: Waren?

00:22:51: Ohne jetzt Namen zu wollen, da waren welche dabei.

00:22:55: Was machen wir morgen?

00:22:56: Ich weiß nicht... Morgen fahren wir von hier nach Bad Werbeshofen.

00:23:02: Kurz in Zwischenhalt machen.

00:23:03: Ich müsste mal in ein Möbelhaus.

00:23:05: Das passt.

00:23:06: Weißt du gar nicht was ich da will?

00:23:07: Da wird sich verwerben Bewerben?

00:23:10: Ja.

00:23:10: Also was soll ich mich denn im Möbelhaus

00:23:12: bewerben?!

00:23:12: Als

00:23:13: unterste Schubnade!

00:23:19: Aber das ist ja, also Bäcker ist schon auch einerseits toll glaube ich.

00:23:23: Aber schon auch echt hart oder?

00:23:25: Naja

00:23:25: vielleicht hat er mir ganz gut gefasst.

00:23:27: Ich wollte eigentlich immer kochen werden.

00:23:28: Das war mein Traumberuf und habe aber natürlich schnell gemerkt Wann steht der Koch in der Küche Abends?

00:23:32: wann steht der Künstler auf der Bühne abends?

00:23:34: Ja ich sag ne ich brauch eine Alternative.

00:23:35: Und so kam ich dann auf Konditor bzw.

00:23:37: Bäcker.

00:23:38: Ich hab dann beides gelernt und es war sie wirklich sehr praktisch.

00:23:40: Also ich habe um halb vier früh begonnen und hatte dann wirklich ab Mittagzeit auch noch ein bisschen für meine künstlerische Tätigkeit Um Sachen vorzubereiten um Programme zu schreiben und habe das damals eigentlich wie heute immer noch glücklicherweise oder wie auch schon in meiner Kindheit mit relativ wenig Schlaf alles.

00:23:57: Gratulation, schlafen hat überbewertet oder?

00:23:59: Überbewertete

00:24:00: ja aber als Baby schon so.

00:24:01: ich habe mir meinen Mittagsschlaf an irgendwie laut der Erzählung in meiner Mutter glaube ich zwanzig Minuten dreißig Minuten maximal.

00:24:07: Ja so ist es heute eigentlich auch noch.

00:24:08: Ich brauche natürlich schon auch mein Schlaf aber wenn ich um zwölf ins Bett gehe dann ist trotzdem um sieben Die Nacht.

00:24:15: So ist es von mir.

00:24:16: Kein Langschläfer.

00:24:18: Mir reichen fünf Stunden, also sechs sind besser.

00:24:21: Ich wollte jetzt sagen sieben ist dann schon Pränium aber mehr muss.

00:24:24: Mehr als sieben schaffe ich eigentlich nie.

00:24:25: Haben

00:24:26: wir etwas Gemeinschaft?

00:24:28: Ja und die bist du zum Baureden gekommen

00:24:29: durch mein Onkel.

00:24:30: Er war dreißigjahrelang Bauchredner und er hat mir zu meinem vierten Geburtstag, man muss immer so ein bisschen den Umweg noch erklären.

00:24:35: Ich habe erst auf der Bühne gezaubert.

00:24:37: Er hat mit zu meinem viertem Geburtstag einen Zauberkunststück geschenkt bekommen.

00:24:40: Das schildert.

00:24:41: Aber Sascha Krammel auch so?

00:24:42: Ganz

00:24:42: viele!

00:24:43: Also egal ob Sascha, Kramel oder wen gibt es denn noch... also ganz viele, auch ganz viele Kabarettisten und auch Kollegen.

00:24:49: Auch gerade im Puppenbereich, egal ob jetzt Bauchriedner oder Puppenspieler, ganz oft hört man diesen Umweg über die Zaubereiheckart von Hirschhausen auch.

00:24:58: Ja genau.

00:25:00: auch gezaubert früher, also sind einige.

00:25:04: Hat der das beruflich gemacht oder war das nicht mehr?

00:25:06: Der hat es tatsächlich Hobby im Semiprofi-Bereich gemacht, hobbymäßig, er hatte seinen ganz normalen Beruf nebenbei und hat es aber über dreißig Jahre lang sehr erfolgreich gemacht und war immer so ein bisschen mein Vorbild.

00:25:17: Ich habe das vom Kinder da von mitbekommen, ich sage Mensch, wer auch mal so meins!

00:25:22: Und ich hab gelesen, der hat einen Namen Pierre Ruby...

00:25:25: Genau, Pierre Ruby war sein Künstername den ich dann auch übernommen hatte als Pierre Rubi Junior.

00:25:30: So habe ich damals begonnen.

00:25:31: Klingt wie

00:25:31: so eine Kanton-Silo, irgendwie?

00:25:33: Ja genau!

00:25:34: Darum haben wir es auch irgendwann wieder abgelegt.

00:25:36: Dann war ich Pierre Ruby und ich komme aus Franken, aus Unterfranken und also der Franke an sich wenn er im Fränkischen losnickt da ist Pierre wirklich schon ein Name wo schwer für den Franken

00:25:46: ist.

00:25:47: Wunderschöne Kreation.

00:25:49: Ich erinnere mich noch mal an einer Anmoderation von Bär.

00:25:51: Bärbüree.

00:25:52: Also weder Ruby, da wurde Püree daraus und aus Pierre wurde Bär... Ich muss irgendwie von dem Namen weg kommen und schauen, dass ich meinen normalen Namen einfach nehme.

00:26:03: Und ich bin echt happy damit!

00:26:05: Das heißt du machst es unter deinem Namen seit ... ... so ungefähr?

00:26:09: Ja, ich rechne immer tatsächlich in fast nach den Franken, weil ich das seit... ... fünfzehn Jahren dabei bin und ich glaube im zweiten oder dritten Jahr haben wir's geändert.

00:26:16: Es dürfte so seit zwei vierzehn Jahre.

00:26:19: Und jetzt komplett hauptberuflich.

00:26:21: Du arbeitest nur am Wochenende wahrscheinlich und viel

00:26:24: natürlich.

00:26:25: Freitag samstags Sonntag bühne also ... Ja, mit Differenzier.

00:26:28: Also Bühne... ist hauptsächlich Wochenende.

00:26:31: Und die haben Wundergliedstag mit Wort Donnerstag, denken ja immer viele mal dicht im Schwimmbad und dreht Däumchen... Ne, da is dann halt Bürovorbereitungen, TV-Reime und Texteschreiben.

00:26:41: Mal in den Firmen-Event.

00:26:42: also langweilig wird's nicht!

00:26:44: Hast du es je bereut das beruflich zu machen?

00:26:46: Nein!

00:26:46: Das kann ich mit einem ganz klaren Nein beantworten weil das war immer der Traum eigentlich und war niemal ein Moment dabei wo ich jetzt gesagt habe, ah hättest doch nicht gemacht eigentlich von Anfang an schön gelaufen mit viel Arbeit.

00:26:59: aber Das muss ich immer sagen, das ist kein Selbstläufer.

00:27:01: Viele Leute denken immer so es fliegt dann alles zu.

00:27:03: also es ist viel auch mal nächtelang am Schreibtisch gesessen und getüftelt und geschrieben und gemacht und Kontakte geknüpft und geschaut was könnte man da noch perfektionieren?

00:27:13: Also das spielt er schon mit rein!

00:27:14: Ja man darf ja gerade dass wir den Kontakt nicht unterschätzen.

00:27:18: Der zweite Teil der Arbeit geht eigentlich erst nach der Forschung richtig los wenn die Erknieße beginnt sozusagen.

00:27:23: Das Bonding zum Veranstalter bei dem man hofft dann nochmal auftreten zu können zb

00:27:26: oder eben sowas wie jetzt fast dass durch einen Zufall entstanden ist, weil der fränkische Fastnachtspräsident damals im Publikum saß.

00:27:35: Das war eigentlich

00:27:35: ein

00:27:36: Glücksmoment, der sprach mich an und so kam der Kontakt zustande.

00:27:39: und dann waren wir da mit dem Boot plötzlich und das war natürlich die letzten Jahre schon ein Sprungbrett.

00:27:46: Hat dein Onkel dir das beigebracht?

00:27:47: Die Grundtechnik

00:27:48: oder die Grundsteine?

00:27:49: ja!

00:27:50: Das Training an sich hab ich eigentlich immer selbst zu Hause.

00:27:52: dann, also das war über drei Jahre lang vom Spiegel wo ich immer wieder probiert und getestet und gemacht.

00:27:57: Wie ich damals in der Lehre dann immer auf die Arbeit nachts gefahren bin mit meinem Roller im Motorradhelm oder im Rollerhelmen.

00:28:04: Genau!

00:28:04: War einmal gut das Sound.

00:28:05: Ich habe mir mal gekauft dass niemand neben mir an der Ampel steht und nicht hört.

00:28:08: Das kenne ich.

00:28:10: Ja wie kam es dazu Amanda?

00:28:12: Gab's da eine Initialzündung?

00:28:14: Ja, ich wollte eigentlich eine Figur... Ich hatte die von meinem Onkel.

00:28:17: Der hat eine Ente, die habe ich übernommen zu beginnen und dann wollte ich natürlich was Eigenes ganz klar.

00:28:21: Man will ein bisschen seinen eigenen Weg gehen und ich suchte nach einer Figur, die ein bisschen zu mir passt, dem bisschen, was auf den Rippen auch hat wie gern mal Schokolade und Kuchen ist.

00:28:31: also um dann da auch vielleicht mich ein bisschen zukappeln in der Show.

00:28:34: das war irgendwie so die Grundbedingung dass ich gesagt habe ich baue jetzt keine Figuren neben mir, die irgendwie einen Sportler verkörpert oder irgendwas was zu mir passt.

00:28:41: und irgendwie kam mir dann aus dem Wildpferd Diät?

00:28:45: Du magst Diät!

00:28:46: Ja, Nutella-Diät.

00:28:49: Wie darf ich mir denn einen Nutella Diät

00:28:52: vorstellen?!

00:28:53: Ich lass das Brot weg... Warum auch immer?

00:29:08: Bei einem dritten Blick in den Spiegel sagt ich, ein Ilbferg muss her.

00:29:12: Ja

00:29:12: gut bei mir wäre es wahrscheinlich auch kein Windhund vermutlich noch.

00:29:17: Aber du hast noch mehr Puppen oder?

00:29:19: Ja also Amanda ist der Headliner.

00:29:20: das ist so ein bisschen Fluch und Segen.

00:29:22: Es ist auch nicht mehr wegzudenken.

00:29:23: aber es gibt schon noch drumherum einige Figuren.

00:29:25: dazu unser Marzipan Schweinchen sehr beliebt bei den Fans.

00:29:28: Und dann eigentlich pro Tourprogramm kann man sagen so rechnen wir immer zwei drei neue Figuren.

00:29:33: Also hat sich auch schon ganz schön was angesammelt von Ratte über Amor, Gott der Liebe über Esel.

00:29:39: Über was hat man denn noch?

00:29:40: Eine Elefantendame in Marlworth.

00:29:42: Also da war schon einiges Getier noch zu Hause.

00:29:45: Und wie lässt du bauen oder baust du auch selbst?

00:29:48: Sehr

00:29:48: unterschiedlich!

00:29:49: Also nein, selbst also wenn maximal etwas umbauen.

00:29:52: oder wir nähen die Kostüme, meine Mama näht die Kastüme selber aber tuppen bauern an sich habe ich tatsächlich noch nie.

00:29:57: das überlasse ich dann den wunderbaren Profis.

00:30:00: Ja ich hab doch kein Talent für so null.

00:30:02: Ich hab das einmal probiert und musste Nein es können andere dessen.

00:30:04: Also eine

00:30:05: Sockenpuppe

00:30:06: Hier ist

00:30:07: es

00:30:07: gerade noch.

00:30:10: Ist das?

00:30:11: Also, mich fragen ja auch viele.

00:30:13: Bist du Bauchräder oder was?

00:30:15: Nee, bei mir ist halt etwas ganz anderes.

00:30:16: Ich mach eben viel offene Spielweise.

00:30:18: Das heißt ich bin auch so wie du natürlich zu sehen aber ich bin in der Regel hinter der Puppe und geb dir so meinen Ton drauf.

00:30:24: Und du machst es richtig mit Technik.

00:30:26: Wie lange hast Du gebraucht um das dann richtig zu können, dass Du dich wohl fühlst darin?

00:30:30: Drei Jahre waren eigentlich so schon das Minimum wo auch mein Onkel mal sagt, du gehst erst auf die Bühne wenn's funktioniert.

00:30:35: und das ist heute noch, wenn ich ihm heute noch dankbar war weil das glaube ich viel ausgemacht hat Und jetzt mache ich es mittlerweile, dass Training und die Routine, wenn man es mal so nennen kann oder auch die Weiterbildung der Kunst um auch zu singen.

00:30:50: Um verschiedene Stimmen lagen.

00:30:52: Das kommt dann mit dem Training eigentlich mit der Zeit?

00:30:54: Ja einfach jeder Auftritt ist ein Training.

00:30:57: Richtig!

00:30:58: Richtig.

00:30:59: Und wenn du ein Programm für dich schreibst, dann spielst du das wie lange?

00:31:04: Ein Jahr oder zwei Jahre bis was neues kommt?

00:31:07: Wir sind normalerweise drei Jahre mit einem Programm auf Tour.

00:31:10: Wir sind jetzt bei purer Zufall aktuell.

00:31:12: beim aktuellen Programm hängen wir sogar noch eine vierte Spielzeit hin weil wir tatsächlich mittlerweile ein bisschen aus unserem ursprünglichen Radius rauskommen.

00:31:20: also unser Weg führt uns auch gerade nach Berlin und nach Delmenhorst und nach Schleswig ganz oben.

00:31:32: Das ist tatsächlich so ein bisschen der Grund, warum es jetzt noch einen Ründchen länger geht.

00:31:36: Aber normalerweise zwei-drei Jahre sagt man einfach für neues Programm dann?

00:31:39: Ja das ist ja bei mir komplett ganz anders.

00:31:41: Naja wenn ich eine Abendstück mache kannst du auch sagen, ich brauche ungefähr alle zwei Jahre was Neues.

00:31:45: So aber spieles Anhalt, aber trotzdem parallel weiter.

00:31:48: Parallel!

00:31:48: Ich wollte das bewundere ich schon.

00:31:50: Da käme am Mann da durcheinander.

00:31:54: In Kreis?

00:31:57: Ja!

00:31:57: Wo?

00:31:58: Deine Kehr.

00:32:00: Ja, da sind noch so Pfeile, ne?

00:32:02: Da hast du nur die eine Richtung drauf in dein Kreis.

00:32:05: Darum heißt es ja auch Einrichtungshaus.

00:32:16: Und ich auch.

00:32:17: Also, ich spiele im Moment glaube ich zusammengerechnet circa dreißig Stücke parallel.

00:32:21: Parallel?

00:32:21: Parallell!

00:32:22: Da wäre ich raus.

00:32:23: Aber es wird tatsächlich Spaß.

00:32:24: also ich finde nicht... Also wenn das Ganze auf ein abgebautes Geschleifen nicht wäre, wäre für mich der Idealzustand sieben Tage Woche und jeden Tag ein anderer Stück.

00:32:32: Ander Stück.

00:32:33: Das fände ich richtig cool.

00:32:34: Ja, klar.

00:32:34: Wenn

00:32:35: wir jetzt noch nicht langweilig.

00:32:36: Gut, jetzt ist bei uns der Vorteil.

00:32:37: oder was heißt der Vorteils?

00:32:38: Ein bisschen vergleichsweise vielleicht dass nicht jede Show gleich ist.

00:32:41: Das ist bei dir ja wahrscheinlich genauso.

00:32:43: Ja, und das ist auch das Tolle.

00:32:45: also einmal spielst du halt in einer großen Halle dann bist du im kleinen Theater oder Bibliothek dann bist wieder in irgendeinem... keine Ahnung?

00:32:51: In der Kirche mal oder spielts vielleicht sogar irgendwo in der Schule in der Aula oder so.

00:32:57: Richtig richtig!

00:32:58: Und das ist schon schön.

00:33:00: Ich finde, es ärdert auch.

00:33:01: Auf alle

00:33:01: Fälle!

00:33:02: Definitiv.

00:33:02: also das merke ich auch immer vor allen Dingen die Mischung macht.

00:33:06: Wir haben auch in München den Zirkus Krone gespielt mit tausend achthundert Leuten waren aber auch fünf Jahre vorher in Münchens und so erstes Gastspiel mit achtunddreißig Leuten.

00:33:16: In der Kuba des Schlachthofs muss man auch sagen.

00:33:22: Ein Auf und ein Ab, glaub ich so bisschen.

00:33:24: Und man muss auch offen dafür sein und geerdet sein dann auch wieder den Step zurückzugehen um zu sagen hey jetzt war das die Hochzeit gesagt mit den ganz großen Hallen und geht aber auch gern vielleicht wieder ein bisschen ein Step zurück.

00:33:36: also ich liebe es unheimlich eure kleinen Locations zu spielen.

00:33:40: Das ist einfach der besondere Reiz des Publikums nicht ganz nah dabei und dass ist eigentlich das besonders Schöne.

00:33:45: Ich hab dich ja quasi heute Abend arrangiert sozusagen ne?

00:33:48: Ist jetzt bei uns auch eher ein etwas kleiner Lokation

00:33:50: Aber ich lieb's jetzt schon.

00:33:51: Ja

00:33:52: Ja, wir haben auch ein wirklich schönes Außengelände und innen ist auch schön.

00:33:56: Ich bin auch noch ziemlich verliebt.

00:33:57: Für mich ist es ja auch noch relativ neu.

00:33:59: Wir sind jetzt auch gerade so knappen Jahr da und entdecken immer noch ganz viele neue Sachen und fangen jetzt eben gerade selbst an alles zu nutzen was es so gibt mit den unterschiedlichen Höfen.

00:34:08: Da gibt's noch einen dritten und noch ein paar Räumlichkeiten, ein paar andere und versuche da immer mehr Mittel auszubauen.

00:34:13: Ich glaube die

00:34:13: Leute lieben das auch.

00:34:14: also dass es so dieses Glas gibt Was weiß ich?

00:34:17: Steilische Theater oder irgendwelche großen Häuser, Hallen erwähnen.

00:34:22: Aber so was macht das Besondere aus.

00:34:24: Als wenn ich vorhin hier reingekommen bin, allein dieses Hülscher, dieses Gebäude ... Es lebt auch so ein bisschen, hat man es so

00:34:31: gut.

00:34:31: Du hast ja auch schon etwas anklicken lassen und du machst viel Fernsehen!

00:34:35: Was magst du lieber, Live-Publikum oder Fernsehen?

00:34:38: Also das ist oftmals auch ein Live-Problikum bei deinem Fernsehen.

00:34:40: Ja genau ich wollte sagen fast noch den Fragen is live.

00:34:42: Das ist natürlich so dass es Highlife sind und das Wortes Aber live ist natürlich immer.

00:34:47: Ich sag mal Es ist ganz einfach zu erklären Fernsehen ist aufregend Ist spannend Sind Erlebnisse Live ist halt einfach Ich kann tun was ich will Und das kann im Fernseh nicht also nicht inhaltlich Sondern gerade jetzt Bei Produktionen wo man weiß man hat vier Minuten Da hat man halt immer die Zeit im Nacken.

00:35:02: Das ist Du hast dann wirklich denkst So boah jetzt Manche Produktionen winken sie dann mit so einem schwarzen Puschel oder teilweise mit dem Totenkopf, wo du genau weißt jetzt sind die vier Minuten auch um.

00:35:12: Abschlussgack und dann weg!

00:35:14: Und wenn ich halt live was weiß ich da steht jemand auf, da geht jemand auf die Toilette raus, dann wird es halt eingebaut.

00:35:20: und gerade diese Momente liebe ich und andere noch mehr.

00:35:23: von daher ist schon live natürlich das Hauptgeschäft das war es ja auch am meisten.

00:35:28: Aber auch das Publikum schätzt es unglaublich weil die nie gefühlt damit rechnen dass man das A auf der Bühne mitkriegt Um B auch noch schlagfertig genug ist, darauf zu reagieren.

00:35:36: Also das ist diese Momente.

00:35:38: Das ist auch immer wieder nach den Chancen, dass die Leute sagen Mensch, das war jetzt aber besonders lustig.

00:35:43: Wie Amanda das und das mit eingebaut?

00:35:45: Genau!

00:35:45: Und dass sie auf einem Reagiert und es vermeintlich wie Sie da sozusagen... Kein Witz!

00:35:51: Ja so... So... Was ist das

00:36:00: jetzt?!

00:36:00: Ist der Wecker gammelt?

00:36:03: Ich glaube er hat Wecker geblieben.

00:36:08: Stell dir mal vor,

00:36:12: wachst du drauf, siehst du Sprechnissen im Pferd?

00:36:20: Alles alles gut.

00:36:21: Ohne uns sind die alle vom Hals abwärts gelähmt.

00:36:24: Aber ist doch schön, wenn dann die Leute das so aufnehmen.

00:36:28: Ja noch mal zurück zu diesen größeren und kleineren Veranstaltungen.

00:36:31: Ich mag die Kleinen auch tatsächlich lieber aber es ist auch immer schön in den Großen zu haben.

00:36:35: also ich habe das so drei viermal im Jahr.

00:36:37: also auch größere Sachen und das ist auch schick wenn du auf die Bühne kommst die Leute klatschen schon wenn du nur hoch gehst und da hast dich noch nix gemacht.

00:36:45: Die Wucht, die einem da entgegen kommt, das ist natürlich... wenn mich jetzt noch mal z.B.

00:36:51: Zirkus Krone allein dieser Bau, dieser Rundbau der ja doch historische Bedeutung auch gerade in München hat und wenn da die Leute, wenn das da so der Applaus ausbrandet ist schon natürlich... Hat schon was.

00:37:01: Keine Frage?

00:37:02: Ja, doch kann ich nachempfinden!

00:37:03: Aber dann eben am nächsten Tag spielst du in einer Tourenhalle und dann denkst du es war ganz kurz... also ich zumindest so... Ach du meine Güte, was mache ich hier

00:37:11: eigentlich?!

00:37:12: Aber eigentlich ist das trotzdem cool.

00:37:13: Natürlich die Bodenhaftung muss man sich beibehalten.

00:37:17: Das ist ganz wichtig an meinen Augen.

00:37:20: Wie viele Auftritte hast du pro Jahr ungefähr?

00:37:21: Wir haben es jetzt gerade ein bisschen reduziert mal die letzten zwei drei Jahre auch nach Corona weil wir Das Jahr nach Corona ist sehr, sehr viel nachgeholt haben.

00:37:29: Es gab Jahre, wenn ich in den letzten zehn Jahren zurückdenke, da gab es mal Jahre mit dreihundert Shows im Jahr.

00:37:35: Wenn wir dann alle zusammenzählen und teilweise Doppel- oder Dreifachshows am Tag, gerade wenn es irgendwelche Festivalgasspiele waren, mittlerweile sei das so, dass sich ein bisschen splittet.

00:37:45: Siebzig, achtzig, Tourtermine, paar Fernsehtermine ... Firmen, Galas Events noch on top oben drauf.

00:37:50: Dann sind wir so bei hundertfünfzig Einsätzen nennen das mal so für ein

00:37:54: Jahr.

00:37:55: Ja, das ist ordentlich.

00:37:56: Was ordentlich ist?

00:37:57: definitiv es ist viel Autobahn, viel Hotel ganz

00:38:00: Deutschlands und

00:38:02: von daher ist es auch schön für sich mal zu erkennen hey's gibt noch was anderes und das ist so ein bisschen den Luxus, den ich mir die letzten zwei drei Jahre eigentlich jetzt gegönnt habe auch mal zu sagen okay ist jetzt mal im Sommer gerade ein bisschen auch Pause Das hatte ich sonst tatsächlich nur gar nie gemacht.

00:38:17: Irgendwann sagt einem auch das der Körper.

00:38:21: Ja, definitiv.

00:38:22: Ich sage

00:38:22: mal hey, Pause wär immer schön und wirkt dir nicht jünger?

00:38:26: Das ist korrekt!

00:38:27: Außer Amanda.

00:38:28: Es sind noch oft die inneren Werte dann... Nicht wahr?

00:38:31: Akubo-Amanda und wirklich Jünger.

00:38:33: Guck

00:38:33: mal wer da ist.

00:38:34: War

00:38:34: ihr Stichwort oder?

00:38:35: Wo kommst du denn her?

00:38:36: Von draußen!

00:38:37: Von

00:38:37: draußen?!

00:38:38: Das ist schön.

00:38:38: Wir sind drinnen und doch von draußen.

00:38:40: Geht's dir gut?

00:38:41: Sehr gut ich hab das gefunden.

00:38:43: Was sind denn da?

00:38:44: Schokolade Schokolade?

00:38:46: Mit Sicherheit nicht dein, oder?

00:38:47: Doch.

00:38:48: Jetzt schon!

00:38:49: Jetzt schon.

00:38:49: Super.

00:38:50: Weiß nicht

00:38:50: wem sie gehört ist...

00:38:52: Ich weiß wem Sie gehört aber ich schweige.

00:38:54: Okay.

00:38:55: Dann mir.

00:38:55: Dank dir.

00:38:56: Na dann lass es dir schmecken.

00:38:57: Guten Appetit.

00:38:58: Danke an Schokolad.

00:39:00: Mein lieber Sebastian, ich danke dir recht herzlich und dir natürlich auch am anderen.

00:39:09: Auf jeden Fall wünsche ich dir jetzt eine schöne, schöne Vorstellung.

00:39:12: Danke!

00:39:12: Bei uns hier im Forzland.

00:39:13: Ich

00:39:13: freue mich sehr, hier zu sein

00:39:15: und dann rocken wir die Bude.

00:39:16: mal sehen ob sie drin oder draußen rocken?

00:39:18: Ich

00:39:18: schau keine Wetter ab mehr an.

00:39:19: Nö, ich auch nicht.

00:39:21: Mach's gut, aber lieber viel.

00:39:22: vielen Dank für das Gespräch.

00:39:23: Dann spiel mir!

00:39:24: Ja hey

00:39:25: also das ist ja schon fast ne Ehre Karsten.

00:39:27: oder dass du den Sebastian jetzt einmal hier ans Mikrofon bekommen hast finde ich cool.

00:39:32: Ja, also war ja alles in meinem Büro aufgenommen mit ein paar Görfaktoren dazwischen.

00:39:36: Aber egal es war ja eben sehr spontan und nicht geplant.

00:39:39: Absolut

00:39:40: unentspannender Einblick auch mal jetzt mal wirklich hinter das Thema von ihm.

00:39:43: Und er ist einfach ein toller sympathischer Typ auf dem Boden geblieben und macht einfach Laune.

00:39:49: Also doch mal, dass er wieder zu dir kommt auf jeden Fall!

00:39:52: Bestimmt, also er meinte schon der würde sehr gerne wieder kommen.

00:39:55: Ach schön...

00:39:56: Und

00:39:56: weißt du?

00:39:56: Auch er spielt dann oft den Hallen Tausend Zuluschoren oder noch mehr.

00:40:02: Und dann bist du dann mal gezwungenermaßen jetzt in dem Falle meinem Theater mit hundert Sitzplätzen und das ist aber auch immer mal wieder ganz schön für die Kollegen, weil es halt doch alles viel intimer ist und man einen viel größeren Kontakt zum Publikum hat.

00:40:16: Ich

00:40:16: glaube auch recht, dass das oft so verwechselt wird, dass die Leute immer denken, oh, es ist besonders geil vor möglichst viele tausenden Menschen zu spielen!

00:40:22: Ich glaube, viel schöner ist es wenn Du näher an den Leuten bist, ne?

00:40:26: Will direkt das Feedback mit, eine ganz andere Bindung.

00:40:29: Ja absolut!

00:40:29: Genau

00:40:30: ich kenne es ja nur auch.

00:40:31: Ich spiele jetzt eben immer mit dem Sonntag.

00:40:33: Es waren auch jeden Tag knapp zweieinhalb Tausend oder so in der alten Arena, jetzt sind da neun Arena und es gab zwei drei oder zwei zwei irgendwie so einen zu drehen?

00:40:41: Auf jeden Fall über tausend.

00:40:43: und tatsächlich muss ich trotzdem sagen meinen Lieblingszuschauerzahl liegt so bei zwischen achtzig und hundert.

00:40:50: Das macht sich am liebsten.

00:40:51: Du bist gut drin die Zuschauer auch Und da entsteht dann auch was, was du in einem großen nicht immer hast.

00:40:57: Zumal als Künstler ganz ehrlich hast du von diesen Großen halt ähnlich viel weil weiter als die zweite dritte Reihe kannst du ähnlich gucken als andere verschwindet.

00:41:04: im Schwarzen und im Dunkeln ist gar nichts so toll wie man denkt.

00:41:07: Nee, nee gar nicht.

00:41:09: Klar ist das natürlich beeindruckend und du sagst ich habe vor zweieinhalb Tausend Leute gespielt.

00:41:12: Ja aber... Und

00:41:13: wenn die dann klatschen?

00:41:14: Das ist natürlich schon keine Frage!

00:41:16: Aber wenn es mir aussuchen dürfte oder der liebe Gott sagen würde entweder ein Leben lang nur noch für Achtzig- oder zwei Tausends, würde ich sagen ich nehme die Achtzig.

00:41:23: Ja, verstehe ich.

00:41:24: Wir haben ja am Anfang schon gesagt dass es noch ein zweites Gespräch geben wird zu diesem Thema.

00:41:29: Ohja!

00:41:29: Da können wir doch jetzt auch schon etwas spoilern dass wir als nächsten Gast die Sabine Murza bei uns haben.

00:41:36: Richtig.

00:41:37: Ihr habt so den Mühmen, lautet Murzarella Die kommt auch hier aus der Ecke die kommt aus Baden-Baden und ist auch viel unterwegs im Fernsehen überregional in ganz Deutschland unterwegs Und auch auf viele Theaterbühnen und auch eine ganze liebe Kollegin und da war an wir beide zu Gast bei ihr Zuhause.

00:41:54: Richtig!

00:41:55: Mit einer sehabendschorlichen Anfahrt, von der wir noch sechs Mal erzählen werden.

00:41:59: Ja doch freue ich mich drauf.

00:42:00: das war ein sehr tolles Gespräch.

00:42:02: Oh ja eine sehr mundere Kollegin und das hat viel Spaß gemacht, ich freue mich drauf.

00:42:09: Absolut!

00:42:09: Sehr spontan auch von ihr wieder.

00:42:11: also da sieht man Improvisationen können die auf jeden Fall.

00:42:16: Aber jetzt erst mal.

00:42:17: wir sagen verabschieden uns

00:42:19: genau

00:42:19: und hören uns nächsten Monat wieder wenn es dann heißt Theater, cheese madende.

00:42:25: Macht ein Podcast!

00:42:28: Danke für die Folge.

00:42:29: auf jeden Fall und hast du wirklich gut gemacht Carsten.

00:42:31: also allesgut?

00:42:32: Ja ich habe ja mittlerweile schon noch eins oder andere gemacht hab ich mich etwas sicher gefühlt.

00:42:36: man merkt es glaube ich schon auch ein bisschen aber man wächst ja da rein und ich kann da dich nur beglückwünschen zu diesem tollen Job und auch dazu wie toll du das machst.

00:42:46: jetzt kann auch nicht jeder

00:42:47: Ja, du.

00:42:48: Macht sehr viel Spaß auf jeden Fall!

00:42:50: Also

00:42:54: dann

00:42:56: würde

00:43:03: ich sagen

00:43:08: wir

00:43:08: sehen uns bis zum nächsten Mal.

00:43:15: Tschüss!

00:43:17: Auch der nächste Mal, bitte wieder

00:43:20: ein unbedingt.

00:43:22: Unbedingt!

00:43:24: Tschüssi

00:43:25: Koski!

00:43:31: Danke schön...

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